Keine Busfahrt ohne Panne
Auftehen um 4 Uhr, Abfahrt um 5 Uhr frueh. Veranschlagte Dauer 9 bis 10 Stunden, tatsaechliche Dauer 12,5 Stunden. Unterwegs geht diesmal der Kuehler des Busses ein und wird in der Mittagspause vom Buschauffeur und den beiden Beifahrern repariert.
Inle See
Der Ort in dem wir uebernachten heisst Nyaungshwe. Von hier aus besuchen die meisten Touristen den See. Wir tun uns mit Henry, einem pensionierten Bahnbediensteten aus Malaysien zusammen und heuern Mr. Win Maung fuer einen Tag als unseren Bootsfuehrer an.
Wandernder Markt
In einem Rhythmus von fuenf Tagen wird an fuenf verschiedenen Orten rund um den See abwechselnd der Markt abgehalten. Hier verkaufen die Menschen aus den Doerfern des umliegenden Berglands sowie die Leute, die in den Dörfern auf und rund um den See leben, ihre Waren. Es gibt von Bambusmatten, ueber Obst und Gemuese bis hin zu Schuhen und Kleidung alles. Ausserdem koennen z.B. Wegwerf-Feuerzeuge repariert und wieder aufgefuellt werden.
Vielfaeltiges Handwerk
Am See herrscht eine Art Arbeitsteilung. Jedes Dorf ist auf ein bestimmtes Handwerk spezialisiert. Es gibt Toepfereidoerfer, Fischerdoerfer, Silberschmiededoerfer, Webereidoerfer, Gemuesebauerndoerfer, Blumenbauerndoerfer. Ausserdem werden Reisschnaps, Zigarren und traditionelle Sonnenschirme aus Papier und Bambus hergestellt.
Ein-Bein-Ruderer
Neben den herkoemmlichen Ruderstilen wird am Inle See das fuer diesen See so charakteristische Einbeinrudern praktiziert. Dabei steht die Person am Schiffsende auf einem Bein und umwickelt mit dem anderen Bein das Ruder und bewegt dieses. Der Vorteil dieser Methode ist, dass dabei die Haende frei fuer andere Taetigkeiten bleiben, wie etwa das Ausbringen des Fischernetzes.
Alles Leben am Wasser
Der See hat kein markantes Ufer, sondern dieses geht eher von Schilf und Wasserhyazinthen ueber in die freie Wasserflaeche. Der See ist bis zu 5 m tief. Die meisten Doerfer sind direkt ueber dem Wasser gebaut und bestehen aus einzelnen Pfahlbauten. Da der Wasserspiegel zwischen Trocken- und Regenzeit um zwei bis drei Meter schwanken kann sind die Haeuser relativ hoch gebaut. Viele Haeuser haben auch einen Schweinestall - ebenfalls ein Pfahlbau von etwa 2 mal 2 Metern, in dem die Schweine ueber dem Wasser meist in der Tageshitze schlafen. Fortbewegungsmittel, auch nur fuer ein Tratscherl mit den NachbarInnen, ist das Boot. Der See ist alles - Nahrungsquelle, 'Strasse', Dusche ...
Schwimmende Gaerten
Am ganzen See wird Landwirtschaft betrieben. Von Reis, ueber Gemuese, Obst und Blumen wird quasi alles angebaut. Dafuer haben die Menschen hier eine besonders beeindruckende Methode entwickelt. Auf schwimmenden Feldern, bestehend aus Sumpfland, Wasserplanzen und Wasserhyazinthen - die gemeinsam ein ueberaus fruchtbares Substrat bilden - werden Fruechte angebaut. Die Felder werden mit langen Bambusstangen am Seeboden fixiert und die Beete vom Boot aus bestellt und abgeerntet. Giessen ist nicht noetig. Als natuerlicher Duenger werden Wasserpflanzen genutzt, die mit langen Stangen aus dem See gefischt werden. Dadurch werden gleichzeitig die Fahrwege der Boote frei gehalten.
200 Jahre altes Kloster
Nachdem wir eine 900 Jahre alte Pagode nur vom Vorbeifahren betrachten - nach Bagan sind wir etwas uebersaettigt mit Sakralbauten - besuchen wir doch noch ein 200 Jahre altes Kloster, das sich besonders durch wunderschoene, filigrane Bambusschnitzereien gegenueber anderen Kloestern hervorgebt. Ausserdem koennen wir hier die Kunsstuecke springender Katzen beobachten. In mehreren Kloestern in Myanmar haben die Moenche eine Kunst daraus gemacht, Katzen das Springen durch Reifen beizubringen.
From Bagan to Inle Lake
No bus ride without a breakdown. This time it is the radiator of the bus. It is fixed quite quickly and our busride is just enlongated by two hours (in total we are 12,5 hours on the bus).
Inle Lake is 22 km long and 11 km wide. The lakeshore and lake islands are home to 17 villages on stilts. The hard working Intha people are famous for propelling their flat-bottomed boats by stand at the stern on one leg and wrapping the other leg around the oar. This strange technique of rowing offers relief to the arms and nets for fishing can be managed at the same time. The villagers inhabiting the lake region support themselves by growing a wide variety of flowers, vegetables and fruit year round. Most of these crops are cultivated on floating islands, where marsh, soil and water hyacinths have combined to form incredibly fertile solid masses that are staked to the lake bottom with bamboo poles. Also a lot of handicraft is found around the lake: weaving, silver and brassware, pottery, lacquerware and bamboo umbrellas.
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