Into Thin Air

Trip Start Feb 26, 2006
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Trip End Apr 17, 2007


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Flag of Ecuador  ,
Thursday, February 1, 2007

die cotopaxi besteigung, startet am 1.2 mit der ausleihung von den geraetschaften die wir fuer die besteigung benoetigen wuerden. zu unserer geraetschaft gehoeren steigeisen, eishacke, seil mit karabiner und ein klettergurt. wir beschliessen uns keiner tour anzuschliessen um 70us zu sparen. da der trip nicht ganz ungefaehrlich ist und es einige felsspalten und sogenannte bruecken gibt, die einbrechen koennen; beschliessen wir einer gruppe mit guide zu folgen! ein 4x4 bringt uns fuer 20us zum parkplatz auf 4600 meter von dem aus wir weitere 200 meter zum refugio (basecamp) aufsteigen. dort angekommen, treff ich erstmal ein dutzend deutsche, unter anderem einen kollegen der schon den kilimancharo bestiegen hat und bemitleided dass ers leider schon zu alt fuer eine cotopaxi besteigung sei, sein sohn hat sich bei der cotopaxi besteigung vor ein paar jahren schon frostbeulen, wegen mangelnder ausruestung geholt. den weiteren tag verbringen wir mit der zubereitung von nahrhaften mahlzeiten, um die noetigen kalorien fuer die besteigung zu haben und mit ausruhen im kalten basecamp um fuer die nachtbestiegung die um ca 12.00 beginnen soll fit zu sein.

wir sind in unseren schlafsaecken eingewickelt um die kaelte nicht an unsere koerper herankommen zu lassen, als die ersten gruppen aufbrechen. wir beschliessen unsere ausruestung anzulegen und mit der ersten gruppe die besteigung zu beginnen. allan aus kanada mit ich die besteigung machen werde hat probleme mit seinben steigeisen, da er beide fuer die gleiche fussseite hat und das steigeisen nicht so recht halten will. Into Thin Air 01
Into Thin Air 01
seine freundin, die erst einige tage davor in quito angekommen war, ist auf dem basecamp hoehenkrank geworden und wird die besteigung nicht mitmachen koennen. nach einigen versuchen bekommen wir das steigeisen dann festgezurrt und schliessen uns der ersten gruppe an.

es ist fast 1.00 als wir aufbrechen, der vollmond gibt uns ausreichend licht fuer die besteigung und wir benoetigen unsere stirnlampen vorerst nicht. der erste teil ist recht einfach, der untergrund ist vulkangestein und der anstieg nicht sehr steil. nach guten 30-45 minuten erreichen wir dann die schneegrenze, wo wir im zickzack hochsteigen, um die steile des berges ein wenig zu reduzieren. ein blick nach unten und oben verraet uns dass es nun aufzupassen gilt, da ein ausrutscher bei dieser steile fatal enden koennte. die gruppe vor uns gibt ein angenehmes tempo vor, nach einiger zeit loesst sich dann, wie schon vorhergeahnt allans steigeisen, da der berg aber in diesem abschnitt zu steil ist um anhalten zu koennen um das steigeisen festzuzurren, versucht allan so gut wie moeglich halt zu bekommen und den steilen anstieg auch ohne 100% greifendem steigeisen zu meistern.
der steile anstieg der ca 2 std. gedauert hat ist ueberwunden und wir koennen das steigeisen nach einer kurzen pause wieder befestigen. der pfad auf dem wir uns bewegen wird immer schmaler und der wind immer staerker, was die besteigung immer schwieriger macht. nach weiteren steilen anstiegen muessen die ersten unserer gruppe zurueckkehren, da sie keine kraft mehr haben und die hoehe ihnen su sehr zu schaffen macht. Into Thin Air 02
Into Thin Air 02
auch allan wird langsam muede und naehrt sich in einer kurzen pause von drei schokoriegeln um wieder zu kraft zu kommen. wir kommen in immer groessere hoehen voran und muessen einen schmalen grad von dem es rechts und links steil bergab geht ueberqueren, doch diese stelle ist offen und der wind fegt mit hohen geschwindigkeiten an uns vorbei, so dass wir grosse muehe haben auf dem schmalen pfad zu bleiben und wir werden sogar ein wenig nach rechts richtung abgrund abgetrieben. auch diese stelle koennen wir meistern, obwohl das steigeisen schon wieder probleme macht und allan auch immer mehr kraft kostet. es stehen noch 1 1/2 - 2 std. bis zum gipfel an und die luft wird immer duenner (auf dem gipfel ist der sauerstoffgehalt nur halb so hoch wie auf mehreshoehe). die anderen gruppen die nach uns losgelaufen sind, sind schon nicht mehr zu sehen, ob sie umgekehrt sind oder nur noch langsam vorankommen wissen wir nicht. die kaelte laesst kaum pausen zu, in der wir die gigantische landschaft, die sich unter uns und ueberall um uns herum umgibt, beobachten keonnten. nach weiterem anstieg geraet allan sehr ausser atem und ich muss ihn immer weiter anstacheln, dass er nicht stehen bleibt, doch auch er hat sich vorgenommen diesen berg nicht umbeklimmt zu verlassen und wir beschliessen dass tempo zu verringern, jedoch stetig weiterzugehen. nach langem anstieg kommen wir an das letzte stueck heran, die gruppe vor uns kommt nur noch mit langsamen schritten voran und muss nach fast jedem hoehenmeter stoppen. wir folgen dem tempo dieser gruppe bis wir den gipfel sehen koennen, die freude ist riesig und nach weiteren 15 minuten, es ist ca. 6.15, sind wir auf dem hoechsten gipfel des cotopaxis auf 5893 metern angekommen und wir nehmen erstmal einen nipp von dem whiskey den wir mitgenommen haben und stossen auf unseren erfolg und meinen geburtstag an. die sonne kommt langsam heraus, der blick von hier oben ist phaenomenal, doch die kaelte und unsere muedigkeit lassen uns nicht lange auf dem gipfel verweilen, deswegen beschliessen wir nach 10 minuten wieder richtung basecamp herabzuklettern. wir sind 10 personen von schaetzungsweise 40-50, die es auf den gipfel geschafft haben. als wir absteigen kommt uns nach einiger zeit noch eine gruppe von 2 personen entgegen die den aufstieg noch nicht aufgegeben haben. weiter unten sehen wir weitere gruppen, die allerdings kehrt gemacht haben da auch ihre kraefte sie verlassen haben und der weitere anstieg aussichtslos erscheint! nach langem abstieg, nach dem wir um ca. 9.00 am basecamp ankommen, organisieren wir dann die heimfahrt nach quito, die weitere 4 stunden dauert. als wir in quito ankommen koennen wir es nicht erwarten die ausruestung abzugeben, einen snack zu essen und bis zum naechsten tag durchzuschlafen!
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