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<title>helautotheworld&#x27;s TravelStream&#x2122; &#x2014; Recent TravelPod.com entries</title>
<description>TravelStream&#x2122; news feed for member helautotheworld on TravelPod&#x27;s free travel blogs service</description>
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<copyright>Copyright &#xA9;2010 TravelPod.com</copyright>
<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 09:40:12 -0400</pubDate>
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    <title>Letzter Stopp im Stadtstaat Singapore &#x2014; Singapore, Singapore</title>
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    <pubDate>Tue, 14 Aug 2007 09:40:12 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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        <b>Singapore, Singapore</b><br /><br />24.07.07 Singapore<br><br><br>Kaum zu glauben, aber jetzt haben wir tatsaechlich den letzten Stopp unserer Reise erreicht.<br>Mitten in der Nacht landen wir in Singapore und kommen somit direkt in den Genuss die Skyline bei Nacht zu sehen. Am naechsten Tag geht es auf Erkundungstour, was hier ganz einfach zu Fuss oder mit der U-Bahn moeglich ist. Die Stadt ist sehr faszinierend, aber wir koennen uns nicht vorstellen hier zu leben. Was fuer ein Land, das fast nur aus Wolkenkratzern, Einkaufsmalls und Wohnhochaeusern besteht. Wenn man also wirklich mal richtig raus aus der Stadt moechte, muss man das Land verlassen (was viele hier aber so gut wie nicht machen). Sie haben sich hier aber wirklich ins Zeug gelegt Abwechslung zur Stadt zu bieten. Z.B. Gibt es neben dem riesigen Zoo ein weitlaeufiges Gelaende das allabendlich zur Nachtsafari geoeffnet ist. Es ist zwar etwas ueberfuellt und setzt stark auf Showeffekte, aber es ist trotzdem sehenswert. Wir waren also auch da und haben zuerst zu Fuss und dann mit einem Bimmelbaehnchen das Gelaende erkundet. Das faszinierendste ist, das weitgehend auf Zaeune oder Gitter verzichtet wurde. Es war super spannend Giraffen, Loewen, Fledermaeuse und Co quasi barrierefrei zu sehen.<br><br>Wenn man in Singapore ist und wie Marie dringend neue Klamotten braucht, steht natuerlich ein Besuch der Orchad Road auf dem Programm. Hier ist wahrscheinlich so jedes Modelabel vertreten und verleitet so zu "shop till you drop". Zum Glueck sind die Preise moderat und das Portemonaie wird somit nicht so leicht ueberstrapaziert (kommt natuerlich immer noch auf die Marke an).<br><br>Tja, da ist er nun unser letzter Abend. Zum Abschluss goennen wir uns noch ein Abendessen im Swiss-Hotel, welches ueber das hoechstgelegene Restaurant verfuegt. Der Ausblick war auch gigantisch, besonders da im Hafen gerade die Show fuer den Nationalfeiertag einstudiert wurde. Leider war der restlich Abend nicht mehr so feierlich, da es Johannes ziemlich schlecht ging und er mit Fieber um 21 Uhr ins Bett gefallen ist. Da haben wir uns am Vortag wohl zu frueh gefreut, dass wir kaum Anspruch auf unsere  Krankenversicherung nehmen mussten. <br><br><br><br>27.07.09 Singapore<br><br>Unser letzter Tag beginnt also mit einem Artztbesuch. Da wir aus Gebieten kommen, wo Malaria und Dengue-FIeber nicht auszuschliessen sind, wollten wir Johannes Fieber doch lieber ueberpruefen lassen. Waehrend wir noch 5 Stunden auf die Bluttestergebnisse warten muessen, nutzen wir die Zeit noch zum weiteren Geld ausgeben: Marie in der Klamotten-, und Johannes in der Elektronikwelt. Um 17 Uhr gibt es endlich Entwarnung vom Artzt und Johannes darf die Heimreeise antreten. Nach ca. 20 Fluegen im vergangenen Jahr, schleppen wir jetzt zum letzten Mal unser viel zu vieles Gepaeck zum Flughafen. Naja eigentlich schleppt Marie, da es Johannes zu dem Zeitpunkt gar nicht gut geht. <br><br>Nun sitzen wir im Flieger und landen angeblich in 50 Minuten. Haben beide noch nicht wirklich realisiert, dass es jetzt nach Hause geht. Kommt uns eher vor als waere es die naechste Station auf unsere Reise. Aber vielleicht ist es auch nicht schlecht das Ganze so zu betrachten. Wir haben so viel erlebt und unzaehlige Erfahrung gesammelt die wir nicht missen moechten. Zu hause stehen aber so viele neue Sachen an, dass wir gar nicht das Gefuehl haben, dass es zu Ende ist. Auf jeden Fall freuen wir uns jetzt erst einmal Freunde und Familie wiederzusehen. <br><br><br><br>Wir sind sehr dankbar fuer das Glueck eine solche Reise gemeinsam machen zu koennen. Nachahmung empfoheln!!<br />
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    <title>Bali, endlich der wohlverdiente Urlaub &#x2014; Denpasar, Indonesia</title>
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    <pubDate>Tue, 14 Aug 2007 09:25:00 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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        <b>Denpasar, Indonesia</b><br /><br />05.07.07 Kuta<br><br>Mitten in der Nacht sind wir endlich angekommen und zum ersten Mal ist es richtig warm auf unserer Reise. Wie ist es denn dann erst tagsueber? Das Hotel macht auf jeden Fall einen netten Eindruck und Stadtbesichtigung verschieben wir total muede auf den naechsten Tag.<br>Da sind wir nun im sagenumwogenen Kuta-Chaos. Es ist bestimmt nicht annaehernd so "schlimm", aber es macht doch ein wenig den Eindruck wie das El Arenal von Bali. Bettenburgen hat man hier zwar vermieden und der ueberfuellte Strand ist dezent mit einem Gruenstreifen abgesetzt, aber mit Bali hat das hier wohl nicht so viel zu tun.<br>Was man hier aber ganz toll machen kann ist surfen und so planschen wir auch den gesamten Nachmittag in den Wellen und versuchen dabei ganz souveraen zu wirken.  Hier sind die Bedingungen fuer Anfaenger perfekt und bald stehen wir oefters als das wir fallen.<br>Hier in Indonesien merken wir erst wie angenehm es war bis jetzt nur in Laendern gereist zu sein, in denen wir (zumindestens einigermassen) die Sprache sprechen. Zwar ist es hier kein Problem sich mit Englisch durchzuschlagen, aber es waere wirklich viel netter auch die Landessprache zu beherrschen. Das Englisch der Balinesen loest bei uns auch immer ein leichtes Schmunzeln aus und man merkt, dass Bali fest in australischer Hand ist: "How is it going mate - extra morning price for you!"; "Cheers buddy, transport, transport!"<br>Zwar ist hier nicht viel typisch indonesich, aber trotzdem bekommt man hier schon viel vom Hinduismus mit. Ueberall muss man aufpassen, dass man nicht versehentlich auf Opfergaben tritt (Palmblatt-Koerbchen mit Reis, Blumen, Schokoriegel,...alles sehr beliebt bei den zahlreichen Strassenkoetern). Die balinesische Kueche hat es uns auch angetan, obwohl Johannes noch ein wenig mit der Schaerfe kaempft - Marie kann aber nicht genug von Nasi Goreng zum Fruehstueck bekommen. Billig ist das Ganze auch: Hauptgericht ab 50c.<br><br> <br>08.07.07 Ubud,<br> <br>Frueh am Morgen geht es in die im Inselinneren gelegene Kuenstlerstadt Ubud. Hier geniessen wir erst einmal die Ruhe - welch eine Wohltat nach dem lauten Kuta. Unsere erste Erkundung geht in den direkt am Stadtrand gelegenen Affenwald. Neben einigen aelteren Tempeln gibt es dort naheliegender Weise eine grosse Population wild lebender Affen. Diese haben sich darauf spezialisiert die Besucher auf frescher Art nach Essen zu durchsuchen. Waehrend sich Marie danach in einen sehr schoenen Bungalow einquartiert, macht sich Johannes auf den Weg zum Flughafen. Fuer ihn geht es fuer 2 Tage zurueck nach Australien, wo in Melbourne ein Wine-Tasting statt findet. Und wo er doch gerade in der "Naehe" ist, kann er das Weingut dort vertreten.<br>Und was macht Marie so in den 3 Tagen? Da Ubud ueber eine riesige Anzahl von Geschaeften, Maerkten und Galerien verfuegt mit allenmoeglichen handgefertigten Produkten (Holzschnitzereien, Sarongs, Schmuck,...) wird ein grosser Teil des Aufenthaltes mit Shopping gefuellt. Es gab aber auch genug anderes zu tun. Da sich die balinesiche Kueche als sehr lecker herausgestellt hat, war das der perfekte Zeitpunkt einen Kochkurs zu besuchen. Das war super interessant, aber es wird eine grosse Herausforderung die vielen verwendeten Gewuerze in Deutschland aufzutreiben. Ein anderes Highlight war einfach mit einem Fahrrad die Umgebung zu erkunden. Der Weg fuehrte durch die leuchtend gruenen Reisterassen und immer kleiner werdende Doerfer, wo man von allen winkend gegruesst wurde. Das war ein tolles Erlebnis, besonders da ich bis dahin nur das touristische Bali gesehen habe. Und es stimmt, dass es hier wirklich ueberall Tempel gibt. Zum Abschluss habe ich es mir dann mit einer Massage und der ersten Pedikuere meines Lebens gutgehen lassen. Danach ging es wieder zurueck ins hektische Kuta, da dieser Ort fuer Johannes bei seiner Nachtankunft am leichtesten zu erreichen ist.<br> <br>11.07.07 Kuta,<br> <br>Da wir uns nach 100 Mal hin und her dazu entschieden haben ab morgen fuer 1 Woche auf einen Surftrip zu gehen, war der heutige Tag fuer kulturelle Erkundungen eingeplant. Auf dem Programm steht die Besichtigung der 2 bekannten Tempel Uluwatu und Tanah Lot. Also vorher noch schnell alles organisiern.Das waere echt leichter, wenn Bilder hochladen etwas reibungsloser verlaufen wuerde. Gehetzt schaffen wir es aber puenktlich zurueck zum Hotel um uns mit unsrem Tourguide zu treffen. Ach wie waere es jetzt schoen stattdessen in den Pool zu springen, aber wir werden ja jeden Moment abgeholt - dachten wir zumindesten. 2 Anrufe und 1 Stunde spaeter erreicht der Fahrer tatsaechlich das Hotel mit der Aussage: "er koennte jetzt aber nur 1 Tempel mit uns besichtigen, weil es immerhin schon 16 Uhr ist". Als sein Boss dann noch versucht uns ploetzlich zu erklaeren wir haetten eine ganz andere Tour gebucht, sagen wir gefrustet die ganze Sache ab. Wir machen aber das Beste daraus und ersetzen unsere Kulturtag durch einen Surftag und verschieben die Tempelbesichtigung auf spaeter.<br>Bis spaet in die Nacht versuchen wir dann weiter frustriert Bilder hoch zu laden. Gegen 1.30 Uhr fallen wir muede ins Bett nur um 4 1/2 Stunden spaeter vom Wecker geweckt zu werden. <br> <br>13.07.07 Nusa Lembogan<br> <br>Neben uns werden an dem Morgen noch 9 andere Leute einegsammelt und auf die Wavehunter verfrachtet. Das Boot ist im traditionellen balinesischen Ausleger- Fischerbootdesign gebaut. Die Gruppe ist ein netter Mix aus Schweden, Neuseelaender, Australier, Hawaiianern und einem Belgier, sowie unserer 6-Mann starken balinesischn Crew. <br>Mit Fruehtsueck versorgt steuern wir unserem 1. Ziel entgegen: Secrets (Surfspot bei Nusa Lembogang). Fuer Marie war das eindeutig eine Nummer zu gross und das musste auch Johannes feststellen, als er damit beschaeftigt war eher den Wellen auszuweichen, als sie zu surfen. Wenigstens war die Landerkundung von Nusa Lembogan  etwas besonderes, da das Inselchen relativ verlassen ist. Bei Desert Point hatte Johannes mehr Glueck mit den Wellen, aber fuer Marie waren sie immer noch zu gross. Zusaetzlich gibt es hier nur Reef Breaks, bei denen die Wellen mehrerer 100 m von der Kueste entfernt ueber meist auesserst schrafen Korallenriffen brechen. So waren wir auch ein wenig enttaeuscht als wir die naechsten Tage nur Surfspots fuer Koenner angesteuert haben. Johannes hat zwar sein Glueck probiert, sich aber ganz schnell zurueckgezogen als er bei Yoyos von einer riesigen Welle fuer einige Zeit Unterwasser gezogen wurde. Wir waren mittlerweile wirklich gefrustet, da uns gesagt wurde, dass diese Reise fue Anfaenger geeignet waere. Wenigstens war das Essen gut und die Leute nett. Auch die Erkundung von Sumbawa (einer anderen Insel oestlich von Bali) war ein schoenes Erlebnis. <br> <br>16.07.07 Scarreef, <br>Wie immer haben sich alle frueh morgens aus dem Bett gequaelt, um moeglichst viel surfen zu koennen. Leider war dieser Surfspot auch nicht fuer uns geeignet. So loeffelten wir unseren Obstsalat und schauten neidisch den anderen beim Surfen zu. Nach dem Mittagessen kam aber unsere grosse Stunde: bei Scarreef konnte Marie sich zum ersten Mal aufs Surfbrett wagen. Die meiste Zeit war sie zwar mit paddeln beschaeftigt um die Wellen ueberhaupt zu erreichen, aber dafuer hat sie es auch geschafft unverletzt einige zu surfen. Etwas spaeter traut sich Johannes auch noch zu dem nebendran gelegenen Reef mit den viel groesseren Wellen. <br>Den naechsten Tag haben wir hier auch verbracht, aber wegen noch groesseren Wellen war es fuer Marie schon fast unmoeglich zu surfen, aber Johannes konnte in der "Kinderecke" Einige nette Wellen auf sein Konto verbuchen. Der Koch hatte sich fuer den Abend ins Zeug gelegt und so gab es frisch gefangenen gegrillten Fisch mit Kokosnusgemuese und Reis. Lecker!! Am naechsten Tag sind wir hauptsaechlich mit dem Boot unterwegs gewesen und so war genung Zeit zum Lesen, waehrend wir an traumhaften Straenden vobeigeschippert sind. Surfen war abends nicht mehr moeglich und so ging es zur Inselerkundung von Gili Air. Dort hatten wir dann auch schnell eine nette Strandbar entdeckt. Normalerweise sind wir keine Fans von Pina Colada, aber hier mit frischer Ananas und frischer Kokosnuss ist es schwer diesen Cocktail nicht zu moegen. Am naechsten Morgen erreichen wir unseren letzten Surfspot, wo Johannes mal wieder unerfreuliche Bekannschaften mit grossen Wellen und starken Stroemungen gemacht hat.<br>Wir hatten echt eine schoene Zeit an Bord, auch wenn wir uns erhofft haben um einiges mehr zum surfen zu kommen.<br><br>19.07.07 Padang Bai<br><br>Mit dem Bus geht es nach dem Surfausflug zum Kuestendorf Padang Bai. Dieser entspannte Ort gefaellt uns sofort. Endlich haben wir auch einen typisch balinesischen Bungalow in meeresnaehe als Unterkunft. Wir befinden uns uebrigens mittlerweile im Ostteil der Insel. Dieser ist besonder schoen und so beschliessen wir am naechsten Tag die Gegend zu erkunden. Am einfachsten geht das mit dem typischen balinesischen Transportmittel: dem Motorroller. Diese werden auch mal mit viel Kreativitaet als Grossfamilien- oder Schwertransport genutzt (bis zu 5 Personen auf einem wurden schon gesichtet). <br>Die Natur ist ueberwaeltigend, aber noch faszinierender ist die Freundlichkeit der Menschen hier. Fast jeder winkt uns laechelnd zu und wenn wir mal nicht genau wissen wo lang es geht, wird uns sofort geholfen. Unsere Route fuehrt zunaechst an der Kueste entlang und windet sich dann langsam ins huegelige Hinterland. Wir erklimmen mit unseren Motorroellerchen eine Hoehe von fast 1.000m und befinden uns am Fusse des Vulkanes. Dort steht der Muttertempel Balis: Pura Besakih. Schon gewarnt von vom Reisefuehrer waren wir dort ziemlich geschockt von den "Neppern und Schleppern". Die erzaehlen dort einem alles nurum Geld zu verdienen. Wir haben uns aber wacker geschlagen. Den obligatorischen Sarong konnten wir zu einem vernuenftigen Preis runterhandeln und sind letztendlich mit einem Fuehrer der kein Montatsgehalt fuer die Rundtour wollte zu dem Tempel gegangen. Dort waren wir sofort begeistert von der Weitlaeufugkeit und Schoenheit der Tempelanlage. Der Komplex setzt sich aus den verschiedesnsten Templen zusammen, z.B, auch Temple fuer die verschiedenen Berufsgruppen und Kasten: Bauern, Soldaten,... <br>Danach ging es durch  Reisfelder zurueck Richtung Meer. Ein Zwischenstopp wurde noch in der alten Gerichtshalle von Klunkung gemacht. Dieses mit Fresken verziehrte Gebaeude ist von einem Teich umgeben. Da es aber bald dunkel wurde ging es mit den letzten Tropfen Benzin zurueck nach Padang Bai (aber ein leerer Tank ist hier kein Problem, da ca. alle 500m an der Strasse in Wasser- und Vodkaflaschen Benzin verkauft wird - praktischer Weise in der prallen Sonne stehend).<br><br>21.07.07 Ubud,<br>Mit dem Bus ging es wieder in unser altbekanntes Ubud. Da der ort uns beim 1. Besuch so gut gefallen hat, wollten wir noch einzweites Mal dorthin. Diese Mal ist Johannes auch in den Genuss des Wellness-Programmes gekommen. Da der ort fuer seine Kuenstler bekannt ist, shauen wir uns am Abend einen "Feuertanz" (Kecak) an. Die Besonderheit ist, dass keine Musikinstrumente verwendet werden, sondern die gesamte akkustische Untermalung von einem 100-Mann starkem Chor uebernommen wird. Es wird weniger gesungen, sonder die Begleitung besteht mehr aus Zisch- und Klacklaute. Dabei versetzten sich alle teilnehmer in Trance und auch auf uns hat es eine hypnotisierende Wirkung.  Neben dem Chor der Teil Choreographie ist, treten noch verschieden Taenzer auf (Goetter, Affen, Daemonen, Prinzen,...). Zum Abschluss gab es noch einen Auftritt mit gluehenden Kohlen. Als Reiter verkleidet ist ein Taenzer ueber gluehende Kokosschalen gehuepft. Wenn es auch nur eine Auffuehrung fuer Touristen war,  waren die Taenze trotzdem original und somit ein tolles Erlebnis. Vor der Fahrt zurueck nach Kuta gab es zum Mittagessen noch einmal Nasi Campur. Zu einer Portion Reis stellt man sich aus verschiedenen kalten Haeppchen (Gemuese, Ei, Tofu, Satai,...) einen Teller zusammen. Das ganze kostet in unserem Lieblinglokal in Ubud (in der Bibliothek) dann auch nur 50cent, schmeckt aber wie 100Euro.<br><br>22.07.07 Kuta<br><br>Na klar sind wir wieder ins Chaos zurueck gekehrt um noch ein wenig zu surfen. Es blieb aber noch genug Zeit um einen weiteren Motorrollerausflug zum Tempel Ulu Watu zu machen. Dieser ist an einem Kliff gelegen und ist in fester Hand einer Affenfamilie. Diese sind noch frecher als in Ubud und Marie ist nur fast einem "Raubueberfall" entgangen (Danke an den Tourguide, der sich mit einem Stock noch dazwischen geworfen hat). Nach dem netten Ausflug cruisen wir zufrieden zurueck nach Kuta - werden aber auf dem Weg noch um 8 Euro erleichtert. Das Hobby der Polizei hier ist naemlich alle Auslaender auf den internationalen Fuehrerschein zu ueberpruefen. Das scheint eine recht gute Einnahmequelle zu sein. Besonders wenn man so schlau ist wie wir und den tatsaechlich vorhandenen internationalen Fuehrerschein im Hotelzimmer liegen hat. Zum Trost geht es zum Surfen, was heute gar nicht so einfach ist, da die See extrem rauh ist.<br>Da wir noch ein wenig Shoppen waren zum Abschluss, musste wieder Bargeld her. Also ab zum Geldwechsler. War aber dieses Mal nicht so einfach, denn uns wollten alle ziemlich dreist uebers Ohr hauhen. Als wir die Angestellten auf die ploetzlich fehlenden Scheine angesprochen haben oder Johannes sich nicht hat ablenken lassen, gab es auf einmal doch die vorher abgestrittene Komission. Nicht mit uns und beim 3. Geldwechsler haben wir endlich die richtige Summe erhalten. <br>Am letzten Tag auf Bali schaffen wir es endlich zur Dawn-Patrol (surfen beim Sonnenaufgang). Dann hiess es auch schon Abschied nehmen und auf geht es zu unserem letzten Stopp: Singapore.<br />
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    <title>Western Australia &#x2014; Perth01.06.07, Australia</title>
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    <pubDate>Thu, 12 Jul 2007 12:32:23 -0400</pubDate>
