Mittlerweile sind wir auf unserem Weg nach Cusco in dem kleinen Oertchen Andahuaylas gelanden...
Aber nochmal zurueckblickend auf unsere Abenteuerfahrt bis hierher:
Wir sind von Huancayo mit dem Zug 8 Std nach Huancavelica gefahren. Trotz der klirrenden Kaelte im Zug - der uebrigens nur aus einem Wagen bestanden hat und geroehrt hat wie ein alter Diesel-LKW - war es schoen mit den Einheimischen Schulter an Schulter die Berge zu erklimmen. Langweilig wurde es uns auch nicht, da an jeder kleinen Station Strassenverkaeufer ein- und ausgestiegen sind, um hier Waren anzubieten, die von Fruechten, ueber Brot und sogar komplette warmen Hauptspeisen mit Suppe bestanden haben.
In Huancavelica selber gab es nicht viel zu machen, und es war auch nicht besonders schoen und so sind wir dann am naechsten Tag mit dem Bus um 06.30 Uhr nach Lircay. Auf dem Weg dorthin (wir waren bis zu 4500m hoch) sind wir an unzaehligen Lamaherden vorbeigefahren und dem einen oder anderen kleinen Doerfchen.Von dort sind wir mit einem Moto-Taxi (wie die Tuk-Tuks in Asien) zum Abfahrtspunkt nach Julcamarca. Es hat etwas gedauert, bis wir genuegend Leute fuer die Abfahrt mit dem Sammeltaxi zusammen hatten, aber dann ging´s endlich los. Da sind wir dann erstmal ein Flusstal entlanggefahren, also wunderschoen gruen, mit Tierherden und so. Darauf hin ging es wieder in die karge Hoehe zu den Lamas und zu unserem Glueck, wurde gerade die Strasse ausgebessert. D.h. Blockade fuer ca. 1 Stunde und wir mussten ein Stueckchen laufen, da wir fuer das Taxi und die frisch mit Steinen und Erde aufgeschuettete Strasse zu schwer waren...
In Julcamarca sind wir genau so rechtzeitig angekommen, dass wir den letzten Microbus (also eigentlich fuer 12 Leute, auch wenn wir teilweise 26 Personen waren!) nach Ayacucho bekommen haben. Auf dieser Fahrt ging es dann durch wuestenaehnlichs Gebiet mit Kakteen. Auf der Fahrt sind wir nur knapp dem "Kotzanfall" eines Kindes entgangen, dass uns gegenueber sass, aber der Geruch hing fuer 3 Stunden in der Luft.... (und wir sassen zudem noch rueckwaerts in dem schaukelnden Bus)... Dann kamen wir noch in 2 Polizeikontrollen und schliesslich waren sind wir dann total verstaubt und hungrig nach 12 Stunden und 180 km zurueckgelegter Staubpiste in Ayacucho angekommen.
Ayacucho ist auch sehr nett, wohl die zweitbedeutendste Stadt der Anden nach Cusco. Auch hier natuerlich ausgiebige Marktbesuche, inkl. Kopf-, Augen-, Ohren- und Zungensuppe....
Die 22-stuendige Busfahrt nach Cusco haben wir bei der Haelfte der Strecke in dem kleinen Ort Andahuaylas mit (fast) keinen Touristen puenktlich zum Sonntagsmarkt unterborchen. Und das war ein Erlebnis! Ein Risenmarkt, mit allem was die Bevoelkerung so brauchen,inkl. einem grossen Viehmarkt, auf dem Kuehe, Schweine, Pferde, Schafe, Huehner, Esel und Meerschweinschen verkauft und gekauft wurden. Ein Andendorf, wie man es sich vorstellt!
Am naechsten Tag sind wir zur Laguna Pacucha gefahren, ein Andensee mit wunderschoenem Bergpanorama und naheglegenen Ruinen der Chankas (ehemalige Erzfeinde der Inkas). Nach dem lohnenden Aufstieg zu den Ruinen, und einem "autodidaktischen" 14-jaehrigen (Zwangs-)Guide hat uns die Aussicht belohnt. Nach einem kleinem Pciknick sind wir wieder runter zur Laguna, mit dem ehrgeizigen Ziel, diese zu Fuss zu umrunden. Leider haben wir uns etwas in der Distanz verschaetzt und wurden gluecklicherweise auf halben Weg von einem Moto-Taxi aufgesammelt und somit gerade noch puenktlich zum Bus nach Cusco abgeliefert!
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