Green Island
Trip Start
Jul 11, 2007
1
8
34
Trip End
Jul 28, 2007
Das erste Mal, dass ich den Pazifik erlebt habe!! Das ist wirklich ein besonderes Meer. Tiefblau, wie eine viskose blaue kristallklare Masse, mit Wasserduehen die unser Schiff ordentlich hin und her schaukelten. Bei der Ueberfahrt zur Insel pfiff uns eine steife Brise ins Gesicht und warf die Gischt hoch ueber die Rehling.
Der Sehgang war so stark, dass man nicht stehen konnte, ohne sich festzuhalten und dass sich allein auf dem Deck mindestens sechs Leute uebergeben mussten. Wir fuehlten uns auch nicht besonders angenehm, wurden aber von dem greobsten verschont und kamen Samstagmittag froehlich auf der "gruenen Insel" an.
Insgesamt waren wir zu zehnt: wir FSJler, die taiwanesische Kontakperson von Yunus, Ting mit drei Freundinnen und ein Suedamerikaner, Sebastian, der hier gerade in der gleichen Firma wie Ting arbeitet
Wir mieteten uns gleich mal fuenf Roller und los gings zu unserem Hotel. Die Insel ist echt mini, eine Rundfahrt sind bloss 20km, so dass wir mit den Rollern alles locker erreichen konnten und ich glaube wir haben die Insel etwa drei mal umrundet.
Das Hotel war sehr mediterran fuer mein Gefuehl, mit weisser Wand und blauen Holzrahmen und Treppe. Ueberhaupt habe ich mich oft an Urlaub in Frankreich erinnnert. Auch hier liegt am Meer einfach ein ganz besonderer Duft nach Salzwasser in der Luft, das Klima ist anders und die Leute sind viel entspannter als in der Stadt. Die Hauser und Strassen sind alle nicht so perfekt, rostige Metallgelaender, ausgetretene Betongtreppen, aber das alles gibt der Kueste einen ganz typischen Meer-Flair bei dem man sich einfach wohl fuehlt, ohne was besonderes zu tun. Besonders wenn man hier in Taiwan, mit so vielen Menschen ringsherum und so geschaeftigen Leuten noch dazu, unterwegs ist und den ganzen Tag in einem trubeligen Kindergarten verbringt, dann ist es eines der schoensten Dinge, rauszukommen, und am Meer zu chillen. Dementsprechend gemaechlich ging auch alles zu, aber erlebt haben wir troztdem einiges.
Nachdem wir Samstagabend erstmal kurz ins Meer gehuepft sind, sind wir in den Wald gefahren um Hirsche zu beobachten (Deer watching) und tatsaechlich konnten wir im Schein einer ziemlich starken "Taschenlampe" von unserem Guide einige Tiere schemenhaft ausmachen
Dann waren wir bei einer ansammlung von Grotten mit vielfaeltigen Felsformen, in denen die taiwanesen allerlei Tiere zu erkennen glaubten.
Der Hunger trieb uns aber doch recht bald in ein kleines Restaurant um lokealen Ziegen-Hotpot zu essen.
Und zum Abschluss des Tages waren wir in sehr beruehmten heissen Quellen baden, wohl mit die einzigen salzigen heissen Quellen die es gibt. Es gab auch drei naturbelassene Becken, dessen Wasser zwar eher kuehl war, aber wenn man ein bisschen mit dem Fuss wuehlte, stiess man gleich auf ziemlich heisse Steine! Und bei Mondschein in 40 Grad heissem Wasser zu plaetschern oder sich von einem Wasserstrahl massieren zu lassen ist auch einfach sehr taiwanesisch und fuer jung und alt ein sehr angenehmes Erlebnis.
Sonntagmorgen ging es dann also gleich voller Energie los und "ab ins Wasse". Schnorcheln in dem ziemlich glasklaren Meer ueber einem kleinen Korallenriff. Vor allem gab es dort unzaehlige Fische, kleine schillernde, grosse farbige, rot und gelb, orange und weiss, grosse graue, stockfoermige und platte - wirklich eine faszinerende Vielfalt. Wenn wir ihnen ein bisschen Brot fuetterten rasten sie ein paar Zentimeter an uns vorbei uns schnppten nach den Krumen, aber zusammengestossen sind sie dabei nie, was ich wirklich erstaunlich finde, weil es echt so viele waren
Bis der Vormittag zu ende war sind wir dann noch bei Tag um die Insel gefahren und haben von all den erhoehten Aussichtspunkten die Blicke auf die malerische Landschaft mit einer Bucht an der anderen genossen. Manchmal sah es aus wie in Jurrassic Park, manchmal wie im Reisekatalog. Weisser Sandstrand und schroffe Felsen, an denen sich die Wellen brechen, gleich dahinter leuchtend gruener Wald und immer das Meeresrauschen im Hintergrund, ein sanfte Briese in der Luft.