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        <b>Perth01.06.07, Australia</b><br /><br />01.06.07 Perth<br><br>Grundsaetzlich unterschaetzt man die Groesse Australien, aber bei einem 5-stuendigem Flug von der Ost- an die Westkuest wird einem doch bewusst, wie gross dieses Land ist. <br>Perth wirkt trotz seiner 1,4 Millionen Einwohner nach Sydney richtig kleinstaedtisch. Es macht aber Spass die ueberschaubare Innenstadt per Fuss zu erkunden. Wir bleiben dann auch direkt in einem Pub haengen, um Australien gegen Wales im Rugby zu verfolgen. Das muessen wir uns unbedingt mal live anschauen, denn der Unterhaltungswert dieses Sports ist schon enorm gross.<br>Unser zweiter Tag in Perth steht ganz im Zeichen der Campersuche. Nach etlichem Hin und Her haben wir endlich ein uebezeugendes Angebot gefunden. Der Camperurlaub in Neuseeland hat uns richtig gefallen und auch in Australien ist dies wieder die guenstigere Alternative im Vergleich zur Mietwagen-Hostel-Version. Trotz der anstrengden Suche blieb aber Heute noch Zeit Perth und seine Hafengegend zu erkunden. Wofuer die Zeit nicht reichte konnten wir getrost auf den naechsten Tag verschieben, da morgen ein Feiertag ist (welcher eigentlich?) und wir so den Camper erst am darauffolgenden Tag in Empfang nehmen koennen. Also auch ein perfekter Tag zum organisieren: Fluege buchen, Abrechnungen, Steuerrueckerstattung, Mails beantworten... Ja Reisen kann schon ganz schoen stressig sein.<br><br>03.06.07, Mandurah:<br>Ab heute sind wir stolzer Besitzer eines neuen Campers. Mit diesem machen wir uns auch schon sofort auf den Weg Richtung Sueden. Unser erster Stop heisst Mandurah. Dort finden wir praktischerweise einen Parkplatz direkt am Strand neben den oeffentlichen Toiletten. Lediglich die Hinweisschilder: "Be Snake aware" machen uns ein wenig nervoes. Nein falsch. Im Laufe der Nacht machen wir erste bekanntschaft mit "Hooning". Und das macht einen noch  nervoeser. Dabei handelt es sich um das dubiose Hobby junger Australier, die ihren Wagen so steuern, dass danach die Strasse mit auesserst kreativen Reifenspurenmustern verziert ist. Nach dem Sinn fragt man hier besser nicht, aber angeblich steigt der Verbreitungsgrad mit der Abgelegenheit des Wohnortes. Und Perth an sich ist schon sehr isoliert und traegt den Rekord als: "abgelegenste Gro&#xDF;stadt der Welt". Adelaide, als Nachbar-Gro&#xDF;stadt erreicht man erst nach 2.700km. <br>Kaum verlassen wir die Stadt ueber eine Bruecke sehen wir einen Schwarm Delphine durch den Meeresarm ziehen. Wow das war einach - wir koennen kaum erwarten was uns Australiens Tierwelt noch so zu bieten hat. An dieser Stelle rufen wir den Wildtiersichtungswettbewerb aus (Ersichtung 3 Punkte, Folgesichtung 1 Punkt). Unsere Route fuehrt uns heute nach Burnbury. Das Staedtchen scheint ganz nett zu sein, aber wir beeilen uns da es dunkel wird und wir noch einen Stellplatz suchen muessen. Wir haben dann auch einen gefunden. Vorteil frei zugaengliche Toiletten - Nachteil: Es handelt sich um den gut gefuellten Parkplatz des Kinocentres. Leider ueberzeugen uns weder Filmauswahl noch Eintrittspreise und so schauen wir uns in unserem Refugio "Friends" auf dem Handy an. Fruehstueck verlegen wir aber dann an den Strand und erreichen schon frueh die Heimatstadt unseres Canada-Kollgens Breac: Margarat River. Die Stadt hat zwar nur 6.000 Einwohner, aber dafuer allerhand zu bieten. Unter anderem 5 Surfgeschaefte, wo wir den Vormittag verbringen auf der Suche nach einem geeigneten Surfbrett. Aber vielleicht schauen wir uns erst einmal die Wellen an - ok, Surfbretteinkauf erst einmal verschoben. Da uns das notwendige Selbstmordpotential fuer diese enormen Wellenberge fehlen, beschliessen wir erst einmal beim Sightseeing zu bleiben. Als Trost gibt es einen scenic parking place am Surfers-Point (inkl. obligatorischer oeffentlicher Toilette). Wehmuetig beobachten wir am naechsten Tag am Nachbarstrand unter humaneren Bedingungen die Surfkuenste anderer. Wir bleiben aber bei unserer vorlaeufigen Entscheidung Wandern zu gehen. Durch Eukalyptuswaelder geht es zum beliebten BBQ-Place wo wir den Gesaengen unseres Freundes dem "lachenden Hans" lauschen. Aber schon geht es wieder weiter an den sued-westlichsten Punkt Australiens: Cape Leeuwin.<br><br>09.06.07 Cape Leeuwin <br><br>Rechts nichts, geradeaus nichts, links nichts. Wo sind die Wale??? Angeblich ziehen hier ab Juni Buckelwale vorbei, aber wir haben wie schon in Canada kein Glueck mit "Whale-Watching". Dabei beobachten wir schon seit 2 Stunden bei einem ausgiebigen Fruehstueck von unserem Panoramaparkplatz das Meer. Gefrustet besuchen wir das niedliche Wal-,Schiffbruch- und Einwanderungsmuseeum - das ganze in einem Raum. Hier erfahren wir von der stolzen Leistung der Buerger Augustas, als sie in den 80ern ueber 100 "false killer whales" nach eine Massenstrandung retteten. Fuer viele Schiffe konnten sie aber anscheinend weniger tun, bei der grossen Anzahl von Wracks die es hier gibt. Nun aber weiter mit unserem Camper bis nach Pemberton, wo der beruehmte Gloucester Tree steht. Praktisch, dass es einen Parkplatz an einem Weingut dort gibt, so dass man sich bei einer Weinprobe erst einmal "Mut antrinken" kann. Den braucht man auch um den 63m hohen Lookouttree zur Feuerueberwachung zu erklimmen. Fast senkrecht ging es ueber die in den Baum gerammten Eisenstaebe zu der Plattform in der Baumkrone (Wird immer noch zur Brandwache genutzt). Marie hatte nach  20 Staeben genug, aber Johannes ist tapfer bis nach oben geklettert. Fuer die Aussicht hat es sich gelohnt und ausserdem gab es kraeftigen Applaus von den restlichen Besuchern.<br>Was gehoert zu jedem Australienbesuch??? Kaenguruhs! Gegessen haben wir sie schon und heute Abend endlich eine ganze Herde bei unserem Campingplatz gesichtet. Man koennte die drolligen Tiere echt stundenlang beobachten, besonders wenn sie huepfen (wirkt wie ein Reh, das sich wie ein Frosch bewegt). Am naechsten Morgen bekommen wir den Anblick noch einmal in aller Schoenheit geboten, als wir eines auf unserem Weg aus der Dusche fast eines  umrennen.<br><br>Ein Highlight im Suedwesten ist der von der Umweltbehoerde erbaute "Walk of the Giants". Eine 600m lange futuristisch wirkende Brueckenkonstruktion fuehrt bis in die Gipfel der bis zu 60m hohen und 400 Jahren alten Karri-Baeume (eine Eukalyptus-Art). Auf den bis zu 40m hohem Laufweg kann es einem schon ganz schoen schwindelig werden, besonders da die Konstruktion (gewollt oder ungewollt ist hierbei nichts ganz klar) ziemlich schwankt. Aber egal, denn dieses Erlebnis ist fantastisch und der Blickwinkel einmalig. Fast genauso aufregend ist der Stamm, der solch einen Durchmesser hat, dass es frueher in ausgehoelter Form als "Unterkunft" gedient hat.<br>Gegen Nachmittag erreichen wir das beschauliche aber sehr nette Denmark. Zuerst zum Wellencheck an den Strand: Ja hier kann man surfen gehen. Ein Stellplatz am Meer ist auch schnell gefunden.<br><br><br>Denmark, 11.06.07<br>Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aber zum Glueck nicht zu unserem Ungunsten. <br>Das Ausleihen der Surfequipments war sehr teuer, aber als wir noch mit uns gerungen haben, ob wir uns in die Wellen stuerzen sollen, hat eine Einladung uns die Entscheidung leicht gemacht. Also ab ins Auto und in 2 1/2 Stunden Richtung Norden nach Frankland geduest. Dorthin wurden wir naemlich spontan zum Mittagessen in das Frankland Estate Weingut eingeladen. Welch ein Zufall, denn die Innhaberin war Tags zuvor bei Johannes Eltern zu Besuch. Das Essen mit der Belegschaft war lecker, die Weingutsbesichtigung sehr informativ und die Weine..mmmmh. Zur Kroenung des Gegenbesuches gab es noch ein Carepaket mit Weinen zur weiteren 'Verkostung". Danke! <br>Nun hiess es aber weiter Kilometer machen, da wir morgen wieder in Perth sein wollten.  Viel gibt es auf der Strecke nicht zu sehen, wir hatten aber dafuer eines der typischen Australien-Erlebnisse. Fuer die Suche nach einem nahegelegenen netten Restaurant (so ziemlich alles aus Schnellimbiss) wollten wir uns Rat im Inforamtion Centre von Kojonup holen. Dies Frage loeste eine viertelstuendige Diskussion zwischen den beiden vertatterten aber reizenden Damen aus. Das Resultat: Ein netter Chinese, der aber leider erst nach 260km erreicht wird. Getroestet haben wir uns mit dem standardmaessigen "free coffee for drivers" und den selbstgebackenen Fruchtkuchen. Ansonsten war es heute zu spaet zum Weiterfahren, aber am naechsten Tag stellten wir fest, dass es wirklich kein anderes Restaurant auf der Strecke gab.<br><br>Perth, 12.06.07<br>Johannes strahlt wie ein Honigkuchenpferd, denn er ist nun stolzer Besitzer einer kompletten Surfausruestung. Da wir in den Surflaeden in unserer Preisklasse nicht fuendig wurden, mussten die alten Canada-Tricks wieder herhalten. So pilgerten wir zum oertlichen Pfandleiher und nach ein wenig Verhandlungsgeschick war das Equipment inklusive Wetsuits komplett. Parkplatz am Scarborough Beach und angenehme Wellen, erlaubten am naechsten Tag den erste Surfausflug. Endlich!! Und weil es so viel Spass gemacht hat, ist Marie am naechste Tag mir raus (Und war "fast bei den grossen Jungs" draussen). Gesurft wurde aber nur bis zum Mittag, denn schliesslich wollen wir uns langsam auf den Weg Richtung Norden machen. In Perth ist es schon deutlich waermer und wir sind gespannt, wann wir das erste Mal draussen zu Abend essen koennen, da die Naechte doch noch recht kuehl sind. In Lancelin (unser Tagesziel) auf jeden Fall nicht, aber dafuer konnte man dort am naechsten Morgen um so besser surfen. Johannes begeistert sich so sehr dafuer, dass er kaum noch aus dem Wasser zu bekommen ist. Doch wir muessen los und Surfstraende gibt es weiter noerdlich bestimmt auch. Da wir genug hatten von den kalten Strandduschen, ging es in Geraldton auf einen Campingplatz - ausserdem hat sich unsere Kleidung sehr ueber die Waschmaschinen dort gefreut. <br><br>15.06.07 Geraldton,<br>In diesen letzten wirklichen Stadt auf den langen Weg nach Norden wurde noch einmal Grosseinkauf gemacht. Dann ging es wieder auf den Highway, der eigentlich mehr mit einer Landstrasse zu vergleichen ist. Nach 45 Minuten durchfahren wir das letzt Mini-mini-Kaff (Eigentlich nur Tankstelle, Gemeindehaus, Sportplatz und Tante Emma-Laden) fuer die naechsten 380km. Ich wiederhole, kein Doerfchen auf einer Strecke bei der man bei uns schon in der Schweiz gelandet waere. <br><br>Die einzigen Anzeichen von Zivilisation (denn Radio gibt es schon lange nicht mehr), sind die spaerlich gesehten Roadhaeuser (wie Mini-Raststaetten). Dafuer sieht man auf dieser langen Strecke enorm viel Roadkill. Besonders Kaengeruhs erwischt es hier nachts haeufig (leider haben wir so bisher mehr tote als lebendige Kaengeruhs gesehen). Das kann auch des oefteren fatale Folgen fuer das Gefaehrt haben. Tagsueber ist die Gefahr dann meist eher durch die riesigen Adler gegeben, die an den Kadarvern picken. Toi, toi, toi, bis jetzt haben wir noch nichts gerammt und verbringen so unbeschadet mit anderen Campern die Nacht an einem Highway-Parkplatz. Hier in den Auslauefern des Outbacks wirkt die Natur auf uns total surreal, was noch durch den tiefroten Sonnenuntergang verstaerkt wird. Es ist total ruhig hier (wenn nicht gerade einer von den Riesen-LKWs vorbei kommt) und man kann wunderbar die zahlreichen Sterne beobachten.<br><br>17.06.07 Coral Bay<br>Wieder mit orangenem Sonnenaufgang geweckt, geht es weiter Richtung Norden, bis wir Nachmittags endlich Coral Bay erreichen. Auf ueber 200 km erstreckt sich hier in unmittelbarer strandnaehe ein traumhaftes Korallenriff. Was in Europa eine ueberlaufene Attraktion waere ist hier gerade mal von 2 Minikaeffern erschlossen. Somit ist es vom Tourismus nicht ueberrollt und verleiht dem Ganzen eine sehr relaxte Atmospaehre. Zuerst sind wir zwar nicht so begeistert von dem Ressortaehnlichem Aufbau, aber die Schnorcheltour am naechsten Tag hat es fuer uns rausgerissen. Naja fast haette es nicht geklappt, denn wir mussten erst mal unseren verloren Autoschluessel am Strand  wiederfinden. Wer haette gedacht, dass man so neue Leute kennenlernt. Fuer einige war es so ein Spass, dass sie uns Tage spaeter noch gefragt haben ob mit dem Schluessel alles in Ordnung ist. Nun ging es aber ausgestattet mit Neoprenanzug, Taucherbrille, Schnorchel und Flossen auf Tauchgang zwischen den strandnahen Korallen. Wir sind total fazinierd von den vielen bunten Fischen, auch wenn sie Marie manchmal nicht ganz geheuer sind. Wenn das Wasser etwas waermer waere koennte man hier stundenlang rumgleite. Sieht naemlich hier genauso aus wie in den Meeresdokumenationen im Fernsehen. Also morgen noch einmal. Bei schoenerem Wetter waren wir noch laenger im Wasser und haben noch mehr Fische gesehen. Also morgen noch einmal. Mittlerweile haben wir uns auch mit dem Dorf angefreundet.  Besonders nachdem wir entdeckt haben, dass sich fast alle Leute um 17.30 Uhr zur Happy Hour in der Hotelbar treffen. <br>Marie hat immer noch nicht genug vom Schnorcheln und so geht es am naechsten Tag erst gegen Nachmittags wieder zurueck Richtung Sueden.<br><br>21.06.07 Quobba Bay<br>Durch schmal unterirdische Hoehlen wird hier bei starken Wellen Wasser so durch gedrueckt, dass eine riesige Fontaene entsteht. Dies nennt man dann Blowholes. Wir hatten das Glueck neben diesem Phaenomen auch noch jagenden Seeschildkroeten beobachten zu koennen. Da haben sich die 60km Umweg doch gelohnt. Nur ins Wasser trauen wir uns nicht, da der Ranger bei der Begruessung das Wort Hai allzuoft erwaehnt hatte. Die Nacht verbringen wir dort auf einem Alternativ-Campingplatz, der wie ein riesiges Hippiecamp wirkt und direkt hinter den Duenen liegt. Ideal um den Sonnenuntergang im Sand sitzend geniessen zu koennen. <br><br>22.06.07<br>Am naechsten Tag ging es dann mit sen letzten Tropfen Benzin nach Canarvon. Unsere Benzinkalkulation war etwas zu optimistisch (was einem im Outback nicht passieren sollte) und so verbringen wir die letzten 100 km zur Tankstelle mit Hoffen und Beten. Super erleichtert mit vollem Tank und unserem "free coffee for drivers" geniessen wir es wieder in einer Stadt zu sein. Also ab ins Internet. Shopping ist auch mal wieder noetig, aber wer haette gedacht, dass dies so kompliziert ist. Man stelle sich das mal vor. Da befinden wir uns  in einem grossen Fischerei-Hafen und alles was wir 1 Stunde Suchen finden koennen ist tiefgefrorenes importiertes Fischfillet aus Kenia im Woolworth. Auch Nachfrage bei Einheimischen bringt uns nicht weiter, da diese es selber noch nie fuer notwendig gehalten haben Fisch zu kaufen, da Angeln hier Angeblich so einfach ist. Am Abend schaffen wir es dann endlich nach unzaehligen Anlaeufen ins Kino. Vorher wird aber noch Johannes neues Lieblingsgericht zubereitet: microwaved chocolate Pudding. Unsere Wohnungssuche in Mainz geht uebrigens voran, obwohl das nicht immer so einfach mit dem Internet, der Zeitverschiebung und oeffentlichen Telefonzellen ist.<br>Endlich ist Samstag, denn heute steppt der Baer in Canarvon. So geht es erst zum beschaulichen Markt und danach zum "Footy". Heute spielen naemlich 2 Clubs aus der 1. Liga von Western Australia (WAFL) gegeneinander: South Fremantle gegen West Perth. Da Canarvon selber kein besonders erfolgreiches Team hat, darf es Gastgeber fuer dieses wichtige Spiel sein, was natuerlich ein Grossereignis in diesem isolierten Staedtchen ist. Das Spiel erinnert uebrigens am ehesten an Rugby, nur dass es noch schneller und chaotischer ist. Da wird dann auch nicht unterbrochen wenn jemand auf dem Spielfeld verarztet wird. Waehrend auf dem Spielfeld fast alles erlaubt ist, duerfen die Zuschauer aufgrund der strikten Alkoholgesetze ihr Bier nur in einem eingezaeunten Bereich trinken. Wir haben das Teil mal Gatter getauft. Unser Team (aehnliche Trickots wie Mainz05) hat leider ganz knapp verloren. Wir hatten aber trotzdem einen schoenen Tag. Zum Abschluss haben wir uns beim Verlassen der Stadt eine alte riesige Weltraumschuessel angeschaut. Diese stammt aus der Zeit, als Australiens am Rennen um den 1. Mann auf dem Mond teilgenommen hat. Ziemlich beeindruckendes Bauwerk.<br>Fuer die Nacht parken wir in der Wildnis und machen endlich unser 1. Lagerfeuer. Fehlt nur noch der Kaengeuhbraten. <br><br><br>24.06.07 Denham<br>Am Overlander Roadhouse biegen wir rechts ab und verlassen den Highway um zur Shark Bay (Weltkulturerbe) zu gelangen. Den ersten Stopp legen wir in der Hamelin Bay ein. Dort leben naemlich unsere Vorfahren. Vor ca. 50 Jahren haben naemlich Wissenschaftler dort die ersten lebenden Stromatholiten entdeckt. Diese mehr an Steine erinnernden Kreaturen gab es schon vor 1,9 Milliarden Jahren und haben damals als erste Wesen Sauerstoff produziert und somit anderes Leben erst moeglich gemacht. Cheers Mate! Danke Jungs!!<br>Der naechste Stopp wird am Muschelstrand eingelegt. Ein riesiger Strandabschnitt ist hier mit einer bis zu 5m dicken Schicht aus kleinen weisse Muscheln bedeckt. Unser Tagesziel ist aber Denham. Aber irgendwie hat dort alles zu, es ist nicht besonders Aufregend und Angelglueck haben wir auch nicht. Als wir dann auch noch vom Ordnungsamt von unserem Parkplatz vertrieben werden, beschliessen wir noch die 25km nach Monkey Mia weiterzufahren. Immer schoen langsam, denn man weiss ja nie wann so ein Kaengeuh aus dem Gebuesch gehuepft kommt. Zum Glueck haben wir uns am Vortag wie fast immer beim Essen kochen mengenmaessig ziemlich vertan und so mussten wir nur noch unsere Asiapfannen-Reste aufwaermen. So gestaerkt sah alles schon wieder besser aus und gut gelaunt ging zum Strandspaziergang von dem wir noch besser gelaunt zurueck kamen. Den unmittelbar am Strand haben sich 2 Delphine im Wasser getummelt. Dazu muessen wir aber sagen, dass es nicht ganz unerwartet war, denn Monkey Mia ist fuer seine im Flachwasser jagende Delphine beruehmt.<br><br>25.06.07 Monkey Mia<br><br>Monkey Mia ist eine interessante Mischung aus Ferienressort und Wissenschaftsstaion. Um 7.30 Uhr treffen sich dann auch Wissenschaftler und Touristen am Strand zur grossen Delfinfuetterung. Dabei wird einem sehr viel zu den Tieren erklaert. Auch wenn diese mit ihrem "Dauergrinser" einen gewissen  Kitschfaktor haben, ist es schwer sich nicht fuer die im Wasser tollenden Saeuger zu begeistern. Fuer das ganze gibt es einige Restriktionen, damit die Tiere nicht zu sehr an die Menschen gewoehnt werden. Unter anderem werden nur bestimmte Delphine mit einer festgelegten Anzahl an Fischen gefuettert. Und wer hatte das Glueck Piccolo und Nicki einen Fisch geben zu duerfen? Johannes &#x26; Marie. Parallel erfolgt die Pelikanfuetterung, die einegfuehrt wurde damit kein Futterkampf am Strand entsteht. Mindestens genauso ein Spass da zuzuschauen. Tennisplatz, Hottub, Schwimmbecken, Bar am Strand,... ein Luxus den wir lange nicht mehr hatten. So beschliessen wir dann auch direkt 1 Nacht laenger zu bleiben. Unter anderem leihen wir uns ein Kayak aus und erkunden die flache Shark Bay. Zum Glueck treiben sich die Haie aber eher im Sommer hier rum und so ueberstehen wir den Ausflug unbeschadet und beobachten ungestoert Delphine und Schildkroeten. Abends wird es dann noch einmal richtig interessant, als wir bei einem Vortrag eines Wissenschaftlers ganz viel ueber die Meeresbewohner und die Zusammenhaenge der Lebensraeume. Auf jeden Fall wird Johannes Surf-Beruhuigungs-Theorie wiederlegt: Haie halten sich naemlich doch sehr gerne im flachen Wasser auf. Dafuer sind sie aber misserable Jaeger, nur doof, dass wir noch misserablere Schwimmer sind.