Fjordland, Hump Ridge Track, Dunedin

Trip Start Feb 21, 2003
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Trip End Nov 21, 2003


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Flag of New Zealand  , South Island,
Sunday, June 8, 2003

Fjordland

After my last letter to you I have seen pretty much everything south of a line from Milford to Dunedin. Dunedin is a nice university town which prides itself of having the steepest street in the world, Baldwin Street, which is, like many New Zealand claims to fame, complete bollocks. It's got a reasonable café, pub and club scene. On the Otago Peninsula right out of Dunedin is a penguin colony and apparently the world's most accessible Albatross colony. Of course we had to check that out and it was well worth seeing. These Royal Albatrosses are the largest sea birds in the world and have the widest wing span of all birds. They need harsh winds to get their weight off the ground and, once airborne, glide for hours with hardly a flap of their enormous wings. Absolutely majestic!

I completely lost myself in looking out for NZ's birds on roadsides, in gardens, forests, estuaries and mountains Kayaking Doubtful Sound with Eric
Kayaking Doubtful Sound with Eric
. I got myself binoculars and lots of books (thanks again, Nicki!) and got a little nerdy. I've seen most of the birds in the wild now, flightless birds like rare Kiwis and Wekas, Parots like the Kea and the Kaka, owls, black swans, Pukekos, the rare white and other herons, forest birds like the Tui and Bellbird as well as the ultra rare Saddlebacks and Stewart Island Robins on the rat, stoat and possum free bird sanctuary Ulva Island. I'd love to see some bats, the only native mamals in New Zealand. All land-based mamals (apart from pets and farm animals) are a pest and Kiwis accelerate if they see any fur crossing the road, so there's plenty of road kill for the birds of prey. There are many jobs in the possum, deer and ferret control sector as these are real pests causing major damage to the forest and the birdlife, pushing many species into extinction.

An experience everyone visiting NZ should make is admiring the majestic Fjordland Sounds. These glacier-carved Fjords have 100s of meters of sheer granite rock on either side with trees clinging to them through an intricate network of intertwined roots. Sometimes you can witness a treefall if severe drought (very rare: world's third highest amount of rainfalls here, on average 10 meters of rain a year. That's 15 times the amount falling on London for those of you that think it's wet there) causes these connections to loosen and one tree to slip taking an avalanche of trees with it into the depth of the several hundred meter deep cold murky waters Our kayak crew
Our kayak crew
.

It was quite an experience kayaking Doubtful Sound one weekend with Eric, it really reminds you how small and insignificant we are.We had glorious weather and encountered dolphins and seals. Magic! A boat trip through the more touristy, but even sheerer Milford Sound with the view of Mitre Peak is a must as well. The walls reaching over 2000 m height are riddled with waterfalls after a rainfall.

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Ein Einbruch, Stewart Island, Dunedin und Fjordland

Ich muss mich zunaechst fuer meine Schreibfaulheit entschuldigen. Ist 

alles etwas schwieriger, wenn man sich Musse nehmen will und die

einzige Stelle zum Schreiben der Arbeitsplatz ist, den man sich

taeglich das Ziel setzt in Rekordzeit zu verlassen Lone sailboat in Doubtful Sound
Lone sailboat in Doubtful Sound
. Habe aber immer

brav persoenliche mails prompt beantwortet und werde das auch weiterhin

tun. Leider wurde vor 3 Monaten in unser Haus eingebrochen und mein

geliebter, gerade mal 6 Monate alter Laptop geklaut, was mich nicht

wenig betruebt hat. Neben Kameras, Handies (vergesst bitte alle meine

deutsche (und britische) Handynummer, sind naemlich beide fott), meiner

Sonnenbrille und meinem Jaegermeister T shirt (Lumpenpack!) haben die

Saecke auch meine ganzen CD backups gemopst, was leider bedeutete, das

alle bis dato gemachten Urlaubsfotos, da digital, weg waren Doubtful Sound
Doubtful Sound
. Wir haben

in der Zwischenzeit zwar von Freunden gerettet, was zu retten war,

jedoch sind so eindrueckliche Momente wie Fiji und viele Szenen aus

Invercargill futsch. Dreck! Das war also der Tiefpunkt meiner Karriere

hier (Neben einer verquasten emotionalen Bindung, aber dazu lieber nix.

Ist nun auch endgueltig ueberstanden.)

