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<title>mart&#x27;s TravelStream&#x2122; &#x2014; Recent TravelPod.com entries</title>
<description>TravelStream&#x2122; news feed for member mart on TravelPod&#x27;s free travel blogs service</description>
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<copyright>Copyright &#xA9;2009 TravelPod.com</copyright>
<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 22:36:51 -0400</pubDate>
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    <title>The end of the world pt. I &#x2014; Las Gaviotas, Chile</title>
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    <pubDate>Mon, 20 Oct 2008 22:36:51 -0400</pubDate>
    <description>Honeymoon.</description>
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        <b>Las Gaviotas, Chile</b><br /><br />   <br />
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</item><item>
    <title>mendoza &#x2014; Mendoza, Cuyo, Argentina</title>
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    <pubDate>Mon, 20 Oct 2008 22:31:09 -0400</pubDate>
    <description>Honeymoon.</description>
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        <b>Mendoza, Cuyo, Argentina</b><br /><br />              <br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Nach 5 weiteren Monaten &#x2014; Bruxelles, Belgium</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Thu, 19 Apr 2007 16:54:48 -0400</pubDate>
    <description>Mein n&#xE4;chstes akademisches Jahr werde ich in der Hauptstadt Belgiens und der EU verbringen.
Ein weiterer bi- besser gesagt multilingualer Raum. Mitten in einem Land, das sich teilen will.</description>
    <content:encoded><![CDATA[
        <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="10" align="right" width="250">
            <tr><td valign="top" align="center">
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        <b>Bruxelles, Belgium</b><br /><br />Ja, ich bin immer noch hier. Das belgische Wetter ist weg, jetzt ist Sommer. Nie mehr der lauwarme Scherz "il fait belge". Nicht f&#xFC;r mich.<br>Ich m&#xF6;chte meine sch&#xE4;ndliche Abwesenheit kurz erkl&#xE4;ren:<br>Kein Bock, Winterdepressionen.<br>Viel Stress, um Unisachen und all die Parties und sonstigen Aktivit&#xE4;ten und Angebote zu &#xFC;berstehen.<br>Wissen um all die wirklich guten Dinge, die ihr doch lesen k&#xF6;nntet.<br>Vergesslichkeit.<br><br>Wie ist es mir nun ergangen? Ich habe das belgische Bildungssystem hassen gelernt. Was ich von Frankreich bef&#xFC;rchtet habe, ist zumindest hier wahr geworden: Frontalunterricht, und dann noch mit den h&#xE4;rtesten Pr&#xFC;fungen meines bisherigen Bildungskarrieredaseins.<br>Sonnenanbeter geworden: So grau und trostlos wie Br&#xFC;ssel war noch nie eine Stadt mit mir in sich.<br>Gr&#xFC;ne und B&#xF6;ll verachtet: Auf Konferenz im Europ&#xE4;ischen Parlament direkt mitbekommen, dass die europ&#xE4;ischen Gr&#xFC;nen von der Klima(-und-Umwelt-)schutz-nur-mit-Mehrwertschaffung-Krankhei t  befallen sie.<br>Martenstein getroffen - ein Lebenstraum hat sich erf&#xFC;llt. Mehr nur in Realit&#xE4;t oder Printmedium.<br>Viele Reisepl&#xE4;ne geschmiedet und verworfen.<br>Alle Pr&#xFC;fungen des ersten Semesters bestanden.<br>Krasse, aber weniger Parties gefeiert.<br>Meine Hispanophobie in eine Spanierfreundschaft gewandelt.<br>Sesshaftigkeit, Beh&#xE4;bigkeit, Freundlichkeit, Langeweile, Entspannung, Anspannung, Lebenskrisen, Depressivit&#xE4;t, Unsportlichkeit als Lebensinhalte ausprobiert und ansatzweise verstehen gelernt.<br>Wem das nicht reicht - schon bald bin ich wieder f&#xFC;r alle zu haben.<br>Aber jetzt geht hier die Examenszeit los - also bis zur n&#xE4;chsten gro&#xDF;en Reise vielleicht.<br>Ich lebe noch! (Bis auf Widerruf.)<br>Euer Mart :D <br>Life - a dead end?<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Valencia - Land der Orangen &#x2014; Valencia, Spain</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Fri, 09 Feb 2007 09:17:46 -0500</pubDate>
    <description>Moldau war gestern - viele neue Pl&#xE4;ne sind heute.