<br><br>26.06.07 Kalbarri,<br><br>Nach langer Fahrt erreichen wir zwischen Meer und Nationalpark gelegene Staedtchen Kalbarri. Zuvor muessen wir aber noch von unserem Fahrthighlight berichten: Wir haben einen Schnabeligel gesehen. Dafuer wurde spontan abgebremst und mit der Kamera ausgestattet losgespurtet. Zum Glueck hat dieses Tier die Angewohneit bei Gefahr (in dem Fall wir) die Stacheln auszufahren und zu erstarren. So konnten wir dieses seltene Lebewesen in Ruhe beobachten. Es ist uebrigens so aussergewoehnlich, dass es mit seinem Verwandtem dem Schnabeltier eine eigene Tiergruppe bildet, da man sie nirgendwo richtig einordnen konnte: Tier das Eier legt, seine Jungen saeugt, Fell und Schnabel hat und obendrein auch noch giftig ist. So etwas gibt es echt nur in Australien. Auf diesen Gluecksfund hin, gehen wir erst einmal einen Trinken. Danach finden wir einen traumhaften Stellplatz auf rotem Felsen am Meer (red Bluff) von dem uns auch keiner vertreibt. <br>Eigentlich hatten wir geplant laenger hier zu bleiben, aber wegen Nebensaison und schlechtem Wetter kann man gerade nicht so viel unternehmen. Wir schaffen es aber noch vor dem grossen Regen einen Strandspaziergang zu machen, wo wir fleissig Muscheln sammeln. Aber immer vorsichtig, denn auch Muscheln koennen toedlich sein in Australien. Wir beschliessen weiter nach Sueden zu fahren und machen fuer die Nacht Stopp am Pink Lake (dieser hat je nach Sonneneinstrahlung ein mehr oder weniger starken rosa Schimmer, welcher von beta-carotin-produzierenden Algen ausgeloest wird.<br><br>28.06.07 Geraldton<br><br>Frueh geht es los nach Geraldton, aber natuerlich nicht ohne einen Stopp in Northhampton . Schon auf dem Weg nach Norden haben wir hier in einem kleinen Cafe sehr leckere Pies entdeckt, so bitte einmal "Chunky Steak" und ein "Curry Beef". Mmmmh lecker.<br>Zum ersten Mal quartieren wir uns in ein Hostel ein. Das ist ganz nett und war vorher mal ein Krankenhaus, wurde dann in ein Gefaegnis umgewandelt und ist jetzt Hostel. In dieser historischen Staette lernen wir dann auch Carl kennen. Er spricht Marie an der Waschmaschine an und als er mitbekommt, dass wir aus Deutschland kommen, war schon direkt ein Termin zum Skat spielen festgelegt. Er war selber fuer einige Jahre als BWL-Professor in Deutschland und probiert sich jetzt in Suedseeimmobilien. Kaum zu glauben, aber tatsaechlich hat Johannes mit Abstand gewonnen. Kommentieren Sie bitte jetzt Herr Wagner!!<br><br>29.06.07 Geraldton<br>Happy Birthday to me, happy birthday to me,...<br>Nee ganz so schlimm war es nicht und immerhin hat Johannes fuer Marie eine kleine Geburtstagsparty organisiert (inklusive roter Schaumstoffnasen, denn immerhin war "red nose-day". War wirklich im Endeffekt ein super Tag mit Geburtstags-SPA-Behandlung fuer Marie, Surfen fuer Johannes und fantastisches Abendessen beim Italiener fuer beide. Dort haben wir dann auch wieder Carl getroffen und uns gegenseitig mit Wein versorgt. In Australien braucht man naemlich eine Lizens zum Alkoholausschenken. Unser Abendessen war aber ein Sonderevent in einem Cafe das eine solche Lizens nicht besitzt. Deswegen bringt man dort einfach seinen eigenen Wein oder was auch immer mit. Nicht nur das ist anders in Australien, sondern auch der Fakt, dass Cafes, Bistros, Restaurants,... keine Toilette haben muessen. Da es wie gesagt ein kleines Cafe war, hatte es wie so viele Einrichtungen kein WC. Da der Abend aber lang war, wurden Gutscheine verteilt mit denen man im Kino aufs Klo durfte. War aber alles egal, denn das Essen war ungalublich gut und wir sind kaum noch aus dem "mmmmmhh wie lecker" rausgekommen.<br>Natuerlich haben wir dann erst einmal lange ausgeschlafen. Das war aber schon das Highlight von dem Tag. Denn das interessante Museum hatten wir am ersten Tag bereits besichtigt und Samstags machen alle Geschaefte um 12 Uhr zu. Wollten uns dann erkundigen wo der Surfkontest am naechsten Tag stattfindet um zu erfahren, das dieser auf heute verschoben wurde und eigentlich schon vorbei ist. Naja so Tage gibt es auch.<br>Also geht es am naechsten Morgen frueh los um neue Gegenden zu entdecken. Da aber die Fahrt so lange gedauert hat, muessen wir das Endecken auf morgen verschieben.<br><br>02.07.07<br>Und da gabe es einiges zu entdecken. Unser Ausflug fuehrte in den Yanchep National-Park. Der ist eigentlich beruehmt fuer seine Koalas, aber wir haben erst einmal Kaengeruhs getroffen. Koalas gab es aber auch und eines hatte sich ueberlegt genau vor uns rumzukrabbeln und Eukalyptus zu mampfen. Die Koalas leben dort frei, aber damit man auf jeden Fall welche sieht haben sie ein paar in einem kleinen Revier zusammengehalten, wo sie auch ordentlich mit Futter versorgt werden. Danach ging es aber richtig los. Da es heute ziemlich stuermig und grau war, gab es nicht viel andere Besucher und so sind wir auf dem keinen Rundweg auf eine ganze Horde Kaengeruhs getroffen, danach noch auf eine und eine andere,... Waren am Ende wirklich weit ueber 50 Tiere gewesen. Ein netter Abschluss fuer Australien. Kakadus waren auch ueberall und in allen Farben. Die Rosanen sieht man immer, aber es gab auch graue und gruene. Letztere waren besonders aufdringlich als sich Johannes sein verspaetetes Fruehstueck zubereitet hat: Spagbo -&#x26;gt;Spagetti Bolognese auf Toast (so etwas koennen auch nur Australier zum Fruehstueck essen, und Johannes).Frisch gestaerkt haben wir uns dann wieder in die Grossstadt gewagt. Unser erstes Ziel in Perth war IKEA gewesen. Genau das Richtige, denn nachdem wir beim Parkausflug verschont geblieben sind, kam der Regen jetzt um so heftiger runter. Auf jeden Fall haben wir dort erst einmal Wohnungsideen gesammelt. Haben zwar noch keine Wohnung, aber ein IKEA-Katalog kann nie schaden. Der Sturm war dann auch echt heftig an dem Tag, so dass wir fast Angst hatten, dass unser Camper umgeweht wird. <br><br>03.07.07 Perth<br>Bei so viel Wind wurde auch nichts aus Johannes Surfplaenen und so haben wir stattdessen in Ruhe das Aute gereinigt, denn heute heisst es Abschied nehmen von umserem Van (Leider hatten wir bis zum Ende keinen Namen fuer ihn). Der letzte Tag war mal wieder stressig, denn es dauert doch bis packen, putzen, Gas auffuellen, tanken,... erledigt ist. Haben es aber geschafft und sind somit dann wieder ins Hostel gezogen fuer unsere letzten 2 Tage in Perth. Zum Abschluss gab es dann noch einmal einen Ausflug nach Fremantle, wo es ein sehr nettes Maritim-Museum gibt. Das beste daran ist aber, dass sie dort ein echtes U-Boot stehen haben, dass bis 1995 noch in Benutzung war. Die Fuehrung wurde dann sogar von einem ehemaligen U-Boot-Besatzungmitglied (allerdings von einem anderen Boot) gemacht. War super interessant und wir sind kaum noch aus dem Fragen rausgekommen. Fremantle ist an sich auch ganz nett, aber zum Abendessen sind wir nicht geblieben, denn es heisst immer noch Reste vernichten. So haben wir dann auch fuer allgemeine Heiterkeit gesorgt, als wir am naechsten Morgen alle Reste auf den Tisch gestellt haben und versuchten noch so viel wie moeglich in unserem Fruehstueck zu verarbeiten. Das meiste ist dann aber doch im Free-Food-Storage gelandet (Der Rest Nutella hat direkt einen neuen Freund gefunden) . Dann ging es auch schon zum Flughafen. Hatten bis dahin noch gar nicht wirklich realisiert, dass es jetzt nach Asien geht. Geplant ist eigentlich auch noch nichts, denn wir waren ja die ganze Zeit noch am Planen unserer Australien-Reise, also lassen wir uns wie immer ueberraschen. Bali wir kommen!!!<br />
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    <title>Sydney &#x2014; Sydney, Australia</title>
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    <pubDate>Thu, 07 Jun 2007 00:43:09 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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        <b>Sydney, Australia</b><br /><br />Sydney, 30.05.07<br><br>Unser erster Eindruck: Die Stadt ist super sympatisch. Die Sonne geht gerade unter waehrend wir Richtung Darling Harbour schlender. Fuer den 1. Abend haben wir uns direkt ein Highlight rausgesucht: Das Sydney Aquarium. Da ansonsten nicht so viele Leute die Idee hatten bis 22 Uhr ihren Abend im Aquarium zu verbringen, konnten wir ohne Gedraenge ungestoert Schnabeltier, Krokodil und Co beobachten. War uns nur nicht ganz so geheuer im Haitunnel alleine mit ueber 20 dieser Exemlare zu sein. Fuer Landbewohner erstmal ziemlich unheimlich, aber auf jeden Fall sehr beeindruckend, wie auch das gesamte restliche Aquarium.<br>Nach  unseren geschunden Fusssohlen zu urteilen sind wir einen halben Marathon durch Sydney gelaufen. Aber bei so schoenem Wetter konnte man nicht genug kriegen von der Stadt. So liefen durch Chinatown, zum Darling Harbour, durch die Innenstadt, durch einige Shoppingmalls, zum Royal Botanical Garden, dem Opernhaus, der Harbourbridge, dem Circular Quay und zu the Rocks. Dann eigentlich den gleichen Weg zurueck, wobei wir dieses Mal von wild gewordenen Kakadus angegrifen wurden - jedenfalls dachten wir das (unser erschrecktes Zusammenzucken war bestimmt ein lustiger Anblick). Aber Ausruhen war noch lange nicht angesagt, da wir uns abends mit Larissa und Pete zum Pub-crawling getroffen haben. Die beiden hatte Marie in Quito kennengelernt (ich sag nur mask-party) und jetzt gab es ein nettes Wiedersehen in deren Heimatstadt.<br>Sydney ist nicht nur Hafenstadt, sondern hat auch einen Strand: den  Bondi Beach. Wir also in den Bus und ab zum weltberuehmten Surfstrand. Gesurft sind wir nicht, aber hatten einen schoenen Tag dort verbracht.<br>Das war dann auch leider schon das Ende unseres Sydney-Aufenthaltes, denn am naechsten Vormittag ging unser Flug nach Perth.<br />
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    <title>New Zealand, North Island &#x2014; Auckland, New Zealand</title>
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    <pubDate>Fri, 01 Jun 2007 08:38:51 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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        <b>Auckland, New Zealand</b><br /><br />23.05.07 Wellington,<br><br>Mit der Faehre erreichen wir in 3 Stunden die Hauptstadt Wellington. Nach so viel Natur sind wir im ersten Moment erschlagen von einer Grossstadt, aber schon nach kurz gewoehnen wir uns an den Trubel und so viel geschaeftigkeit. Besonders die schoen gestaltete Hafengegend hat es uns angetan und somit waere dann auch entschieden wo wir heute Nacht parken. Am naechsten Morgen beginnen wir die Sightseeing-Tour mit dem dann doch nicht so spekatkulaeren Regierungsviertel, gefolgt von der Innenstadt und einem abschliessenden Bummel durch das Cubaviertel (super fuer Shopping und Kaffee). Da wir aber heute noch mehr vorhaben, muessen wir leider die schoene Stadt schon recht frueh wieder verlassen. Nach 2-stuendiger Autofahrt erreichen wir aber bereits das naechste Highlight: Martinborough - eine bekannte Weinregion an der Ostkueste. So gingen wir auf klassische Weinprobentour zu verschiedenen kleinen Weinguetern. Da der Wein nicht ganz verkehrt war, haben wir an jeder "Station" eine Flasche gekauft. Die erste gab es noch am selben Abend zum Fisch (genannt Moki). <br><br>25.05.07<br>Nach langer Fahrt erreichen wir am Nachmittag das Kuestenstaedtchen Napier. Es ist bekannt fuer sein vielen Art Deco-Haeuser (trauriger Weise wurden diese gebaut, weil zuvor ein Erdbeben die Haelfte der Stadt zerstoert hatte). Eigentlich wollten wir abends noch zu einem Konzert, aber nachdem dort nicht wirklich viel los war, sind wir dann im Irish Pub gelandet.<br>Nach so viel Kueste ging es jetzt mal wieder ins Landesinnere. Am riesigen Lake Taupo haben wir uns (zwecks Besichtigung eines Wasserfalls) die Beine vertreten. Den Rest des Tages verbrachten wir dann leider damit ein neues zu Hause fuer unsere Abwaesser zu suchen - Ohne Erfolg. Hoffentlich haben wir morgen mehr Glueck in Waitomo.<br>Doch die geplante Strecke zieht sich mal wieder laenger als gedacht und so haben wir es gerade noch gegen zwei nach Waitomo geschafft. Also wieder nur unsere Abwaesser durch die Gegend kutschiert.<br>Was solls. Sowas tritt total in den Hintergrund wenn man sich nassen, kalten und vor allem sexy Neoprenanzuegen ausgeliefert sieht. Aber da muessen wir jetzt durch. Denn wir haben uns entschlossen eine Caving-Tour (Hoehlenerkundung) zu machen. Hoert sich jetzt erstmal ganz harmlos an, aber hat nicht viel mit europaeischen Hoehlenwanderungen in Jeans und Turnschuhen gemein.<br>Bis zu der Gluehwuermschenhoehle war ja alles ganz relaxt. Dort konnte man im stockdunkeln den imposant leuchtenden Kot der an der Decke (k)lebenden Maden bewundern. Kundenfreundlich nennt man das dann "Glohwormcave".  Nun ging es aber weiter mit dem "Indiana Jones-Teil": durch brusthohes 11Grad kaltes Wasser waten, durch eigentlich viel zu enge Spalte zwaengen, mit Schwimmreifen dem Flussverlauf folgen, durch Roehren kriechen, ins Wasser springen, ueber Felsen klettern, durch den unterirdischen Fluss schwimmen und jede Menge laufen. Das macht tatsaechlich Spass. Die 2 1/2 Stunden indder Hoehle waren echt ein unvergessliches Erlebnis.<br><br>27.05.07 Comradel Peninsula<br><br>Unsere letzten 2 Tage wollen wir auf der noerdlich gelegenen Comradel Peninsula verbringen. Die Natur ist super schoen und zur Kroenung ist die Halbinsel natuerlich von Straenden umgeben. Da kann man eigentlich auch surfen, aber wegen Nebensaison war es nicht moeglich ein Board zu leihen. Aber auch nicht weiter schlimm, da es hier auch so genug zu erleben gibt. Das Wetter spielt mit und so verlegen wir unser Fruehstueck an einen traumhaften Aussichtspunkt. Der Platz ist wirklich nicht zu toppen. Als wir uns wirklich wieder von dem Ausblick loesen koennen ist es auch schon hoechste Zeit zur Cathedrals Cove zu gehen, die man nur bei Ebbe begehen kann. Auch wenn es euch langweilt, hier war es genauso traumhaft - besonders da wir fast die einzigen Personen dort waren. Da aber auch unsere naechste Station die Hot Water Beaches nur bei Ebbe zugaenglich sind, ging es schon wieder weiter. Neuseeland haelt wirklich einige der merkwuerdigsten Naturphaenomene parat und eines davon sind die Hot Water beaches. Da verlaueft eine heisse Quelle direkt unter dem Sandstrand und so kann man nach etwas buddeln seinen eigenen "Hot Tub" am Strand bauen. Je tiefer man graebt um so heisser wird das Wasser und das ist verdammt heiss. So tut es ganz gut sich ab und zu im Meer abzukuehlen. Nur das naeher kommende Meer verdirbt einem irgendwann den Spass, wenn es mit seinen Wellen die "Badewannen" ueberschwemmt. Das war echt ein verdammt guter Tag und so faellt es uns sehr schwer morgen Neuseeland zu verlassen.<br><br>30.05.07 Auckland<br>Erst verfahren, dann Campingplatz nicht gefunden, verschlafen, doch mehr zu putzen,... Das Ergebnis davon war, dass unsere Besuchzeit von Auckland sich auf ganze 20 Minuten reduziert hat. Naja, wir haben wenigstens den Hafen gesehen. <br>Dann schnell Brummer noch abgegeben und zum Flughafen und auf geht es nach Australien.<br> <br />
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</item><item>
    <title>New Zealand South Island &#x2014; Christchurch, New Zealand</title>
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    <pubDate>Sat, 26 May 2007 03:12:10 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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        </table>
        <b>Christchurch, New Zealand</b><br /><br />13.05.07<br>Abflug nach Neuseeland <br><br>14.05.07<br>Muessen wir irgendwie verpasst haben.<br><br>15.05.07<br>Ankunft in Auckland mit Anschlussflug nach Christchurch.<br>Endlich wieder zu hause!!! Auf jeden Fall ist das unser Gefuehl bei der Ankunft. Nach ueber 4 Monaten Suedamerika wirkt hier alles so vertraut und unkompliziert - nur wir sind es noch nicht.<br>Wir suchen im Klo den Eimer fuers Klopapier.<br>Meiden Taxi- und Busstaende, aus Angst irgendwo reingezerrt zu werden.<br>Unsere Konversationen sorgen fuer Verwirrung, da wir oefters versehentlich zu spanisch wechseln.<br>Wir ueberqueren am Zebrastreifen nicht die Strasse, da wir damit beschaeftigt sind verdutzt die Autofahrer anzustarren, da diese tatsaechlich anhalten.<br>Wir nehmen unsere Wasserflasche mit zum Zaehneputzen, da wir dem Leitungswasser nicht trauen.<br>Total aengstlich ueberpruefen wir unseren Rucksack, wenn wir leicht angerempelt wurden.<br><br>Trotz erster Eingewoehnungsschwierigkeiten, haben wir es tatsaechlich bis zum Hostal geschafft wo wir Maria wiedertreffen. Natuerlich verbringen wir den ganzen Tag miteinander, denn seit dem letzen Treffen in Peru gibt es viel zu berichten. Das ganze verbinden wir mit einem Spaziergang im Park, Museumsbesuch und Stadtrundgang. Christchurch ist echt ein nettes Staedtchen an der Ostkueste der Suedinsel. Uns kommt hier alles nun merkwuerdig vertraut vor - aber keine Zeit darueber nachzudenken. Haben uns naemlich entschieden Neuseeland fuer 2 Wochen mit einem Camper zu erkunden und das muss erst einmal organisiert werden. In der Nebensaison mit vielen guten Angeboten ist das aber ziemlich einfach und so sitzen wir am naechsten Tag um 12 Uhr in unserem etwas uffgestumpten 2 1/2 Personen-Camper. Noch schnell (mehr oder weniger - neue Supermaerkte sind so interessant) den Kuehlschrank voll gemacht und los geht es an die Westkueste. Super, dass Maria auch dahin moechte - so koennen wir noch laenger zusammen reisen. Auf der Strecke geht es ueber die neuseelaendischen Alpen und die Landschaft erinnert schon verdaechtig an Herr der Ringe. Uebernachtet wird zu dritt auf halber Strecke im Camper und zur Feier des Tages gab es Lamm und neuseelaendichen Wein.<br><br><br>17.05.07 Arthurs Pass<br><br>Und was gibt es in Neuseeland zum Fruehstueck: Weet-Bix. Wird gegessen wie Cornflakes nur, dass es in praktischer Brikettform serviert wird. Danach ging unsere 2er-Kolonne weiter Richtung West-Coast. Die Landschaft ist echt atemberaubend und abwechslungsreich. So war es auch einfach spontan einen Kaffeepausenplatz am Lake Brunner zu finden. Diese Stelle  haben wir auch spaeter immer wieder auf Postkarten gefunden. Ist schon sehr praktisch, dass man mit dem Van so flexibel sein kann. In Greymouth wird natuerlich als erstes Fish&#x26;Chips (hier Greasies genannt) bestellt. Das Staedtchen ist ganz suess und so bleiben wir zu dritt noch die Nacht dort. Ein Stellplatz am Strand ist schnell gefunden. Da wir schon wieder hunger haben greifen wir zu unserem "Lonely Planet-Reisefuehrer special Edition". Der wurde naemlich von Chloe fuer uns geschrieben. Danke dafuer!!! Dadurch landen wir an dem (von aussen nicht ganz so einladenden) Railway-Pub. Das Essen hat uns aber ueberzeugt: Lammwuerstchen und Salat "all you can eat" fuer 2,50 &#x26;euro;. Das Ganze im typischen australisch, neuseelaendischem Stil: Casinoecke, Pferdewetten und jede Menge trinkfreudiger Locals. Diese Institution nennt sich dann uebrigens Hotel, was noch lange nicht heisst, dass sie dort Zimmer vermieten.<br>Am naechsten Morgen muessen wir dann Abschied nehmen von Maria. Sehen uns aber  in 4 Monaten in Lu wieder. Hast uebrigens Deinen Reisefuehrer und das smoked Beef bei uns vergessen.