15. Tag - Riverside Camp

Trip Start Jul 15, 2011
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Trip End Aug 05, 2011


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Flag of Kenya  , Rift Valley,
Sunday, July 31, 2011

Sonntag, der letzte Julitag, war nach den letzten entspannten Tagen mit relativ viel Action geladen. Dies zeigte sich aber erst am späten Nachmittag. Zu allererst mussten wir früh aufstehen und um 6:15 Uhr den Bus beladen. Das heißt sämtliche Gepäckstücke rechtzeitig am Bus abliefern, die Plane auf dem Dach ausrichten, dann alle Gepäckstücke auf das Dach heben. Anschließend muss die Plane sauber über unsere Sachen gelegt werden, um das Gepäck vor Wind und Wetter, vor allem aber vor dem Staub, zu schützen. Da gestern ein kleines Missverständniss beim Abendbriefing entstanden ist, hattte Charles nur eine Unterstützungskraft. Dennoch schafften wir es diesmal wirklich rechtzeitig um 7.00 Uhr zu starten und von Kisii aus in Richtung Massai Mara zu fahren. Unsere Busfahrt war mit einer reinen Fahrzeit von etwa 9 Stunden angekündigt. Dabei kann man sich vorstellen, dass sich die Begeisterung in Grenzen hielt. Daher war jeder froh, zu allererst mal eine relativ gute Straße unter seinem Hintern zu haben und so waren die allersten Fahrstunden doch sehr ruhig, da jeder mit Schlafen oder vor sich Hindösen beschäftigt war. Dann gabs einen kurzen Stop für einen von uns, dem es sprichwörlich zum Kotzen war. Der zweite Stop war ein "Drive In" am Straßenrand, zum Bananen und Zuckerrohr kaufen (ein Bündel Zuckerrohr und 3 Bündel Bananen) für unter einem 1€. Um 11 gabs dann endlich einen großen Stop mit Samosas für jeden in Narok an einer Tankstelle. Ein Ort mit dem letzten Funken an Zivilisation, bevor die endlosen Steppen begannen. Dort konnten wir auch unsere Lunchpakete essen. Diejenigen, die die Lunch-Pakete später im Bus essen wollten, sollte noch feststellen, dass dies ein Fehler war. Nach unseren Samosas trafen wir unseren Guide, der uns an das Riverside Camp am Talek River führen soll. Er ist auch der Manager dieses Camps und heißt Jackson Ole Leintoi. Um 12:30 Uhr ging es dann auch schon weiter, nachdem alle Frauen für das Klopapier bezahlen mussten. Etwa eine Stunde nach unserer Weiterfahrt wurden dann die Straßen immer schlechter bis hin zu einer reinen Lehmstraße. Dabei wurden wir so durchgeschüttelt, dass keiner mehr etwas essen wollte und an schlafen nicht zu denken war. Wobei einige mit aller Gewalt und allen Umständen zum Trotz schlafen konnten. Doch wir wurden mit einer wunderschönen Landschaft belohnt und konnten schon außerhalb des Nationalparks einige Tiere von ganz nah betrachten. Darunter waren Gazellen, Zebras, Gnus und einen Schakal. Da es recht häufig zu Busch- oder auch Pinkelpausen kam und immer eine geeignete Stelle für alle gefunden werden musste, wurde eine Sternekategorie für Buschtoiletten erstellt. Diese liest sich wie folgt:

0 Sterne = offenes Feld mit Menschen und Häusern

1 Stern = offenes Feld

2 Sterne = offenes Feld mit ein zwei Büschen

3 Sterne = einige Büsche, dennoch gerade so ausreichend

4 Sterne = viele Büsche, gut bedeckt

5 Sterne = viele Büsche und einen Graben

Einen Zusatzstern gibt es, wenn man noch Tiere zu Gesicht bekommt, einen Stern Abzug gibt es, wenn plötzlich Menschen auftauchen (was relativ oft der Fall ist). Dann hatten wir unser erstes Problem und alle mussten aussteigen, damit der Bus nicht mehr hinten aufsaß. Beim zweiten Mal mussten wir nicht nur einen über 20 Minuten langen Stop einlegen sondern erst mal Bekanntschaft mit einer grünen Viper machen, die uns auch noch in den Reifen biss. Doch mit vereinten Kräften einer Anzahl an Steinen und dem Können unseres Fahrers schafften wir auch dieses Hinderniss. Dennoch musste unsere Heckstoßstange sehr darunter leiden, aber ab ist sie noch nicht!

Nach einem dritten Ausstieg brauchten wir noch eine gute halbe Stunde, bis wir endlich im Riverside Camp ankamen. Dort wurden wir erstmal mit einem Ananassaft begrüßt. Wir bezogen unsere Zimmer und waren überrascht, wie schön doch diese mitten im Nirgendwo sein können. Das Essen war für alle sehr willkommen, jedoch unser anschließendes Briefing am Lagerfeuer nicht, da erst mal einige einen Affenschiss auf den Kopf bekamen. Somit wurde es unter dem Dach weitergführt und was wir morgen machen erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Von Maximilian Hermes
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Comments

Elke on

Hallo Maximilian,
nach einem harten, strengen, typisch DEUTSCHEN Arbeitstag hast Du mich wirklich voll zum Lachen gebracht. Danke. Ihr seid gestartet um Geschichte schreiben zu können, über eine Reise voller Erlebnisse, Überraschungen und Wunder - ich glaube eines der großen Wunder dürfte es sein eine 5* Buschtoilette zu finden. Aber ihr schafft das schon! Wie ich Deinem Bericht entnehme herrscht bei der Toilettenbenutzung in Kenia die selbe Ungerechtigkeit wie in Deutschland: Frauen müssen bezahlen... Ich sehe schon, kein Hindernis hält Euch von Euren Vorhaben ab - macht weiter so! Die Viper hättet ihr die nicht mit Trampeln und Stampfen in die Flucht treiben können? - Ja, ja ich weiß, bestimmt denkt Du: "Die hat gut schwätzen."
Ich freue mich schon auf Tag 16 und die nächste Story..... Wünsche allen eine angenehme Nachtruhe, bevor ihr Euch ins nächste Erlebnis stürzt. SONNIGE Grüße aus Deutschland Elke

Doreen Pappritz on

Hey, über diesen Bericht habe ich ebenso lachen müssen, wie die Schreiberin vor mir. Mittlerweile sind die Berichte so bildhaft geworden, dass ich mich hineinfühlen kann. Danke für diese Schreibarbeit.

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