Hier findet ihr auch den aktuellen Bericht ueber England und Frankreich im Fruehjahr 2006! Viel Spass! =D</description>
    <content:encoded><![CDATA[
        <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="10" align="right" width="250">
            <tr><td valign="top" align="center">
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            </td></tr>
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        <b>Valencia, Spain</b><br /><br /><b>Valencia - Land der Orangen<br></b><br>Als ich im November in Br&#xFC;ssel &#xFC;ber meine Februar-Ferien nachdachte, war schnell klar: Spanien muss es sein. Die Konsultation der Ryanair-Website gab drei einfache, billige, verlockende M&#xF6;glichkeiten:<br><br>Madrid. Barcelona. Valencia.<br><br>Ich machte mir drei Lose, und zog eins f&#xFC;r den Hinflug: Valencia stand auf dem Zettel.<br><br>R&#xFC;ckflug von: Valencia... Mein Gl&#xFC;ck hat mich also hierher gelotst. <br><br>10 Tage Sonne, Abwechslung, Erholung zwischen den Studien im eigentlich gar nicht so verregneten Br&#xFC;ssel?<br><br>Direkt nach meiner letzten Pr&#xFC;fung ging der Flieger, zwei durchger&#xFC;ttelte Stunden und einen kr&#xE4;ftigen Applaus der Reisenden sp&#xE4;ter waren ich auf spanischem Festland. Mein erstes Mal... naja, noch nicht ganz: Zwei gelbstrahlende Spanier hasteten durch den dicten Regen und teilten der Crew in fliessender Muttersprache mit, es sei kein Bus f&#xFC;r uns da. Vielleicht in f&#xFC;nf Minuten. Oder in zehn? Eine Stunde sp&#xE4;ter wartete ich schon auf mein Gep&#xE4;ck, dann auf den Bus. Das alles bei feinstem belgischen Wetter. Ein breites Grinsen breitete sich &#xFC;ber mein ganzes Gesicht aus. Spanien war also auch an der Nordsee.<br><br>Direkt nach der Flugbuchung hatte ich vorbereitungshalber hospitalityclub nach Mitgliedern in Valencia durchsucht - und musste dem ersten Mitglied, dessen Profil ich sah, einfach schreiben. Sie bot mir an, die ganze Woche bei ihr zu bleiben - ein Angebot, das wohl niemand ausschlagen kann.<br><br>Laia hostete mich, und als "professionelle Tr&#xE4;umerin", als die sie sich selbst bezeichnet hatte ich vor der Reise &#xFC;berlegt, ob ich nicht lieber Cris mit einem Besuch in Stockholm &#xFC;berrasche... denn nach der urspr&#xFC;nglichen Zusage hatte sie bis kurz vor der Reise vertr&#xE4;umt, mir auch Kontaktdaten oder die Adresse zu geben.<br><br>Am Ende ging es gut, und ich liess nur kurz meine Sachen bei ihr, denn das Wochenende w&#xFC;rde auf dem Lande vonstatten gehen.<br><br>Juanjo ist ein echter Prachtkerl. Auf seinem Internetprofil ist er beim "Fr&#xFC;hst&#xFC;ck" in M&#xFC;nchen abgebildet - mit zwei Mass Bier in den H&#xE4;nden. Freitag abend begr&#xFC;sste er mich und ein franz&#xF6;sisches P&#xE4;rchen am Bahnhof von Algemes&#xED;, 30 Zugminuten von Valencia entfernt, und fuhr mit uns zu seiner Wohnung am Meer, in Cullera. Die Franzosen waren witzig, er ein Strassenk&#xFC;nstler, der Geld ablehnt und sich deshalb von anderen einladen l&#xE4;sst. Sie eine arbeitslose Soziologin. Beide cool drauf, zu viert gingen wir Spanisch essen, Juanjo klingelte den Besitzer eines Krippenspiels aus dem Feierabend, der uns seine Arbeit von drei Monaten zeigte (sehr krass: auf drei Ebenen die gesamte Bibelgeschichte, jedes Jahr neu kreiert) und dann wollten die drei noch um die H&#xE4;user ziehen. Juanjo's Wohnung in Cullera ist etwa 150 m vom Meer entfernt, in der belebtesten Bar-Strasse und mit Blick auf die Festung. Sehr praktisch, so nah an der Kneipenmeile zu sein, besonders f&#xFC;r einen wie Juanjo. Er schmiss Runde um Runde, brachte uns dazu, alle m&#xF6;glichen Lik&#xF6;re und Wodka-Cola-Mischungen zu probieren, und auch ich verschwendete viel zu viel Geld, was sonst in Kneipen nicht meine Art ist. Es gab im Gegenzug aber auch eine Menge Unterhaltung, der Strassenk&#xFC;nstler tanzte entfesselt und in der dritten Bar umringte ihn bald eine Meute Schaulustiger... Juanjo musste am n&#xE4;chsten Tag arbeiten und daf&#xFC;r um sieben Uhr