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<title>roman&#x27;s TravelStream&#x2122; &#x2014; Recent TravelPod.com entries</title>
<description>TravelStream&#x2122; news feed for member roman on TravelPod&#x27;s free travel blogs service</description>
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<copyright>Copyright &#xA9;2009 TravelPod.com</copyright>
<pubDate>Sat, 11 Nov 2006 14:59:16 -0500</pubDate>
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    <title>TouRoMan - Velotour von der Schweiz nach Thailand &#x2014; Bern, Switzerland</title>
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    <pubDate>Sat, 11 Nov 2006 14:59:16 -0500</pubDate>
    <description>TouRoMan - Von der Schweiz nach Suedostasien und weiter mit dem Fahrrad.</description>
    <content:encoded><![CDATA[
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            <tr><td valign="top" align="center">
                <div style="width:250px; border:2px solid #eeeeee;"><a href="http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/roman/bike_ch-thai/1137229500/tpod.html">Jump to the full <br />entry &amp; travel map</a></div><br />
            </td></tr>
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        <b>Bern, Switzerland</b><br /><br />Mit dem Fahrrad geht es erst durchs winterliche S&#xFC;dosteuropa in die T&#xFC;rkei, wo es dann hoffentlich bald waermer wird. Weiter durch den Fr&#xFC;hling in den schon bald hochsommerlich heissen Iran und die zentralasiatischen Staaten Turkmenistan, Kirgistan, Usbekistan und Tadjikistan. Erst durch das Pamirgebirge nach China und in den Tibet hinein, und weiter entlang des Nordfusses der Himalayakette. &#xDC;ber S&#xFC;dwestchina gelange ich nach etwa einem Jahr schliesslich nach Laos und Thailand, wo ich Freunde in Bangkok besuchen will. <br> <br>Begleiten sie mich auf dieser aussergew&#xF6;hnlichen Reise! Auf meiner eigenen Homepage (www.touroman.ch) finden sie laufen aktuelle Berichte und Bilder von unterwegs. Reinschauen lohnt sich also!<br> <br><A HREF=http://www.touroman.ch TARGET=NEW> <br> <br> <IMG SRC=http://www.touroman.ch/images/Logos/touroman_velotour_700.jpg WIDTH=700> <br>  <br>Hier gelangen sie direkt zu meiner Seite.<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Salzwasser und D&#xE4;monen (Reisebericht) &#x2014; Borit Lake, Karakorum, Pakistan</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Mon, 16 Jan 2006 03:24:47 -0500</pubDate>
    <description>Trekking auf eigene Faust im indischen
Himalaya und Karakorum, Pakistan</description>
    <content:encoded><![CDATA[
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            <tr><td valign="top" align="center">
                <div style="width:250px; border:2px solid #eeeeee;"><a href="http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/roman/himalaya_2000/1091719380/tpod.html">Jump to the full <br />entry &amp; travel map</a></div><br />
            </td></tr>
        </table>
        <b>Borit Lake, Karakorum, Pakistan</b><br /><br />Wieder hatte ich einen langen und anstrengenden Tag hinter mir. Die Wanderung entlang des Machulu-Gletschers und sp&#xE4;ter der Aufstieg durch den rutschigen Ger&#xF6;llhang auf einen kleineren Gipfel entlang der Route hatten mir einiges abverlangt. Besonders weil die Sonne wieder einmal unbarmherzig gebrannt hatte und Wasser in dieser staubtrockenen Umgebung Mangelware ist. Nur das bl&#xE4;ulich schimmernde Eis des unglaublich zerfurchten Gletschers hatte fl&#xFC;chtig eine ferne Erinnerung an k&#xFC;hl auf der Zunge zergehendes Wassereis geweckt. Ich musste lachen bei diesem schon fast  abstrakt anmutenden Gedankengang. Zumindest abwegig war er, betrachtete man meine Situation genauer. Tagelang war ich zu Fuss unterwegs gewesen, fern der sowieso nur &#xE4;usserst sp&#xE4;rlich vorhandenen  Zivilisation hier am n&#xF6;rdlichen Ende des Karakorum-Highways, kurz vor der Grenze nach China hin&#xFC;ber. Gen&#xFC;gend zu Essen und besonders einigermassen sauberes Trinkwasser betrachtete ich schon wahrlich als Luxus, und so war ich dann auch ganz &#xFC;berrascht, als sich hinter der n&#xE4;chsten Wegbiegung unerwartet ein glasklares Bergseelein pr&#xE4;sentierte. <br>Sogleich war klar, dass ich meinen Platz f&#xFC;r die kommende Nacht gefunden hatte. Es war zwar noch nicht sehr sp&#xE4;t, doch einen solch luxuri&#xF6;sen und zudem noch traumhaft sch&#xF6;nen Biwakplatz konnte ich mir unm&#xF6;glich entgehen lassen. Ganz besonders die Aussicht auf ein Bad hatte es mir angetan, etwas, das ebenfalls schon viel zu lange zur&#xFC;ck lag. <br>Keine Stunde sp&#xE4;ter lag ich frisch gewaschen auf meiner ausgebreiteten Wolldecke und liess mich von den letzten Strahlen der Abendsonne trocknen. Der Benzinkocher schnurrte leise vor sich hin, vor mir dampfte bereits eine Tasse Tee und auch der Reis m&#xFC;sste bald gar sein. Ich freute mich auf das Essen, das wie meist am Abend aus einem Topf Reis verfeinert mit einem Bouillonw&#xFC;rfel bestand, denn der heutige Fussmarsch hatte meinen Appetit geweckt. Um so gr&#xF6;sser war die Entt&#xE4;uschung, als ich den Reis schliesslich probierte und dieser gelinde ausgedr&#xFC;ckt ziemlich eigenartig und nicht besonders appetitlich schmeckte. Auch den Schluck Tee, der eigentlich zum Sp&#xFC;len gedacht war, h&#xE4;tte ich beinahe wieder ausgespuckt. 'Was ist denn nun los?' fragte ich mich und zweifelte schon fast an meinen Kochk&#xFC;nsten. In diesem Moment sah ich am gegen&#xFC;berliegenden Seeufer zwei Knaben auftauchen und schnell n&#xE4;her kommen. So stellte ich den Topf mit Reis erst einmal unauff&#xE4;llig zur Seite und versuchte vorsichtig einen weiteren Schluck Tee, jedoch nur um mich noch v&#xF6;llig von seiner Ungeniessbarkeit zu &#xFC;berzeugen. <br>Schliesslich standen die beiden Jungs vor mir und musterten mich eingehend mit grossen Kinderaugen. In bruchst&#xFC;ckhaftem Englisch erkl&#xE4;rten sie mir wo sich das Haus ihrer Eltern befinde und dass sie vor Einbruch der Dunkelheit nochmals nach ihren Tieren auf der nahegelegenen Weide schauen mussten. Viel mehr interessierte sie aber nat&#xFC;rlich, woher ich kam, was ich so vorhatte und so weiter. Erst nach l&#xE4;ngerem Gespr&#xE4;ch machte ich schliesslich eine Bemerkung &#xFC;ber den seltsamen Geschmack des Seewassers und erfuhr auch gleich die Ursache daf&#xFC;r. 'Water no good, sir. Water salty!' erkl&#xE4;rte mir der &#xC4;ltere der Beiden mit ernster Miene. Jetzt war nat&#xFC;rlich alles klar und ich fragte mich schon, wieso ich nicht selbst auf diese Idee gekommen war. Schliesslich bot er mir auch an, in der N&#xE4;he gutes Trinkwasser zu holen, ein Angebot das ich meinen m&#xFC;den Beine gedenkend schlecht abschlagen konnte. Wenig sp&#xE4;ter goss ich eine frische Tasse Tee auf und brachte Wasser f&#xFC;r eine weitere Portion Reis zum Kochen. Die Knaben verabschiedeten sich bald darauf, jedoch erst nachdem sie mich ausdr&#xFC;cklich vor den im See wohnhaften D&#xE4;monen gewarnt und mich mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie zuvor angewiesen hatten, mein Nachtlager ein St&#xFC;ck weiter vom Wasser weg zu verschieben. <br><br>Eigentlich z&#xE4;hle ich mich selbst ja nicht zur &#xE4;ngstlichen oder abergl&#xE4;ubischen Sorte Menschen, doch an diesem Abend folgte ich dem Ratschlag der Beiden und verbrachte dann auch eine ungest&#xF6;rte Nacht...<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Die Tour in Bildern &#x2014; Schweizer Alpen, Switzerland</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Mon, 22 Aug 2005 10:10:00 -0400</pubDate>