Tja, bei letzter Meldung meinerseits vor schaendlichen 4 Monaten war ich gerade von Stewart Island

vom Kiwi-Spotting heimgekehrt. Ich war kuerzlich nochmal drueben und

habe verschiedenerlei seltene Voegel gesichtet, von denen es einige

nirgendwo sonst oder nur noch auf einer anderen kleinen Insel gibt Doubtful Sound
Doubtful Sound
.

Cool. Wie ihr seht, bin ich zu einem zart spinnnerten Vogelgucker

mutiert, der sogar zum Joggen Feldstecher und Kamera mitnimmt und

saemtliche gesichtete Arten in seinem Vogelfuehrer abhakt. Beknackt,

aber friedlich. Meine Alternative zum Fischen. Letzteres ist hier unten

ganz ganz gross. Hier gibt's sogar Riesenstandbilder fuer Forellen. Und

mein Chef hier ist der Koenig, wenn er am Wochenende Angeln geht. Das

wird dann bis in's Detail durchdiskutiert beim naechsten

Abteilungstreff.

Ansonsten habe ich in der Zwischenzeit mit

der sehr netten Kollegenschar hier so ziemlich alles gemacht, was es

auf einer Linie zwischen Dunedin und Milford Sound zu tun gibt Doubtful Sound
Doubtful Sound
. Das ist

natuerlich Schwachsinn, da es allein was Wandern, Reiten, Fahrrad und

Allrad fahren angeht hier in der Natur nahezu unendlich viel zu tun

gibt.

Dunedin ist ganz suess, eine Studentenstadt nach

Edinburgher Vorbild (Dunedin ist der alte gaelische Name fuer

Edinburgh). Natuerlich alles viel kleiner und neuer. In Neuseeland

gibt's Europaeer ja erst seit gut 220 Jahren. Das schoenste an der

Stadt ist die vorgelagerte Halbinsel, wo man riesige Albatrosse nesten

sehen kann (sonst uebrigens nirgendwo in der Welt auch nur halbwegs

erreichbar in Zivilisationsnaehe) und die seltenen Gelbaugen Pinguine herumwatscheln Swimming break in Doubtful Sound
Swimming break in Doubtful Sound
. Dunedin ruehmt sich mit der Baldwin Street

auch die steilste Strase der Welt zu haben. Das war natuerlich eine

Herausforderung fuer Ray (unser Auto), der in unserem Ansehen gewachsen

ist, nachdem er sich laessig bis nach oben geschaukelt hat.

Fjordland mit seinen langen und tiefen wassergefuellten Schluchten hat mich mehrfach durch die schiere Steilheit seiner Waende verzaubert. Zunaechst bin ich im Mai mit einem Freund 2 Tage lang durch den stillen Doubtful Sound gekajakt, bei schoenstem Strahlewetter und in Begleitung von Delfinen und Seehunden.

Dann bin ich vor  einem Monat auf einem Tourischiffchen durch den Milford Sound geschippert mit seinen bis zu 2 km hohen Steilwaenden. Die vom Eis laengst geschmolzener Gletscher gefraesten Fjord-Waende sind so steil, dass es dort keine Erde gibt. Dennoch wachsen an den Haengen Baeume, die nur durch ihr verflochtenes Wurzelwerk gehalten werden Swimming Break in Doubtful Sound
Swimming Break in Doubtful Sound
. Gibt es eine Trockenperiode wird das Wurzelwerk muerbe und es gibt Baumrutsche. Das heisst, ein Baum reisst alle keilfoermig unter ihm wachsenden Baeume mit sich in die Tiefe und alle versinken auf Nimmerwiedersehen auf dem Fjordboden in 400 m Tiefe. Dann dauert's zich Jahre, bis sich die Baumnarbe wieder schliesst. Die wahre Pracht dieser Fjorde kommt erst bei Regenguessen zum Vorschein, wenn ueberall zahllose Wasserfaelle auftauchen und sich ueber hunderte Meter in den Fjord ergiessen. Es gibt genuegend Gelegenheit, dieses Schauspiel zu bestaunen, fallen hier doch im Jahr 9 Meter Regen ( in London sind's 90 cm). Gibt nur zwei Gegenden auf der Welt (in Nordindien und irgendein Berg auf Tahiti) wo's mehr regnet. Hier mosert aber bestimmt keiner ueber den Regen.