aufstehen, deshalb ging er gegen drei nach Haus. Wir blieben noch, gegen f&#xFC;nf Uhr schwatzten wir noch etwas auf dem Balkon - schwatzten? kauderwelschten lallend... - und die beiden begannen mit Drogengeschichten, erz&#xE4;hlten zusammenhangslos von Schmuggeleien auf der Autobahn und wie sie bis auf die Unterhosen gefilzt wurden, vor allen Autos. Ich verstand Autobahnhof, aber mir war das nicht ganz geheuer. Am n&#xE4;chsten Morgen weckte uns Juanjo kurz nach neun, er hatte verschlafen, war deshalb nicht zur Arbeit gegangen und wollte uns stattdessen die Gegend zeigen. Reis, Orangen, Wasser, Sand - eigentlich alles, was man sich w&#xFC;nscht, war direkt vor der T&#xFC;r. Die Franzosen waren m&#xFC;rrisch, denn Juanjo hatte sie mit lautem H&#xE4;mmern gegen die Zimmert&#xFC;r und Geschrei geweckt - ein echt abgefahrener Kunde, und ein surrealer Tag ging dann langsam zu Ende, und Juanjo fuhr mich f&#xFC;nf Kilometer ins n&#xE4;chste Dorf (mit ihm zu fahren war auch immer ein Abenteuer - dauernd betrunken, dauernd am reden, und dann ohne die leiseste Ahnung vom Autofahren, hektisch in seinem kleinen Peugeot...) und erleichtert begr&#xFC;sste ich Pere in Sueca und verabschiedete mich von Juanjo und seiner Crew.<br><br>In Br&#xFC;ssel bin ich in der letzten Zeit nur mit Spaniern unterwegs gewesen, und das war schon eigenartig - 20 Spanier, ein Deutscher... Aber einfach zu lustig um zu wiederstehen. Einer davon ist Pere, und er musste f&#xFC;r eine Pr&#xFC;fung nach Valencia zur&#xFC;ck. Als er h&#xF6;rte, dass ich nach Valencia komme, lud er mich f&#xFC;r's Wochenend ein, wo wir feiern und Paella essen w&#xFC;rden, wie er mir voller Vorfreude versichterte.<br><br>Jetzt f&#xFC;hrte er mich durch seine Stadt, Sueca - und die zeigte sich voll von Kultur. 26000 Einwohner, und ich sah zwei Hochzeiten mit extremen B&#xF6;llersch&#xFC;ssen in der Mitte des Marktplatzes, eine Parade von Fallas-Vorbereitungen (Fallas sind das riesige Volksfest in der Region, bei dem alles vier Tage lang blockiert wird, von 16.-19. M&#xE4;rz ist einfach nur Party) mit diesen wundersch&#xF6;nen, farbenfrohen handgefertigten Kleidern und ausgelassenem Gesang, und Pere kannte einfach jeden in der Stadt und blieb alle paar Schritte f&#xFC;r einige Minuten stehen, um zu plauschen... Wie ein echter B&#xFC;rgermeister f&#xFC;r seine Sch&#xE4;fchen im deutschen Biedermeier stand er dann da und tauschte auf katalanisch (valencianisch, wenn man will) Freundlichkeiten. Seine Eltern waren aus dem H&#xE4;uschen ob meiner Gr&#xF6;sse und meiner Haut- und Lippenfarbe, und wollten unbedingt meine blonden Haare und den Bart anfassen... da f&#xFC;hlte ich mich kurz wie unter Rassisten, oder war ich in Afrika, wo so etwas einfach wirklich aussergew&#xF6;hnlich ist?? Aber sie waren so herzlich, gastfreundlich und einfach lieb, es war eine wahre Freude. Und ich konnte keine traditionellere Familie kennen lernen, die Mutter mit Sch&#xFC;rze, der pensionierte Vater immer im Bademantel, und alle Schreibtische und M&#xF6;bel waren mit Staubschutzhauben abgedeckt.<br><br>Pere leitete den Abend mit einem Essen mit Freunden im Restaurant ein. Keiner von ihnen sprach Englisch, aber vielleicht waren sie auch nur scheu? Schon bei den Eltern hatte ich gemerkt, dass mein Spanisch irgendwo nur geschlummert hatte, und nicht wirklich verloren war, obwohl ich doch nur mit 15 mal ein Jahr Volkshochschulspanisch genossen habe. Pere &#xFC;bersetzte so schlecht zwischen Spanisch und Franz&#xF6;sisch, dass ich es aufgab und schliesslich einfach versuchte, alles zu sagen. Er war sowieso fast nur an der Bar und trank Anis mit lange nicht gesehenen Freunden. Gegen Ende der Nacht w&#xFC;rde ich dann die versammelten Leute mit lustigen katalanischen Sprichw&#xF6;rtern zum Lachen bringen - und diese Nacht war lang, immer lauter, immer eigenartiger, wieder voller Alkohol, und mir kam dieses Dorf wie, sagen wir, Glauchau mit einer Menge Kultur und Stolz. Vom feinen Restaurant in die gute Bar in den mittelm&#xE4;ssigen Nachtklub in die lausige Grossdisco... und allen war es bewusst, weshalb jeder m&#xF6;glichst viel trank um diese Tatsachen besser ertragen zu k&#xF6;nnen.