Allein unter Argentiniern

Trip Start Jun 18, 2006
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Trip End Oct 29, 2006


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Flag of Ecuador  ,
Monday, July 3, 2006

Mein Wiedersehen mit diesem Ort hat mich etwas aus den Socken gehauen. Es war schon wahnsinn, alles wiederzusehen und die ganzen Erinnerungen, die mir wieder durch den Kopf geschossen sind. Es hat sich einiges veraendert, vor allem der Strand. Wo ich damals immer bequem zu Fuss ueber den breiten Sandstrand vom Hostal zum Dorf spazieren konnte, war jetzt das Meer.Trotzdem war es richtig toll, meine alten Freunde wiederzutreffen, die dort immernoch leben und ihren Alltag nach den Wellen ausrichten.
Am Freitag Morgen habe ich die Cabaņas Vito besucht, wo ich im Januar und Februar 2005 gearbeitet habe. Auch dort hat sich viel geaendert. Christof und Johana, die damaligen Paechter sind mittlerweile auf den Galapagos-Inseln. Es gibt einen neuen Paechter und Vito, der Besitzer des Gelaendes, wohnt in einer der Zimmer. Den habe ich an diesem Morgen auch getroffen. Er war leider schon ziemlich betrunken, konnte aber doch noch einiges erzaehlen 01
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Nicht zu vergessen ist natuerlich das Fussballspiel Deutschland:Argentinien. Wir haben es uns im Casa Blanca, einem Restaurant und Hostal, gemuetlich gemacht. Zum Glueck hatte ich Linda auf meiner Seite, denn sonst waren wir als deutsche Lobby allein auf weiter Flur. Meine Nerven wurden waehrend dieses Spiels wirklich bis aufs letzte belastet, aber das ging allen anderen in Deutschland ja genauso. Am Ende des Spiel hatte dann auch jeder im Restaurant mitbekommen, dass ich aus Deutschland komme und alle haben ganz artig und etwas geknickt gratuliert. Super Deutschland.
Auch die Party am Abend durfte natuerlich nicht fehlen. Fuer alle, die es kennen sei gesagt, die Fogata ist nicht mehr das, was sie mal war. Frueher war dieses Lagerfeuer mit Musik und "Tanzsand" direkt am Strand gelegen und total idyllisch um dort bis zum Sonnenaufgang zu feiern. Jetzt hat es eine Mauer und liegt direkt an den Klippen. Die AliBabar gibt es auch nicht mehr, ist jetzt eine Pizzeria. Im Moment gehen alle in den Caņar Grill, den ich noch nie besonders gern mochte :o) Da ich eine notorische Schlafmuetze bin, habe ich, im Gegensatz zu den anderen, um halb 5 schlapp gemacht und mir ein wenig Schlaf gegoennt.
Linda hatte die ganze Nacht gefeiert und war ueberhaupt nicht auf unser Zimmer gekommen. Sie und Chiwas habe ich am Samstag Morgen gegen 10 getroffen, als ich gerade auf dem Weg zum Fruehstuecken war 02
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Der Samstag war wieder ein ziemlich ruhiger Tag, ein typischer Tag in Montaņita. Eigentlich hatte ich ueberlegt schon an diesem Abend den Nachtbus nach Quito zu nehmen, um mich am Sonntag auf mein Praktikum vorzubereiten, habe mich dann aber doch dagegen entschieden, da mir die Jungs versprochen haben, dass wir am Sonntag gegen Mittag mit dem Auto in Richtung Quito aufbrechen wuerden.
Als ich nach meinem "Mittagsschlaf" aus dem Hostal wankte, war die erste Person die mir ueber den Weg lief, Juan Carlos, ein guter Freund aus Guayaquil, den ich bei meinem ersten Aufenthalt kennengelernt hatte. Ein weiteres Wiedersehen voller Freude.
Abends traf ich ihn dann wieder, um gemeinsam mit seinem Cousin jede Menge Aguardiente auf Eis zu trinken. Aguardiente ist wohl einer der am uebelsten schmeckenden Art von... ich weiss nicht mal, aus was es gemacht wird, will es vielleicht auch gar nicht wissen.
Da meine lieben Freunde sich mal wieder die Nacht um die Ohren geschlagen hatten, hatte ich schon Angst, nicht mehr rechtzeitig zum Praktikumsbeginn am Montag Morgen in Quito zu sein. Wie ich aber gemerkt habe, muss ich mich noch ein bisschen in ecuadorianischer Gelassenheit ueben, denn alle Aufregung war umsonst und mittags waren wir auf der Piste.
Auf der Rueckfahrt sind wir erst Richtung Sueden, bis nach Guayaquil gefahren, um dann die Route nach Quito zu nehmen. Auf dieser Fahrt habe ich gelernt, warum die Ecuadorianer ihr Land auch gerne als Banana-Country bezeichnen. Stundenlang sind wir quer durch Bananenplantagen gefahren. Bananen so weit das Auge reicht, und noch viel weiter und mir wurde mal wieder bewusst, wie schoen dieses Land ist (auch wenn mich mich vielleicht wiederhole). Nach einem haarstraeubenden Anstieg auf 2.800 Meter, erreichten wir mitten in der Nacht und nach 12 Stunden Fahrt dann endlich Quito.
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