HAPPY CHINESE NEW YEAR!!!
Trip Start
Jul 11, 2007
1
16
34
Trip End
Jul 28, 2007
Gong Xi, Gong Xi, Fa Cai!!!
Hier ist's schon wieder so weit, Neujah ist dah!!!
Das chinesische Neujahr ist hier wohl das wichtigste Fest im Jahr. Wir haben hier sechs Tage frei und heute ist der Neujahrsabend.
Gestern und vorgestern war die Vorfreude aber schon deutlich zu spueren. Alle waren viel entspannter und freundlicher, niemand wollte mehr richtig arbeiten, und man plauderte viel und alles war geumeutlich und happy. Ein paar Geschaefte glaenzen und glitzern nur so mit rotem Neujahrszeug und die Menschen machen noch die lezten Besorgungen.
Heute ist also normalerweise Grossreinemachen (Dasaochu) angesagt. Ausserdem wird vor der Haustuer ein Tisch mit Gaben fuer die Goetter aufgebaut und Raeucherstaebchen angzuendet. Natuerlich wird auch zu den Ahnen gebetet. Auf den Tisch kommt auf jeden Fall ein Huenchen, Fisch, Aepfel und ausserdem sieben Tassen und sieben paar Staebchen. Die Zahl sieben ist ein Tradition mit allgemein unbekanntem Hintergrund, in die Tassen kommt Alkohol, oder Getraenke. Auf den Tisch kommt ueberhaupt dass, was die Leute gerne moegen, weil die guten Gaben naemlich selbst verschnabuliert werden.
Der Fisch hat jedoch eine Bedeutung, denn der Glueckwunsch "Nian nian you yu" (Jedes Jahr im Ueberfluss) liest sich gleich wie das Wort fuer Fisch. Und das Saetzchen "Sui sui ping an" (Jedes Jahr Friede) beinhaltet ein Wort, das mit Apfel gleichklingt, so dass Aepfel und Fisch sehr symboltraechtig sind - die Chinesen lieben ueberhapt gefleugelte Worte, die sich auch wunderbar bilden lassen, und fast alles ist voller Bedeutung. Macht Spass, das alles herauszufinden ;)
Dreimal werden dann Raeucherstaebchen angezuendet und wenn diese heruntergebrand sind wird in einem Metallkeubel "Geld" (gelbe Papierstuecke, mit Silber oder Goldfolie und symboltraechtigen Zeichen) verbrannt und damit gen Himmel geschickt, umd die Goetter froehlich zu stimmen.
Zu guter letzt werden dann an die Haustuer "Men Lian" Schriftrollen aufgehaengt, auf denen allerlei Glueckwunsche stehen...und weil naechstes Jahr das Jahr der Maus im chinesischen Kalender ist, gibt es auch ganz seusse Varianten mit Micky Maus - die Taiwanesen moegens einfach niedlich.
Tags ueber ist man geschaeftig, allen Sitten und Brauechen gerecht zu werden. Ansonsten wird viel mit Freunden und vor allem in der Familie geplaudert, denn Neujahr ist wirklich ein Familienfest. Wer es gerne sehr traditionell mag wird "Mahjong" spielen, um Geld. Ob bei Majhong oder sonst, soll es dem Glueck auf jeden Fall zutraeglich sein, rote Unterwaesche zu tragen, und da ich gerade noch so ein gutes Stueck im Schrank hatte...;) Wenn nichts mehr zu tun ist, bleibt man einfach zu Hause, guckt fern oder schlaegt anders die Zeit bis zum Abend tot.
Am Abend trifft sich dann moeglichst ganze Familie, bei manchen Bekannten sind das an die 20 Leute, zum gemeinsamen "NianYeFan" (Nejahrs-Vorabend-Essen). Da gibt es auch unbedingt Fisch und die Gaben von dem Goettertisch. Es wird sehr viel aufgetischt und es geht heiter und gesellig zu ... es muss aber auf jeden Fall etwas uebrig bleiben, als Zeichen dafuer, dass man's hat.
Nach dem Essen wuenscht man sich "Gong xi, gong xi, fa cai" (Glueckwunsch und moegest du wohlhabend werden) und das ist dann der Moment an dem die aeltere Geneartion den Kindern einen "roten Umschlag" ueberreicht in dem natuerlich nur eins sein kann: money, money, money. Natuerlich ist das auch ein sehr symbolischer Akt und so habe ich fuer mein Gastfamilie rote Umschlaege mit Godltalern vorbereiten :) was von meine Arbeitskollegen schon als sehr nette Geste gelobt wurde.
