Ich bin mal wieder nachts aufgewacht und konnte nicht schlafen. Zuviele Gedanken, zuviele Fragen. Ich musste es schlieszlich aufschreiben und das ist dabei rausgekommen:
20.10.2006 - 2.30h - 5.40 - 7.00
Was ist es, was macht das Leben lebenswert? Da wach ich doch tatsaechlich morgens Punkt 7h auf, obwohl ich in letzter Zeit immer bis 10h schlafe und stell mir genau diese Frage. Warum bin ich? Habe ich eine Aufgabe? Einen Lebensinhalt? Was ist es? Was ist lebenserfuellend?
Ist es der richtige Beruf? Die richtigen Leute? Sex? Warum streben eigentlich immer alle nach Macht und Geld? Wer sagt denn dass das erfuellend ist?
Schon komisch, sowas passiert mir auch nicht gerade oft, "mitten in der Nacht" aufwachen, hell wach zu sein und sich die Seele aus dem Leib zu gruebeln.
Es daemmert und ich habe keine Antwort, nicht einmal die Gewissheit, dass ich eine Antwort auf meiner Reise finden werde. Vielleicht ist das auch alles umsonst??
Wieviel Zeit hab ich ueberhaupt? Mir kommt's schon jetzt so vor als ob mir alles durch die Finger rinnt. Keiner sagt dir was wirklich sinnvoll ist, keiner was wirklich wichtig. Alle sind gepraegt von ihren kleinen materialistischen Nichtigkeiten. Auszer vielleicht die, die wirklich lieben, obwohl, die leiden dann wieder. Vielleicht muss man ja leiden? Ich weisz es nicht.
"Quote: Wo komm ich her? Wo geh ich hin? Und welche Schuhe zieh ich dazu an? Und wenn ich schon mal da bin, warum kauf ich nicht gleich noch 'n T-shirt?"*
*Vielleicht stellen wir uns sogar von Zeit zu Zeit diese groszen Fragen des Lebens, doch dann kommen diese kleinen unbedeutenden Dingelchen, die sich unbemerkt einschleichen aber unsere vollste Aufmerksamkeit erlangen. Warum auch immer...
Und das alles nur weil mir klar geworden ist, dass ich 3 Jahre eine Richtung in meinem Leben eingeschlagen habe, die ich eigentlich nicht gehen will. Ist es zu spaet die zu aendern?
Wenn mich jemand fragt was ich gelernt habe, werde ich doch immer Wirtschaftsingenieur sagen. Damit plumse ich in eine Schublade, die sich ganz von alleine schlieszt und in der ich feststecke. Dabei gehoere ich da doch gar nicht hin.
Fragen, Fragen, Fragen ... Warum?
Vielleicht sind's die weiszen Waende meines Zimmers die mich schreiben lassen. Was nun an Bildern nicht mehr da ist, muss mit Worten kompensiert werden. Wollte gar nicht soviel schreiben, weil es mich selbst immer aufregt wenn Autoren nicht auf den Punkt kommen, aber vielleicht suchen sie beim Schreiben nur eine Antwort und selbst wenn sie die nicht finden, beruhigt es die Nerven...
25.10.06 - 2.00h
Auszer der Frage nach dem Sinn und Zweck allens, interessiert mich noch eine Sache brennend. Warum verlieben wir uns? Was ist ausschlaggebend dafuer, dass man sich mit Gedanken quaelt, dessen Sinnlosigkeit einem eigentlich bewusst ist. Man wuerde gern aufhoeren, weil es einen buchstzeblich zerfrisst, man weisz das und ist dem aber absolut ausgeliefert.
Zeit laesst uns vergessen und mildert nur hoert es wirklich irgendwann gaenzlich auf?
Irgendwie hat Mutter Natur da nur bedingt nachgedacht, hoffnungslos hoffen kann ja nicht im Sinne der Fortpflanzung liegen. Tja des Raetsels Loesung werde ich wohl heute Abend nicht mehr finden, wenn es denn ueberhaut eine Loesung gibt.
Komisch, lieszt man Dinge ein zweites Mal, findet man sie extrem schlecht. Tut mir leid wenn ich euch langweile, schreiben tut nur gerade gut.