Vor lauter Schoenheit haben wir die Zeit ein wenig vergessen und mussten dann in rasanter Fahrt zum Hafen zurueck cruisen. Ein Roller hat dann auf halber Strecke auch noch versagt, ist langsamer geworden und stotternd stehen geblieben. Also zu dritt auf einen Scooter, ich war der glueckliche der das Gefaehrt dann auf den letzten Dreucker zum Hafen bugsieren durfte und dann ab aufs Schiff.
Bei der Rueckfahrt war der Sehgang lange nicht so stark und wir genossen es sanft hin und her geschaukelt zu warden und auf dem glitzernden Wasser nach Taidong zu gleiten
In Taidong hatten wir dann noch gute sechs Stunden und auf gings, Roller mieten und entlang an der Kueste. Unglaublich viele Kokospalmen und alle voll mit Kokosnuessen, wie im Bilderbuch.
Von der Kueste aus ging es dann innerhalb ein paar hundert Meter ab in die Berge. Dort wuchs Bambus und allerlei grossblaettrige Baueme, es wurde Getreide angebaut, also auf einmal eine ganz andere Welt. Ein bisschen Geschichte war hier in Form von riesigen Steinbloecken von der taiwanesichen Megaltihkultur erhalten. Ziemlich alt und ueberwachsen, frage mich mal, wie die diese Brocken auf den Berg geschleppt haben.
Jedenfalls wurde es so gegen fuenf auch schon ziemlich flott dunkel, das geht hier innerhalb von einer knappen halben Stunde, und uns blieb nichts anders als nach Taidong zurueckzufahren. Weil ich als einziger deutscher einen taiwanesischen Fuehrerschein habe, konnte ich dieses Wochenende wirklich viel fahren. Das ist total einfach, wie auf einem Spielzeug. Man sitzt aufrecht, wie auf einem Stuhl, Gaenge gibt es nicht, so dass man nur Gas geben und bremsen muss und so ein Scooter ist echt ein suesses kleines Gefaehrt.
Wir haben noch eine "italienische" Pizzeria gefunden, die erste, die ich hier sehe (abgesehen von Pizza-Hut) und und bei dieser Gelegenheit gleich zugeschlagen. Wie so vieles war auch meine Pizza ein wenig suess, aber gar nicht so schlecht und das machte das ganze Wochenende noch ein bisschen mediterraner und noch ein bisschen schooner, was ja echt kaum noch ging.
Der Sehgang war so stark, dass man nicht stehen konnte, ohne sich festzuhalten und dass sich allein auf dem Deck mindestens sechs Leute uebergeben mussten. Wir fuehlten uns auch nicht besonders angenehm, wurden aber von dem greobsten verschont und kamen Samstagmittag froehlich auf der "gruenen Insel" an.
Insgesamt waren wir zu zehnt: wir FSJler, die taiwanesische Kontakperson von Yunus, Ting mit drei Freundinnen und ein Suedamerikaner, Sebastian, der hier gerade in der gleichen Firma wie Ting arbeitet
01 los gehts
.Wir mieteten uns gleich mal fuenf Roller und los gings zu unserem Hotel. Die Insel ist echt mini, eine Rundfahrt sind bloss 20km, so dass wir mit den Rollern alles locker erreichen konnten und ich glaube wir haben die Insel etwa drei mal umrundet.
Das Hotel war sehr mediterran fuer mein Gefuehl, mit weisser Wand und blauen Holzrahmen und Treppe. Ueberhaupt habe ich mich oft an Urlaub in Frankreich erinnnert. Auch hier liegt am Meer einfach ein ganz besonderer Duft nach Salzwasser in der Luft, das Klima ist anders und die Leute sind viel entspannter als in der Stadt. Die Hauser und Strassen sind alle nicht so perfekt, rostige Metallgelaender, ausgetretene Betongtreppen, aber das alles gibt der Kueste einen ganz typischen Meer-Flair bei dem man sich einfach wohl fuehlt, ohne was besonderes zu tun. Besonders wenn man hier in Taiwan, mit so vielen Menschen ringsherum und so geschaeftigen Leuten noch dazu, unterwegs ist und den ganzen Tag in einem trubeligen Kindergarten verbringt, dann ist es eines der schoensten Dinge, rauszukommen, und am Meer zu chillen. Dementsprechend gemaechlich ging auch alles zu, aber erlebt haben wir troztdem einiges.
Nachdem wir Samstagabend erstmal kurz ins Meer gehuepft sind, sind wir in den Wald gefahren um Hirsche zu beobachten (Deer watching) und tatsaechlich konnten wir im Schein einer ziemlich starken "Taschenlampe" von unserem Guide einige Tiere schemenhaft ausmachen
02 hafen
. Gross und aufrecht standen sie wie schattenhafte Gestalten im Gebuesch und haben uns einfach angeguckt. Dann waren wir bei einer ansammlung von Grotten mit vielfaeltigen Felsformen, in denen die taiwanesen allerlei Tiere zu erkennen glaubten.
