Es Weihnachtet Sehr...
Trip Start
Jul 11, 2007
1
11
34
Trip End
Jul 28, 2007
Jingle Bells, jingle bells, jingle all the way !! Mein taiwanesisches Weihnachten kann dem heimatlichen aber locker das Wasser reichen:
In der Stadt war nicht so furchtbar viel Christmas-Feeling zu spueren, ausser dass ein paar Verkaeufer Nikolausmuetzen aufhatten und ein paar Geschaefte all das in Massen verkauften, was man bei uns als Weihnachtskitsch bezeichnet, leuchtend bunte Nikolauese, Adventskraenze, Schmuck , etc. und natuerlich alles aus Plastik. Ausserdem haengen komischerweise das ganze Jahr ueber "Merry Christmas" Schriftzeuge in den Geschaeften; aber ansonsten hielten sich die Aktivitaeten wirklich in Grenzen.
Im Kindergarten war dagegen aber einiges los! Die Kids haben den ganzen Dezember ueber inbruenstig Weihnachtslieder auf chinesisch und auf englisch getraellert, so dass die richtige Atmosphaere auf jeden Fall da war.
Jedes Klassenzimmer wurde mit kleinen Basteleien festlich geschmueckt, von Nikolaeusen und Fenstersternen ueber Weihnachtssocken und Christbaeumen.
Es gab sogar einen Weihnachstbaum-Wettbewerb, wobei jede Klasse einen moeglichst kreativen, alternativen Baum bastelt. Ich war total ueberrascht, aus was man alles einen echt netten Baum basteln kann! Ueber Stimmzettel wurde dann der schoenste ausgesucht, eine wirklich besondere CD-Konstruktion.
Zu alledem habe auch ich einen kleinen Teil beigetragen. Zum ersten mal habe ich mich als Santa Claus in Schale geworfen, mit weissem Bart und Kissen vorm Bauch und den Kindern eine etwas andere Weihnachtsgeschichte von einem japanischen Autor erzaehlt - auf Chinesisch versteht sich. Die Kids waren immer ganz aus dem Haeuschen, wenn ich ins Klassenzimmer kam und haben dann mit grossen Augen zugehoert; hat wirklich Spass gemacht und war hoffentlich nicht das letzte Mal als Nikolausi.
Aber was waere Weihnachten ohne Plaetzchen? Auch dieses Jahr wollte ich nicht auf die Ausstecherle und schwaebischen Butter-S nach Mutterns Rezept verzichten und mit den Kids zu backen sties sofort auf offene Ohren. Es war zwar nicht ganz einfach, weil so ein goldgelber, weicher, duftender Teig furchtbar zum naschen und zum spielen einlaed und die Plaetzchen hatten dann teilweise auch sehr kreative Formen, aber es hat doch viel Spass gemacht und die Kleinen haben das natuerlich geliebt.
Zu guter Letzt kamen dann noch Weihnachtsbilder aus Deutschland angeflattert, vom Weihnachstmarkt, den Christbauemen in der Stadt sowie vergangenen Jahren bei uns zu Hause, so dass die Englisch-Schueler jetzt auch eine Vorstellung davon haben, wie es bei uns so aussieht.
Wie sich das gehoert, habe ich auch ein paar Weihnachtskarten und Presente fuer meine Arbeitskollegen geschrieben und wurde dafuer auch mit netten Kleinigkeiten beglueckt. Unter anderem habe ich einer Englisch Lehrerin deutschen Weihnachtstee gegeben, und bei dem Duft kamen gleich ein paar Kollegen an und haben auch deutschen Fruechtetee bestellt, denn der scheint hier echt der Renner zu sein . Wirklich besonders war das Geschenk, das ich von meiner Chefin bekommen habe, eine Halskette mit Jade-Mickymaus! Sie steht einfach auf witzige, verrueckte Sachen und dieses Jahr (2008) ist im chinesischen Kalender das Jahr der Maus, so dass ich mit dieser Kette voll im Trend liege.
Ausserdem hatte ich auch noch mein "eigenes" Weihnachten.