<br>Wir fahren also Richtung Norden weiter und machen Stopp an den Pancake-Rocks, die aussehen wie hunderte aufeinander gestapelte Pfannkuchen. Dieser Anblick ist ansich schon Highlight genug, aber da gerade Flut war schiessen zusaetzlich aus sogenannten Blowholes Fontainen hervor. Was fuer ein Schauspiel. Danach folgen wir weiter der Kuestenstrasse. Diese ist wirklich die schoenste Route auf unserer gesamten Reise. Noch staunend erreichen wir eine Seehundkolonie, die wie fast alle Attraktionen hier kostenlos sind (mit Spendenbox).<br><br>19.05.07 Abel Tasman Park<br><br>Nach einer Nacht am Fluss, fahren wir weiter zur Nordkueste. Zwischendurch werden jede Menge "super adventure Trips" angeboten: mit Speedbooten ueber Fluesse heizen, an Seilen ueber Schluchten langgleiten, Fallschirmspringen,... Wir haben uns aber dazu entschieden das Ganze relaxt anzugehen und morgen im Abel Tasman Nationalpark Kayaks auszuleihen. Dafuer stoppen wir in Motueka, geniessen Kaffee, stocken unsere Vorraete auf und suchen uns ein Plaetzchen fuer die Nacht. Leider regnet es am naechsten Tag am Park und so entschliessen wir uns Kayaken auf morgen zu verschieben. Den Camper stellen wir zum ersten Mal auf einen offiziellen PLatz und nutzen kraeftig die Waschmoeglichkeiten. In Suedamerika kann man immer nur seine Waesche abgeben. Das ist zwar sehr bequem, aber viele Kleidungsstuecke sind dafuer nach einiger Zeit eingelaufen, mit Bleichflecken versehen, total ausgewaschen,... Den Park erkunden wir schon einmal zu Fuss. Der Weg fuehrt durch dichten Wald und zweigt immer wieder zu den Straenden ab - das macht Vorfreude auf morgen. Zusammen mit einem Tcheschich-Schwedischen Paar werden wir in die Kunst des Kayakens eingewiesen. Anscheinend haben wir uns nicht total bloed angestellt und so paddeln wir 1 Stunde spaeter alleine davon. Die Landschaft ist super schoen, die Sonne scheint und Paddeln gar nicht so schwer. Was fuer ein toller Tag. Nur bei einem Teilstueck um eine Landzunge war uns das Ganze nicht mehr so geheuer: Wellen, die noch groesser wurden als wir weiter raus mussten um Riffen auszuweichen. War schon etwas furchteinfloessend  in dem kleinen Boeoetchen durchgeschaukelt zu werden.. Als Belohnung erreichten wir aber dafuer einen super schoenen Strand, der mehr an Suedsee als an Neuseeland erinnnert. Aber insgesammt ist es hier auch viel waermer als wir gedacht hatten. Die Winterjacke kann man getrost zu hause lassen. Nach dem schoenen Ausflug ging es dann auch in die sonnigste Stadt Neuseelands: Nelson. Als wir ankamen war es allerdings schon dunkel und so gingen wir nur kurz durch die Stadt und kehrten am naechsten Morgen fuer eine ausfuehrliche Erkundung zurueck. Ist echt nett hier und vor lauter Kaffee und "Steak and Cheese-Pie" haetten wir fast vergessen wieder zu fahren. Auf dem Weg zur Ostkuest haben wir uns dann direkt auch verfahren und mussten uns im dunkeln einen Platz suchen. Dieser lag im Queen Charlotte Sound, wo wir am naechsten Tag eine Wanderung am Fjord entlang machen wollten. Aber es fing an zu regnen und regnete und regnete - von wegen die meisten Sonnenstunden hier. Gefrustet fahren wir zur Dumpstation um ueberfluessiges los zu werden und frisches Wasser aufzunehmen.Da der Bindfadenregen dann aber doch noch abnimmt wandern wir ein kleines Stueck der geplanten Route. Diese fuehrt durch Regenwald oberhalb des Meeres lang. Leider koennen wir nicht mehr laufen, da wir auf die Faehre muessen. Es sind zwar nur 20 km bis zum Hafen, aber bei den kurvenreichen Strassen ueber Huegel und Berge braucht man immer laenger hier.<br />
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    <title>Mendoza und Buenos Aires , Johannes &#x2014; Mendoza/Buenos Aires, Argentina</title>
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    <pubDate>Sat, 19 May 2007 00:54:26 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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                <div style="width:250px; border:2px solid #eeeeee;"><a href="http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/helautotheworld/helautotheworld/1178040000/tpod.html">Jump to the full <br />entry &amp; travel map</a></div><br />
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        <b>Mendoza/Buenos Aires, Argentina</b><br /><br />01.05.07, Mendoza:<br><br>Mittlerweile habe ich Miraflores, meine Heimat fuer die letzten zwei Monate, verlassen und befinde mich in Mendoza. Heute Abend um 20 Uhr geht es allerdings schon weiter nach Buenos Aires und vielleicht Montevideo in Uruguay. Josh, einer meiner australischen Kumpels, hat mich zu meiner Freude dazu entschlossen mich zu begleiten.<br>Der Rest unserer Gruppe (Justin, Chloe und Breac) sind Heute Morgen wieder Richtung Chile aufgebrochen da sie noch ein wenig laenger in ihrem Weingut arbeiten werden.<br><br>Zusammen hatten wir ein superschoenes Wochenende in Mendoza. Allen, die noch nicht in Argentinien waren moechte ich es an dieser Stelle unbedingt als absolut spitzenmaessiges Reiselanb empfehlen. Aufgrund des Preisniveaus (Folge der ca. 5 Jahre alten Regierungskrise) ist es fuer Europaer ein absolutes Schnaeppchen. Im gegensatz zu Peru bekommt man dafuer aber auch noch zusaetzlich gute Qualitaet. Zum Beispiel kostet ein 500g Rindsteak in einem guten Restaurant ca. 5 Euro. Auch ist alles super gepflegt und ordentlich.<br>Insgesamt hat man den Eindruck in einem sehr reichen Land zu sein, allerdings kostet alles nur ein viertel.  <br>Deshalb haben wir das verlaengerte Wochenende hier auch wirklich in Saus und Braus verbracht. Jeden Abend (manchmal zusaetlich zum Mittagessen) gab es Steak satt und dazu 4-5 Flaschen argentinischen Rotwein.<br>Auch ansonsten hat Mendoza echt viel zu bieten: einen riesigen 420 ha Park mitten in der Stadt, Ledergeschaefte ohne Ende und geniale Schokolade. Kein Wunder, dass es mir hier super gefallen hat.<br>Fuer Leute die gerne Weine trinken ist es sowieso ein Traumziel. Vor allem eine Wein-Bar (The Vines) hat es mir angetan. Hier kann man verschiendene themenbezogenen Gruppen von Weinen (In sogenannten Flights) probieren. Darunter sind auch absolute Raritaeten, die man sonst nirgends zu probieren bekommt. <br>Dazu bekommt man sehr viele Hintergrundinformationen zu den Weinen und den Produzenten. Das ganze ist in einem sehr schoenen Ambiente aufgezogen und alles auf die Verkostung von Wein ausgelegt. Absolut genial.<br><br>07.05.07, Buenos Aires:<br><br>Buenos Aires ist schon eine riesiege Stadt. Ca. 13 Millionen Menschen leben hier und die meiste Zeit scheinen sie mit Hupen und anderen Arten von Krach-Machen zu verbringen.<br>Zumindest war das mein erster Eindruck hier. Alles extrem gross, laut und hektisch. Um sich an diese Stadt zu gewoehnen braucht man definitiv ein paar Tage. <br>Diese Eingewoehnungsphase habe ich jetzt aber hinter mir, und es gefaellt mir richtig gut. Josh und ich haben bis jetzt hier eine sehr lustige Zeit verbracht. Das liegt zum Teil auch an unserem Hostel, dem "Limehouse". Schon fast eine Oase der Ruhe im Stadtzentrum. Hier wimmelt es von Reisenden aus allen Teilen der Welt, aber trotzdem hat man seine Ruhe wenn man moechte.<br>Abends ist hier immer was los und so fingen die Tage fuer uns meist etwas spaeter an. Die restliche Zeit haben wir dann mit Einkaufen, Kafeetrinken (Die Cafe cortados in Buenos Aires sind einfach unschlagbar) und Sehenswuerdigkeiten besichtigen verbracht.<br>Nach drei Tagen haben wir dann trotzdem spontan entschlossen einen Kurausflug nach Montevideo in Uruguay zu machen. Also Uebernachtbus gebucht und los gehts. Voller Freude und Interesse fuer ein neues Land (und einen neuen Stempel im Reisepass) machen wir uns also auf den weg. <br>Leider stellte sich dieser Ausflug aber als nicht so spannend wie erwartet heraus.<br>Da wir Morgends um 8 ankamen und wir erst ab zwoelf ins Hostel konntenMontevideo ist eine relativ grosse Stadt (1,5 Millionen), trotzddem wirkt sie fast wie ausgestorben. Vielleicht lag es daran, dass es Samstag-Vormittag war, wir brauchten aber geschlagenen 2,5 Stunden um ein geoeffnetes Cafe fuer unser Fruehstueck zu finden. <br>Nachmittags haben wir uns dann Fahrraeder ausgeliehen und sind die Strandpromenade entlang geradelt. Das wurde uns vorher als absolutes Highlight angekuendigt. Leider war aber alles extrem schmutzig und wir wurden sobald wir anhielten (teils recht forsch) um Geld angebettelt.<br>Kurz gesagt: so richtig vom Hocker gerissen hat uns Montevideo nicht.<br>Also haben wir kurz entschlossen fuer den naechsten Abend eine Faehre zurueck nach Buenos Aires gebucht um dort noch zwei schoene Tage zu verbringen, bevor es dann ueber Mendoza zurueck nach Santiago geht.<br><br><br>12.05. Santiago:<br><br>Die drei Tage Mendoza auf meiner Rueckreise vergingen wie im Fluge. Natuerlich schauten wir nochmal im The Vines vorbei um nocheinmal ein paar Rotweine zu probieren und eine Kiste mit dem herrvorragenden mendocinischen Wein nach Hause zu schicken. Ausserdem ging ich noch mit Josh auf eine interessante Tour durch verschiedene Weingueter auf der man einiges lernen konnte. Abgerundet wurde dieser zweite Aufenthalt durch die obligatorischen und unwiederstehlichen Bife de Chorizo, die besten steaks der Welt.<br>Oh  wie werde ich Argentinien vermissen.<br><br>Uns war es zwar klar, dass zwei Monate getrenntes Reisen schwer werden wuerden, aber wir haetten es nie gedacht, dass wir uns so sehr vermissen wuerden. Umso groesser ist die Freude, als wir uns nach 71 Tagen um 5:45 Uhr am Flughafen wieder sehen. Da unser Flug nach Neuseeland erst spaet Abends geht verbringen wir den Tag in Santiago. Jetzt heisst es nicht nur Abschied nehmen von Sued-Amerika, sondern auch von unseren Freunden. Wir haben naemlich Ueberraschungsbesuch an unserem letzten Tag bekommen und mit Marie ist die Canada Jackson-Triggs-Crush-Crew fast wieder komplett. <br>Nach einem schoenen Tag folgt dann die unangenehmere Nacht: 14 Stunden Flug nach Neuseeland.<br />
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</item><item>
    <title>Freiwilligenarbeit in Ecuador - Marie &#x2014; Quilotoa, Ecuador</title>
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    <category>Travel Blogs</category>
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    <pubDate>Sat, 12 May 2007 16:17:46 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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        <b>Quilotoa, Ecuador</b><br /><br />04.03.07, Quito<br><br>Nachdem Johannes und ich uns noch einmal fuer 2 Tage in Santiago gesehen haben, heisst es jetzt endgueltig Abschied nehmen (wirklich nicht einfach). Nun Reise ich zum ersten Mal alleine in ein neues Land in Suedamerika. <br>Am Flughafen werde ich von Gastmutter Mercedes abgeholt. Das Haus liegt in einem super schoenen Viertel in der Naehe von der Sprachschule. Ansonsten wohnen in dem ziemlich grossen Haus noch Gastvater Atilio und das Hausmaedchen Graciella. Die Kinder sind ausgezogen, aber dafuer kommen ab und zu die Enkelkinder zu Besuch. Ist schon gewoehnungsbeduerftig mit den Hausmaedchen in Suedamerika, aber mit Graciella verstehe ich mich super (gute Gelegenheit mein Spanisch zu trainieren). <br>Montags geht es dann auch schon mit dem Sprachkurs los. Die Schule ist in einem alten Kolonialhaus und zur Zeit sind ca. 30 Schueler dort. Mit mir haben 10 andere Schueler angefangen und gemeinsam gab es erst einmal eine Tour durch die historische Altstadt. Mittwochs haben wir mit einem Lift einen der Berge der Stadt erkundet mit fantastischem Ausblick (war immerhin 4.100m hoch). Shopping war natuerlich auch angesagt in einem der riesigen Einkaufszentren hier. Da gibt es wirklich alles, aber auch zu den fuer uns "normalen" Preisen. Weiss gar nicht wer (ausser Touristen) sich das grossartig leisten kann. Freitag Abend sind wir dann gemeinsam weggegangen und in der Stadt war wirklich die Hoelle aus. Halb Quito geht am Wochenende aus. Wir sind aber schon relativ frueh zurueck und haben den Taxifahrer mit unsereren schlechten Ortskentnissen fast zur Verzweiflung getrieben. War aber auch gut etwas Schlaf abzubekommen, da wir am naechsten morgen frueh nach Bellavista (Nebelwald) aufgebrochen sind.<br><br>10.03.07 Bellavista<br><br>Nichts mit Ausschalfen am Wochenende, denn frueh morgens startet unser Maedelsausflug in den 2 Stunden entfernten Nebelwald. Mit dabei sind Sarah (USA), Katrin (Deutschland), Amy (USA) und Kim (Niederlande). Nach der Ankunft machen wir uns auf eigene Faust auf den Weg und erkunden den Wald. Die Pflanzen sind meist ueberdimensional gross und es blueht und gruent ueberall. Ist ziemlich das wad man sich unter Dschungel vorstellt nur, dass es hier fast keine Tiere ausser Voegel gibt. Wir haben auch direkt Glueck und sehen 3 Tucans. Die machen so einen Krach, dass man sie auch einfach nicht uebersehen kann. Nachmittags haben wir uns erst einmal in unserem urigen Art Baumhaus-Dormroom ausgeruht. War doch zu wenig Schlaf die letzte Nacht. Etwas erholter brechen wir mit unserer Guia Gabriela auf und erfahren was es eigentlich mit den Pflanzen so alles auf sich hat. Nur mit den Voegeln haben wir nicht mehr so viel Glueck. Zum Trost kann man aber immer direkt an unserer Unterkunft Kollibris beobachten, die mit Zuckerwasser angelockt werden. Abends haben wir dann noch ziemlich lang zusammen gesessen und wahrscheinlich die halben "Baumhaus-Bewohner" wachgehalten. Wir hatten aber auf jeden Fall viel Spass. <br><br>Am naechsten Morgen ging es mit Gabriela dann noch einmal los zu dem nahgelegenen Wasserfall. Unser (Sarah, Kim und ich) klares Wochenendziel war es darunter zu duschen. Nachdem wir aber schon fast erfroren sind, als wir nur mit den Fuessen im Wasser waren, haben wir die Aktion dann doch nicht ganz ausgefuehrt. Das Maximum war knietiefes Wasser indem wir immerhin halbnass wurden von dem spritzenden Wasserfall. Gabriela als Fotografin hat sich auf jeden Fall koestlich ueber uns amuesiert. Warm wurde uns dann auch wieder ziemlich schnell, denn danach ging es steil zurueck zur Unterkunft - und bei 2.400 Metern kommt man doch ziemlich schnell ausser Atem.<br>Nach dem Mittagessen ging es leider auch schon bald wieder zurueck. Der Ausflug in den Nebelwald (heisst uebrigens so, da man meist nicht weiter als 10 Meter sehen kann) hat uns aber allen richtig gut gefallen. Ist schon ganz anders als unser deutscher Buchenwald und es war nett mal aus der Stadt raus zu kommen. Da es noch frueh war, wollten Amy und ich noch in ein Internetcafe. Aber Sonntage sind heilig in Suedamerika (wie wir mal wieder festgestellt haben) und so ging es erfolglos zurueck zu unseren Familien. Zum Trost gab es Abends im spanischen Fernsehen Mr.&#x26;Mrs. Smith - nach einem Wochenende komplett auf englisch wieder eine gute Auffrischung, denn immerhin geht morgen der Unterricht wieder los.<br>Montag ging es dann wieder mit dem Sprachunterricht weiter - diese Woche Einzelunterricht bei Hilda. Werde jetzt nicht mehr viel neue Grammatik lernen, sondern ueberwiegend ueben, damit das dann auch klappt mit der Freiwilligwenarbeit. Mit der Schule haben wir Nachmittags die 30 Meter hohe Virgin besucht (mit klasse Ausblick) und uns an den zahlreichen Touristenstaenden mit Schals eingedeckt. Das Highlight war aber der Besuch des Fussballspiels am Mittwoch. Zur Zeit laeuft gerade der Copa Libertadores de America  - eine Art Champions League von Amerika. Auf jeden Fall haben an dem besagten Tag Liga (Quito) gegen River (Bunos Aires) gespielt. Vor dem Stadion haben wir uns schnell noch alle mit Liga-Shirts eingedeckt (4$), bevor es ans Anfeuern im Stadium ging. Die Stimmung war super und es wird hier auch kraeftig gesungen. Haben leider kein Wort ausser "Liga" verstanden - trotzdem haben wir kraeftig mitgeklatscht, mitgehuepft und mitgegroehlt. Nur bei dem "wir schmeissen kraeftig Klopapier aufs Spielfeld" konnten wir mangels Ausstattung nicht mitmachen. Waere aber kein Problem gewesen Tonnen von Papierrollen mit ins Stadium zu nehmen, da es eigentlich keine Kontrollen gibt (hatten sogar eine Flasche Wein dabei!!!). Das Spiel ging dann 1:1 aus - was leider fuer Liga bedeutet hat, dass sie ausgeschieden sind. <br><br>Ba&#xF1;os, 16.03.07<br>Am Freitag sind wir direkt nach der Schule zu 8. in den 4 Stunden entfernten "Kurort" Ba&#xF1;os gefahren. Das Staedtchen liegt am Uebergang zum Dschungel und ist somit ein ganzes Stueck waermer als Quito (auch niedriger). So haben wir uns bei unserer Wanderung am folgenden Tag auch fast alle einen kraeftigen Sonnenbrand geholt. Zur Erholung ging es fuer die Maedels in eine der vielen heissen Quellen. Dort haben wir es aber nicht lange ausgehalten, da uns die Ecuadorianer zu aufdringlich wurden. Die haben hier schon eine ganz andere Einstellung zu menschlicher Naehe und Koerperkontakt ist an der Tagesordnung. Dabei geht es nicht um Maenner und Frauen. Aber es war keine Ausnahme, dass sich die "Mama" halb auf meine Hand setzt auch wenn der restliche Beckenrand frei ist und dann auch noch ihr Kind mit auf meinen Schoss legt. Nicht schlimm - aber sehr gewoehnungsbeduerftig (besonders bei Busfahrten). Abends haben wir dann gemuetlich (nach ewiger Unentschiedenheit ueber die Restaurantwahl -&#x26;gt; 8 Meinungen sind zu viel!!!) zu Abend gegessen und sind dann noch etwas trinken gegangen. Morgens haben wir uns dann in unserem netten Hostal einen Damfbad ausgesetzt bei dem wir 30 Minuten lang entweder bei heissem Dampf geschwitzt haben oder bei Kaltwassertortouren (wurden von dem Bademeister mit Wasser ueberschuettet, mussten uns in Kaltwasserbecken setzten und wurden am Ende mit einem Wasserschlauch abgespritzt) gebibbert. War aber im Endeffkt trotzdem erholend - auch wenn wir uns zwischendurch gefragt haben, weshalb wir fuer soetwas Geld bezahlt haben. Am naechsten Tag hiess es dann Abschied nehmen von meinen Sprachschulfreunden und mit dem Bus alleine weiter Richtung Latacunga. Dort habe ich mich nach 2-stuendiger Wartezeit mit den Betreuern von ViSozial getroffen, die auch an dem Sonntag  nach Quilotoa wollten um  verschiedenes zu organisieren. Sie waren zu dritt mit einem Jeep unterwegs und so wurde mein Gepaeck aufs Dach geschnallt (da konnten wir noch nicht ahnen, dass es spaeter in Stroemen regnen wuerde) und ich habe mich mit Doerte fuer die naechsten 2 1/2 Stunden in den hinteren Raum des Fahrzeuges gequetscht.<br><br>18.03.07 Quilotoa<br><br>So, da bin ich nun in dem fast 4.000m hoch gelegenen Quilotoa. Das Dorf selber ist etwas trostlos, aber wunderschoen an einer tiefgruenen Kraterlagune gelegen. Es gibt ca. 20 Haueser, die irgendwie alle entweder Uebernachtungsmoeglichkeiten, ein kleines Geschaeft oder Moeglichkeit fur Mittagessen anbieten. Jedoch ist das zu viel des Guten, da es vielleicht am Tag ca. 10 Touristen gibt von denen dann auch nur durchschnittlich 3 dort uebernachten.