    <description>Eine Tour mit dem Velo und zu Fuss durch die Schweizer Alpen.</description>
    <content:encoded><![CDATA[
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            <tr><td valign="top" align="center">
                <div style="width:250px; border:2px solid #eeeeee;"><a href="http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/roman/bike_n_hike_05/1122820140/tpod.html">Jump to the full <br />entry &amp; travel map</a></div><br />
            </td></tr>
        </table>
        <b>Schweizer Alpen, Switzerland</b><br /><br />Diese Bilder sollen einen kleinen Eindruck meiner Tour vermitteln...<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Warum Reisen &#x2014; Thun, Switzerland</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Mon, 06 Jun 2005 07:53:37 -0400</pubDate>
    <description>Warum Reisen - Gedanken zu Ursachen und
Gr&#xFC;nden</description>
    <content:encoded><![CDATA[
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            <tr><td valign="top" align="center">
                <div style="width:250px; border:2px solid #eeeeee;"><a href="http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/roman/warum_reisen/1113225300/tpod.html">Jump to the full <br />entry &amp; travel map</a></div><br />
            </td></tr>
        </table>
        <b>Thun, Switzerland</b><br /><br />Um der Frage nach den Beweggr&#xFC;nden f&#xFC;r meine Reisen auf den Grund zu gehen, habe ich auf meine bisherigen Touren zur&#xFC;ckgeblickt und versucht herauszufinden, was mir dabei jeweils am Wichtigsten war.<br><br>Folgende Punkte sind dabei herausgekommen:<br><br>- Natur erleben<br><br>- andere Kulturen und Lebensweisen kennen lernen<br><br>- k&#xF6;rperliche Leistung, Grenzerfahrung<br><br>- Zeit und Raum erleben<br><br>- Neugierde und Entdeckerlust stillen<br><br><br><br>Zu 1. Natur erleben:<br><br>Die Natur hat f&#xFC;r mich einen sehr hohen Stellenwert. Sie ist mir schon fast heilig; wenn ich an etwas glauben soll, dann an die Natur. Sie ist der Ursprung allen Lebens, die Sch&#xF6;pferkraft, das Leben selbst. Es gibt nichts Urspr&#xFC;nglicheres und Elementareres als die Natur an sich.<br> <br>Leider vergessen das immer mehr Menschen in unserer &#xFC;berzivilisierten Kultur. Lange Zeit war mir ihre Bedeutung auch zu wenig bewusst. Erst bei meinen Reisen nach Kanada und Alaska sp&#xFC;rte ich, wie sehr mich der reine und urspr&#xFC;ngliche Zustand der Natur fasziniert. Kein Wunder, dass man bei uns in Mitteleuropa den Stellenwert der Natur gerne vergisst, da man kaum mehr einen Flecken unber&#xFC;hrte Natur findet! Unber&#xFC;hrt und urspr&#xFC;nglich sollte sie sein, damit man die ihr eigene Logik und Vollkommenheit erkennen kann, und sich nicht bloss das Handeln des Menschen darin wiederspiegelt! <br><br>Es &#xFC;berkommt mich jeweils grosse Ehrfurcht, wenn ich mich durch die Natur bewege. Ein &#xE4;hnliches Gef&#xFC;hl der Spiritualit&#xE4;t &#xFC;berkommt mich, wie es ein Gl&#xE4;ubiger in einem Tempel versp&#xFC;rt. Die N&#xE4;he zu Gott, zu einer h&#xF6;heren Macht, zur Sch&#xF6;pferkraft. Dabei werden W&#xE4;lder zu Kathedralen und Sonnenunterg&#xE4;nge zum Gebet.<br>Das Bewusstsein der eigenen Winzigkeit und Verg&#xE4;nglichkeit und schliesslich Dankbarkeit, hier sein zu d&#xFC;rfen und von der Natur geduldet zu werden. <br><br>2. Andere Kulturen und Lebensweisen kennen lernen:<br><br>Wir Europ&#xE4;er oder Bewohner der westlichen Welt allgemein halten uns gerne f&#xFC;r etwas Besonderes. Wir glauben uns vom Rest der Welt abzuheben durch unseren vermeintlich selbst geschaffenen Wohlstand der aus unserer geistigen und kulturellen &#xDC;berlegenheit resultiert.<br>Wer einmal den Lauf der Geschichte genauer betrachtet wird bald feststellen, dass dies nur eine vor&#xFC;bergehende Zeiterscheinung ist. Lange geh&#xF6;rte Europa zu den am wenigsten entwickelten Regionen, w&#xE4;hrend in vielen anderen Teilen der Erde schon &#xFC;berragende Kulturen aufbl&#xFC;hten die ein Wissen hervorbrachten, das dem unseren um Jahrhunderte voraus war. W&#xE4;hrend Europa noch in Barbarei und Kriegsgreuel versank, errechneten in anderen Kulturen Astronomen schon die Umlaufbahnen der Planeten und pr&#xE4;sentierten wissenschaftliche Erkenntnisse, die bis heute ihre G&#xFC;ltigkeit bewahrt haben. Andere Kulturen entwickelten die Schrift und andere Formen der Kommunikation, studierten die Logik der Architektur und errichteten gewaltige Bauwerke, oder fr&#xF6;nten sich den geistigen Wissenschaften.<br>F&#xFC;r mich ist unumstritten, dass unsere f&#xFC;hrende Position in der Entwicklung nur ein momentaner, ein vor&#xFC;bergehender Zustand in einem dynamischen Prozess ist. <br>So viel zum Stand unserer geistigen und technischen Entwicklung. <br>Ein anderer Aspekt, der in unserer sogenannt zivilisierten Welt gerne vergessen wird, ist derjenige der Menschlichkeit. Es mag zwar zutreffen, dass in unserer Kultur die Rechte des Menschen gesch&#xFC;tzt sind und verteidigt werden. Verbrechen gegen die Humanit&#xE4;t finden nur noch in den sogenannt unterentwickelten und wenig zivilisierten Teilen der Welt statt. Dabei vergessen wir leider meist, dass solche Verbrechen meist von oben diktiert sind, hervorgerufen durch eigenn&#xFC;tzige Politiker und machthungrige Herrscher. <br>Dass die Menschen in jenen Gesellschaften einen meist viel menschlicheren Umgang untereinander pflegen als bei uns &#xFC;blich, wissen nur die Wenigsten. Oft sind solche Umgangsformen so tief in ihrer Kultur verwurzelt, dass sie richtiggehend zu Gesetzen geworden sind. Gastfreundschaft ist so eines. Bei uns ein schon halb vergessenes Gut, in vielen anderen Kulturen nicht nur gross geschrieben sondern viel mehr eine absolute Selbstverst&#xE4;ndlichkeit. <br><br>So bin ich zur &#xDC;berzeugung gelangt, dass wir von anderen Kulturen sehr viel lernen k&#xF6;nnen und versuche diesen Lernprozess wenigstens f&#xFC;r mich pers&#xF6;nlich umzusetzen.