<br><br>Am n&#xE4;chsten Morgen wurde ich mit Paella und einer guten Diskussion geweckt. Paella, zubereitet von einer Hausfrau, das bedeutet: eine riesige Pfanne Reis mit Seefr&#xFC;chten, H&#xFC;hnchen, Oliven und Gem&#xFC;se, dazu ein Wein aus der Region. Davon eine dreifache Portion, im Restaurant ist eine einfache etwa 20 Euro wert. Das Ganze ersetzt locker Fr&#xFC;hst&#xFC;ck, Mittag- und Abendessen. <br><br>Am Erstaunlichsten an diesem Wochenende war eigentlich der ausgebliebene Kater. Und am Sch&#xF6;nsten das Auspressen und Trinken von selbst gepfl&#xFC;ckten Orangen.<br><br>Wieder in Valencia konnte ich endlich die Stadt erkunden, aber die ersten beiden Tage f&#xFC;hlte ich mich einfach nach einer relaxten, vergeudeten Zeit zu Haus, denn dies war ein unerwarteter Teil meines Aufenthalts: das Wetter war regnerisch, die H&#xE4;user unbeheizt und nicht auf K&#xE4;lte vorbereitet. Dazu kam ein kleines Problem: Ich hatte cool sein wollen und war nur mit meiner neuen Kreditkarte und etwas Bargeld angereist. Im Restaurant in Sueca hatte ich mit der Karte bezahlen wollen, danach bei der Bank abheben, selbst in der Deutschen Bank in Valencia war ich, aber die tarjeta spuckte keinen Cent aus. Und so sah ich mich vor einer Woche Ferien mit f&#xFC;nfzehn Euro Taschengeld. Dabei hatte ich doch viel vorgehabt.<br><br>Mein Vati hat mich wie immer gerettet, und mir Taschengeldvorschuss per Schnelltransfer gew&#xE4;hrt... <br><br>Achso, Valencia habe ich nat&#xFC;rlich erkundet:<br><br>Diese Stadt ist viel besser als ihr Ruf! Ziemlich h&#xFC;bsches Zentrum; feiner Strand; in Strandn&#xE4;he ein authentisches ehemaliges Fischerviertel mit halbverfallenen H&#xE4;usern, die eher an die Republik Moldau erinnern; schicker neuer Yachthafen f&#xFC;r den ersten in Europa veranstalteten America's Cup dieses Jahr. Und das beste ist der Fluss:<br><br>Nach dem letzten Hochwasser in den Sechzigern wurde er um die Stadt herum geleitet und das alte Flussbett zum Park umgestaltet. Jetzt ist jeder nah am Park, einer gr&#xFC;nen Oase mit 10 Kilometer feinster Joggingstrecke, Fussballfeldern und Springbrunnen.<br><br>Das ganze m&#xFC;ndet nicht ins Meer, sondern geht in eine neuartige Anlage &#xFC;ber, die "Ciutat de les arts i de les ci&#xE8;ncies" (Stadt der K&#xFC;nste und Wissenschaften) mit weissen futuristischen Geb&#xE4;uden f&#xFC;r Oper, Wissenschaftsmuseum, einen botanischen Garten und eine Meereswelt. Zugegeben, die meisten Projekte sind eher halbfertig, aber die Architektur dazu ist grossartig, mit der Oper in Raumschiffform und dem Planetarium in Gestalt eines Auges.<br><br>Sonst war eigentlich alles wie immer, die Sonne kam heraus und ich bin viel gelaufen und habe ein bisschen Kochen ge&#xFC;bt... ich war ja nicht zum Sightseeing und Menschen treffen hier, sondern um ein bisschen zu lesen, zu joggen und mein Spanisch zu testen... damit mach ich jetzt auch weiter, heute den Fluss hin und zur&#xFC;ck, der Abschlusslauf, 20 Kilometer.<br><br>Ach so, noch was: Selbst hier sind die Leute von Sprachwahn besessen, besonders in den D&#xF6;rfern. Spanisch ist in der Stadt Valencia die Hauptsprache, und das wird auf dem Land bedauert, weil dadurch nicht genug f&#xFC;r das Valenzianische getan wird. Das ist eigentlich ein katalanischer Dialekt, aber auch das wird nicht gern geh&#xF6;rt - man will ja seine ganz eigene Sprache haben... unglaublich, aber bis ich ein sprachtechnisch relaxtes Land finde, wird wohl noch eine Weile vergehen.<br><br>Bis bald, besos und adios (oder auch adeo), euer Mart<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Auf die Barrikaden &#x2014; Brussel, Belgium</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Thu, 09 Nov 2006 06:03:50 -0500</pubDate>
    <description>Mein n&#xE4;chstes akademisches Jahr werde ich in der Hauptstadt Belgiens und der EU verbringen.