Um 12h wird dann das chinesische Feurwerk gezuendet, nix was schoen aussieht, sondern die Chinaboeller, die moeglichst viel Krach machen und das ist dann wie aus dem Bilderbuch.
In der kommenden Woche wird dann ganz Taiwan auf Achse sein, denn das ist die Zeit, in der man moeglichst alle Verwandten und Verwandtes-Verwandten besucht um hoeflichkeitsfloskeln auszutauschen und die Zeit zusammen zu geniessen. Die Taiwanesen sind aber auch wirklich Familienmenschen und viele Familien sind auch ziemlich gross; sie sind aber auch sehr arbeitssam, so dass unter dem Jahr nicht viel Zeit bleibt, zusammen zu sein, so dass Neujahr wirklich ein sehr harmonsiches Fest ist, dass alle sehr meogen.
Alles in allem fallen mir jetzt besonders zwei Dinge auf. Zum einen gibt es hier sehr viel Braeche und Sitten, die sehr ganau vorschreiben, was man zu machen hat und wie man sich zu verhalten hat. Das Problem dabei ist wohl bloss, dass jede Region ihre eigenen Sitten hat und sich Taipehianern und Tainanesen dadurch wohl manchmal nicht ganz einig sind, bei der Hochzeit z.B. Fuer mich ist es aber sehr spannend, all das mitzubekommen und herauszufinden und es gibt einem ein Gefuelh der Stetigkeit, diese rituellen Handlungen zu zelebrieren - abgesehen, dass es auch echt Spass macht.
Und zum anderen sind "Glueck und Reichtum" in der chinesischen Kultur sehr tief verwurzelt. Das sind neben Sicherheit und Friede und Gesundheit die wichtigsten Glueckweunsche, die oft ausgesprochen worden und durch viele Symbole Ausdruck verliehen wird. So habe auch ich jetzt ein Schriftstueck mit dem wohl meistgeschriebenen Wort "Glueck" an meiner Tuer und ich habe wohl das Gefuehl, hier in Taiwan ist mir das Glueck auch sehr hold.
In diesem Sinne: Frohes chinesisches Nejahr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bilder (bald) unter http://picasaweb.google.com/david.kinsky
Hier ist's schon wieder so weit, Neujah ist dah!!!
Das chinesische Neujahr ist hier wohl das wichtigste Fest im Jahr. Wir haben hier sechs Tage frei und heute ist der Neujahrsabend.
Gestern und vorgestern war die Vorfreude aber schon deutlich zu spueren. Alle waren viel entspannter und freundlicher, niemand wollte mehr richtig arbeiten, und man plauderte viel und alles war geumeutlich und happy. Ein paar Geschaefte glaenzen und glitzern nur so mit rotem Neujahrszeug und die Menschen machen noch die lezten Besorgungen.
Heute ist also normalerweise Grossreinemachen (Dasaochu) angesagt. Ausserdem wird vor der Haustuer ein Tisch mit Gaben fuer die Goetter aufgebaut und Raeucherstaebchen angzuendet. Natuerlich wird auch zu den Ahnen gebetet. Auf den Tisch kommt auf jeden Fall ein Huenchen, Fisch, Aepfel und ausserdem sieben Tassen und sieben paar Staebchen. Die Zahl sieben ist ein Tradition mit allgemein unbekanntem Hintergrund, in die Tassen kommt Alkohol, oder Getraenke. Auf den Tisch kommt ueberhaupt dass, was die Leute gerne moegen, weil die guten Gaben naemlich selbst verschnabuliert werden.
Der Fisch hat jedoch eine Bedeutung, denn der Glueckwunsch "Nian nian you yu" (Jedes Jahr im Ueberfluss) liest sich gleich wie das Wort fuer Fisch. Und das Saetzchen "Sui sui ping an" (Jedes Jahr Friede) beinhaltet ein Wort, das mit Apfel gleichklingt, so dass Aepfel und Fisch sehr symboltraechtig sind - die Chinesen lieben ueberhapt gefleugelte Worte, die sich auch wunderbar bilden lassen, und fast alles ist voller Bedeutung. Macht Spass, das alles herauszufinden ;)
Dreimal werden dann Raeucherstaebchen angezuendet und wenn diese heruntergebrand sind wird in einem Metallkeubel "Geld" (gelbe Papierstuecke, mit Silber oder Goldfolie und symboltraechtigen Zeichen) verbrannt und damit gen Himmel geschickt, umd die Goetter froehlich zu stimmen.