<br><br><br>3. K&#xF6;rperliche Leistung und Grenzerfahrungen<br><br>Bewegung bedeutet f&#xFC;r mich Leben. Unser ganzes Leben ist ein Prozess, eine Entwicklung, etwas sich st&#xE4;ndig ver&#xE4;nderndes, ist in steter Bewegung. Wer stehen bleibt, wer sich nicht mehr weiter entwickelt, hat mit sich und seinem Leben schon so gut wie abgeschlossen.<br><br>Ich muss mich selbst und meinen K&#xF6;rper sp&#xFC;ren um festzustellen, dass ich &#xFC;berhaupt bin. Immer wieder, t&#xE4;glich neu. Erst durch die Bewegung finde ich zu mir selbst. <br><br>Ein anderer wichtiger Effekt, den l&#xE4;nger dauernde und gleichf&#xF6;rmige Bewegung auf mich aus&#xFC;bt, ist vergleichbar mit dem Zustand der Meditation. Wenn ich auf dem Fahrrad sitze oder durch die Gegend wandere oder jogge, dann gelingt es mir sehr einfach, komplett abzuschalten und in mich zu gehen. Ich kann meinen Gedanken freien Lauf lassen oder noch wertvoller, gar nichts denken und einfach sein. Ich sp&#xFC;re regelm&#xE4;ssig, wie sehr ich solche Phasen des Gehenlassens brauche, sie sind f&#xFC;r mich wie Pausen und ein tiefes Durchatmen des Geistes.<br><br>Ein anderer massgeblicher Aspekt im Zusammenhang mit Bewegung und Leistung sind f&#xFC;r mich k&#xF6;rperliche Grenzerfahrungen, das Ausloten meiner eigenen Grenzen. Schon unz&#xE4;hlige Male habe ich die vermeintliche Grenze meiner k&#xF6;rperlichen Leistungsf&#xE4;higkeit &#xFC;berschritten und damit weiter nach oben verschoben, und trotzdem habe ich die wahre Limite bisher nie erreicht. Kann man auch fast nicht, denn die logische Kosequenz davon w&#xE4;re ein v&#xF6;lliger Zusammenbruch. Doch es tut gut zu sehen, wie sehr sich diese Grenze dehnen und immer noch weiter strecken l&#xE4;sst. Das Wissen darum und das damit einhergehende Vertrauen in meinen K&#xF6;rper und meinen Geist schenkt mir die Sicherheit, mit praktisch jeder Situation umgehen zu k&#xF6;nnen. Ein herrliches Gef&#xFC;hl von Selbstvertrauen und innerlicher St&#xE4;rke! <br>Damit hat sich auch meine Sicht der Dinge grundlegend ver&#xE4;ndert. Vermeintlich aussichtslose Probleme im Alltag schrumpfen durch das Wissen um die eigene Belastbarkeit zu Kleinigkeiten oder zumindest l&#xF6;sbare Schwierigkeiten<br><br>Ein netter Effekt in solchen Situationen ist h&#xE4;ufig die erh&#xF6;hte Aussch&#xFC;tung von Hormonen wie Adrenalin oder Endorphinen. Die daraus resultierenden Gl&#xFC;cksgef&#xFC;hle k&#xF6;nnen unbestritten s&#xFC;chtig machen, doch es bloss als Suche nach dem gewissen Kick abzutun, w&#xE4;re zu banal. Ich sehe es eher als eine Art Belohnung f&#xFC;r geleistete Anstrengungen<br><br><br>4. Zeit und Raum erleben<br><br>Gerne spricht man heutzutage von der 'Small World', davon, wie klein die Erde seit der Technologisierung geworden ist. Schnelle Reisemittel und weltumspannende Kommunikationsm&#xF6;glichkeiten haben die Welt zumindest in unserer Vorstellung schrumpfen lassen und erm&#xF6;glichen es uns, mit Leuten aus jedem Erdteil in Echtzeit zu kommunizieren oder gar innerhalb verh&#xE4;ltnism&#xE4;ssig kurzer Zeit selbst dahin zu reisen. <br>In Wahrheit ist unser Globus jedoch so riesig und weitl&#xE4;ufig geblieben wie eh und je. Gl&#xFC;cklicherweise, denn so ist es uns auch heute noch m&#xF6;glich, seine wahren Ausmasse zu ermessen und nicht bloss eine abstrakte Vorstellung von Gr&#xF6;sse (oder eben 'Kleinheit') vermittelt zu bekommen.<br>Ich bin der Meinung, dass man nur eine echte Vorstellung von der Entfernung zwischen zwei Punkten erh&#xE4;lt wenn man die Distanz erlebt, sie also am Besten aus eigener Kraft zur&#xFC;cklegt. Nur so erkennt man die wahren Dimensionen und kann sich &#xFC;berhaupt eine reale Vorstellung von Raum, und damit verbunden von Zeit machen. <br><br>Langsamkeit bedeutet auch eine Zunahme an Intensit&#xE4;t. Man hat Zeit, sich mit kleinen Dingen auseinander zu setzen und feine Ver&#xE4;nderungen zu sp&#xFC;ren. Man muss die Welt um sich herum physisch sp&#xFC;ren, so wie man auch die Entfernung physisch sp&#xFC;ren muss um sie zu verstehen. Wenn man sich gegen die Umwelt abschottet und nur noch in einer k&#xFC;nstlichen Welt lebt, erf&#xE4;hrt man auch nur wenig &#xFC;ber ihr wahres Wesen. Man betrachtet sie nur von aussen, immer aus einer sicheren Entfernung, und verwehrt sich so den tieferen Einblicken. So f&#xFC;hrt Langsamkeit schliesslich zu Tiefblicken und damit Verst&#xE4;ndnis f&#xFC;r unsere Umgebung. <br><br>&#xC4;hnlich wichtig erachte ich auch die Einfachheit beim Reisen. Die Erlebnisse und Erfahrungen sind ungleich intensiver, wenn man auf unn&#xF6;tigen Komfort verzichtet und sich auf die elementaren Bed&#xFC;rfnisse beschr&#xE4;nkt. Unsere abgestumpften Sinne erwachen zu neuem Leben wenn sie wieder einmal intensive Reize sp&#xFC;ren. Sei es Hitze oder K&#xE4;lte, Durst, Hunger oder eine von zahlreichen anderen Empfindungen, die wir in unserer wohlbeh&#xFC;teten Umgebung immer seltener antreffen. Wir haben es mit unserer Technologisierung geschafft, die Umwelteinfl&#xFC;sse und Gesetzm&#xE4;ssigkeiten der Natur fast vollst&#xE4;ndig zu umgehen, meiner Meinung nach nicht nur zu unserem Besten. <br><br>5. Neugierde und Entdeckerlust stillen<br><br>Zwar h&#xF6;rt und liest man &#xFC;ber viele Orte der Welt, fremde L&#xE4;nder und Kulturen werden einem im Fernsehen, in Zeitschriften oder auf Internetseiten gezeigt und n&#xE4;her gebracht. Ein Bild wird produziert, je nach Autor mehr oder weniger realistisch und vollst&#xE4;ndig, jedoch nie der Wirklichkeit entsprechend. Der Prozess des Schreibens, Erz&#xE4;hlens oder Wiedergebens im Allgemeinen zwingt zur Reduktion, und Reduktion wiederum bedingt das Ausw&#xE4;hlen des (hoffentlich) Wichtigen und das Weglassen der als weniger wichtig eingestuften Informationen.<br><br>Schon l&#xE4;nger habe ich festgestellt, dass ich mir erst wirklich eine Vorstellung, ein Bild von etwas machen kann, wenn ich es auch selbst erlebt habe. Erfahrungen sind etwas Zentrales in meinem Leben, mit Betonung auf eigene, auf selbst gemachte Erfahrungen. Es versteht sich von selbst, dass dies nicht nur gute Erlebnisse einschliesst, ganz im Gegenteil. Es ist ja allgemein bekannt, dass man aus Fehlern und weniger guten Entscheiden am Meisten lernt, und meist brauche ich solche Erfahrungen am eigenen Leib, bis ich etwas wirklich glauben, etwas als Tatsache akzeptieren kann. <br><br><br>Manchmal w&#xFC;nsche ich mir, ich h&#xE4;tte in einer fr&#xFC;heren Zeit gelebt, als noch die ber&#xFC;chtigten weissen Stellen auf der Landkarte existierten und man als Entdecker in die Geschichte eingehen konnte. Gerne w&#xFC;rde ich noch unbekanntes Terrain entdecken und erforschen und das Wissen um Orte, die kaum ein anderer Mensch kennt oder jemals betreten hat, fasziniert mich immer wieder aufs Neue.