<br>Ich selber bin bei einer Gastfamilie in einem der Hostalzimmer untergebracht. Das Zimmer selber besteht nur aus Bett und Ofen, aber es gibt tasaechlich auch eine Dusche mit warmen Wasser (falls Wasser da ist, denn fliessendes Wasser gibt es in dem Dorf nicht und so wird Regenwasser gesammelt oder ein Wassertransporter kommt vorbei). Strom haben sie aber seit 4 Jahren - nur von Schaltern halten sie nicht so viel und so muss ich zum Licht "anschalten" in meinem Zimmer 2 Kabel miteinander verbinden. Bis jetzt haben meine Vorgaengervoluntaere das aber alle ueberlebt. <br>Nun ein wenig zur Familie: Die Eltern sind Jos&#xE8; und Delfina und ihre Kinder (von jung nach alt) sind Carolina, David, Hugo, Claudio, Klever, Sandra und Fausto. Ansonsten wohnt noch der Mann von Sandra im Haus, so wie Isabel die Frau von Fausto und deren Tochter Nathalie - langweilig wird es dort also nicht. Die Muttersprache hier ist uebrigens Quichua, aber eigentlich kann hier jeder (mehr oder weniger) auch spanisch sprechen. Sogar die 3-jaehrige Carolina erzaehlt mir immer ganz viel auf spanisch.<br>Mit Essen werde ich hier auch gut versorgt. Es gibt fast immer eine Suppe dazu, die meist sehr lecker ist und auch immer schoent waermt, denn im Haus ist es selten waermer als 10 C. Habe also fast immer eine Jacke an und nachts kuschel ich mich mit warmen Klamotten in meinen Schlafsack und verschliesse ihn so dicht, dass eigentlich nur noch meine Nasenspitze rausschaut (laut Johannes Kommentar in Chile sehe ich dann aus wie eine Worscht). Es gibt zwar in fast allen Raeumen Oefen, aber ohne Isolierung und mit Wellblechdacht wird der Raum davon nicht viel waermer und es hat nur einen Effekt, wenn man direkt daneben sitzt.<br><br>So, jetzt fange ich aber an von meinem ersten Tag zu erzaehlen. Nachdem wir nach 2,5 Stunden Autofahrt mit wunderschoener Landschaft endlich Quilotoa erreicht hatten, gab es eine super liebe Bergruessung der Familie. Yvonne, die ansonsten fuer Viventura in Quito arbeitet und ihr Freund Marco waren schon oefters dort, aber fuer Doerte die Praktikantin und mich war es eine ganz neue Welt. Zuerst gab es Tee im Haus, dann haben wir gemuetlich um den Ofen gesessen, dann ging es zu den Nachbarn (Eltern von Isabel) wo es leckeren Zimttee mit viel zu viel Zucker gab, danach wieder zurueck ins Haus und Abendessen. Zwischendurch habe ich Jos&#xE8; noch verarztet, der sich tagsueber eine tiefe Schnittwunde am Armgelenk zugezogen hat. Diese hat er uns waehrend dem Abendessen praesentiert (Doerte war danach nicht mehr so nach Essen zumute). Konnte so wenigstens mal meinen riesigen Medikamenten/ und Verbandsvorrat zum Einsatz bringen. Eine dicke Schicht Isabetadona ist aber auch notwendig, da die hygenischen Umstaende hier schon anders sind. Das ist eigentlich auch eine der haertesten Herausforderungen. Klamotten werden hier Tag und Nacht getragen und sind besonders bei den Kindern fast immer total verschmutzt. Haende waschen kennt man hier eigentlich gar nicht und Laeuse hat fast jeder. Ist dann manchmal eine Ueberwindung die Kinder so richtig in den Arm zu nehmen.<br>Am naechsten Tag sind Doerte und ich mit Hugo zur Lagune gegangen. Das war eigentlich nicht geplant, aber nachdem Isabel gestern ihr ein Maedchen zur Welt gebracht hat, haben Yvonne und Marco sie aus dem Krankenhaus abgeholt. Als Yvonne und Marco wieder da waren sind wir in die oertlichen Schule und ich wurde den Kindern vorgestellt, die dann gleich ein Lied fuer uns gesungen haben. Danach ging es zu der Bibliothek in dem nahegelegegenen Dorf Ponce. Die Dorfbewohner sind gerade dabei eine Bibliothek zu bauen, bei der die Materialien von ViSocial gespendet werden. War total schoen zu sehen wie alle zusammen arbeiten. Meine Aufgabe in den naechsten Wochen wird auch sein dieses Projekt zu ueberwachen und voran zu treiben.<br>Zurueck im Haus war mittlerweile auch Anja da. Sie hat bereits 3 Wochen als Voluntaerin in der Schule dort gearbeitet und ihre letzte Woche ueberschneidet sich mit meinem Start in Quilotoa. Das erleichtert fuer mich einiges, da sie sich schon mit allem vertraut ist, die Leute kennt und es sowieso netter ist in der Anfangszeit nicht ganz "alleine" zu sein. Die anderen von Viventura machen sich dann auch schon wieder auf den Rueckweg nach Quito. Bis zum Krankenhaus in Zumbabhua (ca. 20 Minuten Fahrt) nehmen sie aber noch Sandra mit, die seit dem fruehen Morgen in den Wehen liegt.<br>Am spaeten Nachmittag kamen dann die ersten Kinder vorbei, denn da bieten wir fuer alle die Lust haben Englisch-, Computer- und Matheunterricht/ - nachhilfe im Haus von Jos&#xE9; an. Vor ca. 1 Jahr wurde ein Computer gespendet an dem die Kinder unterrichtet werden. Das findet natuerlich mehr Anklang als Mathe und Englisch, wobei man die beiden Faecher ja immer ganz gut in Excel und Word einfliessen lassen kann "Y despu&#xE9;s en ingl&#xE9;s por favor". In der nahegelegenen Schule (1.-6. Klasse) unterrichten wir nur Dienstags und Donnerstags. Erst gibt es 1 &#xBD; Stunden Englisch fuer die 3. Klasse (ca. 20 Kinder), die in sich einen Raum mit der 1. Klasse teil, die gleichzeitig an der gegenueberliegenden Seite in Mathe unterrichtet wird.  Die 4. Klasse gibt es irgendwie nicht und deswegen folgt dann die 5.&#x26; 6. Klasse (ca. 35 Kinder) die einen Klassenverbund bilden. War schon etwas nervoes vor meinem "1. Schultag", besonders da ich den Kindern englisch auf spanisch beibringen muss. In der 3. Klasse verlief es aber total super, da die Kinder da noch ziemlich zurueckhaltend sind. In der 5.&#x26;6. Klasse wird es schon deutlich anstrengender, was aber auch an der Anzahl der Kinder liegt. Was auch noch erschwerend dazukommt ist, dass das Wissensniveau extrem unterschiedlich ist. Einige in der 3. Klasse kennen schon eine Vielzahl von englischen Woertern, waehrend andere noch Probleme haben ueberhaupt ihren Namen zu schreiben. Nachmittags war dann wieder Computerunterricht angesagt (Worddokument mit Farben auf spanisch und englisch) Abends haben Anja und ich probiert noch irgendwo einen Tee trinken zu gehen - was aber gar nicht so einfach ist, da bei allen sogenannten "Hostals/Restaurants"um 20 Uhr schon das Licht ausgeht. Haben aber bei "Princesa Toa" nach penetrantem (hier so ueblich) Anklopfen  tatsaechlich noch einen Tee erhalten. Das Hostal ist von der Gemeinde gefuehrt und jede Woche kuemmert sich eine andere Familie um die Organisation. <br>Mittwoch hatten wir dann unseren freien Tag. Den haben wir genutzt um eine andere nahegelegene Schule zu besuchen. Erstens waren wir daran interessiert wie diese im Vergleich zu unserer ist und ausserdem hatten wir erste-Hilfe-Zertifikate (von einem Kurs mit dem Vorgaenger Voluntaer) und Lern-DVDs dabei. Alle waren total nett dort und wir waren ziemlich begeistert von der Schule, da es ein Klassenzimmer fuer jede Klasse gab, genuegend Tische, ein Pult, Lernmaterial und viele kreative Basteleien. Werden ein paar Anregungen fuer "unsere" Schule mitnehmen. Nachmittags kam dann auch Sandra aus dem Krankenhaus wieder. Sie hatte vor 2 Tage ebenfalls ein Maedchen zur Welt gebracht. Dies allerdings mit Kaiserschnitt - was hier fuer helle Aufregung gesorgt hat, da alle dachten es waere etwas wirklich Schlimmes, da das Kind nicht normal zur Welt gekommen ist. Da sie die Arme aber so frueh wieder aus dem Krankenhaus geholt haben, liegt sie jetzt mit ziemlichen Schmerzen im Haus (ich hoffe nur, dass sich bei den hygenischen Umstaenden hier nichts entzuendet. Auf jeden Fall ist hier ganz schoen was los wegen den 2 Geburten. Die Leute nehmen hier das zwar nicht sonderlich wichtig (der Bruder im Nachbarhaus hat bis heute noch nicht Isabel und ihr Baby besucht: "ach ja - komme morgen vielleicht mal vorbei"), aber mit 2 Babys innerhalb von 2 Tagen herrscht auf jeden Fall so etwas wir Ausnahmezustand in der Familie. Besonders weil die beiden aeltesten Maedels ausfallen und die Eltern of zwischen Krankenhaus und Quilotoa gependelt sind. Gab uebrigens noch einen anderen Nachwuchs: ueber Nacht wurde ein Lamm geboren, dass dann den ganzen Tag durch die Gegend getappst ist. Anja und ich waren natuerlich total entzueckt und haben das Kleine abwechselnd durch die Gegend getragen um es warm  zu halten.<br>Donnerstag verlief es schon besser in der Schule, nachdem ich heraus gefunden habe, dass man mit Liedern und Reimen die Kinder ganz gut in den Griff bekommt, wenn es zu chaotisch wird. Danach mussten wir aber auch schon packen, da es Freitags mit dem Morgenbus nach Latacunga und von dort aus nach Quito ging. Anja hatte naemlich eine Krone am Zahn verloren und hat um 14 Uhr einen Zahnarzttermin in Quito. Das Gute ist aber, dass man diesen 5 Uhr Bus schlecht verpassen kann, denn eine halbe Stunde vor Abfahrt faehrt er kraeftig hupend durch das Dorf. Somit sind dann alle wach und koennen sich fertig machen fuer den Bus, denn nur wenige Personen besitzten einen Wecker. Der Nachteil an dem System ist natuerlich, dass jeder jeden Tag um 4.30 Uhr geweckt wird, aber auch daran gewoehnt man sich.<br>Nach 2 1/2 Stunden erreichen wir Latacunga, wo wir an einer Strassenecke innerhalb von 1 Minute in den Quito-Bus gewechselt sind. Es funktioniert hier naemlich so, dass jeder Bus einen Fahrer und einen "Leute-Einsammler" hat. Der Zweite ruft dann immer aus dem Bus das Fahrziel und verstaut in windeseile das Gepaeck. Das alles erfolgt in einem rasenden Tempo und oftmals muss man in den fahrenden Bus ein- oder aussteigen (denn wirklich Anhalten waere Zeitverschwendung). Das ganze System hat aber den riesigen Vorteil, dass man sich meist nie selber um seine Busverbindung kuemmern muss, da man irgendwie aufgestoebert wird und in einen der Busse getrieben wird. <br><br>Quito 23.03.07<br>Nach 2 Stunden erreichen wir Quito und ich gehe in meine neue Bleibe fuers Wochenende "Secret Garden". Das Hostal ist total nett und hat eine grosse Dachterasse mit traumhaften Ausblick ueber Quito. Dort sitzen eigentlich immer Leute und so lernt man super schnell jemanden kennen. Ausserdem wird Abends ein gemeinsamen Essen angeboten und Feuer gemacht - super fuer mich, denn alleine Essen gehen ist immer so deprimierend. Frisch geduscht geht es aber an diesem Abend in das Hostal der Sprachschule um dort den letzten Abend von Clemems zu feiern (der uebrigens aus Worms kommt). Er wird danach 1 Jahr im Sueden (Guayaquil) studieren. Damit ich auch mitfeiern kann, haben mir Clemens und Dan extra eine Flasche Weisswein gekauft und auch immer kraeftig mein Glas nachgefuellt. Mein Zustand danach war aber nur halb so Schlimm wie der der restlichen Truppe, denn hier wurden von den Amis mal wieder jede Menge Biertrinkspiele ausgepackt. Die koennen wirklich nie normal trinken und alles artet irgendwie immer in Trinkwettkaempfe aus. Hat aber dafuer gesorgt, dass am Ende alle noch kraeftig versucht haben Salsa zu tanzen, wenn sie nicht gerade damit beschaeftigt waren Fussball in der Wohnung zu spielen. Also insgesamt ein sehr lustiger Abend!!!<br>Der naechste Morgen war aber weniger lustig, da Dan und ich ausgemacht haben uns um 8 Uhr am Busterminal zu treffen. Dort sind wir dann mit dem Bus nach Otavalo gefahren (3 Stunden), wo wir Amy und Kim getroffen haben. Samstags ist das Staedtchen im Norden bekannt fuer seinen Tier- und Kuenstlermarkt. Da kann man dann alles ueber Huehner, Bilder, Haengematten, Tuecher bis zu Lamas kaufen. Nachdem wir genug geshoppt hatten (nein, keine Tiere), gab es noch einen aeusserts unspektukalaeren Ausflug zu einer Lagune. Die anderen sind noch eine Nacht geblieben, aber ich bin nachmittags wieder zurueck (hatte das Hostal schon fuers Wochenende gebucht). Zum Glueck hatte ich vorher noch einen Canadier aus meinem Dorm-Room getroffen, der zur gleichen Uhrzeit zurueck wollte und so wurde die Fahrt doch noch ganz nett. Im Hostal war dann auch schon die Dachterassenparty im vollen Gange und ich habe 2 nette Deutsche kennengelernt (Mutter und Tochter) mit denen ich am naechsten Morgen in einen Park gegangen bin, wo es (welch ein Wunder) mal wieder eine Ansammlung von Kuenstlerstaenden gab - habe aber dieses Mal nur Beraterin gespielt. <br>Das Wochenende war eine echte Erholung und ich habe es genossen wieder in der Stadt zu sein und deutsch oder englisch reden zu koennen. Ausserdem ist schon echt kalt in meinem Dorf und so waren die 20C in Quito auch sehr angenehm, ganz zu schweigen von dem Bett, der Dusche, der Toilette mit Spuelung.... Ausserdem konnte ich von hier aus auch mal wieder mit meinen Eltern und mit Johannes telefonieren - was wirklich gut getan hat.<br>Montag morgen ging es dann um 7.30 Uhr mit dem Bus nach Latacunga, um gegen 10 Uhr die einzige Verbindung nach Quilotoa zu bekommen. Habe dann direkt den Platz neben Busfahrer Nelson bekommen, der mich ueber alles ausgequetscht hat. Hatte aber fast ein ziemlich schlechtes Gewissen ueber meinen bequemen und breiten Platz, denn der Bus war gerammelt voll und Stehplaetze gab es auch nicht mehr. Aber Touristen werden dann doch meist bevorzugt behandelt (ob man will oder nicht).<br><br>26.03.07 Quilotoa,<br> <br>Habe mich schon gefreut die Kinder und die beiden Babys nach dem Wochenende wiederzusehen. Wurde auch nette begruesst nur leider gab es am Dienstag  Morgen in der Schule die Nachricht  fuer mich, dass es diese Woche keinen English-Unterricht gibt, da die Kinder in den anderen Faechern Examen schreiben und da unbedingt noch ueben muessen. Ist auch auf jede Fall verstaendlich, aber das haetten sie mir auch schon letzte Woche sagen koennen. Ist halt Suedamerika. Dafuer waren am Nachmittag immer richtig viele Kinder da, mit denen ich Englisch geuebt und am Computer gearbeitet habe. Sie sind teilweise richtig motiviert und machen super Fortschritte. So hatte ich wenigstens nicht das Gefuehl hier nichts tun zu koennen. Die Kinder trudeln den ganzen Nachmittag ueber ein und so bin ich eigentlich meist ab 14 Uhr bis 18 Uhr hier mit denen beschaeftigt. Mittwoch Vormittag bin ich mit Jose dann auf Tour gegangen. Dafuer muss man sich hier jemanden anheuern, der einen mit dem Auto durch die Gegend faehrt. Sind erst bei den 4 Schulen in der Umgebung vorbei, um bescheid zu sagen, dass es naechsten Mittwoch eine Elternversammlung gibt. Das hat ganze drei Stunden gedauert. Da merkt man erst wie bequem es heutzutage mit Telefon und Internet ist. Fuer mich war es aber interessant die Gegend und die Schulen kennenzulernen. Danach haben wir noch die Bibliothek besucht. Die sind schon ziemlich weit und eigentlich fehlt nur noch der Vinyl-Boden und die Tuer (die ist zwar da, laesst sich aber nicht abschliessen). Donnerstag  war dann grosser Waschtag in der Familie und ich habe den hoffnungslosen Versuch unternommen den Kindern naeher zu bringen, dass sie nicht 200g Waschmittel pro Kleidungsstueck verwenden muessen. Sie tragen die Kleidung hier meist 1 Woche lang (Tag und Nacht) und dementsprechend ist sie dann schmutzig - da herrscht dann der Glaube mit mehr Waschmittel saeubert sie sich von alleine. Denn besonders die Kleinen (z.B. Carolina die erst 3 Jahre ist) koennen sich gar nicht fuer diese Aufgabe begeistern. Habe es dann auf dem Weg versucht zu erklaeren, dass es ganz schlecht fuer die Haut ist, wenn sie so viel Waschmittel benutzten (richtig ausgespuelt wird hier namelich nicht). Ein wenig hat es geholfen - den Umweltaspekt (Abwasserentsorgung gibt es hier natuerlich nicht) kann man aber den Leuten hier nur schwer klar machen. Am Freitag ging es wieder mit dem Bus nach Quito. Da aber jeder unterschiedlich Aussagen zu der Abfahrtzeit gemacht hat, habe ich beschlossen mich einem Deutschen und einem Englaender anzuschliessen die einen Pick-Up angeheuert haben um ins 30 Minuten entfernte Zumbahua zu fahren. Zum Gluech schien die Sonne und so war es ein super Erlebniss auf der Ladeflaeche des Pick-Ups zu reisen. In Latacunga hat dann ein Australier (Billy aus Melbourne, der letztes Jahr sogar schon in Mainz war!!!) auch auf den Bus nach Latacunga gewartet. Zum Glueck!!! Denn so gingen die 2 Sunden die wir stehend im ueberfuellten Bus verbringen mussten um einiges schneller vorbei. <br> <br>30.03.07 Quito<br>In Quito ging es dann wieder in mein Stammhostal. Abends habe ich mich dann aber mit den Leuten aus der Sprachschule zum Abschiedsabend fuer Sarah getroffen. Sarah ist aber nie erschienen, dafuer habe ich aber direkt mal 4 Leute aus meinem Hostal mitgebracht und Amy ihre Salsa-Tanzlehrer. So ginge es nach ein paar Drinks auch in eine Salsabar, wo dann (von fast allen) fleisig Salsa und Samba geuebt wurde.<br>Am folgenden Tag waren wir mal wieder auf einem Markt und haben danach noch gemuetlich im Cafe gesessen. Nach so viel relaxter Stimmung haben wir uns Abends bei mir im Hostal getroffen (Dan und Kim), denn dort ist jeden Samstag auf der Dachterasse BBQ-Party mit "All you can drink" fuer 10$. Gegen 23 Uhr ist aber leider Schluss. Kein Problem!!!!  Die Ersatzparty war schon gefunden. Habe mich mittlerweile mit einem australischen Paerchen angefreundet, die letztes Jahr zur WM fuer 5 Tage mit iherne Van in Worns stecken geblieben sind und im Winter im selben Hotel in Big White gerabeitet haben, wo Johannes un dich fuer 5 Tage uebernachtet haben. Die Welt ist echt so klein!!!! Treffen uns dann im Juni in ihrer Heimatstadt (Sydney) wieder. Jetzt haben wir aber erst einmal gemeinsam aus alten T-Shirts und Zeitschriften Masken gebastelt, da es angeblich irgendwo in Quito eine Mask-Party gab. Zu dieser wurde ein Hostalmitarbeiter vor 2 Tagen eingeladen und angeblich darf er auch Fraunde mitbringen. Also mit 25 Mnan aus dem Hostal in Taxen und ab zu der besagten Party.  Das ganze hat sich dann als Nobelpenthouse-Party mit Buffet, freien Getraenken und privatem DJ herausgestellt. Kleidungsmaessig haben wir den Rahmen ziemlich gebrochen, aber dafuer fuer Stimmung gesorgt. War aber sehr merkwuedrig diesen Kontrast zu sehen. Die Woche ueber wohne ich im Dorf unter einfachsten Bedingungen und am Wochenende fliest Champagner bei der feinen Gesellschaft in Abendgarderobe. <br>Sonntag war dann ganz ruhig nach so viel Party am Abend zuvor und bin eigentlich nur zum Internet, habe fuer die Woche eingekauft (Obst &#x26; Schokolade) und mir die Altstadt angeschaut. Das Highlight des Palmsonntages war dann eindeutig das Glockenkonzert an dem sich alle Kirchen Quitos beteiligt haben. Von der Dachterasse konnten wir das bestens verfolgen und ebenso das anschliessende Feuerwerk.