Horas! Horas! Horas!
Trip Start
Dec 08, 2008
1
15
30
Trip End
Feb 22, 2009
Happy New Year!
Heute ist naemlich Chinesisches Neujahr und auch hier auf Tuk Tuk wird das gefeiert. Womit ich zum 3. Mal innerhalb von 12 Monaten Neujahr mitbekomme. Und gestern gabs noch irgendwas anderes zu feiern, aber das hab ich - ebenso wie Weihnachten und Sylvester eher unspektakulaer vorueberziehen lassen.
"Horas! Horas! Horas!" - noch vor 200 Jahren bruellte man das als braver Angehoeriger des Batak Stammes, wenn fremden Spionen, nachdem man sie aufgeschlitzt und ihnen die Augen ausgestochen hatte, der Kopf abgeschlagen wurde. Anschliessend wurde der Feind dann roh von allen Dorfbewohnern verspeist; die abgenagten Gebeine wurden in den Lake Toba geworfen .
Heutzutage wird der fremde Spion jedoch "Tourist" genannt, "Horas" ist ein freundlicher Gruss und zu essen gibt es nicht Falang Sushi, sondern Gado Gado, ein vegetarisches Gericht mit spicy Erdnuss Sauce.
Diese Halbinsel (Tuk Tuk) auf einer Halbinsel (Samosir) auf einer Insel (Sumatera) glaenzt mit kompletter touristischer Infrastruktur - nur fehlen die Touristen. Die Naturkatastrophen, von denen Sumatra in den letzten Jahren heimgesucht wurde, haben Viele offensichtlich abgeschreckt und so tummelt man sich lieber auf Bali und meckert ueber ueberfuellte Straende.
Auf Tuk Tuk wartet man indes voller Optimismus auf bessere Zeiten. Leere Restaurants saeumen die Ufer des Danau Toba und mitunter bekommt man echtes Mitleid und man fragt sich, wie die Leute hier ueberleben koennen. Es gibt teilweise schicke Hotelanlagen mit 30 Bungalows, mit grossen Panoramafenstern, frisch renoviert - und leerstehend.
Anna und ich haben uns in einem alten Batakhaus am Ufer einquatiert und nach anfaenglichem "O-gott-alles-Plastik-Touri-hier"-Schock die Insel mit Motorbike erkundet. Wunderschoene Landschaft, interessante Architektur und auesserst liebenswerte Menschen sind uns begegnet und man kann den Leuten hier (wie ueberall auf Sumatra) nur wuenschen, dass die Touristen irgendwann zurueckkommen.
Morgen machen wir uns dann auf, den Aequator zu ueberqueren; Bukitingi und der Danau Maninjau sind unsere naechsten Destinationen.
Bis dahin:
Selamat Tingal!
Heute ist naemlich Chinesisches Neujahr und auch hier auf Tuk Tuk wird das gefeiert. Womit ich zum 3. Mal innerhalb von 12 Monaten Neujahr mitbekomme. Und gestern gabs noch irgendwas anderes zu feiern, aber das hab ich - ebenso wie Weihnachten und Sylvester eher unspektakulaer vorueberziehen lassen.
"Horas! Horas! Horas!" - noch vor 200 Jahren bruellte man das als braver Angehoeriger des Batak Stammes, wenn fremden Spionen, nachdem man sie aufgeschlitzt und ihnen die Augen ausgestochen hatte, der Kopf abgeschlagen wurde. Anschliessend wurde der Feind dann roh von allen Dorfbewohnern verspeist; die abgenagten Gebeine wurden in den Lake Toba geworfen .
Heutzutage wird der fremde Spion jedoch "Tourist" genannt, "Horas" ist ein freundlicher Gruss und zu essen gibt es nicht Falang Sushi, sondern Gado Gado, ein vegetarisches Gericht mit spicy Erdnuss Sauce.
Diese Halbinsel (Tuk Tuk) auf einer Halbinsel (Samosir) auf einer Insel (Sumatera) glaenzt mit kompletter touristischer Infrastruktur - nur fehlen die Touristen. Die Naturkatastrophen, von denen Sumatra in den letzten Jahren heimgesucht wurde, haben Viele offensichtlich abgeschreckt und so tummelt man sich lieber auf Bali und meckert ueber ueberfuellte Straende.
Auf Tuk Tuk wartet man indes voller Optimismus auf bessere Zeiten. Leere Restaurants saeumen die Ufer des Danau Toba und mitunter bekommt man echtes Mitleid und man fragt sich, wie die Leute hier ueberleben koennen. Es gibt teilweise schicke Hotelanlagen mit 30 Bungalows, mit grossen Panoramafenstern, frisch renoviert - und leerstehend.
Anna und ich haben uns in einem alten Batakhaus am Ufer einquatiert und nach anfaenglichem "O-gott-alles-Plastik-Touri-hier"-Schock die Insel mit Motorbike erkundet. Wunderschoene Landschaft, interessante Architektur und auesserst liebenswerte Menschen sind uns begegnet und man kann den Leuten hier (wie ueberall auf Sumatra) nur wuenschen, dass die Touristen irgendwann zurueckkommen.
Morgen machen wir uns dann auf, den Aequator zu ueberqueren; Bukitingi und der Danau Maninjau sind unsere naechsten Destinationen.
Bis dahin:
Selamat Tingal!



Comments
Gonghe Xinxi = Glück und neue Freude
Ich war ganz überrascht, als ich das gestern hörte mit dem chin. Neujahr. Wer hat schon sein eigenes Fest fürs neue (Lebens-)jahr?! Witzig, dass sich das dieses Jahr aufgrund des Mondkalenders so ergibt. (Bei uns gab's gestern übrigens in Gedenken an Dich auch indonesisches Essen mit Erdnußsauce - kenne ich noch aus Holland). Das Fest dauert jetzt ja noch ca. 2 Wochen, und es gibt viel zu beachten, was Glück und Pech bringt, aber das aufzuzählen würde den Raum hier sprengen - ihr macht das schon richtig. Sehr wichtig für Yummy-Dani: In 4 Tagen kommt der Küchengott vom Jadekaiser aus dem Himmel zurück auf die Erde, wohin er 7 Tage vor Neujahr gegangen war.-
Dein Bericht hat mich sehr gerührt, was die armen Menschen betrifft und die Bilder sind zum weinen schön.
Eure nächste Destination muß meinen Second-Hand-Recherchen nach ein besonders Highlight sein - also wünsche ich 'Neue Freude'.
Mom
ein hoch auf dich
wie peinlich, immer wenn ich gestern in der kuschel(d)ecke war hab ich überlegt was ich vergessen habe... und jetzt nachdem ich deinen eintrag las viel es wie drachenschuppen von meinen entzündeten augen..
ich knutsch dir sun jeburstach usi!!!
ich habe indonesien - und da eben sumatra (weil der olle war ja schon auf bali - und überfüllte strände sind scheiße!!!) als nächstes reiseziel auserkoren )da mein geld für das eigentlich geplante nicht reichen wird). ich freue mich schon auf berichte und noch mehr fotos und tolle tips und überhaupt!