Aus der Heimat kam ein Adventskalender mit Bildern, so dass ich traditionellerweise den Weihnachtscountdown zelebrieren konnte und jeden morgen den Tag mit einem netten Motiv starten konnte.
Und als es dann an Heiligabend endlich soweit war haben wir FSJler uns erstmal ganz gemeutlich in eine nette Bar gesetzt J Ich wollte natuerlich nicht mit leeren Haenden dastehen und so hat jeder von mir eine kleine deutsche Schleckerei bekommen, Babybell und Kiri mit Knaeckebrot, die ich hier im Carrefour gefunden habe. Ausserdem eine quietschegelbe, richtig taiwanesische Gesichtsmaske mit breit grinsendem Spongue Bob und als i-Tuepfelchen "I love Taiwan". Hoffe, wir finden mal noch ein T-Shirt, z.B. von Taipei 101, und dann koennen wir wirklich im Partnerlook durch die Gegend marschieren.
Unser festschmaus bestand aus taiwanesischem "Vollkornbrot nach deutschem Rezept" mit echtem Allgaeutaler, was ich ebenfalls hier aufgetan habe, und was wir ganz im Sinne des Anlasses bruederlich geteilt haben...
Dann war es auch schon Zeit fuer die zuempftige Kirch. Richtig katholisch mit vielen Feirlichkeiten und einem spanischen Pfarrer, aber leider alles auf taiwanesisch, so dass wir alle kein Wort verstanden haben - ausser einmal "Merry Christmas, Felic Navidad!" Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass alle Leute rundherum ziemlich griesgraemig dreinguckten (und das an Weihnachten...) und der Pfarrer fast einzunicken schien, aber als dann "In Excelsio Gloria" ertoente, war ich zumindest ganz happy und dachte mir, dass ich ein viel besondereres Weihnachten hatte, als erwartet.
Als ich dann nach Hause kam wartete ausserdem noch eine kleine Bescherung auf mich mit allerlei Geschenkle aus dem elterlichen Hause, so dass es mir so gut wie an nichts gefehlt hat.
PS: Bilder kommen auch noch...Vorfreude ist ja die schoenste Freude oder etwa nicht ;)
In der Stadt war nicht so furchtbar viel Christmas-Feeling zu spueren, ausser dass ein paar Verkaeufer Nikolausmuetzen aufhatten und ein paar Geschaefte all das in Massen verkauften, was man bei uns als Weihnachtskitsch bezeichnet, leuchtend bunte Nikolauese, Adventskraenze, Schmuck , etc. und natuerlich alles aus Plastik. Ausserdem haengen komischerweise das ganze Jahr ueber "Merry Christmas" Schriftzeuge in den Geschaeften; aber ansonsten hielten sich die Aktivitaeten wirklich in Grenzen.
Im Kindergarten war dagegen aber einiges los! Die Kids haben den ganzen Dezember ueber inbruenstig Weihnachtslieder auf chinesisch und auf englisch getraellert, so dass die richtige Atmosphaere auf jeden Fall da war.
Jedes Klassenzimmer wurde mit kleinen Basteleien festlich geschmueckt, von Nikolaeusen und Fenstersternen ueber Weihnachtssocken und Christbaeumen.
Es gab sogar einen Weihnachstbaum-Wettbewerb, wobei jede Klasse einen moeglichst kreativen, alternativen Baum bastelt. Ich war total ueberrascht, aus was man alles einen echt netten Baum basteln kann! Ueber Stimmzettel wurde dann der schoenste ausgesucht, eine wirklich besondere CD-Konstruktion.
Zu alledem habe auch ich einen kleinen Teil beigetragen. Zum ersten mal habe ich mich als Santa Claus in Schale geworfen, mit weissem Bart und Kissen vorm Bauch und den Kindern eine etwas andere Weihnachtsgeschichte von einem japanischen Autor erzaehlt - auf Chinesisch versteht sich. Die Kids waren immer ganz aus dem Haeuschen, wenn ich ins Klassenzimmer kam und haben dann mit grossen Augen zugehoert; hat wirklich Spass gemacht und war hoffentlich nicht das letzte Mal als Nikolausi.
