It's getting better!
Ich hab die anderen auslaendischen "Lehrer" gestern Abend kennen gelernt. Sehr krass, die waren auch alle um die zwanzig und leben mit mir im gleichen Haus. Hatte naemlich auf einmal Kekse vor der Tuer, sehr nett! Wollte mich eigentlich gleich bedanken, sollte dann aber mit Herrn Zhang erstmal shoppen gehen. Was fuer ein Erlebnis! Schon geil, wenn man in nem Supermarkt ist, er meint pack mal ein was dir so gefaellt und du stehst vor Waenden mit lauter Dingen mit bunten Bildchen, hast aber so rein gar keine Ahnung was da drin sein koennte, geschweige denn wie das schmecken koennte. Haette nie gedacht, dass es sooooo viele Lebensmittel gibt die ich einfach noch nie gesehen habe. Befremdlich waren auch die ganzen lebenden Dinge die man dort so kaufen konnte. Auch Gewuerze, allerlei Koerner und Haferflocken zum anfassen in groszen Wuehlbehaeltern. Wenn ich mir vorstelle, dass die Haferflocke die ich da essen koennte von mehreren hundert Leuten angefasst worden ist, hmm, schon komisch. Deswegen leben die vielleicht so lange, die sind abgehaertet!
Was auch cool war, ich hab mir natuerlich zielsicher eine Mueslipackung rausgesucht (nach stundenlangem danach suchen, muesli isst man hier eigentlich nicht), die noch nicht im Computer war. Tja das war irgendwie so ein dolles Problem, dass man mir die nicht verkaufen wollte, oder fast konnt, dabei war sie ausgepreist. Hat dann nochmal so 20 Minuten gedauert und man konnte sie uns dann an der Nachbarkasse verkaufen, wahrscheinlich auch nur weil Herr Zhang eine Stammkundenkarte hatte ;o)
Bin mal gespannt was ich da so gekauft hab *gg*.
Was jedenfalls auch mal wieder typisch fuer mich war, wir kamen danach an einem Laden vorbei, in dessen Schaufenster ein Yamaha Klavier stand. Was macht die Yve, sie bleibt natuerlich stehen. Daraufhin mussten wir hinein gehen, weil wenn die Deutsche da stehen bleibt, dann ist das wohl wichtig. ;) Naja jedenfalls hab ich eine Gitarre entdeckt und als ich den unglaublichen Preis von 280 Yuan (28,- Euro)sah, konnt ich nicht wiederstehen. Herr Zhang hat den guten Mann dann noch auf 24,- Euro runter gehandelt, weil das wohl so ueblich ist. Ich hab jedenfalls jetzt wieder eine Gitarre und bin extrem happy!
Irgendwann abends wollt ich mich ja nun eigentlich fuer die Kekse bedanken und was blitzt mir da aus Brian's Zimmer entgegen? Noch eine Gitarre! Yeahuuh!
Nur Brian war leider nicht da, bin dann irgendwann nochmal runter und hab ihn auch angetroffen. Der gute hat Musik studiert, noch besser jetzt hab ich jemand der mir die Gitarre immer wieder stimmen kann. Er hoert die Toene einfach so raus, wie ich sowas beneide! Jedenfalls sind wir anschlieszend noch Essen gegangen mit Cindy und Derek. Das letzte Essen hatte ich als seeehr scharf in Erinnerung und eigentlich wollte ich nur der Gesellschaft wegen mit, aber die Jungs wussten offensichtlich wo sie hingehen, naemlich zu "Happy Guy". So nannten sie den Owner des Ladens. He was always smiling. Das war 'n richtig gelungener Abend! Und Gott war das Essen lecker!!! Kein Vergleich zu Deutschland. Hier waren wir definitiv nicht zum letzten Mal. Happy Guy und seine ganze Familie sind mittlerweile begeistert dabei Englisch zu lernen. Hehe und ich hab ihm 'Danke' beigebracht. Der Arme wird noch ganz konfused bei soviel languages.
Wieder zu Hause ham sich meine neuen Bekanntschaften als aeuszerst nuetzlich erwiesen. Derek hat mir seinen zweiten heater hochgetragen und Brain hat mir das Karkalakenspray ausgeliehen, davon ham wir naemlich am Abend noch zwei erlegt.
Und heut morgen wurde mein staendig laufendes Klo repariert. Ich wuerde sagen es geht aufwaerts ;o)
So, in einer Stunde beginnt mein erster Unterricht und ich hab keinen Plan was jetzt abgeht, man darf gespannt sein. cya later aligator.
Okay es war caotisch. Man man man, ich bin doch kein Lehrer, aber genau das wird von mir verlangt. Schlecht nur wenn die Sprachkenntnisse so gut wie nicht vorhanden sind, selbst English ist echt schwach. Faszinierend wie ich tatsaechlich 3 volle Stunden irgendwas improvisiert hab. Das passiert mir nicht wieder. Jetzt weisz ich, ich bin keine Hilfskraft die als Unterstuetzung arbeiten soll, nein, ich bin als Alleinunterhalter engagiert worden. Das ist echt hart. Abgesehen davon waren statt 30 Mann nur 6 Leute da, tja da war ich schnell fertig mit der Vorstellrunde. Was fuer eine Herausforderung! Hab mir dann bei Brain erst mal ein schlaues Buch ausgeliehen, in dem steht genau beschrieben auf was man so achten muss und was man alles so machen kann. Das ist Gold wert! Ich nehm am besten das naechste Mal viele viele Ideen von dort und versuche das in deutsch umzusetzen.
Abends waren wir noch bei einer anderen amerikanischen Familie zu einem Doppelgeburtstag eingeladen. War echt nett, nur sie haetten nicht Sarah Mc Llachan spielen sollen, das traf ins Mark..
..naja ich krieg das irgendwie hin, auch wenn ich noch keine Ahnung hab wie..
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