Ein weiterer bi- besser gesagt multilingualer Raum. Mitten in einem Land, das sich teilen will.</description>
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        <b>Brussel, Belgium</b><br /><br />Eigentlich hatte ich Bruessel ja gewaehlt, um der franzoesischen Streiksucht zu entgehen.<br>Aber nun will hier die Uni Mehrzweckmagnetkarten mit integriertem neuartigem Chip einfuehren - die man auch zur Ueberwachung von Anwesenheit und Bewegungen nutzen koennte.<br>Dazu sollen Unigebaeude verkauft werden und Wohnheime privatisiert - also werden seit einigen Wochen einige Raeume besetzt (denen nun die Heizung abgestellt wurde), Demos veranstaltet, eine Sitzung ueber den Verkauf wurde gestuermt.<br><br>Und gestern kam in meine letzte Vorlesung eine aufgeloeste Studierendenschaftsfuehrerin reingeplatzt und berichtete ueber eine kurzfristig angesetzte neue Verhandlungsrunde des "administrativen Konzils" - fuer den naechsten Tag, 7:30. Also heute.<br><br>Da ich dachte, da waere es wirklich wichtig, dass einige frueh aufstehen, tat ich ebendas und war ueberrascht, etwa 30 andere Studenten zu treffen.<br>Das Sitzungsgebaeude war geschlossen, aber ueber einen Notausgang sind wir doch hinein gekommen. <br>Einige Abgeordnete waren bereits in der Sitzung und andere kamen gerade an. Die Tuer wurde von 3 Wachleuten beaufsichtigt. Vor diese stellten wir uns und verhinderten damit den Zutritt der sichtlich erregten, und wohl auch ein bisschen schockierten, Parlamentarier.<br>Die bereits anwesenden waren weniger als die Haelfte des Gremiums, so dass die Versammlung im Raum nicht beschlussfaehig war.<br><br>Nach etwa 30 Minuten der Diskussionen, Beschimpfungen (auf beiden Seiten) und Gesaenge (der Studenten) wollten die Eingeschlossenen heraus; jemand loeste Feueralarm aus, um unsere Tuerblockade aufzuloesen und alle zum Verlassen des Gebaeudes zu zwingen (wobei er sich von einem anderen Photographen erwischen liess...), doch die Studierenden blieben hart.<br><br>Zwei Abgeordnete verloren die Nerven und wollten sich den Weg durch die Reihen kaempfen, und die Wachen halfen beim Freimachen der Tuer, als diese halboffen war kamen die Eingeschlossenen hinzu, die sich einen Weg bahnen wollten.<br>Ich war mitten im Gewuehl, Nahaufnahmen machend, und sah zerrissene Hemden und ein paar Handgreiflichkeiten. Dann waren alle am gehen, und einige Studenten standen im Weg der Garagenausfahrt - ein grosser schwarzer SUV mit mindestens 3 Abgeordneten kam schnell herausgefahren, bremste, hielt kurz vor einer Studentin, die nicht gleich wegging und fuhr wieder an, erwischte sie (direkt neben mir), und fuhr weg - leider war ich beschaeftigt damit, zu staunen und gegen die Stossstange zu treten, statt Photos davon zu machen...<br><br>Schliesslich folgte etwa die Haelfte der inzwischen stark gewachsenen Menge dem Vorsitzenden der Versammlung, umringte ihn und forderte Statements - er blieb selbstverstaendlich wortkarg. Ich holte mir lieber einen Saft.<br><br>Es wurde heute also kein Entschluss verabschiedet - aber wer hier der Staerkere ist, scheint klar. Die Administration wird siegen, aber ich finde es ermutigend, wie die Studierenden hier solidarisch sind, waehrend in Potsdam nur 4 Leute allein gegen die illegalen Beschluesse des Senats vorgegangen sind.<br><br>Herzlichst aus Bruessel - mart<br>Fotos folgen vielleicht (kein eigener Internetzugang)<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Improvisation ist alles. &#x2014; Leopoldsburg, Belgium</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Thu, 09 Nov 2006 05:39:23 -0500</pubDate>
    <description>Mein n&#xE4;chstes akademisches Jahr werde ich in der Hauptstadt Belgiens und der EU verbringen.
Ein weiterer bi- besser gesagt multilingualer Raum. Mitten in einem Land, das sich teilen will.</description>
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            </td></tr>
        </table>
        <b>Leopoldsburg, Belgium</b><br /><br />Gestern musste ich einen Vortrag ueber die gefuehlte Unsicherheit in Belgien halten. Am Abend zuvor eine Stunde den von der Lehrerin fuer Franzoesisch - Niveau perfectionnement gegebenen Artikel gelesen; morgens ein bisschen nachgedacht ueber das, was man sagen koennte. Improvisiert. Beklatscht, fuer sehr gut befunden.<br><br>Das ganze ist noch viel zu unspontan fuers Impro-Theater. Hier bekommt man ein Thema und muss sofort losspielen, eine Anweisung, und aus dieser entwickelt sich alles - oder man hat ueberhaupt keine Vorgaben.<br>Seit zwei Monaten bin ich immer montags beim Cercle d'impro-vocation. Ein Wortspiel, also der Zirkel fuer die vocation (Berufung) zum impro, die improvisation, und die provocation von Gefuehlen, Kreativitaet und so weiter.