Zu guter letzt werden dann an die Haustuer "Men Lian" Schriftrollen aufgehaengt, auf denen allerlei Glueckwunsche stehen...und weil naechstes Jahr das Jahr der Maus im chinesischen Kalender ist, gibt es auch ganz seusse Varianten mit Micky Maus - die Taiwanesen moegens einfach niedlich.
Tags ueber ist man geschaeftig, allen Sitten und Brauechen gerecht zu werden. Ansonsten wird viel mit Freunden und vor allem in der Familie geplaudert, denn Neujahr ist wirklich ein Familienfest. Wer es gerne sehr traditionell mag wird "Mahjong" spielen, um Geld. Ob bei Majhong oder sonst, soll es dem Glueck auf jeden Fall zutraeglich sein, rote Unterwaesche zu tragen, und da ich gerade noch so ein gutes Stueck im Schrank hatte...;) Wenn nichts mehr zu tun ist, bleibt man einfach zu Hause, guckt fern oder schlaegt anders die Zeit bis zum Abend tot.
Am Abend trifft sich dann moeglichst ganze Familie, bei manchen Bekannten sind das an die 20 Leute, zum gemeinsamen "NianYeFan" (Nejahrs-Vorabend-Essen). Da gibt es auch unbedingt Fisch und die Gaben von dem Goettertisch. Es wird sehr viel aufgetischt und es geht heiter und gesellig zu ... es muss aber auf jeden Fall etwas uebrig bleiben, als Zeichen dafuer, dass man's hat.
Nach dem Essen wuenscht man sich "Gong xi, gong xi, fa cai" (Glueckwunsch und moegest du wohlhabend werden) und das ist dann der Moment an dem die aeltere Geneartion den Kindern einen "roten Umschlag" ueberreicht in dem natuerlich nur eins sein kann: money, money, money. Natuerlich ist das auch ein sehr symbolischer Akt und so habe ich fuer mein Gastfamilie rote Umschlaege mit Godltalern vorbereiten :) was von meine Arbeitskollegen schon als sehr nette Geste gelobt wurde.
Um 12h wird dann das chinesische Feurwerk gezuendet, nix was schoen aussieht, sondern die Chinaboeller, die moeglichst viel Krach machen und das ist dann wie aus dem Bilderbuch.
In der kommenden Woche wird dann ganz Taiwan auf Achse sein, denn das ist die Zeit, in der man moeglichst alle Verwandten und Verwandtes-Verwandten besucht um hoeflichkeitsfloskeln auszutauschen und die Zeit zusammen zu geniessen. Die Taiwanesen sind aber auch wirklich Familienmenschen und viele Familien sind auch ziemlich gross; sie sind aber auch sehr arbeitssam, so dass unter dem Jahr nicht viel Zeit bleibt, zusammen zu sein, so dass Neujahr wirklich ein sehr harmonsiches Fest ist, dass alle sehr meogen.
Alles in allem fallen mir jetzt besonders zwei Dinge auf. Zum einen gibt es hier sehr viel Braeche und Sitten, die sehr ganau vorschreiben, was man zu machen hat und wie man sich zu verhalten hat. Das Problem dabei ist wohl bloss, dass jede Region ihre eigenen Sitten hat und sich Taipehianern und Tainanesen dadurch wohl manchmal nicht ganz einig sind, bei der Hochzeit z.B. Fuer mich ist es aber sehr spannend, all das mitzubekommen und herauszufinden und es gibt einem ein Gefuelh der Stetigkeit, diese rituellen Handlungen zu zelebrieren - abgesehen, dass es auch echt Spass macht.
Und zum anderen sind "Glueck und Reichtum" in der chinesischen Kultur sehr tief verwurzelt. Das sind neben Sicherheit und Friede und Gesundheit die wichtigsten Glueckweunsche, die oft ausgesprochen worden und durch viele Symbole Ausdruck verliehen wird. So habe auch ich jetzt ein Schriftstueck mit dem wohl meistgeschriebenen Wort "Glueck" an meiner Tuer und ich habe wohl das Gefuehl, hier in Taiwan ist mir das Glueck auch sehr hold.
In diesem Sinne: Frohes chinesisches Nejahr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bilder (bald) unter http://picasaweb.google.com/david.kinsky