<br> <br> 02.04 07, Quilotoa<br> <br>Montag war direkt viel los in Quilotoa. Als erstes wurde das neue Restaurant meiner Familie fertiggestellt. Das Highlight ist der Haehnchengrill. Bei der ersten Proberunde eines Huhns war dann auch direkt die ganze Nachbarschaft versammelt - besser als TV. Mit als erste Gaeste waren dann auch Amy (vom Sprachkurs) und ihr Freund im Restaurant gewesen. Die beiden sind zuvor die Runde um die Lagune gelaufen. Das war aber nicht der einzige Besuch, denn kurz darauf  kam Yvonne(von Vivntura) und ihre Familie, die zur Zeit auf Ecuadorreise sind. Da lies es sich der Gastgeber Jose natuerlich nicht nehmen fuer uns ein Meerschweinchen zu braten. Der Anblick ist wirklich sehr gewoehnungsbeduerftig. Es schmeckt jedoch  ganz gut - ist nur nichts dran an so einem Tierchen. Muss man aber alles mal mitgemacht haben. <br>Dienstag Morgen ging es dann wieder in die Schule, aber jedoch mal wieder kein Unterricht, da heute Aerzte im Gemeindehaus zu Besuch sind. Also mit allen Kindern dorthin um ihnen eine Wurmkur zu verpassen und sie mit Vitaminen und Seife zu versorgen. Zum Verdruss des Direktors wurden dann auch noch Spiele ausgepackt und so viel der Unterreicht eigentlich fast ganz aus. Da ich also heute erst einmal "arbeitslos" war, wurde ich von den Aerzten gefragt ob ich helfen moechte. Die ca. 25 Personen waren alle von einem kirchlichen Krankenhaus in Montana und fuer 2 Wochen hier in den Doerfern unterwegs. Ich wurde dann als Uebersetzerin eingeteilt. War gar nicht so einfach, da sich mein medizinischer Wortschatz im Englischen in Grenzen haelt - von Spanisch ganz zu schweigen. Hatte aber eindeutig den Vorteil viele Leute zu kennen und so hatte ich leichter Zugang zu ihnen. Gerade die Frauen sind hier naemlich meist sehr schuechtern. Es war aber eine super Erfahrung gewesen und ich habe viel gelernt. Das Team hat mich auch total nett aufgenommen und mich dann auch direkt mal mit allen moeglichen Medikameten (Wurmkur, Antibiotika,...) versorgt. Waren ganz erstaunt, dass es mir hier ganz gut geht trotz den hygienischen Umstaenden. Fast das ganze Dorf war an dem Tag hier gewesen, denn die meisten haben Angst vor dem Krankenhaus und den Kosten dort. Ich hoffe wir konnten vielen helfen - fuer mich war es auf jeden Fall eine ganz besondere Erfahrung. <br>Mittwoch kam dann direkt wieder einmal Besuch: 2 Sprachschueler von Viventura die eine Sprachrundreise in Ecuador machen. Ich war aber erst einmal auf der von Jose ins Leben gerufenen Elternversammlung. Wurde vorgestellt und sollte dann auch eine Rede halten. Ooooh nein, mit Haengen und Wuergen habe ich 2 Minuten etwas ueber meine Aufenthalt erzaehlt. Da sie sich hier aber alle ganz gern sprechen hoeren, war es ihnen zu wenig - mir hat es aber eindeutig gereicht. Danach wurde dann auch auf Quichua umgeschwenkt und somit waren die naechsten 1 &#xBD; Stunden sehr "spannend" fuer mich. Habe immer brav genickt. Danach standen aber schon die Kinder bereit fuer den Computerunterricht - zum Gleuck auf spanisch.<br>Donnerstag habe ich dann angefangen den Mathe-Unterricht fuer die naechste Woche vorzubereiten, soll naemlich Vertretung fuer die Lehrerin der 2. Klasse machen. Habe noch nicht ganz durchschaut was die schon koennen, aber mal schauen ob es ueberhaupt Unterricht gibt. Nachts ging es dann rund und das halbe Dorf lief laut rufend auf der Strasse hin und her. Wie sich am naechsten Morgen erfahren habe, hat ein Mann seine Frau geschlagen. Da es hier keine Polizei gibt, kuemmert sich die ganze Gemeinschaft um das Problem. Habe aber lieber nicht nachgefragt was sie mit dem Mann angestellt haben.<br><br>06.04.06 Latacunga,<br> <br>Heute habe ich mich mit Daan in Latacunga getroffen. Die anderen aus der Sprachschule waren sonstwo unterwegs und so sind wir alleine im Hotel Cotopaxi abgestiegen. Die Stadt ist ueberhaupt nicht touristisch und so gibt es keine Hostals, dafuer haben wir fuers Doppelzimmer hier nur 16$ gezahlt. Das war das Geld wert, denn wir haben einstimmig beschlossen, dass unsere Unterkunft die beste Dusche hat, die wir bisher in Ecuador angetroffen haben. Die Matratzen waren auch super und so haben wir gut geschlafen und waren fit fuer unseren Wochenendausflug: Die Besteigung des Vulkanes Cotopaxi. Mit einem Bus ging es Richtung Quito und irgendwo in der Naehe des Parkeingangs haben wir uns auf der Panamericana rausschmeissen lassen. Da wurden wir direkt abgefangen. Uns wurde ein Transport auf den Vulkan fuer 30$ angeboten - wir haben dankend abgelehnt (zum Vergleich: die 2h von Latacunga nach Quito kosten 1,50$). Der naechste hat uns dann das unschlagbare Angebot zu 35$ gemacht. Laut lachen ueber die Ironie sind wir dann einfach losgestampft. Da es das Osterwochenende ist, haben wir auf die Anhaltervariante gehofft. Wir mussten aber noch nicht einmal den Daumen rasustrecken, denn nach 10 Minuten laufen hat ein Auto angehalten: Vater und Sohn aus Quito. Die wollten tasaechlich kein Geld dafuer - unglaublich. Da kam aber schon das naechste Problem, am Parkeingang wollten sie uns erklaeren, dass es Pflicht waere fuer Auslaender den Park mit Guide zu betreten - aber der Vater hat denen direkt mal erzaehlt was er davon haelt und ausserdem waeren wir schon jahrelange Freunde. Ohne Guide und ueberteuerten Transport haben wir nach 40 Minuten den Parkplatz erreicht (zum Glueck sind wir nicht gelaufen). Von da aus haben wir uns Schneckentempo den Berg raufgeschleppt. Total ausser Atem haben wir aber tasaechlich nach 1 Stunde das 4.800m hoch gelegene Refugio erreicht. Leider lag der ganze Vulkan in einer Regenwolke und so verkriechen wir uns erst einmal nach drinnen und waermen uns mit heisser Schokolade auf. Dort treffen wir auch die beiden aus Quito wieder mit denen wir dann noch ca 25 Minuten weiter hoch steigen zur Schneegrenze. Es war hart, aber auf jeden Fall die Anstrengung wert. Daan und ich haetten stundelang den Ecuadorianern zusehen koennen, wie sie wegen dem Schnee (gibt es ja ansonsten hier nicht) aus dem Haeuschen waren. Da wurden Schneeballschlachten gestartet und auf dem Hosenboden durch den pitschnassen Schnee gerutscht. Das andere Highlight war aber, dass sich die Wolken langsam verzogen und wir dann den wunderbaren Ausblick auf 5.000m geniessen konnten. Zu der Vulkanspitze ist der Aufstieg nur mit Guide und Ausruestung moeglich, da es gefaehrlich ist ueber Schnee und Gletscher. Uns hat aber unser Tagesziel auf jeden Fall gereicht und ich weiss auch nicht ob ich jemals wieder auf die Hoehe ueberhaupt komme. Wir wuerden dann von unseren neuen Freunden wieder mit runter genommen. Hatten echt Glueck die beiden getroffen zu haben!!!!  <br>In Latcunga sind wir dann schnell noch in das einzige offene Restaurant: der gleiche Italiener wie gestern. Hauptsache kein Reis (ich muss den haeufig essen, aber Daan isst Reis dreimal taeglich bei seiner Freiwilligenarbeit bei Mindo).<br>Sonntag musste Daan auch schon wieder zurueck und ich habe beschlossen noch ein Tag im Hotel zu bleiben. Also kann wirklich sagen, dass dies der Tag auf meiner bisherigen Reise mit dem meisten Heimweh. War echt deprimierend - alles geschlossen in Latacunga und es stroemt in Regen und ich allein im Hotelzimmer an Ostersonntag. Konnte so auch nicht wie geplant Johannes und meine Eltern anrufen. Meine Eltern haben sich zum Glueck dann bei mir gemeldet - worueber ich total froh war. Danach habe ich mich aber noch einsamer gefuehlt und versucht mich mit Eis und Cappuchino zu troesten. Beides war unglaublich lecker - hat aber auch nicht geholfen. Also aus Frust im Hotel alle Waesche im Waschbecken gewaschen (Waeschereien hatten heute ja nicht auf) und mir die Osterfilmauswahl im Fernsehen angeschaut. Montag sah die Welt aber schon wieder anders aus. So Deprietage gibt es halt auch.<br> <br>09.04.07 Quilotoa<br> <br>Nach so viel Einsamkeit am Sonntag ging es am Montag um so heiterer zu. Erst habe ich eine Hollaenderin im Bus kennengelernt, die beschlossen hat bei meiner Familie im Hostal zu uebernachten. Danach kam dann eine deutsche Reisegruppe, die fuer eine Nacht geblieben sind. Abends gab es dann natuerlich Meerschweinchen, Musik und Tanz mit der Familie und jede Menge Calasso (Art suesser Zimttee dem Alkohol beigemengt wird). War natuerlich genau das Richtige um Dienstags frueh aufzustehen um zu unterrichten. 45 Minuten haben wir in der Kaelte gewartet: 3 Lehrer und 70 Schueler. Aber der Direktor kam nicht und niemand sonst hat Schluessel fuer die Gebaeude - also mal wieder kein Unterricht. Die deutsche Reisegruppe hat sich gerade auf den Weg gemacht um sich die Bibliothek und die Schule in Ponce anzushauen und da bin ich dann spontan mit. Die Bibliothek ist jetzt eigentlich fertig - nur die Tuer funktioniert immer noch nicht. Dafuer haben die Schulkinder ihr ganzes Liederrepertoir fuer uns ausgepackt - wir konnten leider nur mit "Alle meine Entchen" kontern. Auch wenn die deutsche Gruppe erst ein wenig geschockt war ueber den Zustand hier, fanden sie das dann alles in allem eine sehr interessante Erfahrung. Natuerlich bin ich dann auf meinem Rueckweg nach Quilotoa in den taeglichen Nachmittagsregen geraten. Hier scheint naemlich zur Zeit in 90% der Faelle morgens die Sonne und Nachmittags regnet es. Nach einer heissen Suppe war mir aber schon wieder waermer und mit neuen trockenen Klamotten konnte der Computerunterricht beginnen. <br>Dem Baby von Isabel geht es jetzt uebrigens besser. Nachdem ich es letzte Woche mit Antibiotika versorgt habe, ist es jetzt wieder wohlauf und trinkt endlich mehr. Ist echt unglaublich wie wenig sich hier um die Kiner gekuemmert wird. Selbst die Babys muessen hier einiges aushalten. Aber eigentlich kommen alle damit ganz gut klar. Ist echt schwer mit diesen Gegensaetzen zu unserer Gesellschaft umzugehen und irgendwie fuer sich zu entscheiden was der beste Weg ist. Ist schon ein Schock die Kinder hier zu sehen, aber eigentlich geht es ihnen meist gut - also handeln wir wohl oftmals total uebertrieben - andererseits passiert hier dann doch ab und zu etwas, was bei uns auf jeden Fall haette vermieden werden koennen. Lebe hier wirklich zwischen zwei Welten. Was aber auf jeden Fall auffaellig ist, dass die Kinder hier kaum spielen. Vielleicht weil sich niemand mit ihnen beschaeftigt und sie so nie gelernt haben wirklich etwas zu spielen. Nur Carolina ist in der hinsicht recht kreativ und so werden Teepakete zu Autos und Schokoladenpapiere zu Handys umfunktioniert. Ihr liebstes Spiel ist es mich damit "anzurufen" und zu behaupten, dass sie Maria (der Name Marie hat hier keine Chance) heisst und ich Carolina. <br>Seit Mittwoch gab es dann auch wieder Schule. Da ein Lehrer fuer diese Woche ausgefallen ist unterrichte ich jetzt von 8 Uhr bis 10.30Uhr Mathe in der 2. Klasse und von 11.30 bis 13.00Uhr Englisch in der Fuenften und Sechsten. Mathe machen sie eigentlich gerne,  aber nicht so einfach, wenn manche Probleme mit 2+2 haben und andere in 5 Sekunden 657+987 gerechnet haben. Donnerstag das gleiche Programm - habe dann aber auch noch etwas Erdkunde gemacht und ihnen erst einmal beigebracht wo auf der Weltkarte Ecuador ist. Hoffe sie wissen das morgen noch. Und ja, sie haben es noch gewusst!!! Da haben ich ihnen dann auch direkt mal etwas am Freitag von den boesen Bakterien im Mund erzaehlt, die die Zaehne aufessen. Die waren ziemlich geschockt, aber wenn sie das Zaehne putzen jetzt ein wenig ernster nehmen, waere es ja ein Erfolg.<br><br>13.04.07 Quito,<br><br><br>Und mal wieder in mein Hostal Secret Garden. Dieses Mal aber nicht alleine denn Daan und Clemens sind auch hier. Zusammen ahben wir uns dann mit Kathrin abends in der Stadt getroffen um ihren Geburtstag zu feiren. war aber etwas anders als erwartet, da heute (wie wir dann erfahren haben) kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Dies gilt nicht nur fuer den Freitag, sondern fuer das ganze Wochenende, da am Sonntag Wahlen sind. Irgendwie konnte Clemens aber dann doch einen kleinen Supermarktverkaeufer ueberreden eine Auysnahme zu amchen und so sind wir mit einem Rucksack voller Bierdosen (super fuer mich) zurueck ins Hostal. Wurde dann doch noch eing ganz lustiger Abend mit Yenga und so einem manchen Schwank aus Clemens Leben. Samstag habe ich dann mit den 2 Jungs die Altstadt erkundet. Die ist wirklich super schoen und man koennte stundenlang durch die Gaesschen laufen - nur heute nicht. Denn nach 2 Stunden ging es mir irgendwie gar nicht mehr gut und ich bin lieber ins Hostal. Ab 15 Uhr ging dann gar nichts mehr und ich habe mit Fleecejacke und Decke bei 20C im Bett gelegen und gefroren. Jetzt hat es mich also doch erwischt. Bin bis zum naechsten morgen nicht mehr aufgestanden und habe somit die samstaegliche BBQ-Party im Hostal verpasst. War aber auf der anderen Seite auch ganz froh, dass ich nicht in Quilotoa krank geworden bin. Musste aber zum Glueck auch in Quito nicht zum Arzt, denn mein Fieber hatte sich am naechsten Morgen schon wieder gelegt. Mit dem Essen klappt es zwar immer noch nicht so, aber wenigstens kann ich wieder das Bett verlassen. So wurde es ein gemuetlicher Tag auf der sonnigen Dachterasse des Hostals.<br>Abends kam noch Christoph im Hostal vorbei. Er ist ab naechster Woche auch Voluntaer in Quilotoa - bin ganz froh Unterstuetzung dort zu haben. Mit dem Essen hat es dann Abends auch endlich wieder geklappt und so habe ich beschlossewn wie gewohnt am Montag nach Quilotoa zurueck zu fahren.<br><br>Quilotoa, 16.04.07<br> <br>Busfahrten sind in Ecuador eigentlich nie langweilig, da staendig jemand in den Bus kommt um Chips, Getraenke, Haehnchen oder Kaugummi zu verkaufen. Auf der Fahrt nach Latacunga gab es aber ein neues Highlight. Eine junge Frau kam in den Bus, hat eine CD eingelegt und angefangen zu singen. Nach 3 Liedern konnte man dann ihre CD kaufen - fuer 1,50$. Zwar hat sie gut gesungen, aber die ecuadorianische Musik ist nicht so ganz mein Gesckmack - bin der Meinung, dass sie sogar Kopfschmerzen verursacht. <br>Etwas spaeter kam Christoph auch an und so konnten wir am naechsten Tag gemeinsam den Unterricht machen. Das war so viel einfacher zu zweit, da man "die Meute" leichter in den Griff bekommt.  Danach wurde der neue Vonluntaer in den einzigen luxurioesen Platz von Quilotoa eingefuehrt: Die Laguna Crater Lodge. Das heisst nicht nur Kaffee mit frischer Milch trinken, sondern auch Sofas, Gasheizstrahler und ein richtiges Klo. Mittwoch haben sich dann morgens wir beide, 6 Familienmitglieder, 5 andere Erwachsene und 22 Kinder in einen Bus (normal fuer 16 Personen) gequetscht um zu dem nahegelegenen neuen Markt zu fahren. Leider waren alle etwas enttauescht, da es kaum Staende gab. Aber es war sonnig und Essen gab es in Mengen und so hat uns Jos&#xE9; fast von allem etwas gekauft - nur auf die Merrschweinchen-Suppe haben wir dankend verzichtet.  Da es ein super sonniger Tag war (unglaublich - es hat in den letzten 24 Stunden nicht einmal geregnet), sind wir noch ein wenig an der Lagune langgelaufen. Ansonsten ging auch unser Projekt "Wir malen Schilder fuer Jos&#xE9;s Restaurant" weiter.  Wir mussten aber unterbrechen um an einer 1 1/2-stuendigen Versammlung teilzunehmen. Das einzige auf spanisch war mal wieder unsere Vorstellung. In der Schule mussten wir dann am naechsten Tag improvisieren, da 2 Lehrer nicht erschienen sind. Waehrend ich viel Spass mit den 3-Klaesslern hatte, ist Christoph bei Mathe in der 1. Klasse fast verzweifelt. Selbst 1+1 war noch eine Ueberforderung. War aber auch interessant bei den 3-Klaesslern. In ihrem Heft haben sie tatsaechlich als letztes Wurzelrechnung gemacht - hatten aber starke Probleme, als sie 12:4= rechnen sollten. Zweifel hier echt an dem Unterricht.  <br>Ansonsten ist es aber einfacher, seitdem Christoph da ist. Man hat jemanden zum unterhalten, die Klasse laesst sich eher in den Griff bekommen, man unternimmt mehr und man kann sich mit dem Feuer machen im Zimmer abwechseln. Habe ich eigentlich schon irgendwann mal erwaehnt, dass es hier in der Nacht zwischen 5-10 Grad  im Zimmer sind. Heizen bringt leider auch nicht so viel, da durch das Wellblechdach direkt die ganze Waerme entweicht, aber wenigstens kann man so Socken, lange Unterhose und Rolli aufwaermen.  Meine neueste Erfindung ist es die Sigg-Flasche auf den Ofen zu stellen, so dass sich das Wasser erwaermt und ich eine Waermflasche fuer meine immer viel zu kalten Fuesse habe. Seitdem lassen sich die Naechte hier viel besser ertragen. Eigentlich friere ich nachts auch nicht so viel. Viel schlimmer ist es morgens den waren Schlafsack zu verlassen und sich in die klammen Kleider zu quaelen. Sich waschen geht dann auch gar nicht, da das Wasser auch nicht mehr als 5 Grad hat. So trage ich mittlerweile 2 Tage am Stueck das gleiche T-Shirt Tag und Nacht (so ist das Kleidungswechseln nicht ganz so brutal) und nur bei der einmal woechentlichen Dusche in Quilotoa wird ein kompletter Wechsel vorgenommen. Immerhin um einiges oefters als die Leute hier, die nur 1 Mal pro Woche die Kleidung wechseln. Duschen hole ich dann immer um so kraeftiger in Quito nach.<br><br><br>Quito 20.04.07<br> <br> <br>Mal wieder in Quito, aber nicht in meinem gewohnten Hostal. Clemens frueher Mitbewohnerin ist mit einem Ecuadorianer zusammen (wohnen beide mittlerweile in London), der dieses Wochenende auch zu Besuch in Quito war. Da hat er  uns (Clemens, Daan und mich) dann direkt in seine Wohnung eingeladen. Nachdem Freitag ein recht ruhiger Pizza-Abend war, haben wir uns Samstags frueh mit einem seiner Freunde getroffen.  Der Anblick des Hauses war echt krass: ein riesiger Flachbildschirm, Bilder vom Vater mit dem Pabst und Fidel Castro, 6 Autos vor der Tuer und die Siamkatze. Wirkt alles ziemlich grotesk nach der Zeit in Quilotoa. Haben uns dann dazu entschlossen zum Mitad del Mundo zu fahren. Wie der Name schon sagt, liegt Ecuador auf dem Aequator und dieser ist nicht weit von Quito enfernt. Leider haben sie das entsprechende Denkmal einge hundert Meter zu weit entfernt vom Aequator gebaut, aber genau auf dem richtigen Aequator gibt es ein nettes Museum, das die Tatsache des Aequators beweisst: 2 m rechts von der roten Linie (Nordhalbkugel) fliesst das Wasser in einem Waschbecken gegen den Uhrzeigersinn, 2 m links der roten Line (Suedhalbkugel) fliesst das Wasser im gleichen mobilen Waschbecken im Uhrzeigersinn und genau auf dem Aequator, fliesst es einfach gerade durch den Abfluss. Haette nicht gedacht, dass die Kraefte sich auf so einem kleinen Streifen aufheben. Aber noch seltsamer ist es, dass man selber keine Kraft mehr auf dem Aequator hat. Haelt man 2 Meter davon entfernt die Haende hoch und eine andere Person soll sie runterdruecken geht das nicht so einfach, aber auf dem Aequator hat die andere Person gar keine Probeleme - ist so als ob man keine Muskeln mehr dort haette. Das war mir dann echt zu unheimlich und so haben wir lieber nach traditioneller Art mit Pfeilen und Federschmuck versucht Kakteen abzuschiessen.<br>Abends gab es dann in unserer "WG" mit Estephan eine super Party. Da um einiges mehr Ecuadorianer als Gringos (so werden die Touris hier genannt), wurde kraeftig getanzt. Leider koennen wir uns immer noch nicht so ganz mit der Musik anfreunden und waren ganz aus dem Haeuschen, als sie mal fuer "uns" Nirvana gespielt haben. Unser rumgehuepfe haben sie dann auch nur mit verwirrtem Blicke verfolgt - wird wohl nicht als Tanzen akzeptiert. War aber ein echt netter Abend und so kamen wir erst gegen 4 Uhr ins Bett. Entsprechend muede waren wir am naechsten Tag, aber wir folgten der ecuadorianischen Tradition nach so einer Nacht morgens Fisch und Bier (nur der Fisch hat mir schon gereicht) zu fruehstuecken.  Mittags ging es dann wieder in den Secret Garden, wo ich mich mit Christoph getroffen habe, um am naechsten Tag wieder nach Quilotoa zu fahren.<br> <br>Quilotoa, 23.04.07<br> <br>War schon die letzten Wochen immer sehr einfach im Dorf, aber heute wird das ganze noch einmal getoppt: seit 3 Tagen gibt es keinen Strom mehr und der Wassertank ist leer. Also kein Licht in der Nacht, keine Dusche, kein Computerunterricht fuer die Kinder, keine Moeglichkeit sich die Haende zu waschen....  