<br><br>Und am Freitag sind wir alle gemeinsam alte und junge, etwa 30 Mann, ins tiefste Flandern (nach Leopoldsburg) gefahren, wo wir in einer Pfadfinderherberge intensiv getrunken - und eben improvisiert haben (auch bei der Anfahrt, bei der sich ausgerechnet unser Auto verloren hat und wir aus den letzten 15 Kilometern etwa 70 gemacht haben, und das immer an der Grenze zu militaerischem Sperrgebiet). <br><br>Das wichtigste Prinzip ist: Nein-sagen ist ein echtes no-no! Man muss alles annehmen, was von der anderen Figur vorgegeben wird. "Schau, da ist eine Leiter" bedeutet: Ja, sie existiert. <br>"Du blutest ja" kann man nicht mit, ich seh nix beantworten, sonst entwickelt sich keine Geschichte. <br><br>Man kann wirklich viele Sachen damit machen, wird selbstbewusst und angstfrei, kann sich klarer artikulieren - und mein Franzoesisch profitiert definitiv davon, auch wenn es mir noch schwer faellt, Pointen praezise rueber zu bringen.<br><br>Hier habe ich auch einige wirklich tolle Leute gefunden, der Club wird von 3 sehr suessen Paerchen geleitet, alle supernett... <br>Auch neue Spiele haben wir gelernt, zB Impro-Schach. <br>32 lebende Figuren, und jedesmal, wenn eine angegriffen wird, gibt es einen Wettstreit, den nur einer ueberlebt. Moegliche Felder: Die meisten Woerter zu einem Thema in 20 Sekunden; Pantomime mit seinem Team, oder auch Liederraten; die beste theatralische Erklaerung zu einem Wort... das letzte musste ich beim Endduell machen (ich war der schwarze Koenig) und habe mit meiner Beschreibung zu gratouiller als "Weihnachtsessen aehnlich gefuellter Gans" immerhin ein Unentschieden und den Frieden mit Weiss herausgeholt. In Wirklichkeit hat gratouiller uebrigens nichts mit Gratin zu tun, sondern bedeutet etwa kratzen, kitzeln.<br><br>Ein Hoehepunkt war die Ehrenrunde fuer Kapitaen Paff. Ein Trinkspiel erster Wahl, dass ich leider hier nicht ganz enthuellen kann, da ich es noch moeglichst vielen Leuten praktisch beibringen will. Im Prinzip muss man nach einer bestimmten Regel salutieren und trinken, und wenn man es nicht kann, neu beginnen. Wenn man betrunken beginnt, endet man blau, wenn man blau beginnt, tot, wenn man nuechtern beginnt, hat man wenigstens ein Bier auf eine symphatische Weise getrunken.<br><br>Das Theater ist immer festerer Bestandteil meiner Woche, naechste Woche machen wir eine Muelltrennaktion (mit Theateranimation) und es gibt ein Match der alten Mitglieder gegen das Konservatorium Bruessel. <br>Juppie :)<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Halloween in M&#xFC;nster &#x2014; M&#xFC;nster, Belgium</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Tue, 31 Oct 2006 14:48:42 -0500</pubDate>
    <description>Mein n&#xE4;chstes akademisches Jahr werde ich in der Hauptstadt Belgiens und der EU verbringen.
Ein weiterer bi- besser gesagt multilingualer Raum. Mitten in einem Land, das sich teilen will.</description>
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                <div style="width:250px; border:2px solid #eeeeee;"><a href="http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/mart/erasmus_brussel/1162323480/tpod.html">Jump to the full <br />entry &amp; travel map</a></div><br />
            </td></tr>
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        <b>M&#xFC;nster, Belgium</b><br /><br />Eigentlich hasse ich ja, wie so viele ach so tolle Leute Halloween, dieses Konsumfest.<br>Jetzt bin ich doch hineingerutscht, unwissentlich, aber vorbereitet durch Patrick, meinen Quebecer Kumpel, der jammerte, schon wieder nicht Halloween zu feiern. Dieses urkanadische Fest, viel wichtiger als Weihnachten. Das Vertreiben der Dunkelheit des Waldes. Das Aufw&#xE4;rmen f&#xFC;r die k&#xFC;rzer werdenden N&#xE4;chte.<br>Gestern kam also die Einladung von Clemens, mit dem ich das Trampstellenprojekt in Potsdam angesto&#xDF;en habe, bei ihm in M&#xFC;nster zu ner Feier vorbei zu schauen - ohne an Halloween oder Tuissant, das belgische Allerheiligen, zu denken. Dabei ist das ja der sch&#xF6;ne Grund f&#xFC;r unsere Ferienwoche...<br><br>Also habe ich mich nach einer sehr kurzen Nacht (Jazz- und Nussweinabend mit zwei Kanadierinnen von hospitalityclub samt Kurdischstunde um drei Uhr nachts mit kostenlosen Pommes im D&#xF6;nerladen) auf den Weg gemacht: <br>Ein cooler t&#xFC;rkischer Belgier brachte mich bis hinter Genk, wo mich ein ehemaliger Autodieb ("3 bis 4 deutsche Autos am Tag, so 3000 Euro, 12 Jahre lang, gute Zeiten") in die Niederlande brachte,<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Oh Julia, ik houd van je! &#x2014; Leuven, Belgium</title>
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    <pubDate>Fri, 27 Oct 2006 05:49:12 -0400</pubDate>
    <description>Mein n&#xE4;chstes akademisches Jahr werde ich in der Hauptstadt Belgiens und der EU verbringen.