<br>Gleichzeitig habe ich aber auch gelernt, dass man jeden Teil der Erde, jede noch so bekannte Ecke direkt vor der eigenen Haust&#xFC;re f&#xFC;r sich selbst immer wieder neu entdecken kann. Zwar m&#xF6;gen es keine Entdeckungen von Bedeutung f&#xFC;r die Menscheit sein und nicht dazu reichen, den eigenen Namen in die Geschichte eingehen zu lassen, doch darum geht es auch nicht. Meine Unternehmen waren nie von der zweifelhaften Absicht motiviert gewesen, damit ber&#xFC;hmt  zu werden oder mir durch etwas noch nie Dagewesenes einen Namen zu verschaffen.<br>Wer mit offenen Augen durch die Welt reist, wird sich immer als Entdecker f&#xFC;hlen und macht ja auch tats&#xE4;chlich neue Erfahrungen und Entdeckungen, wenn auch einfach f&#xFC;r sich selbst.<br><br>So ist eine Reise jedesmal ein Aufbruch ins Unbekannte, und genau dieses Unbekannte wirkt wie ein unwiderstehlicher K&#xF6;der, n&#xE4;mlich dass man seinen Reizen erliegt und und dann manchmal nicht mehr rational nachvollziehbar handelt.<br><br>Oder mit einem sch&#xF6;nen Zitat ausgedr&#xFC;ckt: Adventure is the shiny lure spinning through the water. We are the fish chasing the dazzling bait. And the bait - adventure - can be almost anything. <br>(Bike magazine)<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Istrienrundfahrt &#x2014; Istrien, Croatia</title>
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    <pubDate>Mon, 11 Apr 2005 06:55:54 -0400</pubDate>
    <description>Eine kurzfristig geplante Velotour von
der Schweiz durch Italien nach
Kroatien und wieder zur&#xFC;ck.</description>
    <content:encoded><![CDATA[
        <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="10" align="right" width="250">
            <tr><td valign="top" align="center">
                <div style="width:250px; border:2px solid #eeeeee;"><a href="http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/roman/bike_croatia_04/1105047240/tpod.html">Jump to the full <br />entry &amp; travel map</a></div><br />
            </td></tr>
        </table>
        <b>Istrien, Croatia</b><br /><br />Frisch ausgeruht und voller Tatendrang mache ich mich an die n&#xE4;chste Etappe. Der Wetterbericht meldet nur Gutes f&#xFC;r die kommenden Tage, und so kann ich meine geplante Route durch die Dolomiten fortsetzen. Auf dem Campingplatz habe ich mir noch den besten Weg erkl&#xE4;ren lassen, um die Hauptstrassen m&#xF6;glichst vermeiden zu k&#xF6;nnen. <br>Bald schon steigt die alte und unbefahrene Strasse durch eine atemberaubende Schlucht immer steiler an, und schliesslich muss ich mein Gef&#xE4;hrt sogar ein St&#xFC;ck weit schieben. Etwas das ich grunds&#xE4;tzlich sehr ungern tue (nur Weicheier und so...!), doch mein durch den Regen zus&#xE4;tzlich erschwertes Gep&#xE4;ck entschuldigt Vieles. Immerhin wird das Wetter schnell besser, wenn auch k&#xFC;hl, und so geniesse ich w&#xE4;hrend den folgenden Tagen die spektakul&#xE4;re Landschaft der Dolomiten mit ihren steilen Berggipfeln in besonderem Masse. Als Bergsteiger und Kletterer waren mir all die Namen wie 'Rosengarten', 'Marmolada', und so weiter schon lange ein Begriff gewesen, doch hatte ich sie bisher nur von Abbildungen her gekannt. Entsprechend genoss ich die Ausblicke von den jeweiligen Passh&#xF6;hen auf zahlreiche namhafte Gipfel, und die anschliessenden rasanten Abfahrten liessen die M&#xFC;hen des Aufstiegs rasch vergessen.<br><br>Viel zu bald schon f&#xFC;hrt die Strasse nur noch talabw&#xE4;rts, und nach einer letzten sehenswerten Schlucht quer durch den 'Parco Nazionale delle Dolomiti' verlasse ich die Alpen endg&#xFC;ltig und gelange in das Flachland Norditaliens. Das Fahren ist pl&#xF6;tzlich so unbeschwert und die Tageskilometer steigen rasant, doch gleichzeitig hat auch der Verkehr massiv zugenommen. Erst jetzt merke ich, wie menschenleer die Strassen in den Alpen gewesen sind, w&#xE4;hrend ich mich nahe an den Strassenrand dr&#xE4;nge um m&#xF6;glichst kein Hindernis f&#xFC;r die heranbrausenden Lkws darzustellen. Lieber schmal machen als platt gemacht werden...!<br><br>Schon am &#xFC;benachsten Tag erreiche ich gerade noch bei Einbruch der Dunkelheit nach einer Etappe von &#xFC;ber 140 km L&#xE4;nge das Meer. Ich freue mich riesig, wieder einmal am Mittelmeer zu sein. Die Fahrt der vorerst noch flachen K&#xFC;ste mit ihren zahlreichen Lagunen entlang wird ein besonderer Genuss, da die Temperaturen tags&#xFC;ber bei etwa 20&#xB0;C liegen und ich sogar noch eine Weile im T-Shirt radeln kann. <br><br>Erst kurz vor Trieste wird die K&#xFC;ste unvermittelt schroff und felsig, und von nun an geht es meist so weiter. Nicht immer ganz so felsig, doch zumindest ist die Landschaft von nun an sehr h&#xFC;gelig, wie ich bald bemerken muss, nachdem ich mich von Trieste verabschiedet habe und nach einem kurzen Abschnitt durch Slowenien schliesslich die kroatische Grenze passiere. Die Strasse f&#xFC;hrt best&#xE4;ndig auf und ab, meist entweder durch dichten Mischwald oder dann entlang zahlreicher Rebberge und Olivenhaine. Von wegen Oliven: Ich freute mich schon als ich bemerkte, dass die Oliven gerade reif sind und schwelgte schon in der Vorstellung, zwischendurch ein paar Oliven frisch vom Baum geniessen zu k&#xF6;nnen. Doch zu fr&#xFC;h gefreut! Kaum habe ich mir die erste schwarze Frucht in den Mund gesteckt, spucke ich sie auch schon wieder aus und bringe den ganzen restlichen Tag den bitteren Geschmack nicht mehr aus dem Mund. Die Lehre daraus: Frische Oliven sind absolut ungeniessbar! Scheinbar werden die darin enthaltenen Bitterstoffe erst durch das Einlegen im &#xD6;l so weit neutralisiert, dass man sie geniessen kann...