Aus Frust machen wir abends ein grosses Feuer in unserem Zimmer. Dieses Mal passe ich aber besser auf, da mir dabei letzte Woche meine Jeans (die eigentlich nur trocknen sollte) angeschmort ist. Der Unterricht in der 5 . und 6. Klasse war dann auch ziemlich chaotisch, Mathe ist ausgefallen (warum auch immer) und dann hat sich alles voller Wolken zugezogen. Die einzige gute Nachricht: Strom geht wieder. Uns so haben wir uns in das Hotel verzogen und fuer 3 Stunden Kaffee getrunken, gelesen und mit den Angestellten DVDs geschaut. Am Mittwoch war dann die Hochzeit von Sandra (Tochter on Jos&#xE9;) und Celso. Dafuer wurden ca 40 Leute auf einen kleinen Transporter verfrachtet und ab ging es ins 30 Minuten enfernte Zumbahua. Ein Erlebnis fuer sich - kam mir vor wie auf einem Viehtransport. Die standesamtliche Trauung war schnell erledigt und  danach ging die ganze Gesellschaft in eine Halle, wo es essen fuer alle gab: Huehnerfuss-Suppe und danach (welch uebrraschung) Haehnchen mit Reis. Wir haben dann gefragt, was jetzt passiert: Die Antwort: SAUFEN. Alle haben sich um die Tische gesetzt und angefangen Bier, Wein und Rum zu vernichten. Dabei sind alle immer rumgelaufen und haben versucht den nicht so trinklustigen Rest abzufuellen. Zu dem Rest habe auch ich gehoert, da mir einfach nicht um 12.30 Uhr Mittags nach "Ich gebe mir jetzt die Kante" war. Christoph meinte nur es erinnert ihn an Fruehschoppen und irgendwie war es auch lustig. 2 Stunden spaeter ging es mit einer Camionetta zurueck, wobei wir aufpassen mussten, dass Fausto nicht von der Ladeflaeche kippt. Heil angekommen, mussten wir feststellen, dass mal wieder der Strom ausgefallen ist und es so heute keinen Computerunterricht geben konnte. Deswegen haben Christoph und ich uns nach den Feierlichkeiten erst einmal wieder ins Hotel zurueckgezogen. Nach unserem Cafe wollten wir ein Arbeitsblatt fuer den Englishunterricht vorbereiten, da der Strom jetzt wieder ging. Wir sind aber ganz schnell wieder aus Joses Haus gefluechtet: Die haben tatsaechlich die ganze Zeit weitergesoffen und nun total fertig auf und unter den Baenken gehangen. Ein leicht saeuerlicher Geruch hat das Ganze  unterstrichen und wurde von Gejammer und Geheuleder Maenner begleitet. Da konnten wir wirklich nicht zu abend essen. Also erst einmal Holz fuer die Nacht gesaegt und dann mal wieder ins Hotel. Zufrieden haben wir dort unser Kaesesandwich gegessen und die Tempelritter geschaut. Donnerstag haben wir dann versucht den Kindern den Weltraum naeher zu bringen. Bei Erde, Sonne und Mond konnten sie uns noch folgen, aber als wir etwas von anderen Planeten erzaehlt haben, wurden wir nur noch mit grossen Augen angestarrt. Schon ein Unterschied, wenn Kinder nicht mit StarWars und StarTrek aufwachsen. <br><br>26.04.2007, Quito<br> <br>Heute geht es schon einen Tag frueher nach Quito, da wir uns urspruenglich mit der viventura-Organisation treffen wollten. Das machen wir aber jetzt am Samstag in Quilotoa, wo die "richtige" Hochzeitsparty am Wochenende steigt. So nutzen Christoph, Kim und ich erst einmal den Freitag um ins Museeum Guyasamin zu gehen. Dieser ist ein recht beruehmter Maler aus Quito, von dessen Werken wir ziemlich beeindruckt waren. Hab ja nicht viel Ahnung davon, aber da waren richtig viele Emotionen in den Bildern. Ansonsten haben wir aber nicht so viel unternommen. Erwaehnenswert ist ansonsten nur unser Ausflug ins Steak-House (Ribs und Steak), den wir ziemlich genossen haben nach der woechentlichen Kartoffel, Reis- und Haehnchen-Kur. Abends habe ich noch Tipps von meiner Dorm-Room-Mitbewohnerin Meg bekommen. Sie ist etwas 65 und hat die letzten Jahre in Sydney gewohnt und mir kostenlose Segelmoeglichkeiten in Sydney aufgeschrieben. Freue mich echt schon auf die Stadt - haben jetzt schon Uebernachtungsmoeglichkeit von dem netten Paerchen aus Sydney angeboten bekommen und jetzt auch noch segeln. Freue mich echt schon darauf. Muss auch ehrlich sagen, dass es Zeit wird das Land zu wechseln. Suedamerika ist echt klasse, freue mich aber auch schon darauf bald etwas Neues zu erleben. Immerhin geht in 2 Wochen schon der Flug nach Neuseeland. <br> <br>28.04.2007 Quilotoa<br> <br>Kim hat entschieden sich die Hochzeitsparty in Quilotoa nicht entgehen zu lassen und kommt so mit uns. Von wegen ab 16 Uhr geht es hier los!!!! Wir sind die einzigen Gaeste und das geschlachtetet Schwein ist noch nicht einmal auf dem Grill. Aber das ist halt Ecuador - wie konnten wir nur so naiv sein. Hier muss man immer 2 Stunden auf die angegebene Uhrzeit aufschlagen. Da es regnet und der Computer der Party wegen verstaut wurde, hiess es mal wieder "ab ins Hotel". Aber da laesst es sich ja gut aushalten, besonders da uns der Koch extra Popcorn gemacht hat. Als wir dann zurueck tigern sind auch Gaeste da. Nach Schwein, Huhn und Kartoffeln mit Sosse (das erste Mal, dass ich hier Sosse erlebe) geht es in das Nebenzimmer. Dort treffen nach und nach richtig viele Leute ein. Dann gibt es noch einmal eine Art Zeremonie fuer das Paar und dann wird getrunken. Jedenfalls dachten wir das und schluerfen gemuetlich unseren Wein. Hier heisst es aber erst einmal wieder essen. Suppe mit einem Viertel-Haehnchen drin. Jetzt aber feiern, aeeeehh doch noch nicht. Jetzt gibt es erst einmal noch fuer jeden noch Reis mit Nudeln und Spiegelei. Wem es zu viel isst lehnt ab (wie wir) oder schuettet es in die mitgebrachte Plastiktuete (die anderen). Dann kam tasaechlich noch suesses Gebaeck. Unser Wein ist mittlerweile leer und wir sind etwas enttaeuscht, da es nicht ganz die grosse Party ist die wir uns vorgestellt haben. Als sich dann immer noch nichts tut, die ersten Leute im Heu einschlafen und niemand zu trinken anfaengt, verkruemeln wir uns auch gegen 23.30 Uhr. Aber wir haetten uns eigentlich denken muessen, dass bei den angeschleppten Getraenke-Menge noch irgendetwas kommt. Ich weiss nicht was die Nacht uebr los war, aber als wir morgens um 8 Uhr das Restaurant betreten sind einige immer noch kraeftig am trinken und tanzen. Da man aber schon durch die Luft des Raumens betrunken wird, wandern wir heute fuer das Fruehstueck ins Nachbarhostal aus. Da Kim noch bis Mittags Zeit hat, nutzen wir die Zeit um zur Lagune runterzulaufen. Das dauert ca. 40 Minuten ist ist eine super schoene Wanderung. An der Lagune glaubt man sich am Meer, da es dort durch ihren hohen Mineraliengehalt nach Salz und Meer riecht. Bis dahin war es ganz entspannt, aber der Aufstieg hat es echt in sich. Nach Sauerstoff schnappend erreichen wir 1 &#xBD; Stunden spaeter endlich wieder den Kraterrand. Da aber die Partyraeumlichkeiten immer noch nicht sehenswert waren und Kim nach Quito zurueck ist, sind Christoph und ich - richtig!!! - ins Hotel. Mit DVD und Buch haben wir dann schnell 3 Stunden rumgekriegt. Klingt echt doof, aber heute waren wir ziemlich genervt. Der Ausflug war nett, aber alle sind total betrunken, das Restaurant ist ein Schweinestall, das Klo ist schon seit letzter Woche kein schoener Anblick mehr und ist von der Party nicht besser geworden und die Kinder laufen total verschmutzt und hungrig durch die Gegend. Nichts gegen die Feier, aber die Zustaende sind eigentlich nicht mehr tragbar. Bei unserer Rueckkehr war wenigstens das Restaurant wieder etwas sauberer und wir konnten zu Abend essen. Am naechsten Tag war Jos&#xE9; wieder fit und so konnten wir Lebensmittel an die 4 Schulen verteilen. Seit 1. Maerz kamen die staatlichen Lebensmittellieferungen fuer das Schulfruehstueck nicht mehr und so wurden jetzt mit Spendengeldern Reis, Haferflocken, Zucker und Broetchen gekauft. Der Ausflug mit der Camionetta hat fast 4 Stunden gedauert, den Christoph und ich meist sitztend auf Reissaecken verbracht haben. Also richtig viel zu tun heute. Abends kam naelmlich auch noch ein deutsche Reisegruppe. Da dies Christophs letzter Abend in Quilotoa war, hat er das zum Anlass genommen um die halbe Tragoflasche (Zuckerrohrschnapps) zu leeren. Das hatte dann zur Folge, dass ich am naechsten Tag den Unterricht in der Schule wieder alleine gemacht habe. Habe versucht die Kidner auf den naechste Woche bevorstehnden Englisch-Test vorzubereiten. Viel ist glaube ich nicht haengengeblieben.<br> <br> <br>01.05.07 Quito/Tena,<br> <br>Da sind wir auch schon wieder nach Quito. Habe naemlich beschlossen, dass es nicht geht so lange in Ecuador zu sein und nie den Dschungel gesehen zu haben. So ist einmal Englisch in Quilotoa ausgefallen und fuer mich ging es dafuer mit 7 weiteren Leuten (3 aus Daenemark, 2 aus Australien und 2 aus Irland) nach Tena. Dort sind wir dann mit Gummistiefeln ausgestattet zu unserer Bambushuette gestampft. Waren auch direkt pitschnass, da bei der 3 Flussueberquerung fast alle ausgerutsch sind. Zum Glueck ist es aber warm hier. Angekommen, war fast die ganze Familie von Fidel da. So gab es dann einen traditionellen Tanz von den Kindern und von Fidel haben wir eine Einweisung ins Schamanentum bekommen. War sehr interessant - nur leider zu doof, dass ich die einzge war die ungefaehr verstanden hat was Fidel so erzaehlt hat:Er kann nur spanisch und der Rest nur Englisch. War also Dolmetscherin fuer die naechsten 3 Tage - was angesichts der Themen nicht immer einfach war. <br>Am naechsten Tag ging es dann zur Dschungelwanderung. Dabei hat uns Fidel die ganzen verschiedenen Pflanzen erklaert. Das hat echt Spass gemacht und war super beeindruckend. Unser Tagesziel war dann eine ziemlich offenen Hoehle mit Haengematten und einem Wasserfall als Dusche. Das war einfach nur super, also ab in die Haengematte gelegt und den Ausblick genossen. Ich bin dann eigentlich auch nicht mehr aufgestanden, da mein Magen gegen irgendetwas rebelliert hat und ich mich fuer 14 Stunden Schlaf entschieden habe. So ging es mir am naechsten Tag schon besser. Da ging es dann wieder zurueck und unser Angelglueck wurde getestet. Das Resultat: heute gibt es Pasta mit Thunfisch aus der Dose. Dafuer waren wir danach erfolgreicher im Schmuck basteln, Pfeile schiessen und Schokoladen herrstellen. Besonders letzteres hat es mir natuerlich angetan und das Ergebnis war "mmhhhhh". Samstags sind wir dann an den Rio Napo, der ein Zuflusss des Amazonas ist. Mit einem Kanu ging es zu Amzoonicas. Dies ist ein Reservat mit Aufzuchtstation, wo wir dann endlich mal ein paar Tiere zu Gesicht bekommen haben - davon haben wir im Dschungel naemlich leider (naja kommt auf das Tier an) nicht so viel gesehen. Zum Abschluss sind wir dann auch noch einmal im Fluss baden gegangen, wobei sich kaum jemand wirklich vom Ufer weggetraut hat. Nach den ganzen Schaeurgeschichten mit den Ancanondas war uns das allen nicht so geheuer. Mit allen 10 Zehen und Fingern gng es dann aber vollzaehlig Nachmittags wieder auf den Heimweg. Der Dschungel hat mir echt super gefallen. Die Natur ist sehr beeindruckend und ich freue ich schon darauf in Australien und Asien mehr davon zu sehen. In Quito habe ich mich aber erst einmal gefreut, dass sie noch einen Burger bei der BBQ-Party im Hostal fuer uns uebrig hatten ... und zum Nachtisch tasaechlich Banana-Split. Was (neben der Dusche) braucht man mehr nach einem 3 -taegeigen Dschungel-Trip!<br><br>08.05.07, Quilotoa<br>Tja, das ist nun meine letzte Woche in Quilotoa. Ist ueberhaupt ein Wunder, dass ich da lebend angekommen bin. Beim Fahrstils des Busfahrers ist einem echt Angst und Bange geworden - und zwar nach ecuadorianischen Massstaeben (ueberholen am Berg im Kurven ist hier Standard - und wenn es eng wird faehrt man halt auch mal mit 80 km/h ueber die Wiese weiter). Kein Wunder, dass wir zwischendurch auch mal einen Hund ueberfahren haben - leider hat er es auch noch ueberlebt. Das Gejaule war echt eine Qual - haette aber auch ein Mensch sein koennne. Wenn hier ein Verkehrsunfall passiert, halten die meistens auch nicht an um sich um den Passanten zu kuemmern. Gut, dass ich vor 1 Jahr in Deutschland und nicht hier von einem Auto gefahren wurde. Hier kaempft jeder mehr fuer sich alleine und Mitleid gibt es nicht sonderlich viel. Mitleid kommt wohl erst mit einem bestimmten Wohlstandsniveau (Erinnert mich gerade an die Maslowsche Beduerfnispyramide).<br>Auf jeden Fall war ich nicht alleine unterwegs nach Quilotoa. Doerthe von Visocial war auch dabei fuer 1 Tag. Fuer die Woche war naemlich geplant Karten mit den Kindern fuer ihre Paten in Deutschland zu basteln. Das ist aber nicht so einfach. Erst einmal die Kinder zusammen kriegen, dann Foto von jedem Kind, dann Karten mit den Kindern basteln und danach die Texte fuer die Kinder schreiben (denn selbst wenn sie ueber 10 Jahre sind, heisst dass noch lange nicht, dass sie richtig schreiben koennen).  In den Schule ging es noch ganz gut, da man da die Kinder zusammen hat, aber wenn sie auf eines der Colegios gehen (ist nur Samstags) muss man die Kinder so finden und das ist gar nicht so einfach mit nur einem Namen, denn Adressen gibt es hier ja nicht. Ab Mittwoch musste ich dann auch alleine damit weiter machen. Habe ca. 100 Karten fertig bekommen. Aber als es nicht schon genug Arbeit war habe ich am Donnerstag noch den angekuendigten Englisch-Test verwirklicht. Weiss ja nicht wie Examen hier normalerweise ablaufen, aber ich fand es ziemlich chaotisch. Die Kinder reden die ganze Zeit, laufen rum und versuchen natuerlich von den Unterlagen abzuschreiben. Nach ettlichen Ermahnungen hat es mir dann gereicht und ich habe den "Spickern" die Blaetter abgenommen und "0" Punkte darauf geschrieben. Da waren sie sogar zum ersten mal etwas geschockt. Ich glaube die Lehrer sind sonst nicht so konsequent hier. Naja, insgesamt ist der Test, dann ziemlich schlecht ausgefallen. Die besten 4 haben dann wenigstens als Belohnung kleine Geschenke bekommen. Viel ist echt nicht an Englisch haengen geblieben. Da aber die Zustaende in Spanisch nicht viel besser sind, sollte man wirklich ueberdenken, ob man das nicht mit Englisch sein laesst und denen erst einmal Spanisch und Mathe richtig beibringt. Kann wirklich nicht angehen, dass 16-Jaehrige noch nicht "ich gehe"/"ich werde" =&#x26;gt; "yo voy" schreiben koennen und das obwohl sie schon auf dem Colegio sind.<br>War also wie gesagt viel los in der letzten Woche, was aber auch den Vorteil hatte, dass ich eigentlich jeden noch einmal gesehen habe. War wirklich traurig nun immer "ciao" sagen zu muessen. Auch wenn es nicht immer einfach war, sind die Leute hier einem schon ans Herz gewachsen. Zum Abschluss haben ich mit der Familie dann aber noch gemeinsam Kuchen gegessen - hat sich angeboten, da Jos&#xE8; an dem Tag auch Geburtstag hatte. Obst hatte ich auch noch besorgt - ein "letzter" Vitaminschub fuer die Kinder. Habe mich zum Abschluss dann damit getroestet, dass ich auf jeden Fall in ein paar Jahren alle noch einmal in Quilotoa besuchen werde.<br>Was ist denn jetzt mein Fazit. Ist echt immer noch schwer das zu sagen. Bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben, die Zeit hat mich auf jeden Fall gepraegt. Das Leben dort ist so anders und die Prioritaeten so unterschiedlich, dass man einfach zu ganz neuen Denkweisen angeregt wird. Man sieht Dinge auf einmal mit ganz anderen Augen. Es hat auf jeden Fall auch meine Sichtweise zu den "armen Leuten" veraendert. Mein Mitleid ist irgendwie gesunken - nicht fuer alle, aber wenn es zu viel Hilfsprojekte oder Tourismus gibt, dann ist es auch nicht gut.  Vorher hatten sie in einfachen Huetten von der Landwirtschaft gelebt, das war zwar hart, aber die Leute kamen damit klar. Jetzt wurden sie in kuerzester Zeit mit der "neuen Welt" konfrontiert und nehmen dort alles bedingungslos als gut an. Sie koennen aber ueberhaupt nicht damit umgehen und geben ihr weniges Geld nur fuer "Luxusartikel" aus, anstatt Gesundheit, ausgewogenen Ernaehrung, Kleidung,... Sie wollen nur noch haben, haben,haben und dafuer sollen Touristen und Hilfsorganisation zahlen. Der Eigenanteil und die Motivation selber dafuer etwas zu leisten ist aber ziemlich gering und das macht einen manchmal ziemlich wuetend. Genauso, dass sie sich dann nicht um Sachen kuemmern, wenn sie etwas geschenkt bekommen. Alles verwahrlost, da sie nie gelernt haben mit Sachen umzugehen. Dabei ist etwas Sauberkeit (und das sage sogar ich) nun keine Sache von Geld. Meine Familie beschwert sich z.B., dass keine Leute in ihr Hostal kommen, aber wer das Bad sieht dreht halt auf der Stelle um. Also anstatt 3 Stunden in der Sonne zu sitzen, sollte halt mal jemand jeden Tag 5 Minuten das Bad putzen. War wirklich oft veraergert ueber die Beschwerden und die Frage und Bettelei nach Geld, wenn von denen Leuten selber so wenig kommt. Aber kann auch verstehen, das es schwer fuer sie ist mit ihrem Leben jetzt umzugehen, das sich irgendwo in der Schwebe zwischen Tradition und "Neuer Welt" befindet. Sie sind entwurzelt aber noch nicht an einem neuen Platz angekommen. <br><br>10.05.07 Quito<br>Nun beginnt die riesen Packaktion. Bin mit Rucksack und Reisetasche in Quito vor 2 Monate angekommen und moechte jetzt nur mit Rucksack weiterreisen. In Quilotoa hab ich schon einiges verschenkt, der 2. Schritt ist nun ein Paket nach Deutschland. 1 Stunde hat der ganze Akt gedauert (man muss alles auspacken, einzeln wiegen, notieren,...) und dann war mein Gepaeck um 8 Kilo leichter. <br>Bin jetzt echt schon nervoes, da ich Johannes bald wiedersehe. 2 Monate sind echt eine lange Zeit. Freue mich jetzt aber auch sehr auf Neuseeland. Mal wieder unbeschwert im Bus reisen und nicht jeden als potentiellen Dieb ansehen zu muessen. Hatte aber heute eine echt nette Busfahrt durch die Stadt. Bin mit einer Frau ins Gespraech gekommen und ploetzlich waren noch 4 Leute daran beteiligt. Dann bekommt man auch gleich immer etwas zu Essen angeboten (geroestete Bohnen - peinlicher Weise wusste ich nicht, dass man die vorher schaelen muss und habe gekaut und gekaut und gekaut... - zur Belustigung der anderen). War total nett und das sind dann die richtig netten Seiten Suedamerikas.<br />
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    <title>Arbeit im Weingut - Johannes &#x2014; Miraflores, Chile</title>
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    <pubDate>Tue, 01 May 2007 13:11:33 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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                <div style="width:250px; border:2px solid #eeeeee;"><a href="http://www.travelpod.com/travel-blog-entries/helautotheworld/helautotheworld/1173282600/tpod.html">Jump to the full <br />entry &amp; travel map</a></div><br />
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        </table>
