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Militaertransport
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schon wieder muessen wir frueh aus den federn. denn uns erwartet ein flug von la paz nach sucre. mit tam, das ist eine fluglinie, die das bolivianische militaer unterhaelt und betreibt. und die guenstig ist! mit dem taxi gehts zum militaerflughafen, wir sind etwas zu frueh dran, macht aber nix, weil es lauter lustige dinge am "flugahfen" gibt. militaerkleidung, abzeichen, sogar raenge koennen hier gekauft werden. mit einem eher mittelalterlichen fluggeraet, das immerhin vierzig passagiere fasst, und zwei stewardessen in militaeruniform und wohl einen oder zwei piloten, gehts dann auf richtung sucre. wir bekommen sogar essen und kaffee an board, der genuss dieser sachen faellt allerdings schwer, da entweder der pilot betrunken ist oder das flugzeug einfach recht unruhig in der luft liegt. wir nehmen zweiteres an und fuehlen uns sicher. die landung verlaeuft verhaeltnismaessig problemlos und wir nehmen uns ein taxi ins zentrum von sucre. schon auf dem weg dorthin versperrt uns eine strassensperre den weg, aber der ortskundige fahrer kann diese ohne probleme umfahren. das ist anders bei den naechsten strassensperen. an einer blockade angelangt, versucht der fahrer diese zu umfahren und erreicht die naechste. es wird alles zum blockieren genutzt: stoecke, aeste, steine, flaschen, autos und busse dienen als wirklungsvolles hinderniss, die innenstadt zu erreichen. der taxifahrer betitelt das geschehen als "conflict". wir laufen also ins zentrum und bemerken recht schnell, dass hier wohl demonstriert wird! wir halten uns fern von der "gran festividad" und finden schnell eine unterkunft. nichts besonderes, aber ok. wir erkunden die sehr schoene stadt und finden auch gleich das "kulturcafe berlin", direkt neben dem deutschen konsulat. hier erfahren wir vom ernst der lage: es wird demonstriert, weil evo morales, der chef von bolivien die demokratie untergraben hat, als es um die frage ging, sucre zur kompletten hauptstadt des landes zu machen. ein demonstrant wurde offenbar getoetet. wir unterhalten uns mit dem deutschen konsul, der uns raet, in sucre zu bleiben, da es interessant sei. wir sind sehr vorsichtig und gehen in unsere unterkunft. als wir essen gehen wollen, somit unser hotel verlassen wollen, laufen am eingang allerdings gerade mit fackeln bestuekcte demonstranten vorbei, was uns dazy bewaegt, doch noch etwas zu warten. endlich aus dem hotel heraus gehen wir dann noch essen, direkt am hauptplatz von sucre, auf einer terrasse im ersten stock. das beste restaurant der stadt, wir bestellen eine grillplatte fuer zwei personen und dazu getraenke. von dort aus koennen wir hervorragend die unserer meinung nach letzen zuege der demo betrachten. danach besuchen wir noch eine bar und fallen muede von der aufregung ins bett und haben vor, sucre am naechsten morgen zu verlassen.
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