Aber was waere Weihnachten ohne Plaetzchen? Auch dieses Jahr wollte ich nicht auf die Ausstecherle und schwaebischen Butter-S nach Mutterns Rezept verzichten und mit den Kids zu backen sties sofort auf offene Ohren. Es war zwar nicht ganz einfach, weil so ein goldgelber, weicher, duftender Teig furchtbar zum naschen und zum spielen einlaed und die Plaetzchen hatten dann teilweise auch sehr kreative Formen, aber es hat doch viel Spass gemacht und die Kleinen haben das natuerlich geliebt.
Zu guter Letzt kamen dann noch Weihnachtsbilder aus Deutschland angeflattert, vom Weihnachstmarkt, den Christbauemen in der Stadt sowie vergangenen Jahren bei uns zu Hause, so dass die Englisch-Schueler jetzt auch eine Vorstellung davon haben, wie es bei uns so aussieht.
Wie sich das gehoert, habe ich auch ein paar Weihnachtskarten und Presente fuer meine Arbeitskollegen geschrieben und wurde dafuer auch mit netten Kleinigkeiten beglueckt. Unter anderem habe ich einer Englisch Lehrerin deutschen Weihnachtstee gegeben, und bei dem Duft kamen gleich ein paar Kollegen an und haben auch deutschen Fruechtetee bestellt, denn der scheint hier echt der Renner zu sein . Wirklich besonders war das Geschenk, das ich von meiner Chefin bekommen habe, eine Halskette mit Jade-Mickymaus! Sie steht einfach auf witzige, verrueckte Sachen und dieses Jahr (2008) ist im chinesischen Kalender das Jahr der Maus, so dass ich mit dieser Kette voll im Trend liege.
Ausserdem hatte ich auch noch mein "eigenes" Weihnachten.
Aus der Heimat kam ein Adventskalender mit Bildern, so dass ich traditionellerweise den Weihnachtscountdown zelebrieren konnte und jeden morgen den Tag mit einem netten Motiv starten konnte.
Und als es dann an Heiligabend endlich soweit war haben wir FSJler uns erstmal ganz gemeutlich in eine nette Bar gesetzt J Ich wollte natuerlich nicht mit leeren Haenden dastehen und so hat jeder von mir eine kleine deutsche Schleckerei bekommen, Babybell und Kiri mit Knaeckebrot, die ich hier im Carrefour gefunden habe. Ausserdem eine quietschegelbe, richtig taiwanesische Gesichtsmaske mit breit grinsendem Spongue Bob und als i-Tuepfelchen "I love Taiwan". Hoffe, wir finden mal noch ein T-Shirt, z.B. von Taipei 101, und dann koennen wir wirklich im Partnerlook durch die Gegend marschieren.
Unser festschmaus bestand aus taiwanesischem "Vollkornbrot nach deutschem Rezept" mit echtem Allgaeutaler, was ich ebenfalls hier aufgetan habe, und was wir ganz im Sinne des Anlasses bruederlich geteilt haben...
Dann war es auch schon Zeit fuer die zuempftige Kirch. Richtig katholisch mit vielen Feirlichkeiten und einem spanischen Pfarrer, aber leider alles auf taiwanesisch, so dass wir alle kein Wort verstanden haben - ausser einmal "Merry Christmas, Felic Navidad!" Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass alle Leute rundherum ziemlich griesgraemig dreinguckten (und das an Weihnachten...) und der Pfarrer fast einzunicken schien, aber als dann "In Excelsio Gloria" ertoente, war ich zumindest ganz happy und dachte mir, dass ich ein viel besondereres Weihnachten hatte, als erwartet.
Als ich dann nach Hause kam wartete ausserdem noch eine kleine Bescherung auf mich mit allerlei Geschenkle aus dem elterlichen Hause, so dass es mir so gut wie an nichts gefehlt hat.
PS: Bilder kommen auch noch...Vorfreude ist ja die schoenste Freude oder etwa nicht ;)

