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gedankengänge
Entry 18 of 21 | show all | print this entry |
welch eine Abscheulichkeit all die fetten Menschen in ihren überdimensionierten Autos, die so groß sein müssen, damit sie ihre Passagiere fassen können. All die überschüssig produzierten Autos, die auf den Parkplätzen der gigantischen Autohäuser stehen, dort, wo früher die Bäume waren. Der Arm des Busfahrers ist so fett wie meine beiden Oberschenkel zusammen. Wenn die Leute etwas essen, dann produzieren sie so viel Müll, so unendlich viel Müll. Auf dem Tablett liegt eine bedruckte Papierunterlage, die Hamburger und Fritten sind in bedrucktes Folienpapier eingepackt. Das Getränk kommt in einem Plastikbecher. Wenn das jeder Mensch auf der Welt tun würde, dann wäre es gleich vorbei. Vielleicht wäre das besser. Wie können sie das nur tun? Wie können sie Kinder in die Welt setzen und das mit gutem Gewissen tun? Diese Leute aus Indiana sind so schlau. Diese Republikaner. Sie finden es gut, andere Länder zu besetzen, von ihren Diktatoren zu befreien. Damit sie McDonald´s, GM, GE, Dodge, Kabelfernsehen, Kreditkarten, die fünfzig stunden woche und viele tolle andere Sachen in jene Gegenden exportieren können. Sie nennen das: " die Welt von ihren Übeln befreien", aber in Wirklichkeit tauschen sie die Übel nur aus und begreifen nicht, dass sie selbst in einer der übelsten Gesellschaften der Welt leben. Ich will nicht sagen, dass es keine anderen üblen Gesellschaften gäbe. Aber mit Sicherheit führt sich keine andere Gesellschaft so arrogant und großkotzig und ignorant auf, wie es die Amerikanische im Rest der Welt tut. Es ist an der Zeit, etwas zu unternehmen. Ein großer Man aus Indien sagte einst : " you must be the change you want to see", etwas in der Richtung jedenfalls. Da ein Großteil der Menschheit einfach zu dumm und leicht beeinflussbar ist, um etwas Grundlegendes zu ändern, wird sich am Fundament nicht viel rütteln lassen. Es sei denn, man würde das ganze Gebäude in die Luft jagen. Es ist verständlich, dass es so viele Leute gibt, die die Menschheit ausrotten wollen, denn wir sind in wirklichkeit nicht mehr als ein schleimiger Virus und Parasit. Andere Leute haben dieses Thema schon zur genüge ausgeschlachtet. Es ist wichtig, dass ich so bleibe, wie ich bin. Und für das auch aufstehe. Das ist wohl leichter gesagt als getan. Aber einmal begonnen werde ich wohl kaum wieder damit aufhören können. Auch wenn stets nur eine kleine Gruppe von Menschen mit geöffneten Augen durch die Welt läuft, so ist es doch wichtig, dass es sie gibt. Ein Mensch ist so groß und das Spermium aus dem er entsteht so winzig. Dennoch wäre die Größe oder das Kleine nicht möglich und umgekehrt deswegen ist es nicht so wichtig, die Welt zu verändern, so lange einer sich nicht von ihr verändern lässt. Wieder habe ich gekämpft. Fast hätte ich verloren. Mich für den Kauf einer Maschine verschuldet. Eine Maschine, die funkelt und glitzert und mich an das Weltnetz anschließt, wo auch immer ich sein mag. Wie dumm ich doch bin. Selbst nach sechs Monaten der Flucht und des Reisens war ich diesem Test noch nicht überlegen, bin es erst jetzt, nachdem ich der Versuchung widerstanden. Oh, wie bin ich gerannt, gerannt und gerannt. Über fast zwei ganze Kontinente. Jetzt bin ich so außer Atem, dass mir klar wird, wovor ich da überhaupt geflohen bin und wie lächerlich das Ganze ist. Diese Gesellschaft mit ihren kleinkarierten Menschen, ihren Regeln und Systemen, der Bürokratie. Das alles ist doch nur eine Illusion. Nichts weiter. Es ist das Gefängnis für die Geistesschwachen, die keinen Mut dazu aufbringen, wirklich zu leben. Soll ich wirklich studieren, Geld verdienen, eine Frau finden, Kinder zeugen, ein Haus bauen, Bäume pflanzen und dann an Krebs sterben? Ich muss gleich kotzen. So etwas langweiliges. Wären die Umstände andere, so würde ich diese Art von Leben akzeptieren. Aber nur ein paar tausend Kilometer von zu Hause entfernt, schlagen sich die Menschen mit Macheten gegenseitig die Körperteile ab. Und wir machen hier Filme über Talkshowskandale und bezahlen auch noch Geld dafür, uns solche Sachen ansehen zu dürfen. Nein, bevor ich mich selbst und meine Gedanken aufgebe, pilgere ich lieber ins Irrenhaus, schon aus Familientradition.
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