Wenn in Deutschland was kleines vierbeiniges mit Fel durch die Kueche krabbelt, gehoert das da wohl nicht hin.
Ganz anders in Peru - natuerlich lagert man hier Meerschweinchen in der Kueche. Noch fiepsen sie und flitzen in Ihre Ecke, aber schon wenige Meter weiter lauert die Pfanne. Quasi ein Nationalgericht hier, serviert mit Kopf. Baeh. Fuer uns gabs Pfannkuchen zum Fruehstueck, bevor noch peruanische Trachten zur Anprobe bereit standen (hielt mich ausnahmsweise vornehm zurueck) und weiter ging der Trek. Ein Dorf weiter steht eine kleine Kirche, in die der Pfarrer einmal pro Jahr kommt. Und eine Dorffrau hatte die Idee zu einem Museum ueber den Alltag dort. Hatte ihr Mann ihr verboten, als er mal weg war hat sies schnell aufgemacht... die Spenden der Touristen waren eine gutes Argument, dass ers dann doch toll fand. Und wir auch: Stein auf Stein mahlt man Mehl, trocknet Fleisch, hat zig Maissorten (auch schwarz und rot) und webt zwei bis vier Wochen an einem grossen Tuch, dass zum Transport aller moeglichen Sachen benutzt wird.
Die steilen Stuecke des Weges waren ein weiteres Mal nervig, zur Belohnung gabs unten im Tal eine Oase mit Pool, Mittagessen und Siesta. Aufstieg dann um 15 Uhr - und auch hier zeigte sich, dass es der richtige Anbieter war: Andere legten in der Mittagshitze oder gar nachts um 2 Uhr los. Uebrigens, Maultiere sind toll. Die tragen einem gegen geringe Gebuehr den Rucksack nach oben 8-) Kontinuierlich Schritt fuer Schritt gings die 1300 Meter in knapp zweieinhalb Stunden hoch. Angenehmer als runter! Dreiviertel der Strecke waren gut, dann schaute man aber doch einstweilen, wie weit es denn noch sein mag. Das Bier und den Pisco Sour (Weintraubenbrand, Zitronensaft, Eischnee) zum Abendessen hatte wir uns da auch verdient... More thumbnails ...
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