<br><br>Kroatien hat noch aber noch andere Eigenheiten zu bieten. So staune ich nicht schlecht, als ich die tiefrote Farbe der Erde bemerke, die f&#xFC;r den kr&#xE4;ftigen Geschmack der Trauben bzw. des daraus hergestellten Weines verantwortlich sein soll. Richtig fettig - lehmige rote Erde, wie ich sie in dieser Art noch nie gesehen habe. Noch mehr staune ich aber, als der kleine Feldweg, dem ich folge, sich immer mehr in eine Piste quer durch eine Wiese und eben solche farbenpr&#xE4;chtige Erde verwandelt. Kaum kommen meine Pneus mit der feuchten Masse in Kontakt, geht sofort &#xFC;berhaupt nichts mehr. Die Erde hat die Konsistenz von z&#xE4;hem Beton und verklebt innert k&#xFC;rzester Zeit die Pneus, Bremsen und alle anderen Teile, die damit in Ber&#xFC;hrung kommen! Mir bleibt nichts anderes &#xFC;brig, als abzusteigen und das Fahrrad bis zur n&#xE4;chsten Strasse zu schieben, w&#xE4;hrend ebenfalls ganze Klumpen an meinen Schuhen haften bleiben. Gl&#xFC;cklicherweise bemerkt mich ein &#xE4;lterer Herr, wie ich erfolglos versuche, mein Velo wieder fahrt&#xFC;chtig zu kriegen. Schnell ist der Gartenschlauch hervor geholt, und mit Hilfe des Wasserstrahls und einer groben B&#xFC;rste ist dem roten Elend schnell Abhilfe geschaffen. Anschliessend an diese Putzaktion werde ich von dem freundlichen Herrn noch zu einem Gl&#xE4;schen Schnaps eingeladen, und erst als ich auch noch seinen hausgemachten Wein probiert habe, l&#xE4;sst er mich schliesslich weiterfahren. Und dies vormittags um knapp zehn Uhr...! Verst&#xE4;ndlich, dass ich mich danach ziemlich beschwingt wieder auf den Weg mache...<br><br>Auch sonst geniesse ich das Velofahren in Kroatien sehr, denn auf den kleineren Strassen der K&#xFC;ste entlang gibt es meist nur wenig Verkehr. Oft fahre ich an kilometerlangen Campingpl&#xE4;tzen vorbei, die jetzt zwar alle ausgestorben sind, mich aber vermuten lassen, wie es hier in der Hochsaison aussehen kann. M&#xF6;glicherweise liegt es ebenfalls an der Jahreszeit, dass mir die Leute allgemein einen sehr entspannten und offenen Eindruck machen, w&#xE4;hrend sie selbst der Uferpromenade entlang schlendern oder in einem der zahlreichen Cafes sitzen.<br><br>Nach nur ein paar wenigen Tagen habe ich die Halbinsel Istrien schon umrundet. Ich &#xFC;berlege schon, ob ich noch weiter der K&#xFC;ste entlang s&#xFC;dw&#xE4;rts fahren soll, doch entscheide ich mich schliesslich f&#xFC;r den Heimweg. Das Wetter hat sich wieder verschlechtert und auf dem K&#xFC;stengebirge liegt der Schnee schon bis weit hinunter. Zudem bin ich schon bald zwei Wochen unterwegs und so langsam sollte ich wieder mal nach Hause und mich um einen Job und andere Notwendigkeiten k&#xFC;mmern.<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Kanutour auf dem Melozi River &#x2014; Melozitna River, Alaska, United States</title>
    <link>http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/roman/ak_winter_1999/926712900/tpod.html</link>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Mon, 11 Apr 2005 06:49:27 -0400</pubDate>
    <description>Ein langer und kalter Winter in einer
abgelegenen Blockh&#xFC;tte in Zentralalaska
sowie eine Kanutour auf dem Melozitna Ri</description>
    <content:encoded><![CDATA[
        <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="10" align="right" width="250">
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        <b>Melozitna River, Alaska, United States</b><br /><br />Irgendwann w&#xE4;hrend des langen Winters wurde die Idee f&#xFC;r eine weitere Kanutour auf einem abgelegenen Fl&#xFC;sschen geboren, und so machten wir uns bald daran, Karten zu studieren und von Einheimischen Informationen und Meinungen einzuholen. Informationen waren zumindest &#xFC;ber den oberen Teil des Flusses kaum brauchbare zu finden, nur einige &#xE4;ltere Indianer erinnerten sich noch vage, wie ihre V&#xE4;ter fr&#xFC;her gelegentlich dort draussen Biber gejagt hatten. &#xDC;ber den Unterlauf und seine Stromschnellen konnte uns der lokale Pilot immerhin recht detaillierte Angaben machen, da er schon einige Male Leute mit Rafts auf diesem Fluss abgesetzt hatte.<br>Daf&#xFC;r bekamen wir umso mehr verschiedene Meinungen betreffend der Machbarkeit unseres Vorhabens zu h&#xF6;ren, die nat&#xFC;rlich alles von 'unm&#xF6;glich' bis hin zu 'no problem' einschlossen. Besonders die Wanderung zum geplanten Startpunkt schien ein gr&#xF6;sseres Problem darzustellen, wenn nicht die gr&#xF6;sste Schwierigkeit &#xFC;berhaupt. Ungef&#xE4;hr 100 km weglose und nasse Tundra standen uns bevor, mit einigen gr&#xF6;sseren Wasserl&#xE4;ufen dazwischen und teilweise sicherlich auch noch Stellen mit Altschnee vom Winter.<br><br>Schon w&#xE4;hrend des Winters erstanden wir im Dorf ein Kanu, und zogen dieses relativ m&#xFC;helos hinter dem Schlitten her zum Slokenjikh Creek hinaus, von wo aus wir die Tour zum Melozi River hinunter und weiter bis zur M&#xFC;ndung in den Yukon beginnen wollten. Zusammen mit einem grossen Sack voll Essen wurde dieses dort hoch in die Luft geh&#xE4;ngt, denn so langsam w&#xFC;rden die B&#xE4;ren aus ihrem Schlaf erwachen und bestimmt einen enormen Appetit mitbringen.<br><br>Nun standen wir also wieder auf dem H&#xFC;gel ausserhalb des Dorfes, wo die Strasse endete und  in den Schlittentrail zum Tozi hinaus &#xFC;berging. Tom, ein Freund aus Tanana, hatte uns noch dort hinauf gefahren und w&#xFC;nschte uns nun zum Abschied alles Gute, als wir uns mit schwer beladenen Rucks&#xE4;cken auf den Weg machten. <br>Bald gerieten wir immer &#xF6;fter in grosse Schneefelder und sanken oft h&#xFC;fttief in der weichen Masse ein. Wie viel einfacher doch das Vorw&#xE4;rtskommen mit Hunden und Schlitten gewesen war!<br>Nach drei langen Tagen erreichten wir schliesslich Toms Blockh&#xFC;tte, die sich weiter flussabw&#xE4;rts ebenfalls am Tozi befand. Er hatte uns erlaubt, in seiner H&#xFC;tte zu wohnen, w&#xE4;hrend wir warten wollten bis das Eis auf dem Fluss aufbricht. Dies sollte ein riesiges Spektakel sein, wenn sich der meterdicke Eispanzer in Form von tonnenschweren Eisbrocken verabschiedet. Zumindest meistens, leider aber nicht diesen Fr&#xFC;hling. Nachdem wir ganze drei Wochen in jener H&#xFC;tte ausgeharrt hatten, verabschiedete sich das Eis nach und nach v&#xF6;llig unspektakul&#xE4;r. Der Fr&#xFC;hling hatte einfach zu z&#xF6;gerlich eingesetzt, als dass der gesamte Fluss auf einen Schlag aufgebrochen w&#xE4;re.<br>So machten wir uns einigermassen entt&#xE4;uscht wieder auf den Weg und wanderten weitere drei Tage durch endlos erscheinende Tundraebenen.<br>Zu unserer grossen Erleichterung hing das Boot und die Vorr&#xE4;te noch immer sicher in den B&#xE4;umen und war bald startklar gemacht. Das vorerst noch winzige Fl&#xFC;sschen pr&#xE4;sentierte sich enorm abwechslungsreich und spannend. Hinter fast jeder der unz&#xE4;hligen Biegungen erwartete uns eine neue &#xDC;berraschung: Elchk&#xFC;he mit ihrem Neugeborenen, von denen uns eine fast attakierte, Scharen von Bibern, G&#xE4;nsen und anderen Wasserv&#xF6;geln, und einige Male auch Hindernisse wie eine Barrikade aus Eisplatten oder umgest&#xFC;rzte Tannen quer &#xFC;ber den Bach.