Alpenquerung
Trip Start
Oct 24, 2004
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Trip End
Nov 15, 2004
Bei traumhaftem spätherbstlichem Wetter mache ich mich zusammen mit Martina auf den Weg. Das Velo, oder besser gesagt BOB, mein genialer Einradanhänger, ist schwer beladen und das Fahren fühlt sich noch etwas unsicher an. Doch vorerst geht es bequem dem Thuner- und anschliessend dem Brienzersee entlang, eine ideale Strecke um mich an das neue Fahrgefühl zu gewöhnen.
Schon bald ist aber Schluss mit Geniessen, denn der Brünig als erster Pass von vielen auf meiner geplanten Strecke, fordert seinen Tribut. Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit komme ich arg ins Schwitzen, während ich mich die scheinbar nicht enden wollenden Kehren hinaufquäle. Glücklicherweise ist dieser Pass mit etwas über 1000 müM. jedoch nicht sehr hoch, und so erreiche ich kurz nach Martina die Passhöhe. Erst mal kurz die Aussicht richtung Berner Alpen geniessen, und dann möglichst schnell weg von diesem ungemütlichen Ort. Die Passhöhe besteht nämlich hauptsächlich aus einer grossen Strassenkreuzung, einem Bahnhof der Brünigbahn, einigen an den Strassenrand gequetschten Restaurants und vor allem vielen fotografierfreudigen Touristen aus allen möglichen Ländern.
Die Abfahrt wird schnell und stellenweise ziemlich steil, da sie meist abseits der Hauptstrasse auf Velorouten ins Tal richtung Vierwaldstättersee hinunter führt.
Gegen Abend suchen wir uns ein einsames Plätzchen zum Zelten am Alpnachersee, einem Seitenarm des Vierwaldstättersees. Nach einem kräftigen Abendessen verkriechen wir uns bald in die Schlafsäcke, da mit Einbruch der Dunkelheit die Temperatur empfindlich sinkt.
Am anderen Morgen trennen sich unsere Wege schon bald.
Die Strecke zieht sich nochmals in die Länge, und erst nach weiteren zwei Pässen erreiche ich am späteren Abend schliesslich Heiligkreuz und mein Elternhaus, wo ich erst mal richtig ausschlafe.
Den folgenden Tag verbringe ich mit weiteren Besuchen und letzten Vorbereitungen, und fahre deshalb erst tags darauf endgültig los richtung Kroatien.
Doch sehr weit komme ich nicht, denn schon am Bodensee treffe ich als Erstes einen Kollgegen aus alten Semizeiten der mich einlädt, bei ihm zu übernachten. Natürlich nehme ich das Angebot gerne an, und so ist der Oktober auch schon fast vorbei, als ich anderntags die Schweiz schliesslich richtung Arlbergpass, also Oesterreich verlasse.
Die Zeit drängt ein wenig, da ich nicht weiss, wie lange das beständige Hochdruckwetter noch anhält. Ich habe mir vorgenommen, auf dem Weg zum Mittelmeer noch möglichst viele Pässe zu überqueren, und dies natürlich lieger noch bevor sie tief zugeschneit werden. So schlage ich an diesem Nachmittag das Angebot für ein weiteres Dach über dem Kopf und einem warmen Bett zugunsten einiger zusätzlicher Kilometer aus, das mir unterwegs ein radlbegeisterter Oesterreicher angeboten hatte.
Mein Timing war optimal, wie einsetzender Schneefall am übernächsten Morgen auf einer weiteren Passhöhe bestätigte.
Vorerst kümmert mich die historische Vergangenheit dieser Region jedoch herzlich wenig. Mehr Sorgen bereiten mir momentan kalte und nasse Hände, Füsse und ebenfalls nass gewordene Kleidung in den offenbar nicht besonders wasserdichten Velotaschen. Entschädigt werden meine Anstrengungen jedoch durch eine sehenswerte Landschaft und kiloweise Äpfel, die ich unterwegs mit grossem Appetit verzehre. Das gesamte Tal ist eine einzige Apfelplantage, weshalb das Vintschgau treffenderweise auch 'Obstgarten des Südtirols' genannt wird. Stundenlang fahre ich auf kleinen Strässchen durch nicht enden wollende Obstplantagen und stoppe zwischendurch immer wieder mal, um mich mit den letzten verbleibenden Früchten zu verköstigen.
Als ich am Abend schliesslich die Stadt Bozen erreiche, suche ich gar nicht erst lange nach einem versteckten Plätzchen für mein Zelt, sondern quartiere mich gleich auf dem nahen Campingplatz ein. Eine heisse Dusche ist mir heute mehr als willkommen, und auch am nächsten Tag bin ich froh über meinen Entscheid, denn der Regen (und sogar Gewitter!) will nicht aufhören und so verbringe ich den Tag in der Stadt und eine weitere Nacht auf dem familiären Camping.