Der Hunger trieb uns aber doch recht bald in ein kleines Restaurant um lokealen Ziegen-Hotpot zu essen.
Und zum Abschluss des Tages waren wir in sehr beruehmten heissen Quellen baden, wohl mit die einzigen salzigen heissen Quellen die es gibt. Es gab auch drei naturbelassene Becken, dessen Wasser zwar eher kuehl war, aber wenn man ein bisschen mit dem Fuss wuehlte, stiess man gleich auf ziemlich heisse Steine! Und bei Mondschein in 40 Grad heissem Wasser zu plaetschern oder sich von einem Wasserstrahl massieren zu lassen ist auch einfach sehr taiwanesisch und fuer jung und alt ein sehr angenehmes Erlebnis.
Sonntagmorgen ging es dann also gleich voller Energie los und "ab ins Wasse". Schnorcheln in dem ziemlich glasklaren Meer ueber einem kleinen Korallenriff. Vor allem gab es dort unzaehlige Fische, kleine schillernde, grosse farbige, rot und gelb, orange und weiss, grosse graue, stockfoermige und platte - wirklich eine faszinerende Vielfalt. Wenn wir ihnen ein bisschen Brot fuetterten rasten sie ein paar Zentimeter an uns vorbei uns schnppten nach den Krumen, aber zusammengestossen sind sie dabei nie, was ich wirklich erstaunlich finde, weil es echt so viele waren
03 sehkrank??
. Auch erschrecken lassen wollten sich sich nicht, als ich ganz laut "Buh" in meinen Schnorchel gebellt habe, aber schoen anzugucken war es ganz bestimmt; sich einfach an der Wasseroberflaeche treiben lassen und die Show geniessen. Bis der Vormittag zu ende war sind wir dann noch bei Tag um die Insel gefahren und haben von all den erhoehten Aussichtspunkten die Blicke auf die malerische Landschaft mit einer Bucht an der anderen genossen. Manchmal sah es aus wie in Jurrassic Park, manchmal wie im Reisekatalog. Weisser Sandstrand und schroffe Felsen, an denen sich die Wellen brechen, gleich dahinter leuchtend gruener Wald und immer das Meeresrauschen im Hintergrund, ein sanfte Briese in der Luft.
Vor lauter Schoenheit haben wir die Zeit ein wenig vergessen und mussten dann in rasanter Fahrt zum Hafen zurueck cruisen. Ein Roller hat dann auf halber Strecke auch noch versagt, ist langsamer geworden und stotternd stehen geblieben. Also zu dritt auf einen Scooter, ich war der glueckliche der das Gefaehrt dann auf den letzten Dreucker zum Hafen bugsieren durfte und dann ab aufs Schiff.
Bei der Rueckfahrt war der Sehgang lange nicht so stark und wir genossen es sanft hin und her geschaukelt zu warden und auf dem glitzernden Wasser nach Taidong zu gleiten
04 ankunft auf der gruenen insel
. In Taidong hatten wir dann noch gute sechs Stunden und auf gings, Roller mieten und entlang an der Kueste. Unglaublich viele Kokospalmen und alle voll mit Kokosnuessen, wie im Bilderbuch.
Von der Kueste aus ging es dann innerhalb ein paar hundert Meter ab in die Berge. Dort wuchs Bambus und allerlei grossblaettrige Baueme, es wurde Getreide angebaut, also auf einmal eine ganz andere Welt. Ein bisschen Geschichte war hier in Form von riesigen Steinbloecken von der taiwanesichen Megaltihkultur erhalten. Ziemlich alt und ueberwachsen, frage mich mal, wie die diese Brocken auf den Berg geschleppt haben.
Jedenfalls wurde es so gegen fuenf auch schon ziemlich flott dunkel, das geht hier innerhalb von einer knappen halben Stunde, und uns blieb nichts anders als nach Taidong zurueckzufahren. Weil ich als einziger deutscher einen taiwanesischen Fuehrerschein habe, konnte ich dieses Wochenende wirklich viel fahren. Das ist total einfach, wie auf einem Spielzeug. Man sitzt aufrecht, wie auf einem Stuhl, Gaenge gibt es nicht, so dass man nur Gas geben und bremsen muss und so ein Scooter ist echt ein suesses kleines Gefaehrt.
Wir haben noch eine "italienische" Pizzeria gefunden, die erste, die ich hier sehe (abgesehen von Pizza-Hut) und und bei dieser Gelegenheit gleich zugeschlagen. Wie so vieles war auch meine Pizza ein wenig suess, aber gar nicht so schlecht und das machte das ganze Wochenende noch ein bisschen mediterraner und noch ein bisschen schooner, was ja echt kaum noch ging.