<br><br>Dank der grossen Mengen Schmelzwasser war die Str&#xF6;mung recht kr&#xE4;ftig und so erreichten wir schon nach wenigen Tagen den Melozi River, wo das Tempo sp&#xFC;rbar abnahm. Besonders aber die unz&#xE4;hligen Windungen des stark m&#xE4;andrierenden Flusses liessen uns manchmal glauben, wir bewegten uns kaum vom Fleck. Irgendwie wollten die Berge in der Ferne einfach nicht n&#xE4;herkommen... Eigentlich st&#xF6;rte uns das aber wenig, da wir gerne m&#xF6;glichst viel Zeit an diesem einsamen Fluss verbringen wollten. Bald mussten wir aber feststellen, dass wir uns beim Packen der Vorr&#xE4;te ziemlich versch&#xE4;tzt hatten und das Essen daher niemals f&#xFC;r die vorgesehene Zeit reichen w&#xFC;rde. Um die Tour deswegen nicht abk&#xFC;rzen zu m&#xFC;ssen, setzten wir erst einmal auf 'G&#xE4;nse-Di&#xE4;t', denn diese Tiere waren gerade auf dem R&#xFC;ckweg aus ihren Winterdestinationen und daher sehr zahlreich auf den Sandb&#xE4;nken entlang des Flusses versammelt. Endlich einmal waren wir richtig froh um das mitgeschleppte Kleinkalibergewehr und unsere Vorr&#xE4;te wurden so erfolgreich gestreckt.<br><br>Schliesslich erreichten wir jene Biegung des Flusses, die auf die wir schon l&#xE4;nger gewartet hatten. Auf der Karte hatten wir eine heisse Quelle etwa einen Tagesmarsch abseits des Flusses verzeichnet gefunden. Zudem waren da noch ein paar H&#xFC;tten eigetragen und auch in Tanana hatten uns schon ein paar Leute &#xFC;ber diesen verlassenen Ort Auskunft gegeben. Zuerst mussten wir aber noch einen Tag Pause einlegen, da ich seit einiger Zeit krank war und mich vor der bevorstehenden Wanderung noch ein wenig erholen musste.<br>Als wir schliesslich den Ort mit den heissen Quellen erreichten, staunten wir nicht schlecht, als wir dort ein noch komplett eingerichtetes, jedoch schon seit vielen Jahren verlassenes Ferienresort vorfanden. Immer noch &#xFC;berw&#xE4;ltigt von dem unerwarteten Luxus verl&#xE4;ngerten wir unseren Aufenthalt dort gleich um ein paar Tage, zumal sich in der K&#xFC;che sogar noch halbwegs geniessbares Essen fand, der Bach nebenan reichlich Fische hergab und besonders nat&#xFC;rlich die stundenlangen B&#xE4;der im heissen Wasser nach dem wochenlangen feucht-k&#xFC;hlen Fr&#xFC;hlingswetter mehr als willkommen waren.<br><br>Porentief sauber und halb aufgeweicht verliessen wir schliesslich den einladenden Ort und wanderten an den Melozi zur&#xFC;ck. Dort erwartete uns nach kurzer Fahrt das gr&#xF6;sste Hindernis unserer Tour, n&#xE4;mlich eine Folge von zwei gr&#xF6;sseren Stromschnellen am Eingang zu einem l&#xE4;ngeren Canyon. Die Stromschnellen bei diesem Wasserstand zu befahren w&#xE4;re gelinde ausgedr&#xFC;ckt ziemlich leichtsinnig gewesen, und so trugen wir das Kanu und die gesamte Ausr&#xFC;stung einen knappen Kilometer weit durch Wald und dichtes Geb&#xFC;sch. Nach dieser Schinderei wasserten wir das Boot schliesslich wieder und freuten uns auf den bevorstehenden Flussabschnitt mit schnellem Wasser, zahlreichen kleineren Schnellen und einer gelegentlichen kalten Dusche. Gegen Ende des Canyons bauten wir am steinigen Flussufer ein eher ungem&#xFC;tliches Camp im anhaltenden Nieselregen auf, um dort die letzte Nacht unserer Tour zu verbringen. <br>Nach einigen weiteren Stunden Paddeln am n&#xE4;chsten Tag im nun wieder tr&#xE4;ge dahinfliessenden Fluss erreichten wir dann &#xFC;berraschend die M&#xFC;ndung in den Yukon. Obwohl wir diesen Strom schon von fr&#xFC;her kannten, erschien er uns nach so langer Zeit auf einem kleineren Fluss nun doppelt so gewaltig, und so machten wir uns aufs Neue beeindruckt von seiner Gr&#xF6;sse an die &#xDC;berquerung dieser graubraunen Wassermasse, um am gegen&#xFC;berliegenden Ufer schliesslich unser Ziel, das kleine Indianerdorf Ruby zu erreichen.<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Alpenquerung &#x2014; Bozen, Italy</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Tue, 15 Feb 2005 10:21:37 -0500</pubDate>
    <description>Eine kurzfristig geplante Velotour von
der Schweiz durch Italien nach
Kroatien und wieder zur&#xFC;ck.</description>
    <content:encoded><![CDATA[
        <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="10" align="right" width="250">
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        </table>
        <b>Bozen, Italy</b><br /><br />Bei traumhaftem sp&#xE4;therbstlichem Wetter mache ich mich zusammen mit Martina auf den Weg. Das Velo, oder besser gesagt BOB, mein genialer Einradanh&#xE4;nger, ist schwer beladen und das Fahren f&#xFC;hlt sich noch etwas unsicher an. Doch vorerst geht es bequem dem Thuner- und anschliessend dem Brienzersee entlang, eine ideale Strecke um mich an das neue Fahrgef&#xFC;hl zu gew&#xF6;hnen. <br>Schon bald ist aber Schluss mit Geniessen, denn der Br&#xFC;nig als erster Pass von vielen auf meiner geplanten Strecke, fordert seinen Tribut. Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit komme ich arg ins Schwitzen, w&#xE4;hrend ich mich die scheinbar nicht enden wollenden Kehren hinaufqu&#xE4;le. Gl&#xFC;cklicherweise ist dieser Pass mit etwas &#xFC;ber 1000 m&#xFC;M. jedoch nicht sehr hoch, und so erreiche ich kurz nach Martina die Passh&#xF6;he. Erst mal kurz die Aussicht richtung Berner Alpen geniessen, und dann m&#xF6;glichst schnell weg von diesem ungem&#xFC;tlichen Ort. Die Passh&#xF6;he besteht n&#xE4;mlich haupts&#xE4;chlich aus einer grossen Strassenkreuzung, einem Bahnhof der Br&#xFC;nigbahn, einigen an den Strassenrand gequetschten Restaurants und vor allem vielen fotografierfreudigen Touristen aus allen m&#xF6;glichen L&#xE4;ndern.<br>Die Abfahrt wird schnell und stellenweise ziemlich steil, da sie meist abseits der Hauptstrasse auf Velorouten ins Tal richtung Vierwaldst&#xE4;ttersee hinunter f&#xFC;hrt. <br>Gegen Abend suchen wir uns ein einsames Pl&#xE4;tzchen zum Zelten am Alpnachersee, einem Seitenarm des Vierwaldst&#xE4;ttersees. Nach einem kr&#xE4;ftigen Abendessen verkriechen wir uns bald in die Schlafs&#xE4;cke, da mit Einbruch der Dunkelheit die Temperatur empfindlich sinkt.<br><br>Am anderen Morgen trennen sich unsere Wege schon bald. Martina muss am folgenden Tag wieder arbeiten und kehrt deshalb &#xFC;ber Luzern und das Entlebuch nach Hause zur&#xFC;ck, w&#xE4;hrend ich weiter richtung Ostschweiz radle, um noch kurz bei meinen Eltern und meinen Schwestern vorbei zu schauen. <br>Die Strecke zieht sich nochmals in die L&#xE4;nge, und erst nach weiteren zwei P&#xE4;ssen erreiche ich am sp&#xE4;teren Abend schliesslich Heiligkreuz und mein Elternhaus, wo ich erst mal richtig ausschlafe. <br><br>Den folgenden Tag verbringe ich mit weiteren Besuchen und letzten Vorbereitungen, und fahre deshalb erst tags darauf endg&#xFC;ltig los richtung Kroatien.