Adrenalin pur - Im zweiten Anlauf
Trip Start
Feb 18, 2007
1
52
57
Trip End
Oct 11, 2007
Zwischen Bogota und Karibikküste gibt es ein paar nette Kolonialstädte zu sehen und so machten wir Halt in Villa de Leyva, einem solchen schönen Städtchen. Das Hostel, dass wir in unserem nicht ganz aktuellen Reiseführer entdeckt hatten, gab es anscheinend nicht mehr und so kamen wir durch Zufall bei nem hippen Österreicher unter, der drei kleine Zimmer vermietete. In den drei Zimmern wohnten jedoch außer uns wohl noch drei kleine Schimmelpilze und im Nu zeigten Dörte´s Augen Allergiealarm höchster Stufe an. Okay, hier würden wir vielleicht nicht allzu lange bleiben... Also raus aus dem Zimmer und rein in die Rockbar. In Villa gab es nämlich nicht viel, aber immerhin eine Karin&Dörte Bar. Dort planten wir dann auch unsere Aktivitäten für den nächsten Tag. Außer Essen gehen und Kaffee trinken und vielleicht ne Straußenfarm besichtigen (?), gab es nicht so viel zu tun. Wir wollten Fahrräder ausleihen und ein wenig die Umgebung erkunden und vor allem mal wieder Sport machen. Blöderweise war der nächste Tag ein Sonntag und die südamerikanische Gemächlichkeit erreichte somit ihren Höhepunkt
Ja, Moment - Warum hieß denn der Titel "Adrenalin pur"?
Nach der Flaute in Villa de Leyva wollten wir es in San Gil, dem Abenteuerspielplatz Kolumbiens und unserem nächsten Ziel, wirklich wissen. Wir hatten nur Gutes über die Stadt gehört und wurden tatsächlich mit einem Riesenangebot an mehr oder weniger adrenalingespickten Aktivitäten empfangen. Dazu gehörten Ausritte und Fahrradtouren, man konnte "rappeln" gehen, wobei man Wasserfälle runterklettert, man konnte sich von irgendwo abseilen, durch Höhlen kriechen, sich mit nem Kayak, Schlauchboot oder Bodyboard in die weißen Fluten stürzen und viele weitere unnütze aber lustige Dinge tun. Da fühlten wir uns gleich wohl! :)
Am liebsten hätten wir alles gleichzeitig gemacht, doch uns zog es auch so langsam an den Strand und so entschieden wir uns für eine Radtour zu einem schönen, abgelegenen Wasserfall mit Schwimmmöglichkeit und fürs "Hydrospeeding", einer Sportart bei der man besser auch einfach einen Fluss entlang schwimmen kann
Wir hatten einen netten, wenn auch vielleicht nicht sooo kompetenten Guide, der abwechselnd mit Karin flirtete oder Dörte im Viereck rumschickte. Dörte alias "Ocho" (die Südamerikaner sind mit dem Namen einfach immer überfordert) strampelte also einen halben Kilometer hinter Karin hin und her und war doch irgendwie immer auf der falschen Seite. "Ocho, hierher!", "Ocho, links. Schnell!", "Nein, Ocho, schnell darüber. Nicht so weit! Aahh!". Das Ganze sah ziemlich lustig aus und "Ocho"schaffte es sogar, zwei Stunden ohne Abzusaufen durchzuhalten und bis ans rettende Ufer zu kommen!
Wir waren fix und fertig, unsere Füße von den Schwimmflossen mit Blasen übersät, unsere Bäuche vom Rumrutschen auf dem Brett mit Schrammen überzogen, doch wir grinsten beide wie Honigkuchenpferde. Das war einer der genialsten Tage seit langem und uns gings endlich wieder so richtig, richtig gut! :)
01 - Kleine Bäckerei in Villa de Leyva
. Wir standen nämlich vor verschlossenen Fahrradladentüren und trotz mehrerer Anrufe und dem Versprechen, gleich den Laden zu öffnen, war eine Stunde später immer noch zu. Mittlerweile waren auch fiese Gewitterwolken aufgezogen (Kolumbien in der Regenzeit ist immer für Überraschungen gut) und unser Tatendrang nicht mehr so immens groß. Da war doch noch so ne nette Rockbar... Also rein in die gute Stube! Und bei toller Musik und leckerem Cappuccino ließ es sich auch ziemlich gut aushalten...Ja, Moment - Warum hieß denn der Titel "Adrenalin pur"?
Nach der Flaute in Villa de Leyva wollten wir es in San Gil, dem Abenteuerspielplatz Kolumbiens und unserem nächsten Ziel, wirklich wissen. Wir hatten nur Gutes über die Stadt gehört und wurden tatsächlich mit einem Riesenangebot an mehr oder weniger adrenalingespickten Aktivitäten empfangen. Dazu gehörten Ausritte und Fahrradtouren, man konnte "rappeln" gehen, wobei man Wasserfälle runterklettert, man konnte sich von irgendwo abseilen, durch Höhlen kriechen, sich mit nem Kayak, Schlauchboot oder Bodyboard in die weißen Fluten stürzen und viele weitere unnütze aber lustige Dinge tun. Da fühlten wir uns gleich wohl! :)
Am liebsten hätten wir alles gleichzeitig gemacht, doch uns zog es auch so langsam an den Strand und so entschieden wir uns für eine Radtour zu einem schönen, abgelegenen Wasserfall mit Schwimmmöglichkeit und fürs "Hydrospeeding", einer Sportart bei der man besser auch einfach einen Fluss entlang schwimmen kann
02 - Herzlich Willkommen bei "Campofress" :)
. Man bekommt nämlich ein Styroporbrett und zwei mehr oder weniger passende Schwimmflossen an die Füße und wird so einen Wildwasserbach runtergeschickt. Zum nach links und rechts lenken, lehnt man sich auf die entsprechende Seite und strampelt wie ein Irrer; zum schneller werden und um fiesen Steinen auszuweichen, lehnt man sich weiter aufs Brett und bringt die Beine an die Oberfläche. Langsamer machen gibt es nicht. Und wenn große Stromschnellen kommen, dann heißt es einfach festhalten und aufs Beste hoffen.Wir hatten einen netten, wenn auch vielleicht nicht sooo kompetenten Guide, der abwechselnd mit Karin flirtete oder Dörte im Viereck rumschickte. Dörte alias "Ocho" (die Südamerikaner sind mit dem Namen einfach immer überfordert) strampelte also einen halben Kilometer hinter Karin hin und her und war doch irgendwie immer auf der falschen Seite. "Ocho, hierher!", "Ocho, links. Schnell!", "Nein, Ocho, schnell darüber. Nicht so weit! Aahh!". Das Ganze sah ziemlich lustig aus und "Ocho"schaffte es sogar, zwei Stunden ohne Abzusaufen durchzuhalten und bis ans rettende Ufer zu kommen!
Wir waren fix und fertig, unsere Füße von den Schwimmflossen mit Blasen übersät, unsere Bäuche vom Rumrutschen auf dem Brett mit Schrammen überzogen, doch wir grinsten beide wie Honigkuchenpferde. Das war einer der genialsten Tage seit langem und uns gings endlich wieder so richtig, richtig gut! :)