Schon bald ist aber Schluss mit Geniessen, denn der Brünig als erster Pass von vielen auf meiner geplanten Strecke, fordert seinen Tribut. Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit komme ich arg ins Schwitzen, während ich mich die scheinbar nicht enden wollenden Kehren hinaufquäle. Glücklicherweise ist dieser Pass mit etwas über 1000 müM. jedoch nicht sehr hoch, und so erreiche ich kurz nach Martina die Passhöhe. Erst mal kurz die Aussicht richtung Berner Alpen geniessen, und dann möglichst schnell weg von diesem ungemütlichen Ort. Die Passhöhe besteht nämlich hauptsächlich aus einer grossen Strassenkreuzung, einem Bahnhof der Brünigbahn, einigen an den Strassenrand gequetschten Restaurants und vor allem vielen fotografierfreudigen Touristen aus allen möglichen Ländern.
Die Abfahrt wird schnell und stellenweise ziemlich steil, da sie meist abseits der Hauptstrasse auf Velorouten ins Tal richtung Vierwaldstättersee hinunter führt.
Gegen Abend suchen wir uns ein einsames Plätzchen zum Zelten am Alpnachersee, einem Seitenarm des Vierwaldstättersees. Nach einem kräftigen Abendessen verkriechen wir uns bald in die Schlafsäcke, da mit Einbruch der Dunkelheit die Temperatur empfindlich sinkt.
Am anderen Morgen trennen sich unsere Wege schon bald.
01 - Abfahrt vom Brünigpass
Martina muss am folgenden Tag wieder arbeiten und kehrt deshalb über Luzern und das Entlebuch nach Hause zurück, während ich weiter richtung Ostschweiz radle, um noch kurz bei meinen Eltern und meinen Schwestern vorbei zu schauen. Die Strecke zieht sich nochmals in die Länge, und erst nach weiteren zwei Pässen erreiche ich am späteren Abend schliesslich Heiligkreuz und mein Elternhaus, wo ich erst mal richtig ausschlafe.
Den folgenden Tag verbringe ich mit weiteren Besuchen und letzten Vorbereitungen, und fahre deshalb erst tags darauf endgültig los richtung Kroatien.
Doch sehr weit komme ich nicht, denn schon am Bodensee treffe ich als Erstes einen Kollgegen aus alten Semizeiten der mich einlädt, bei ihm zu übernachten. Natürlich nehme ich das Angebot gerne an, und so ist der Oktober auch schon fast vorbei, als ich anderntags die Schweiz schliesslich richtung Arlbergpass, also Oesterreich verlasse.
Die Zeit drängt ein wenig, da ich nicht weiss, wie lange das beständige Hochdruckwetter noch anhält. Ich habe mir vorgenommen, auf dem Weg zum Mittelmeer noch möglichst viele Pässe zu überqueren, und dies natürlich lieger noch bevor sie tief zugeschneit werden. So schlage ich an diesem Nachmittag das Angebot für ein weiteres Dach über dem Kopf und einem warmen Bett zugunsten einiger zusätzlicher Kilometer aus, das mir unterwegs ein radlbegeisterter Oesterreicher angeboten hatte.
Mein Timing war optimal, wie einsetzender Schneefall am übernächsten Morgen auf einer weiteren Passhöhe bestätigte.
02 - Startbereit
Der Schnee verwandelt sich während der Abfahrt bald in strömenden Regen und hält auch an, als ich Merano passiere und weiter durch das Vintschgau ins Südtirol hinein fahre. 'Unabhängige Republik Südtirol', wie auf den Strassenschildern jeweils ausdrücklich geschrieben steht... Spuren der Geschichte, die seit der Eroberung des Südtirols durch die Italiener im Zweiten Weltkrieg noch immer nicht verheilt sind. Vorerst kümmert mich die historische Vergangenheit dieser Region jedoch herzlich wenig. Mehr Sorgen bereiten mir momentan kalte und nasse Hände, Füsse und ebenfalls nass gewordene Kleidung in den offenbar nicht besonders wasserdichten Velotaschen. Entschädigt werden meine Anstrengungen jedoch durch eine sehenswerte Landschaft und kiloweise Äpfel, die ich unterwegs mit grossem Appetit verzehre. Das gesamte Tal ist eine einzige Apfelplantage, weshalb das Vintschgau treffenderweise auch 'Obstgarten des Südtirols' genannt wird. Stundenlang fahre ich auf kleinen Strässchen durch nicht enden wollende Obstplantagen und stoppe zwischendurch immer wieder mal, um mich mit den letzten verbleibenden Früchten zu verköstigen.
Als ich am Abend schliesslich die Stadt Bozen erreiche, suche ich gar nicht erst lange nach einem versteckten Plätzchen für mein Zelt, sondern quartiere mich gleich auf dem nahen Campingplatz ein. Eine heisse Dusche ist mir heute mehr als willkommen, und auch am nächsten Tag bin ich froh über meinen Entscheid, denn der Regen (und sogar Gewitter!) will nicht aufhören und so verbringe ich den Tag in der Stadt und eine weitere Nacht auf dem familiären Camping.