<br>Doch sehr weit komme ich nicht, denn schon am Bodensee treffe ich als Erstes einen Kollgegen aus alten Semizeiten der mich einl&#xE4;dt, bei ihm zu &#xFC;bernachten. Nat&#xFC;rlich nehme ich das Angebot gerne an, und so ist der Oktober auch schon fast vorbei, als ich anderntags die Schweiz schliesslich richtung Arlbergpass, also Oesterreich verlasse. <br>Die Zeit dr&#xE4;ngt ein wenig, da ich nicht weiss, wie lange das best&#xE4;ndige Hochdruckwetter noch anh&#xE4;lt. Ich habe mir vorgenommen, auf dem Weg zum Mittelmeer noch m&#xF6;glichst viele P&#xE4;sse zu &#xFC;berqueren, und dies nat&#xFC;rlich lieger noch bevor sie tief zugeschneit werden. So schlage ich an diesem Nachmittag das Angebot f&#xFC;r ein weiteres Dach &#xFC;ber dem Kopf und einem warmen Bett zugunsten einiger zus&#xE4;tzlicher Kilometer aus, das mir unterwegs ein radlbegeisterter Oesterreicher angeboten hatte.<br>Mein Timing war optimal, wie einsetzender Schneefall am &#xFC;bern&#xE4;chsten Morgen auf einer weiteren Passh&#xF6;he best&#xE4;tigte. Der Schnee verwandelt sich w&#xE4;hrend der Abfahrt bald in str&#xF6;menden Regen und h&#xE4;lt auch an, als ich Merano passiere und weiter durch das Vintschgau ins S&#xFC;dtirol hinein fahre. 'Unabh&#xE4;ngige Republik S&#xFC;dtirol', wie auf den Strassenschildern jeweils ausdr&#xFC;cklich geschrieben steht... Spuren der Geschichte, die seit der Eroberung des S&#xFC;dtirols durch die Italiener im Zweiten Weltkrieg noch immer nicht verheilt sind. <br>Vorerst k&#xFC;mmert mich die historische Vergangenheit dieser Region jedoch herzlich wenig. Mehr Sorgen bereiten mir momentan kalte und nasse H&#xE4;nde, F&#xFC;sse und ebenfalls nass gewordene Kleidung in den offenbar nicht besonders wasserdichten Velotaschen. Entsch&#xE4;digt werden meine Anstrengungen jedoch durch eine sehenswerte Landschaft und kiloweise &#xC4;pfel, die ich unterwegs mit grossem Appetit verzehre. Das gesamte Tal ist eine einzige Apfelplantage, weshalb das Vintschgau treffenderweise auch 'Obstgarten des S&#xFC;dtirols' genannt wird. Stundenlang fahre ich auf kleinen Str&#xE4;sschen durch nicht enden wollende Obstplantagen und stoppe zwischendurch immer wieder mal, um mich mit den letzten verbleibenden Fr&#xFC;chten zu verk&#xF6;stigen.<br>Als ich am Abend schliesslich die Stadt Bozen erreiche, suche ich gar nicht erst lange nach einem versteckten Pl&#xE4;tzchen f&#xFC;r mein Zelt, sondern quartiere mich gleich auf dem nahen Campingplatz ein. Eine heisse Dusche ist mir heute mehr als willkommen, und auch am n&#xE4;chsten Tag bin ich froh &#xFC;ber meinen Entscheid, denn der Regen (und sogar Gewitter!) will nicht aufh&#xF6;ren und so verbringe ich den Tag in der Stadt und eine weitere Nacht auf dem famili&#xE4;ren Camping.<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Heimfahrt &#x2014; Thun, Switzerland</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Mon, 10 Jan 2005 15:24:48 -0500</pubDate>
    <description>Eine kurzfristig geplante Velotour von
der Schweiz durch Italien nach
Kroatien und wieder zur&#xFC;ck.</description>
    <content:encoded><![CDATA[
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        <b>Thun, Switzerland</b><br /><br />Die dunklen, tiefh&#xE4;ngenden Wolken &#xFC;ber dem Meer verheissen nichts Gutes. Der kr&#xE4;ftige Bora, ein typischer K&#xFC;stenwind an der Adria, l&#xE4;sst die Wellenk&#xE4;mme weiss sch&#xE4;umen. Die Stimmung ist d&#xFC;ster, so als wolle es nie richtig Tag werden. <br>Ich schenke mir eine zweite Tasse Kaffee ein und bediene mich mit einem weiteren Br&#xF6;tchen vom Buffet, in vollem Bewusstsein, dass ich damit gegen die Fr&#xFC;hst&#xFC;cksordnung der Jugendherberge verstosse, die &#xFC;berall mahnend angeschlagen ist. Die scheinen nicht gerade an uns k&#xF6;rperlich aktiven Menschen gedacht haben, wie sonst erkl&#xE4;rt man sich ein Fr&#xFC;hst&#xFC;ck vor einer langen Tagesetappe bestehend aus gerade mal einer Tasse Kaffee und einem Weissbr&#xF6;tchen...? Doch auch die paar wenigen Austauschstudenten der Uni von Trieste, die offenbar als einzige G&#xE4;ste nebst mir ein paar Betten der Jugi belegen, k&#xFC;mmern sich herzlich wenig um die gedruckten Ermahnungen, und so beruhigt sich mein schlechtes Gewissen schnell wieder. <br>Kaum habe ich begonnen, mein Gep&#xE4;ck in den Anh&#xE4;nger und auf das Velo zu verladen, fallen schon die ersten Tropfen und kurz darauf giesst es in Str&#xF6;men. Doch damit habe ich gerechnet und daher schon die Regenkleider angezogen, so dass ich bald darauf die wundersch&#xF6;n direkt am Meer gelegene Jugendherberge und damit Trieste hinter mir lasse. <br>Der Wind bl&#xE4;st mir ins Gesicht und mit ihm der kalte Regen, der l&#xE4;ngst durch meine Handschuhe, Regenkleider und die Wanderschuhe gedrungen ist und mich schnell ausk&#xFC;hlt. Ich versuche, nur die allern&#xF6;tigsten Pausen einzulegen und auch diese nur so kurz wie m&#xF6;glich zu halten, da ich sonst gleich richtig zu frieren beginne. Die Fahrt ist enorm eint&#xF6;nig, doch eigentlich st&#xF6;rt mich das gar nicht besonders. Meist folge ich einfach der Hauptstrasse richtung Milano, die auf einer L&#xE4;nge von &#xFC;ber 300 km praktisch nur geradeaus und ohne die geringste Erhebung verl&#xE4;uft, was etwa drei Tagen auf dem Velo entspricht. Einzige Abwechslung bilden ein paar historische St&#xE4;dte wie Bergamo oder Verona mit seinem eindr&#xFC;cklichen Amphitheater, ansonsten k&#xE4;mpfe ich bloss mit all den Autos und Lastwagen um ein schmales Pl&#xE4;tzchen auf der Strasse. <br>Einen Abstecher nach Venedig kam leider auch nicht in Frage, denn gerade einen Tag vor meiner geplanten Ankunft in der Lagunenstadt las ich in der Zeitung, dass Venedig in Folge der unabl&#xE4;ssigen Niederschl&#xE4;ge und des kr&#xE4;ftigen Windes &#xFC;berschwemmt sei und, sofern ich das richtig entzifferte (ich kann eigentlich gar kein Italienisch..!), sogar der Damm vom Festland zur Stadt hinaus unter Wasser sei.<br><br>So hindert mich gar nichts mehr daran, auf direktem Kurs richtung Schweiz zu fahren. Erst am dritten Tag l&#xE4;sst der Regen z&#xF6;gerlich nach, und als ich schliesslich den Gardasee und mit ihm wieder den Fuss der Alpen erreiche, kann ich schon die ersten Sonnenstrahlen geniessen. <br>Die letzten Tage meiner Tour vergehen noch wie im Flug. Das Wetter hat sich dank Nordf&#xF6;hn wieder gebessert, und nur ein heftiger Gegenwind l&#xE4;sst mich die Anstrengungen der letzten Tage noch doppelt sp&#xFC;ren. Ich lege seit &#xFC;ber zehn Tagen oder seit meinem Aufenthalt in Bozen t&#xE4;glich zwischen 70 und 130 km zur&#xFC;ck und besonders die vergangenen Tage im Regen sind jeweils lange und z&#xE4;h gewesen.