Der Hump Ridge Track


Die Queen hatte Geburtstag und da hat man

hierzulande frei. Wir haben den "Tuatapere Hump Ridge

Track" eine Stunde weg von hier begangen. Wahnsinn.

Waelder noch viel schoener als im "Lord of the Rings" Dunedin
Dunedin
.

Alte knarzige Baeume, zum Teil Hunderte von Jahren alt

in einem Wald der zu Dinosaurierzeiten zurueckdatiert.

Alles trotz Winter gruen von all den Farnen und Moosen

und Flechten. Ich natuerlich wieder ordentlich am

Birdwatchen. (Exklusive der 3 Maedels mit denen ich

unterwegs war). Gab wieder allerhand Waldtauben,

Bergpapageien und Singvoegel zu sehen und hoeren und

auf dem Gipfel in 1000 metern Hoehe bizarre schroffe

Felsfomationen ala Weathertop (Wetterspitze, Sie wissen schon, Der Herr der Ringe...) Baldwin Street, Dunedin
Baldwin Street, Dunedin
. Ein hervorragender Hintergrund fuer den

zauberhaften Sonnenunter- sowie aufgang. Die Huette da

oben war Schweinekalt, da ja im Prinzip Dezemberwetter

hier. Leider gab es keine Feuerstelle, was die Damen

etwas entflammte, hatte ich sie doch wohlwollend mit

nem Kilo Kohle pro Nase ausgestattet, um uns da oben

ordentlich einzuheizen. Am naechsten Tag ging's dann

durch Schmuddelmadder entlang einer alten

Holzfaellerroute ueber den hoechsten noch stehenden

Holzviadukt der suedlichen Hemisphere (32 meter hoch)

zur naechsten Huette, die wir mit einem

Possumfallensteller teilten. Ray (the car) got us up Baldwin Street
Ray (the car) got us up Baldwin Street
Dieses 66jaehrige

Original stapft seit 18 Jahren mit 2 Hueftprothesen

jeden Tag 25 Kilometer durch die Suetzke um seine 250

Fallen abzuklappern, den gefangenen Possums mit nem

Hammer den Schaedel einzudreschen und ihnen dann fuer

die Hut- und Schalindustrie das Fell auszurupfen und

dann das nackte Aas den Wildschweinen zum Frass zu

ueberlassen. Der kriegt dann Pro possum Fell ungefaehr

6 Mack Wenn man bedenkt, dass die meisten

Hueftgelenksersaetze (ausser den Herren Hinger,

Koechling, Heinzelmann und Doering) im Sessel

vermodern und immer fetter werden, ist dieser Herr

eine bedeutende Bekanntschaft Lake Te Anau
Lake Te Anau
.

Muss wohl kaum erwaehnt werden, dass unser Freund in

seiner Huette ausreichend mit Brennholz ausgestattet

war, was leider das Thema Kohle wieder aufs Tablet

brachte, die diesem Herrn dann in aller Einvernehmen

gespendet wurde. Der gute hat sich herrlich schlapp

gelacht und hat vor, die Kohlesaecke einzurahmen. Ich

kann's aber auch keinem recht machen!!!

Dann ging's vorrangig ueber lange Strandpassagen

zurueck zum Auto. Klasse!

Und dann die Sonnenuntergaenge. Solches rot habe ich bisher erst einmal, im Grand Canyon, gesehen.

Lasst Euch gesagt sein, Sonnenauf- und untergaenge, so wie sie hier an der Tagesordnung sind, habe ich in ihrer Pracht selten gesehen Paradise Shellducks
Paradise Shellducks
. Hier ist es fast selbstverstaendlich jeden zweiten Morgen im Lichte eines wahren Feuerzaubers zur Arbeit zu gehen. Ich komme oefters zu spaet zur Arbeit, weil ich nochmal schnell auf's Dach meines Hauses klettern musste, um ein Photo zu machen. Das liegt womoeglich daran, das hier westlich von uns tausende Meilen weit keinerlei Landmasse mehr ist (und irgendwann kommt Chile und Argentinien). Selbst auf Fiji waren die Lichtspektakel nicht so aufregend. Da hat's allerdings die meiste Zeit gepisst, als ich da war.

Der neue Job ist ok. Orthopaedie ist interessant, aber

der verdammte Urologe verbockt so viel Mist, dass ich

die Haelfte meiner Zeit damit verbringe, seine

Scheisse glattzubuegeln. Komme also kaum dazu was

interessantes zu machen.

So, genug gesprochen.
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