Ein weiterer bi- besser gesagt multilingualer Raum. Mitten in einem Land, das sich teilen will.</description>
    <content:encoded><![CDATA[
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        <b>Leuven, Belgium</b><br /><br />Ich weiss, ich weiss. <br>Ich habe kein Internet am Laptop, und da schreibe ich ab und an Tagebuch - also, es wird sicher noch etwas nachgereicht.<br><br>Ende Oktober, der Stand der Dinge:<br>Die Wohnung ist ziemlich nett geworden (mal bei einer Party anschauen? Die Website fuer unsere Einweihungsfeier am 9.12. mit ein paar vagen Fotos gibt's hier: http://www.4komma6692.de/brussel06 )<br><br>Der erste Unitest ist vorueber, der erste Besuch von Cristina leider auch. <br><br>Das Wetter ist immer noch recht warm, wohl der waermste Oktober aller Zeiten.<br><br>Die Uni ist derzeit in Aufruhr, ein paar Raeume werden besetzt gehalten, aus Protest gegen die geplante Einfuehrung von neuartigen elektronischen Studierendenkarten, die zur jederzeitigen Ueberwachung dienen koennten, dazu kommt noch der geplante Verkauf von Wohnheimen und Campusgebaeuden... es ist schon viel los hier in Bruessel.<br>Mit meiner Taufe musste ich dagegen aufhoeren, ganz einfach aus Zeitmangel, und da war die sinnleere alltaegliche Sauferei schon sehr weit unten auf der Prioritaetenliste.<br><br>Mein Franzoesisch wird langsam wirklich gut, zusammen mit zwei anderen Studierenden haben wir die Portugiesischlehrerin, auch an der Uni habe ich jetzt Niederlaendisch, dafuer beginne ich, mein Englisch und mein Deutsch zu vergessen... Polnischselbstkurs mit einem Buch und ich hoffe Luxemburgisch wenigstens passiv zu lernen, echt lustig (aber nicht schoen, hoert sich irgendwie nach Saarplatt an).<br>Hier sind ja sehr viele Luxemburger an der Uni, fuer manche Faecher muessen Luxemburger mangels eigener echter Uni gar ins Ausland.<br>Ich gebe mir hier also echt die volle Ladung Sprachen und teste mal aus, wieviel geht.<br><br>Darum soll es eigentlich auch in diesem Eintrag gehen:<br>Gestern war ich in Leuven, mit dem fast privaten Uni-Niederlaendisch-Lehrerin (6 Kommilitonen). Ich war der einzige, der zum Theater voor anderstaalige mitgekommen ist, wenn man vond den 80 Studierenden aus Namur absieht (alles Kinder, die nicht mal im Theater ihre Handys ausschalten koennen: viermal klingeln, zweimal haben sich dann die wichtigen Persoenlichkeiten sogar unterhalten - eine belgische Unsitte, in jeder Vorlesung klingelt ein Telefon, was viele Profs hier nur noch sarkastisch kommentieren, ob der technischen Unfaehigkeit ihrer Studierenden. Die beste Bemerkung eines Profs war in etwa: "Wenn's fuer mich ist, ich bin nicht da.").<br>Und waehrend ich das schreibe, in der Bibliothek, faengt die Bulgarin hinter mir an, zu telefonieren...  nicht zu fassen, das Leben ist eine Karikatur.<br>Ueber diese Bulgarin moechte ich noch eine Klammer einschieben: Wer mein Moldau-Tagebuch kennt, weiss, dass ich in Bulgarien ein paar kritisch-krasse Erlebnisse hatte, und seitdem will ich das Land eigentlich meiden. An einem der wenigen Erasmusabende, an denen ich teilgenommen habe, sass mir dieses Maedchen (das gerade telefoniert) gegenueber.<br>Dabei ist Smalltalkpflicht nach dem Schema: Name-Herkunft-Studium-Sprachen - dann hab ich den Namen wieder vergessen und koennte neu anfangen.<br>Auf ihre Herkunft habe ich sowas wie "kannst ja nichts dafuer" geantwortet - und noch kurz erklaert, dass es nur ein Scherz war, wegen dieses und jenes Erlebnisses. Aber zu spaet, sie hasst mich und laesst mich das immerzu so "liab" spueren, durch Blickkontaktmeiden, nur mit anderen sprechen, und so weiter... echt lustig... jaja, jetzt regen sich gleich die naechsten auf, aber Nationalitaeten und Herkunft und Zeugs sind doch nun echt nicht so wichtig und ich wuerde auch wieder dahin fahren, wenn es dafuer einen echten Grund gaebe.<br><br>Das Theater, um diesen Artikel noch halbwegs mit dem geplanten Inhalt zu fuellen, war super, sehr modern, mit Tanzeinlagen und ohne Abgang der Schauspieler, die sich im Buehnen hintergrung umzogen. Ich habe auch alles verstanden, wenn die Walloninnen neben mir eine Atempause hatten. Und jetzt beginnen eine "Aufholwoche" an der Uni - oder anders genannt: Ferien... da kann ich endlich mal wieder Sachen einkaufen, schlafen, und und und...<br><br>Bis zum naechsten Plausch, mit den besten Gruessen aus Bruessel, mart<br />
    ]]></content:encoded>
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    <title>in english, this one &#x2014; Bruxelles, Belgium</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Thu, 21 Sep 2006 11:13:15 -0400</pubDate>
    <description>Mein n&#xE4;chstes akademisches Jahr werde ich in der Hauptstadt Belgiens und der EU verbringen.
Ein weiterer bi- besser gesagt multilingualer Raum. Mitten in einem Land, das sich teilen will.</description>
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        <b>Bruxelles, Belgium</b><br /><br />today is a fucking bad day and i hope it will be over soon.<br>first all the cars in the street woke me up from my first night in the new apartment.<br>then i didn`t find the car keys and thought Viola has them, and went to get them, half an hour by tram, but she didn`t and i had to get back - while the car was parking in a payzone.<br>i found them somewhere in a bag of a mixer next to the table, then went to uni, had a talk with a counselor who cancelled half my courseplan and reminded me of my responsibilities as a student here - apart from the reading 60 French books for one of the 12 courses during the 24 weeks...<br>then i lost my important documents and courseplan at a desk where they made a mess with our new uni passports - they`d made us wait for more than a week, and now ordered us to be there all at once - and to get them plastified in huge office.<br>of course at the same time as the second course of the day, the first one was when we had the counselor meeting.<br>when we got into the class during their break I realized my folder was missing and got back - got it! - but when i came back into class the prof started a discussion and made leave the room - "please come back next week"...<br>great.<br>now the cercle is waiting - great, i`m gonna get drunk, that`s very probable...<br />
    ]]></content:encoded>
</item><item>
    <title>Initiationen &#x2014; Brussel, Belgium</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Wed, 20 Sep 2006 09:24:59 -0400</pubDate>
    <description>Mein n&#xE4;chstes akademisches Jahr werde ich in der Hauptstadt Belgiens und der EU verbringen.
