Auf zur verlorenen stadt fuer die naechsten 6 tage!
morgens um 10 gehts los und ich treffe ueberaschenderweise einen guten kumpel aus israel den ich in potosí, bolivien kennengelernt habe wieder, auch er kommt mit in die "verlorene stadt". also wird erstmal mit dem bummelbus bissl rumgeeiert bis wir in der sierra nevadda ankommen, mittagessen und uns auf unserren trip begeben.
der trek ist hin und zurueck ein misschen mehr als 40 km, also nicht sehr weit, allerdings gilt es mal wieder einige hopehenmeter zu ueberwinden. die sierra nevada liegt ca. 1 stunde von santa marta und steigt von meereslevel auf einige 1000 meter innerhalb kuerzester distanz an. die landschaft ist wunderschoen und wird zum kokaanbau und fuer landwirtschaft genutzt. urspruenglich wurde hier marihuana angebaut, da aber die usa damit nicht einverstanden war, haben sie einige flugzeuge mit chemikalien ueber die sierra geschickt um besagte pflanzen zu zerstoeren. somit gingen jedoch nicht nur die marihuana pflanzen zunichte sondern auch kakao, bananen und saemtliche andere pflanzen.
in den 80ger jahren stieg kolumbien dann auf kokain um, da die usa auch den kokainkonsum im eigenen land nicht unter kontrolle zu bringen vollbrachten, haben sie mal wieder chemikalien abgeworfen und die landschaft unfruchtbar gemacht.
heute ist die landschaft in niederen hoehen wegen brandrodung recht kahl, in den hoeheren lagen wird wieder kokain angebaut.das hauptsaechlich von gurrillas und paramilitaers verwendet wird um ihren kampf zu finanzieren.
die stadt an sich ist groesstenteils zugaenglich, aber es gibt immernoch stellen, die im jungel verborgen liegen. die stadt besteht hauptsaelich aus terassen, in denen priester und andere hohe peroenlichkeiten der tayrona indianer vergraben liegen, man kann kann ihre grabstellen anhand der baeume die ueber ihnen angepflanzt wurden erkennen. desweiteren sind terassen zu finden auf denen die indianer ihre haeuser und felder gebaut haben. das fantastische an dieser stadt ist dass sie komplett im jungel liegt, erst in den 70 jahren entdeckt wurde (daher noch sehr jungfraeulich ist und kaum touristisch) und die berge die die stadt umgeben, eine fantastische landschaft bilden. --> siehe bilder!
eine geschichte zur guerrilla-situation in kolumbien:
in 2003 wurden hier in der ciudad perdida einige touristen von einer guerrilla gruppe (die die gesetzlichen nachteile, der indiginous voelker die in der sierra leben verbessern moechten) entfuehrt. unser guide hat die entfuehrung miterlebt und uns daher diese geschichte erzaehlt...
am 4ten tag der lost city tour kam die guerrilla gruppe, die sich als paramilitaers (gegener der guerrillas, die viele ihrer kollegen in der regierung sitzen haben, mehr rechts ausgelegt sind und die situation in dieser gegend unter kontrolle halten soll) ausgeben und die touristen unter dem vorwand sie von guerrillas die sich anscheinend zum gleichen zeitpunkt in dieser gegend aufhalten wuerden zu evakuieren und sie nach santa marta zurueckbringen. jedoch werden sie gefangen gehalten und werden an einen camp der guerrillas geschleppt, von wo aus die guerrillas ihrer forderungen an die regierung stellen, naemlich die gleichbehandlung der auf dem landlebenden urbevoelkerung der sierra nevada (zur vollstaendigkeit, guerrillas ergeben sich unter anderen aus freiwilligen "soldaten" die sonst als farmer ihr leben leben). aufgrund grossen internationalen druckes werden die forderungen erfuellt und die geiseln (die nach eigenen angaben mehr als gut behandelt wurden und die guerrillas keinesfalls als gewalttaetig ihnen gegenueber einstufen) nach 101 tagen freigelassen. nach dieser entfuehrung werden jedoch die guerrillas von militaers und paramilitaers auf befehl der regierung nieder gemetzelt und alte zustaende wieder herbeigefuehrt. kolumbien bleibt dasselbe!
heutzutage wird die sicherheit durch kolumbianische militaers, kolumbianische polizeigruppen, weitere kolumbianische sicherheitsgruppen und sogar durch eine amerikanischemilitaergruppe sichergestellt. die situation ist auch weitgehend unter kontrolle, ausser in regionen im landesinneren und zur suedlichen grenze nach venezuela hin, dort gibt es immernoch herrschaftskaempfe um drogen und geld! die ganze sache ist aber um einiges politische geworden!
gibt also nichts zu befuerchten!!!
in den naechsten tagen gehts wieder bissl an den strand nach taganga und danach in die famose koloniale stadt Cartagena.
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