        <b>Miraflores, Chile</b><br /><br />07.03.07, San Fernando<br><br> <br><br>Jetzt haben sich also meine und Maries Wege fuer die naechsten zwei Monate getrennt. Es ist doch gewoehnungsbeduerftig (und auch nich gerade einfach) nach so viel gemeinsamer Zeit auf einmal auf sich alleine gestellt zu sein. Zum Glueck sind die Hostels in Suedamerika Treffpunkte fuer allerhand Solo-Reisende Jugendliche, und so faellt es nicht schwer Kontakte zu knuepfen. Dazu eine kleine Annekdote: So habe ich einen spassigen Abend im absolut empfehlenswerten "Chili Hostel" verbracht. Es hat eigentlich ganz harmlos mit ein wenig Gitarre spielen angefangen. Am Ende haben wir bis Morgens englische und spanische Schlager "gesungen" und dazu das/den ein oder andere/n Bier/Wein/Pisco getrunken.<br><br>Naja. Um halb vier bin ich dann ins Bett (ne halbe Stunde vor dem Rest) und ich konnte mir nur schwer vorstellen, wie eine einzige Person in dem Hostel bei dem Gegroehle schlafen soll.<br><br> <br><br>So jetzt ist der Spass aber vorbei, da ich ja auch zum Arbeiten hier bin. Leider hat sich die Arbeit in meinem ersten Weingut als nicht sehr interessant (genauer extrem langweilig) herausgestellt. Da auch Kommunikation mit den Oenologen keine Besserung erhoffen lies, habe ich als Folge nach einer Woche wieder gekuendigt. Ich wohne zur Zeit bei Justin und Chloe (den Freunden aus Neu Seeland). Ich habe aber Kontakt zu anderen Weinguetern und in den naechsten Tagen sollte sich da mit etwas Glueck etwas ergeben.<br><br>Sobald ich etwas genaues weiss folgt der naechste Eintrag. <br><br>16.03.07, San Fernando<br><br>Mittlerweile hat bei mir nun doch das Arbeitsleben wieder angefangen. Heute konnte ich ein wenig frueher Schluss machen (nach 10 Stunden!!!) und habe es so noch schnell ins Internet geschafft.<br>Ich arbeite jetzt bei dem Weingut "Portal del Alto" in Miraflores. Ich bin jetzt fast eine Woche da. Die Arbeitszeiten sind zwar hart ( ca. 7x12h) und die Bezahlung ist ausserst gering (Chilenicher Mindestlohn. Und das ist wirklich wenig). Aber nach einer Woche denke ich trotzdem hat es sich gelohnt das andere Weingut zu verlassen und hier her zu kommen.<br>In diesem Weingut gibt es nur eine Oenologin und ich arbeite sozusagen als ihr Assistent. So habe ich in relativ kurzer Zeit sehr viel gelernt und Arbeite auch schon mit relativ viel Eigenverantwortung. Ausserdem ist das so richtig original suedamerikanisch hier. <br>Hier gibt es Pumpen, die eigentlich ins Museum gehoeren, ueber hundert Jahre alte Holztanks und von sicherem Arbeiten haben die hier auch noch nicht so viel mitbekommen.<br>Momentan ist es aber hier noch sehr ruhig. Bin mal gespannt wie das wird, wenn die Lese so richtig am brummen ist.<br>ein weiterer Vorteil ist auch, dass Justin (ein Kumpel aus Neu-Seeland) im Nachbarweingut arbeitet. So ist auch das ein oder andere Feierabendbier gesichert.<br><br>07.04.2006, San Fernando<br><br>Jetzt bin ich knapp einen Monat hier in meinem Weingut (Portal del Alto) am arbeiten. Das bedeutet Halbzeit. Auch wenn nicht alles so ist, wie ich es mir vor gestellt habe, bin ich doch froh, dass ich hierher gewechselt habe. Was mich ein wenig st&#xF6;rt, ist die Art, wie hier Wein gemacht wird. Teilweise aus Geldmangel, teilweise aus anderen Gr&#xFC;nden wird hier nicht allzuviel Wert auf die Qualit&#xE4;t gelegt. Teilweise ist es dann ein wenig schade, da einfach nicht so viel mit den Weinen gearbeitet wird. Trotzdem habe ich hier aber bis jetzt doch mein "fundiertes Halbwissen" betraechtlich erweitern koennen. <br>Allerdings bereitet mir die Sprache noch immer einige Schwierigkeiten. Das liegt vor allem daran, dass das hier gesprochene "Chileno" so ziemlich garnix mit dem in der Sprachschule gelernten Castellano gemein hat. Teiweise fuehle ich mich wie in der tiefsten Pfalz. Nur sprechen die hier so schnell, da kann man manchmal nur mit den Ohren schlackern.<br>Wenn man dann darum bittet das ganze nochmal zu wiederholen, (diesmal aber bitte langsamer) wiederholen sie genau den gleichen Satz genauso schnell, dafuer aber doppelt so laut. Aber trotzdem klappt es meistens dann doch irgendwann.<br>Letzte Woche haben meine beiden Freunde aus Neu Seeland eine superlustige Grillparty geschmissen (leider habe ich das einzige Foto viel zu fueh geschossen und danach vergessen, dass ich einen Foto habe). Ich musste leider auch schon um eins als erster gehen, da ich am naechsten Morgen als einziger arbeiten musste: Life is hard in the vineyards.<br><br><br>23.04.07, Miraflores:<br><br>In letzter Zeit hat sich so viel neues ergeben. Leider hatte ich aber aufgrund der doch recht anstrengenden Arbeitszeiten es nicht geschafft mit den Ereignissen Schritt zu halten und alles Zeitnah auf unsere Homepage zu setzten. Dann nehme ich mir also jetzt die Zeit das ganze in der Retrospektive aufzuarbeiten. <br>Das sich noch zwei weitere australische Freunde angekuendigt haben, hatte ich erzaehlt, oder? Naja. Da Australier generell, und meine beiden Freunde Breac und Josh im speziellen, sehr chaotisch sind und auch einen sehr gewoehnungsbeduerftige Dialekt der englischen Sprache sprechen, gibt es dazu auch eine ausserst lustige Geschichte: <br>Wie gesagt wollten sie mich ja in der Naehe von Santiago de Chile (in Chile) besuchen. Leider kaufen die beiden aufgrund von Verstaendigungsproblemen Tickets nach Sandiego (in Californien). Das das Ticket extrem guenstig war und der Flug auch nur eine Stunde dauert kahm den beiden aber erstmal nicht verdaechtig vor.  Dies wird ihnen dann erst einen Tag vor Abflug klar. Also heisst es umbuchen und eine Woche spaeter kommen sie dann  tatsaechlich an.(Nachdem sie ihren Flug verpasst haben und Chloe deswegen einen Tag vorher schon einmal umsonst schonmal nach Santiago gefahren ist. Aber angeblich alles nicht ihre Schuld)<br>Dass wir hier Besuch bekommen trifft sich auch ganz gut, da meine Arbeitstage hier gezaehlt sind. Ich habe endlich meine Nachtschicht hinter mir und arbeite jetzt noch ein paar Tage tagsueber. Am Freitag fahren wir dann Mendoza (da Justin und Chloe und ich unser Visum erneuern muessen). Danach werde ich mir wohl ein wenig Argentinien anschauen bevor ich mich endlich  (am 13.5.) mit Marie in Santiago wieder treffe. Eigentlich wollten Breac und Josh mit mir zusammen durch Argentinien reisen. Leider kam den beiden auf ihrer Reise aber Las Vegas in die Quere. Deshalb sind die beiden jetzt ziemlich mittellos und werden wohl bei Justin und Chloe bleiben um Geld zu sparen. <br>Nach der ganzen Arbeit ;-) freue ich mich aber trotzdem sehr auf Argentinien und bin echt gespannt was Mendoza und Buenos Aires (erstmal meine Ziele) so zu bieten haben.<br> <br />
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    <title>Suedchile - Wandern in Patagonien/Feuerland &#x2014; Punta Arenas / Ushuaia, Chile</title>
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    <pubDate>Mon, 12 Mar 2007 15:00:12 -0400</pubDate>
    <description>&#x22;Helau to the World&#x22; - Die Tour</description>
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        <b>Punta Arenas / Ushuaia, Chile</b><br /><br />Punta Natales, 10.02.07<br><br>28 Stunden haben sie gesagt!!!!!<br>Aber 1 Stunde hinter Puerto Varas war der Bus kaputt und irgendwie hat sich ansonsten auch alles verzoegert und so erreichen wir erst nach langen 32 Stunden (zum Glueck im Salon Carma) Punta Arenas im Sueden Patagoniens. Sollen wir es Sucht nennen oder Gleichgueltigkeit???? Auf jeden Fall setzen wir uns nach  1 1/2 Stunden Pause in den naechsten Bus und erreichen nach 3 Stunden weiterer Fahrt Puerto Natales. Dies ist unser Ausgangspunkt fuer unsere Wanderung im Torres del Paine Nationalpark. Heute ist aber nichts mehr mit uns anzufangen und so fallen wir muede ins Bett. Am naechsten Tag statten wir uns dann in den Supermaerkten mit Essen aus und schon geht es mit dem Bus (!!!) in den Nationalpark.<br><br><br><br>Torres del Paine-Nationalpark<br><br>Nach dem wir nun unsere Trainingseinheiten im Trekking abgeschlossen haben, koennen wir uns jetzt in das Mekka des Wanderns in Suedamerika wagen: Torre del Paine. Im Park gibt es zwei klassische Routen. Wir haben uns fuer das "W" entschieden, bei dem man in ca. fuenf Tagen die meisten Highlights zu sehen bekommt. Mit ausreichend Nahrung erreichen wir mit dem Boot unser Basecamp "Paine Grande". Schon von dem ersten Eindruecken sind wir total begeistert: Schneebedeckte Berge, ein schon fast unnatuerlich tuerkisfarbener See und dazu Sonnenschein. Hoffentlich bleibt das so, denn es wurde fuer die naechsten Tage schlechtes Wetter vorhergesagt und in Kombination mit den starken Winden hier waere das ganze dann nicht so lustig. Aber als wir am naechsten Tag den Reisverschluss unseres Zeltes oeffnen, sind kaum Wolken am Himmel, aber trotzdem ist es sehr kalt. Also wird schnell losgewandert und wir machen uns auf den Weg zum "Glacier Grey". Der Weg ist sehr abwechselungsreich und wir geraten total aus dem Hauesschen als wir die ersten Eisberge (Bruchstuecke des Gletschers) ueber den Lago Grey treiben sehen. Als wir aber schliesslich nach vier Stunden an unserem Camp die Ausmasse des gesamten Gletschers erahnen koennen, stellen wir fest, dass die Eisberge nur winzige Bruchstuecke einer gigantischen Eismasse sind. Am faszienierensten ist aber die blauschimmernde Faerbung des Eises. Nur muss man aufpassen,dass man am Aussichtspunkt wegen der starken Winde nicht fortgeweht wird.<br>Nach dem wir es uns am ersten Abend mit Spaghetti Bolognese richtig gut gehen lassen haben, gibt es absofort nur noch "leichtgewichtige-aber-moeglichst-kalorienreich" Nahrung. Und Hunger haben wir abends ohne Ende, nachdem wir unsere zusammen ueber drei&#xDF;ig Kilo schwere Rucksaecke Tagsueber Spazierengefuehrt haben. Erstaunlicherweise kommen wir aber besser voran als gedacht.<br>Am folgenden Tag geht es erst einmal den schoenen aber anstrengenden Weg wieder zurueck zu unserem Ausgangspunkt. Da wir aber tasaechlich noch nicht genug haben vom wandern, setzen wir nach einer kurzen Pause (inkl. "schwarzduschen" am Campingplatz und warmen Mittagessen) die Wanderung fort zu dem Campo Italio. Hier herrscht nicht so viel Betrieb, da die Tagestouristen die Aussenrouten nicht laufen. So tun wir uns mit einem Hamburger zusammen, der den gleichen Weg laueft. Am Campingplatz ist ziemlich viel los und so lernen wir schnell viele Leute kennen. Allerdings ist es relativ kalt, so dass wir uns nach unserem selbstgemachten Gluehwein schnell ins Zelt verkriechen. Dafuer werden wir am naechsten Tag mit Sonne geweckt. Ohne Rucksaecke erklimmen wir den Aussichtspunkt im Valle Francais. Von dort aus hat man einen super Blick auf die riesigen Gletscher, die sich langsam den Berg runterschieben. So bemerken wir auch, dass das befuerchtetet Gewitter in der Nacht (es hat so viel gedonnert) sich als herabstuerzende Eisbrocken heraus stellten. Auf dem Weg runter treffen wir mal wieder den Hamburger. Dieser bleibt noch eine Nacht, aber unsere Rucksaecke brauchen ihren Auslauf und so geht es fuer uns noch ein kleines Stueckchen weiter zum Campo Los Cuernos. Der Platz ist super schoen am Largo Nordenskjoeld gelegen und man findet viele windgeschuetzte Ecken zum Zelten. Abends kochen wir dann mit ein paar Israelis unser Abendessen. Heute gab es Reis - war neben satt machen sogar noch lecker. Am naechsten Morggen werden die Duschen (nicht auf jedem Campingplatz vorhanden) natuerlich direkt ausgenutzt und bei unbegrenztem warmen Wasser sind wir kaum noch drunter weg zu kriegen. Irgendwann koennen wir uns doch loesen und unsere lange Etappe fuer heute starten. Langsamt schlaengelt sich der Weg am See entlang und wird schliesslich immer steiler - was aber auch den Vorteil hat, dass die Aussicht immer besser wird. Der Anstieg ist auch notwendig, da wir heute immerhin noch zu dem Refugio unterhalb der Torresspitzen wollen. Am Ende geht es dann auch richtig steil herauf, aber alles in allem kommen wir heute super gut voran. Endlich angekommen, muessen wir unter Starkwindbedingungen unser Zelt aufbauen. Es ist kaum moeglich sich draussen aufzuhalten und so sind wir froh den Aufenthaltsraum des Refugios nutzen zu duerfen. Nachts geht es aber dann doch ins Zelt, wo uns schon freudig eine dicke Staubschicht erwartet: Danke Wind!!! <br>Am naechsten Morgen lassen wir es ruhig angehen und es gibt eine extra-Portion unseres Standard-Fruehstuecks: Apfelpfannkuchen. Gerade das letzte Stueckchen vertilgt, kommt der Hamburger mal wieder vorbei, der heute schon wieder den Park verlaesst. Wir lassen unser Zelt und Rucksaecke am Camp stehen und erwandern das letzte Stueck zu den beruehmten Torresspitzen zu Fuss (bzw. das allerletzte Stueck fast auf allen vieren den Berg hoch krabbelnd). Der Aufwand lohnt sich aber wirklich, wenn man das Ziel endlich erreicht. Wir hoffen die Fotos koennen einigermassen den Eindruck widerspiegeln. Zum Glueck war es nicht zu kalt und so haben wir 1 Stunden lang die Lagune mit den 3 Torrespitzen dahinter auf von der Sonne erwaermten Steinen genossen.<br>Abends war es dann richtig gemuetlich im Refugio mit lauter netten Leuten une einer super Zaubershow einer der Camper (hat einen Teller Nudeln dafuer vom Koch bekommen). <br>Zum letzten mal brechen wir jetzt die Zelte ab und machen uns auf den Rueckweg. Und was war das Highlicht am letzten Tag??? Auf halben Weg nach unten, mitten im Park, kommen uns 2 Gestalten entgegen. Mmmmh, die kennen wir doch. Nachdem Marie ihre Eltern ein halbes Jahr nicht gesheen hat, terffen wir sie jetzt ploetlich auf dem Wanderweg. Wir waren zwar 2 Tage spaeter im 400 km entfernten Punta Arenas verabredet, aber trotzdem immer noch ein ziemlicher Zufall. Grinsend treten wir dann bei wieder starken Wind das letzte Stueck an um den Bus nach Puerto Natalaes zu nehmen. Dort goennen wir uns erst einmal eine Dusche, frische Klamotten (!!!!) und ein leckeres Abendessen im Restaurant. Was fuer ein Luxus. Natuerlich laueft uns noch beim Abliefern unsere dreckiger Waesche der Hamburger ueber den Weg. Langsam wird es beaengstigent.<br>Noch ein paar Dinge organisiert und schon geht es am naechsten Tag nach Punta Arenas weiter. Natuerlich sass der Hamburger im gleichen Bus wie wir. Haben beschlossen uns jetzt nicht mehr von ihm zu verabschieden, da er bestimmtmorgen schon wieder hinter einer Ecke lauert. In Punta Arenas finden wir ein schoenes Hostel und treffen uns abends "offiziell" mit Maries Eltern. Diese waren jetzt 2 Woche mit einer Reisegruppe unterwegs und werden noch 1 Woche mit uns durch den Sueden reisen. Wir treffen uns natuerlich am richtigen Tag, denn es ist Rosenmontag (HELAU) und so wird in der Hotelbar noch mit Orden, Zugplakettchen und Luftschlangen das Mindestmass an Fastnacht in Chile zelebriert (ohne geht&#xA8;es halt nicht). So wird dann auch am naechsten Tag in unserem Mietwagen direkt die Fastnachts-CD eingelegt und so erreichen wir Ole Fiesta singend Feuerland!<br><br><br><br>Dort geht es dann auch erst einmal nur auf Schotterstrassen ueber die flache Praerie. Nach einigen Stunden erreichen wir aber die argentinische Grenze (juchuuuuh ein weiterer Stempel im Reisepass). Ab dort gibt es tatsaechlich wieder gepflasterete Strassen. Da wir aber schon lange unterwegs sind entscheiden wir uns nicht bis Ushuaia durchzufahren, sondern in Rio Grande ueber Nacht zu bleiben. Wir nehmen das erst beste Hostal, da wir keinen Stadtplan oder sonstige Infos haben und schlafen dann zu viert im Zimmer mit Hochbetten. Dann finden wir auch kein gescheitets Restaurant, so gibt es passend die Pizza dazu. Hungriger Weise bestellt jeder die groesste Pizza, die sich dann Familienpizza heraus stellt =&#x26;gt; Der Snack fuer morgen ist gerettet. War aber auf jeden Fal ein lustiger Zwischenstopp der anderen Art in Rio Grande. Endlich aus der Stadt wieder rausgefunden erreichen wir am naechsten Tag die suedlichste Stadt der Welt: Ushuaia (wobei Chile behauptet es waere Puerto Williams in Chile). <br>Die Stadt ist wunderschoen zwischen Bergen und Meer gelegen und bietet ziemleich viel, da hier die Kreuzfahrtschiffe des oefteren Zwischenstopp machen. Bei grauem Wetter entscheiden wir uns das Schiffahrts- und Gefaegnismuseum zu besuchen. Diese verlassen wir nach Stunden total begeistert. Als Abendessen kommt natuerlich (hier in Argnetienen) nur ein Grillrestaurant in Frage. Maries Eltern nehmen Klassiker: Steak, waherend wir gierig das "tenedor libre" (all you can eat nehmen). Soooo lecker!!! Lamm, Salat, Steak, Nudeln...bis zum Abwinken. Johannes hat sich auf jeden Fall etwas uebernommen und so konnte er kaum noch seinen Cocktail danach in der nahegelegenen Bar trinken. Bei so viel Essen musste am naechsten Tag der Ausgleich her und so stand die Wanderung zur Laguna Esmeralda an. Wanderunmgen hier haben aber nicht viel mit dem europaeischen Standard zu tun. Erst einmal eine Herausforderung den Start des Weges zu finden. Dieser beginnt ganz harmlos, jedoch aendert sich das schnell, als wir zum Hochmoor gelangen. Fast eine Stunde kaempfen wir uns durch tiefen Matsch. Mit durchnaessten Fuessen und dreckigen Hosenbeine erreichen wir aber endlich die Lagune. Diese ist superschoen aber leider ist es auch etwas windig dort. So brechen wir nach einem kurzen Pick-Nick auch schon wieder auf, um uns ein weiteres Mal durch den Matsch zu kaempfen. Es kommen uns aber noch andere entgegen und so leiden wir nicht alleine.<br>Nach so viel Anstrengung haben wir uns natuerlich ein leckeres Abendessen verdient. Nach so viel Fleisch gestern wird heute aber auf Fisch gewechselt. Ueber das Essen am Ende der Welt kann man sich wirklich nicht beschweren. Am naechsten morgen hat Johannes dann versucht einen Bus nach Punta Arenas zu kriegen, da sein Flug zurueck nach Santiago frueher geht. Aber alles ausgebucht. Der Busfahrer hat ihm dann allen Ernstes einen Plastikeimer (!!!) zum Sitzen fuer die 12 Stunden Schotterstrassen-Fahrt angeboten. Dankend haben wir abgelehnt und uns alle gemeinsam mit dem Auto zurueck auf den Weg zum Fetsland gemacht. Nach einer ziemlich langen Fahrt und viel Geruettel erreichen wir wieder Punta Arenas. Wir gehen in unser reserviertes Hostel (Empfehlung aus Reisefuehrer), welches sich als ziemliches Desaster rausstellt und die schlechteste Unterkunft war, die wir bis dahin in Suedamerika hatten. Wenigstens war der Kuchen beim Fruehstueck lecker. So hiess es umziehen mit Sach und Pack am naechsten Tag. Jedoch nur noch fuer Marie und ihre Eltern, da Johannes heute seinen Flug nach Santiago hat. <br>Zu dritt schlendern wir noch ein wenig durch die Stadt. Auf Autofahren hat heute keiner richtig Lust. Beim Essen muessen wir feststellen, dass wir mit unseren 20 Uhr direkt als Touristen auffallen. Als wir um 22.30Uhr die Rechnung bestellen faengt das Restaurant sich erst an zu fuellen - egal war trotzdem lecker. Danach sitzen wir noch in unserem (viel besseren Hostel)  mit den anderen Gaesten zusammen (wie immer mal wieder hauptsaechlich Israelis) und geben unsere mittlerweile gesammelten Tipps zur Gegend weiter. <br>Am folgenden Tag besuchen wir das erste Fort an der Magellanstrasse. Schon unglaublich was die Leute damals dazu getrieben hat eine so lange und gefaehrliche Reise auf sich zu nehmen, um dann in einem ganz unbekannten Land zu leben. Auf jeden Fall haben die bestimmt damals auch unter dem Wind hier gelitten, denn wegen dem mussten wir unser geplantes Pick-Nick dort ins Auto verlegen. Am Nachmittag brechen wir zur Pinguinkolonie auf. Ich bin wirklich hin und weg von den kleinen Watschelzwergen. Wenn es nicht so windig waere koennte man sie stundenlang beobachten. <br>Nun heisst es aber leider schon richtig die Koffer packen, denn morgen geht es mit dem Flugzeug zurueck nach Santiago. Leider fuer mich in einem anderen Flieger wie meine Eltern. Zum Abschluss sind wir noch einmal in einem richtig schoenen Hotel und ich geniesse "ewig" lang die Dusche dort (wer weiss wann ich zum naechsten Mal wieder ueber so ein Luxus verfuege).<br>Der Abschied am naechsten Tag ist mir sehr schwer gefallen. Die Woche mit meinen Eltern ist viel zu schnell vorbei gegangen und so bin ich ziemlich traurig auf meinem Weg zurueck nach Santiago. Bin aber total gluecklich, dass es ueberhaupt mit einem Treffen geklappt hat.<br />
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