Ein weiterer bi- besser gesagt multilingualer Raum. Mitten in einem Land, das sich teilen will.</description>
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        <b>Brussel, Belgium</b><br /><br />Alles zu erzaehlen wird schwierig... versuchen kann ich es ja.<br><br>Am Wochenende haben wir, Mathilde, eine Belgierin, und ich, eine Wohnung besichtigt - und uns in sie verliebt.<br>Zentral gelegen, in Saint Josse, einem Einwandererviertel, gleich neben dem Botanischen Garten mit vielen Konzerten.<br>Die Wohnung hat drei Zimmer und ein grosses Wohnzimmer mit Terrasse, alles ist ziemlich eklig und wir muessen renovieren und einrichten, und vielleicht nehmen wir noch eine dritte Person, um den Mietpreis fuer jeden zu druecken, denn 700 Euro fuer zwei ist schon intensiv.<br><br>Wir koennen aber machen, was wir wollen und das ist super symphatisch :)<br><br>Nach einem Wochenende des Streichens und Reinigens hatten Viola und ich dann am Montag die Einfuehrungen in die Uni, und das hat mich schon in meiner Wahl bestaetigt:<br>Der Dekan der Fakultaet "Philo &#x26; Lettres" hat uns daran erinnert, dass uns die Uni zu nichts zwingt, dass sie uns zu selbststaendigen, liberalen Humanisten erziehen will.<br>Danach hat unsere Fachschaft sich komplett vorgestellt, etwa 20 der Dozenten und Verwalter standen an der Tafel und machten einen tollen Eindruck - in Potsdam undenkbar.<br><br>Auch als wir unsere Kurse zusammen gesucht haben - ein echter Kraftakt hier - und Fragen hatten, waren alle extrem freundlich und hilfsbereit, die Bruesseler sind unglaublich offen!<br><br>Aber eine harte Probe stelle ich mir selbst: Hier gibt es fuer jede Fakultaet eine Burschenschaft, genannt "cercle", also eher eine Verbindung, offen auch fuer Maedchen.<br>Fuer "Neue" gibt es das bapteme, die Taufe. Das sind zwei Monate der Pruefungen und des Alkoholkonsums - gestern fing es an.<br>Die dreissig Taufwilligen, genannt "les bleus", Blaue, wurden erniedrigt, indem sie die ganze Zeit knien und trinken und sich beschimpfen lassen mussten.<br>Mir machte das wohl am wenigsten aus, denn die meisten Poebeleien verstehe ich nur halb und mache einfach, was die bleus ummich herum machen.<br>Unseren Initiatoren, den Messieurs et Madames les Commandairs de Bapteme duerfen wir nicht in die Augen schauen, wir muessen den Blick senken und werden auch mal mit begossen... ich stank am Ende Ekel erregend, eigentlich hatte ich noch Unterricht...<br>Ich werde es aber wohl durchziehen, erstens lernt man Lieder und viele - eigentlich - coole Belgier kennen, zweitens moechte ich sehen, wie weit das Ganze geht. In Deutschland wuerde ich es ja sicher nicht machen, ein Jahr "Fuchs" zu sein, ist sicher schlimmer. Und ich rege mich zwar ein bisschen auf, aber das Ganze ist eigentlich nur ein (Psycho)Spiel und ich denke, es wird ganz gut fuer die kleinen Maedchen sein, die mit teilnehmen, wenn sie etwas moralische Unterstuetzung bekommen.<br><br>Hier kommen ja ganz viele direkt vom Abi und sind noch so niedlich, man sieht viele mit ihren Muettern ueber den Campus laufen... und das eine arme Ding hatte ein rosafarbenes Tutu an, sie war verloren und musste es auf dem Kopf tragen.<br><br>Hinter den Kulissen sind die aber alle nett und ich will ja richtig mein Franzoesisch verbessern und mich daher ein wenig von den Erasmusleuten fernhalten - also lieber auch etwas richtig Belgisches.<br>Gestern um Mitternacht habe ich allerdings dann gefehlt - da sind meine positiven Credits wohl weg... vorher hatten mir schon einige der "anciens", der Alten, gesagt, dass sie meine Partner bei der "parainnage", der Patenschaft, werden wollen...<br><br>N&#xB4;importe quoi, je ne m&#xB4;inquiete pas - der wichtigste Satz hier: Keine Bange, keine Bange!<br><br>Also, soviel fuer den Moment - jetzt geht es in die Kurse, an die Kueste, zur Bapteme und auf die Flohmaerkte... liebe Gruesse, euer Mart<br />
    ]]></content:encoded>
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