Was tut man um 6 Uhr morgens in einer Stadt, die man nicht kennt und mit 25kg Gepaeck beladen ist? Genau. Man duest einfach mal ins Hostel und fragt, ob man schon einchecken oder zumindest das Gepaeck deponieren kann. Ich konnte das Zimmer tatsaechlich schon beziehen. Da die Maedels ihr Gepaeck so geschickt vor die Tuer gestapelt hatten, bin ich natuerlich schwungvoll reingeknallt. Da dann ja sowieso alle wach waren, haette ich auch alle meine Reissverschluesse auf- und zuziehen, mit meinen Plastiksaecken rascheln und von der Reise erzaehlen koennen. Hab ich aber mal gelassen, man weiss ja nie, wie lange man mit den Leuten zusammenleben muss *grins*.
Also raus auf die Strasse, irgendwo ein Cafe suchen und Fruehstuecken. Ehm ja. Exakt. Wo bin ich eigentlich? Eine Strasse nach der andern, Shop an Shop gereiht, aber weit und breit kein Cafe, kein Restaurant, nicht mal ein Take Away, der offen haette. Nach etwa 6 Blocks hab ich dann doch noch was gefunden. Die Frage ist nur, ob man Fruehstueck bei McDonalds echt so nennen darf *wuerg*. Etwas gestaerkt aber natuerlich hundemuede von der 10-stuendigen Fahrt im Greyhound schleppte ich mich dann per Zufall an die Tourist Information. Die hatte noch bis 9 Uhr geschlossen und das Restaurant schraeg gegenueber oeffnete erst um 8 Uhr. Egal, ich hab ja Zeit :-). Es kamen immer mehr und mehr Leute auf diesen Platz, Kameras wurden aufgebaut, Reporter, Fotografen, das ganze Programm. Koennte noch spannend werden... trotzdem ging ich erst mal zur Tourist Information - vielleicht wissen die ja, was da los ist und vielleicht lohnt es sich dann ja tatsaechlich, zurueck ins Hostel - pardon... Hotel - zu duesen und den Fotoapparat zu holen. Offenbar ist innerhalb derselben Woche noch eine australische Persoenlichkeit bei einem Unfall ums Leben gekommen - der Rennfahrer Peter Brock. Und heute ist die Beerdigung, die genau in der Kirche bei diesem Platz stattfindet und auf Grossleinwand uebertragen wird. Ja, ich bin einen Moment stehen geblieben, hab dann aber doch lieber nach der Formel 1-Strecke gesucht. Jaaaaaaaaa, ich hab noch nichts dazugelernt und hab mir mal wieder von einem "Local" erklaeren lassen, wo ich die finde.
Zum Hotel...
- Das Fenster konnte nicht geschlossen werden und es wurde nicht repariert. Die Heizung wurde drum voll aufgedreht und wir (wir, das sind ein anderes Maedel und ich) haben uns 2 Decken geschnappt, damit wir nicht zu Eiszapfen gefrieren.
- In einem der Rahmen waren Naegel, an denen ich mir den Arm aufgeritzt hab. Nein, sie wurden nicht entfernt und jemand hat sich dann noch ein Shirt dran zerrissen.
- Das versprochene Gratisinternet bestand aus einem 10-Minuten-Jeton. Nein, nicht pro Tag - pro Aufenthalt!
- Fruehstueck (Toast, Instantkaffee, Butter, Marmelade und Peanutbutter) gabs nur zwischen 8 und 9 und die Tagestouren beginnen normalerweise um 7 Uhr. Ja, das Hotel bietet Touren an...
- Die Sightseeing-Touren finden einmal die Woche statt. Man geht da zu Fuss durch Melbourne.
- Pro Stockwerk gabs ein Bad fuer die Damen, eins fuer die Herren. Wir reden hier von 80 Zimmern...
Die Tour zur Great Ocean Road war genial. Und irgendwie hab ich mal wieder ein Schnaeppchen gemacht, weil ich dafuer nur $99 bezahlte und andere fuer das gleiche Angebot - im gleichen Bus - $127 bezahlen mussten.