<br>Doch dies ist schnell vergessen als ich den Lago Maggiore erreiche. Bei traumhaftem Wetter sitze ich in einem Gartencaf&#xE9;, schl&#xFC;rfe Espresso und l&#xF6;ffle einen grossen Becher Gelati in mich hinein. Der F&#xF6;hn l&#xE4;sst die Wellen gegen die Ufermauer branden und hoch aufspritzen. In der Ferne leuchten die frisch verschneiten Walliser Alpen in einer unwirklichen Klarheit, fast so als w&#xFC;rden sie &#xFC;ber dem See schweben. <br><br>Nach einer letzten Nacht im Schlafsack an einem winzigen Kiesstrand am See bin ich schon vor Tagesanbruch wieder auf und fahre ausnahmsweise noch in der Dunkelheit los. Ich habe schon die Schweizer Grenze passiert, als die Sonne aufgeht. Bald darauf lege ich in Locarno einen Zn&#xFC;nihalt ein, erschrecke richtig ab den helvetischen Preisen f&#xFC;r Kaffee und Schoggigipfel, und mache mich deshalb bald wieder auf den Weg. Der letzte Abschnitt meiner Reise steht in Form einer Bergetappe durch das Centovalli vor mir, bevor ich dann in Domodossola in den Zug steigen will. Mittlerweile sind die P&#xE4;sse l&#xE4;ngst eingeschneit, und ich versp&#xFC;re &#xFC;berhaupt keine Lust, mich noch durch den Schnee an den Thunersee zur&#xFC;ck zu k&#xE4;mpfen. Viel lieber geniesse ich noch den langen Anstieg durch das wilde und enge Tal, lege unterwegs einige l&#xE4;ngere Pausen ein um Marroni zu sammeln, und geniesse schliesslich den Anblick der imposanten S&#xFC;dostflanke des Monte Rosa Massivs, als ich die Passh&#xF6;he erreiche und mich damit schon wieder auf italienischem Boden befinde. Auch die letzte Abfahrt nach Domodossola hinunter ist eine wahre Freude und h&#xE4;tte gerne noch viel l&#xE4;nger sein d&#xFC;rfen...<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Abschied vom Fluss &#x2014; Yukon, Alaska, United States</title>
    <link>http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/roman/yukon_1997/874751640/tpod.html</link>
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    <pubDate>Thu, 21 Oct 2004 03:25:31 -0400</pubDate>
    <description>Kanutour auf dem Yukon River von
Whitehorse, Kanada bis zur M&#xFC;ndung in
der Beringstrasse, Alaska.</description>
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        <b>Yukon, Alaska, United States</b><br /><br />Kurz vor Mittag verliessen wir Alakanuk, nachdem wir eiligst gefr&#xFC;hst&#xFC;ckt und unsere Sachen gepackt hatten. Kein Wind regte sich, und die Sonne liess den Fluss wie einen gl&#xE4;nzenden Spiegel erscheinen. Unerm&#xFC;dlich str&#xF6;mte dieser seinem Ziel entgegen, gewaltig und tr&#xE4;ge. <br><br>Mit kr&#xE4;ftigen Schl&#xE4;gen bewegten wir das Kanu vorw&#xE4;rts. Es ging wunderbar leicht, waren doch die Bedingungen geradezu ideal.<br>Als Erstes mussten wir den Fluss &#xFC;berqueren, da sich hier die engste Stelle befand. Nur etwa zwei Kilometer waren es, bevor er sich auf mehr als f&#xFC;nf verbreiterte und schliesslich &#xFC;bergangslos mit dem<br>Meer verschmolz.<br>Das Ufer blieb bald weit zur&#xFC;ck. Die letzten H&#xE4;user von Alakanuk verschwanden nach und nach hinter dichtem Buschwerk, das wie &#xFC;blich den Fluss s&#xE4;umte. Trotzdem schien es, als r&#xFC;cke das gegen&#xFC;berliegende Ufer kein St&#xFC;ck n&#xE4;her. Irgendwie konnten wir es kaum erwarten, endlich ans Ziel unserer Reise zu gelangen, und so strengten wir uns ein letztes Mal kr&#xE4;ftig an. Die mittlerweile so gewohnten Bewegungen, die Anstrengung, das lautlose Dahingleiten; all dies versuchte ich in vollen Z&#xFC;gen zu geniessen und als bleibende Erinnerung zu bewahren.<br>Irgendwo am Himmel zog ein Schwarm G&#xE4;nse vor&#xFC;ber. Ihr mittlerweile vertrautes Gekr&#xE4;chze liess mich aus meinen Gedanken aufschrecken. Nun lagen beide Ufer in weiter Ferne und waren nur noch als schmaler, dunkler Streifen erkennbar. Die endlose, gleissende Wasserfl&#xE4;che verfloss irgendwo im leichten Dunst nahtlos mit dem Himmel. Dort wurden immer mehr schwarze Punkte sichtbar, erst nur einzelne, dann aber verbanden sie sich zu einer durchgehenden Linie und gingen schliesslich in den schmalen Uferstreifen &#xFC;ber. Abgesehen davon gab es nichts zu sehen, bloss eine grenzenlos erscheinende Fl&#xE4;che schmutzig braunen Wassers. Wir tauchten ganz ein in die Unendlichkeit dieser Landschaft, die einen so unglaublich winzig erscheinen liess.<br><br>Nach wenigen Stunden n&#xE4;herten wir uns Sheldon Point und bogen vom Hauptstrom in einen Seitenkanal ab. Kurz darauf erblickten wir weit weg einige H&#xE4;user. Im grellen Gegenlicht waren sie nur schlecht zu erkennen und glichen eher einer Luftspiegelung. Eine eigenartige Stimmung befiel uns. Da lag also unser Ziel dicht vor unseren Augen, auf das wir w&#xE4;hrend Wochen, ja Monaten hin gepaddelt waren und welches mit der Zeit eine magische Bedeutung erhielt. Einerseits freuten wir uns nat&#xFC;rlich riesig dar&#xFC;ber, dass wir es geschafft hatten, andererseits machte sich aber schon die Angst vor dem schnell n&#xE4;herkommenden Abschied vom Fluss bemerkbar. <br><br>Sheldon Point - the end of the land. Das winzige Eskimodorf an der Beringstrasse tr&#xE4;gt seinen Namen nicht zu unrecht. Man hat dort wirklich das Gef&#xFC;hl, das Land l&#xF6;se sich allm&#xE4;hlich auf und mache &#xFC;bergangslos dem Wasser Platz. Die letzten Inseln in der Flussm&#xFC;ndung ragen gerade noch einen knappen Meter &#xFC;ber den Wasserspiegel hinaus und sind dazu noch v&#xF6;llig flach, einzig bewachsen mit plattgedr&#xFC;cktem Sumpfgras. Die einzige Ausnahme bilden die Kusilvak Mountains, ein markanter Koloss von Berg, der sich in der Ferne undeutlich gegen den Himmel abzeichnete und wie ein m&#xE4;chtiges Wahrzeichen in der &#xF6;den Weite der subarktischen Tundra steht.<br>Ein Motorboot passierte uns vom Meer her und durchschnitt mit seinem Gedr&#xF6;hne brutal die fast schon sakrale Stille, die uns zuvor umgeben hatte. Im Vorbeifahren musterte uns eine Yupikfamilie neugierig und winkte uns schliesslich freundlich zu. Die Bugwelle des Motorboots liess unser Kanu wie einen Spielball auf und ab h&#xFC;pfen, w&#xE4;hrend einige Spritzer des brackigen Wassers an Bord schwappten. Kurz hinter dem Motorboot fuhren auch wir auf den schmalen Strand vor dem Dorf auf und legten die Paddel endg&#xFC;ltig aus der Hand.<br />
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    <title>Kanutrip Yukon (Fotos) &#x2014; Yukon, Alaska, United States</title>
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    <pubDate>Thu, 21 Oct 2004 02:58:27 -0400</pubDate>
    <description>Kanutour auf dem Yukon River von
Whitehorse, Kanada bis zur M&#xFC;ndung in
der Beringstrasse, Alaska.</description>
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        <b>Yukon, Alaska, United States</b><br /><br />Einige Bilder von unserer Tour...<br />
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