|
  | |  |
san diego
Entry 4 of 103 | show all | print this entry |
Si, das is das Ende der USA.
Ab jetzt kommt mexico...anyway, noch bin ich ja hier....
San Diego ist die Heimat der Obdachlosen der USA Westkueste. Hier ist es warm, sauber und die Leute sind freundlich. Da gestern Thanksgiving (Die amis welche ich fragte wissen selber nicht was das ist ausser das es geschenke gibt) war, gab es bei der Salvation Army Truthahn Essen umnsonst fuer all die Obdachlosen...ich hab ja auch kein Heim, also bin ich mit rein. Drinnen warten hunderte von Tischen und Salvationisten darauf einen jeden zum Tisch zu bringen, dann sitzen alle und eine Band spielte Jazz Music, es gibt Cafe und Fruchtsaftkonzentrat. Spaeter dann 2 Scheiben Truthahn mit Irgenwelchem anderem Zeugs, ich konntes ned Essen:) Habe aber einen Ami kennengelernt, der mit der US Army in Stuttgart stationiert war, dann in den ersten Irak krieg durfte, anfing zu saufen und jetzt Obdachlos ist. Bin mit ihm dann den Rest des Tages durch San Diego gestreunt und hab viel ueber Amerikanisches Denken, sozialsystem und selbstverstaendnis des American Dream erfahren. Ich beschrieb es mal an seinem Beispiel... Er war beim Irak Krieg bei einem Fallschirmsprung in einem Baum verletzt worden, ist dann nach Hause, wurde aus dem Miltaer entlassen und fing an zu trinken. Nach 2 Jahren bekam er kein Geld mehr....Sozialhilfe gibt es in den USA nicht, im Krankheitsfall kommt der Staat einmalig fuer die Kosten auf, danach kann bei erneuter Krankheit auf keine Hilfe mehr hoffen. Naja, krank war er ja nur Alkoholkrank. Hat seine fahrerlaubnis verloren, ohne Fahrerlaubnis kann niemand in den USA leben. Autos sind hier noch viel selbstverstaendlicher als in Deutschland, das Verkehrsnetz fast nicht bekannt. Im Greyhound laesst der Fahrer keinen hinter sich sitzen weil er Angst um sein Leben hat, auch mich net (durfte deswegen 2 Stunden auf ner Eisenstange sitzen weil meine Nachbarin saufett war, im Bus reisen in USA anscheinend nur entlassene Knaties und verrueckte, wobei mir der fahrer am gefaehrlichsten vorkam...Trampen ist in den USA ueberigens voellig unmoeglich...keiner wuerde einen mitnehmen, da alle paranoid sind und denken man will sie entfuehren oder umgekehrt...). Also keine chance auf einen Job fuer meinen AMI. Er bekommt wegen seiner Verletzung 800 Dollar monatlich als Rente von der Armee, das ist alles. Und damit hat er noch Glueck. Die Leute die hier etwas verkaufen, sei es in Restaurants, Taxis, Casinos, Kaufhallen etc verdienen laecherliche 5 Dollar pro stunde. Es ist allerdings normal, ca 15-20% Trinkgeld zu geben wenn der Service ok ist. Dadurch verdient der Arbeitende sein Geld. Meiner Meinung nach eine Sauerei, da der Kunde den Arbeiter bezahlt und der geschaeftsmann die arbeitskraft fast umsonst bekommt, damit keinerlei risiko oder personalkosten hat. Aber anscheinend schaffen sie es nicht sich zu organisieren und zu wehren...im Gegenteil... in dem Hostel in dem ich wohne koennen die die dort arbeiten umsonst in einem vierbettzimmer wohnen, bekommen weder Geld noch essen, machen aber all die Arbeit inklusive putzen und tours etc... D.h., der Besitzer hat keinerlei personalkosten. Und die finden das auch noch toll...amreican way of life...die ham n knall...ok, das wars fuer heute...zurueck zur werbung...
|
|
If you like this entry, search for other entries by asci, from United States or try a new search. |
| |
Back to Entry - Back to Home
|