Hier die Details der Tour:
- Cross over Melbourne's Westgate Bridge.
- Enjoy panoramic views of Port Phillip Bay and the Melbourne city skyline.
- Arrive in the town of Torquay, Australia's surfing capital and home of Rip Curl surf wear (includes morning tea).
- See one of the world's famous surf beaches, Bells Beach (featured in the movie Point Break), home to the World Surfing Championships (K4 only exclusive).
- Travel along Victoria's famous Great Ocean Road.
- Discover golden sandy beaches, sheer cliff faces and rugged surf beaches.
- Stunning scenery as the winding road hugs the coastline.
- Drive through the beautiful coastal towns of Anglesea, Lorne and Wye River.
- View amazing rock formations.
- See spectacular Cape Patton Lookout with lots of photos and stories.
Arrive at the beautiful white sandy beaches of Apollo Bay, a scenic coastal town.
- Discover the magic of the Otway National Park.
- Drive through lush tree-fern gullies and towering mountain ash forests.
- Many opportunities to photograph stunning scenery.
- See the stone monoliths of the Twelve Apostles (8 in total).
- Scenic walks and lookouts.
* Enjoy the amazing shipwreck story of survival of the Loch Ard and visit its famous Gorge and Razorback Lookout.
- Visit the quiet, historic fishing village of Port Campbell. See beautiful beaches and stop for afternoon tea (own expense).
- Visit the rock known as London Bridge, parts of which collapsed in recent years.
- See the stunning remains of this and other rock formations weathered over thousands of years.
- Hear stories of the great adventures and historic shipwrecks in this region.
- Relax on your luxury coach on the journey home.
Die Tour startete um 7 Uhr - zumindest begann dann das Einsammeln aller Fahrgaeste in den verschiedenen Hotels. Um 8 Uhr waren wir dann effektiv unterwegs. Mit an Bord eine Familie aus Daenemark, die offenbar ein miserables Fruehstuecksbuffet haben muessen. Jedenfalls haben die direkt nach dem Einsteigen zu futtern begonnen. Muesliriegel, Schokowaffeln, Bisquits, Chips etc. etc. Vielleicht waren sie auch erst grade von einem Survival Trip zurueck, denn das Futtern aus raschelnden und knisternden Tueten und Verpackungen hoerte erst nach 45 Minuten auf. Keine Ahnung, ob sie einfach keinen Hunger mehr hatten oder ob der Proviant ausging. Nein, ihre lautstarken Unterhaltungen stoppten nicht, nur das rascheln und knistern. Auch die boesen Blicke der Leute in ihrer Naehe schreckten sie nicht ab, denn die interessanten Kommentare des Busfahrers (und das ist jetzt mal echt nicht ironisch gemeint) waren teilweise fast nicht mehr zu verstehen. Michelle - meine Sitznachbarin aus Sydney - und ich konnten uns nach einer Stunde Fahrt nicht mehr aufregen und nur noch vor uns hingrinsen. Kennt ihr dieses Stadium? Beim ersten Stopp in Torquay gabs uebrigens Kaffee/Tee und Bisquits. Wo Familie Daenemark war? Ihr habt's erraten - im einzigen Supermarkt in diesem Kaff.
Auf der Rueckfahrt hat dann eins der Kiddies uebrigens gekotzt, nachdem es sich ungefaehr 15 Minuten lang eine Papiertuete vors Gesicht gehalten hat. War wohl doch etwas zuviel Schokolade... Nein, die zahlreich nach vorne und hinten gereichten anderen Tueten wurden nicht benoetigt - Mama Daenemark scheint auf alle Eventualitaeten vorbereitet zu sein. Nachdem das Papiertuetchen voll war, wurde es in ein Plastiktuetchen mit Zipper verpackt und dem Soehnchen wurde ein Erfrischungstuch gereicht. Hab ich schon erwaehnt, dass wir in einem Bus sassen, der mit Toilette ausgestattet ist? ...
More thumbnails ...