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Stopover in Wangdue Phodrang
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Hallo zusammen, eine Nacht habe ich in Wangdue Phodrang verbracht, ein recht netter Ort zwischen Trongsa und Thimpu. Dort hatte ich das erste Mal Gelegenheit in ein Internet Cafe zu gehen, in Jakar gab es zwar eins, aber das war zu, wenn ich mal vorbeigeschaut habe
(ausserdem war mein Hotel sehr weit weg). Das Internet Cafe hier war in einem Holzverschlag auf einem alten Computer mit 56k Modem Verbindung, aber immerhin, es funktioniert:-)
Auf dem Weg von Jakar nach Wangdi (wie Wangdue Phodrang auch genannt wird) haben wir das Dzong in Trongsa besichtigt, Dzong bedeutet Burg. Dieses ist eines der groessten und bedeutendsten von Bhutan, fuehrte doch die Ost-West-Verbindung durch die Festung und der erste Koenig kam eben aus Trongsa (und auch heute ist es Tradition, dass der Kronprinz erst einmal Goveneur von Trongsa wird). Heute sind die Dzongs in zwei Teile geteilt, eine Haelfte fuer Administration und die andere fuer ein Kloster.
Anschliessend ging es erneut ueber einen 3500m Pass und dann ein kurzer Trip ins Phobjika Valley, das Tal ist das letzte in Bhutan ohne Strom. Dort ueberwintern die raren Schwarzhalskranische (Black Necked Cranes, sorry, no foto, da sie sehr weit weg waren und nur mit meinem Tele auf Dias aufzunehmen waren), die die meiste Zeit sonst in Tibet verbringen. Die Touristen werden massenweise dort reingekarrt und nach fuenf Minuten wieder rausgefahren:-) Auf dem Pass grasten ein paar Yaks
, die aber scheinbar mit Rindern vermischt worden sind, haette sie zunaechst nicht als Yaks eingeordnet (da zu wenig Fell:-) Dann ging es ein langes Tal hinab gen Wangdue Phodrang.
Dort habe ich in einem Hotel in der Stadt uebernachtet, so dass ich abends und morgens Fotos machen konnte (und ein Internet Cafe besuchen konnte:-). Die Stadt liegt direkt vor dem Dzong, in dem sich eine Moenchsschule befindet, daher soll sie abgerissen werden und weiter hinten ins Tal verlegt werden. Dabei ist sie eigentlich sehr schoen, und in Europa waere sie unter Denkmalschutz. Am naechsten Morgen war Markttag.
Wie man sieht, gibt es Gemuese wie in Deutschland auch, Karotten, Kartoffeln, Blumenkohl, Bohnen, .... Daher sind meine Mahlzeiten auch recht westlich, es gibt immer Reis, aber auch Kartoffeln und Gemuesevariationen. Ausserdem gibt es Fleisch, Buddhisten duerfen keine Tiere toeten (schliesslich enthalten sie auch Seelen von Menschen), aber wenn sie tot sind, darf man sie essen (daher sind Hindus die Metzger). Auch der Tee ist hauptsaechlich indischer Tee. Yak-Buttertee hatte ich erst einmal und das auf nachfragen (schmeckt aber auch gewoehnungsbeduerftig nach Tier). Die Locals essen allerdings dreimal am Tag Reis mit Chili.
Chili wird dazu in verschiedenen Variationen zubereitet (zB Chili-Kaese-Curry) und ist recht scharf aber schmackhaft. Wird Touristen aber auch nur selten serviert...
Auf dem Weg nach Wangdi kam uns der Koenig entgegen, benutzt auch nur einen normalen Toyota Landcruiser. Noch ist Bhutan ja eine absolute Monarchie, 1907 wurde der erste Koenig gekroent, der aktuelle ist der vierte. Er wird jetzt zuruecktreten und die Krone an seinen Sohn weiterreichen. 2008 wird ein wichtiges Jahr, der neue Koenig wird gekroent, Bhutan feiert 100 Jahre Monarchie (na ja, dieses Jahr ist es eigentlich 100 Jahre her, aber 2007 war kein Gutes Jahr im buddhistischen Kalender, daher hat man es ein Jahr verschoben) und die absolute Monarchie wird in eine Demokratie nach britischem Vorbild verwandelt (d.h. der Koenig ist nur noch Repraesentant). Ich fuerchte, dass das das Ende von Bhutan sein wird. Die Menschen hier haben doch eine hohe Erwartungshaltung an den Fortschritt, wobei sie erwarten, dass der Staat den Fortschritt bringt. Ob sich Traditionen wie die traditionelle Kleidung halten werden ist daher ungewiss, junge Leute tragen sie ungern und auch mein Guide (dessen Tochter naechstes Jahr eingeschult wird) legt sie abends ab. Gruss Ralf P.S. Ich bin gefragt worden, warum soviele Menschen auf meinen Fotos sind. Keine Angst, auf meinen Dias sind nicht soviele, nur auf meinen digitalen Bildern sind Menschen. Was man nicht alles tut um seine Leser zufrieden zu stellen:-)
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